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#nospiritofhealth Kassel 2015 – Tag 3

29. April 2015 um 17:43 Uhr von Atari-Frosch

Wir hatten am Abend zuvor vereinbart, ein wenig später anzufangen und dafür früher, nämlich um etwa 14:00 Uhr, aufzuhören. Meine Idee war's nicht, ich hätte gern noch durchgezogen.

Für mich wurde es morgens aber sowieso ein wenig später, weil ich mein Gepäck gleich mitnahm und dann erst einmal zum Bahnhof Wilhelmshöhe fuhr, um es dort einzuschließen. Für die Rückfahrt nach Hause hatte ich mir bereits am Donnerstag direkt nach der Ankunft ein Bahnticket gezogen und eine Reservierung gleich dazu; um 19:00 Uhr sollte ein durchgehender InterCity fahren.

Da ich dann auch noch fast eine halbe Stunde auf die nächste Straßenbahn zum KongressPalais warten mußte, war ich erst gegen 11:00 Uhr dort.

Atari-Frosch @AtariFrosch
Wir haben gerade Besuch vom Ordnungsamt (Gewerbeaufsicht), der mußte in der Halle kontrollieren. #nospiritofhealth

11:35 - 26. Apr. 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Der Gewerbeaufsichtsmensch meinte, sie hätten ihn nicht gerade liebgehabt. 😉 #nospiritofhealth

11:38 - 26. Apr. 2015

Allerdings erzählte er auch, die Veranstalter und Aussteller hätten sich peinlich genau an die Vorschriften gehalten. Er selbst kenne sich mit dem Zeug nicht aus, aber er fand es, sagen wir, nicht sonderlich überzeugend.

Atari-Frosch @AtariFrosch
Insgesamt ist heute weniger los, ich schätze, ein Teil ist schon auf dem Heimweg. #nospiritofhealth

12:04 - 26. Apr. 2015

Es kamen immer mal wieder Leute mit Gepäck aus der Halle und stiegen in die Straßenbahn Richtung Bahnhof Wilhelmshöhe. Die meisten dürften aber sowieso mit dem Auto gekommen sein; zur Halle gehört ein Parkhaus, und ich gehe davon aus, daß man von diesem Parkhaus aus direkt in die Halle kommt, ohne durch den Haupteingang zu müssen.

Ich glaube, eine kleine Bullshit-Welle hatten wir noch, aber so richtig war nichts mehr los. Und dann kam der Regen. Aber so richtig. In diesem Fall zum Glück waren wir nicht mehr so viele, so daß wir teils unterm Pavillon und teils unter einem Vordach ein wenig Schutz fanden. Es regnete etwa eine halbe Stunde lang wie aus Eimern.

Danach wurde der Abbau beschlossen. Ich hängte mein Smartphone noch so lange wie möglich an die USV des Konsumentenbundes, in der Hoffnung, daß es dann noch ein paar Stunden Strom haben würde, und nahm dann gegen 14:00 Uhr die weiterhin nur halbstündig verkehrende Straßenbahn zum Bahnhof Wilhelmshöhe.

Der Smartphone-Akku war an allen vier Tagen ein Problem gewesen. Obwohl er erst sieben Monate alt ist, hält er selbst bei sparsamer Nutzung keine 8 Stunden durch. Erst recht nicht, wenn ich, wie an diesen Tagen, wegen des hellen Tageslichts die Display-Beleuchtung höherdrehen muß, um das Display ablesen zu können. Da muß ich mir wohl mal einen Akku-Lader beschaffen.

Am Bahnhof Wilhelmshöhe ging ich erst noch einmal in den Asia-Express essen. Danach gönnte ich mir eine Foto-Tour durch die Kasseler Innenstadt.

Überhaupt, die Fotos sind dann erstmal hier bei Picasa zu finden: Kassel #nospiritofhealth 2015.

Über die gekaufte Reservierung war ich dann übrigens noch sehr froh, obwohl ich erst dachte, die sei mal wieder rausgeworfenes Geld. Dem IC 1952 fehlte nämlich ein Wagen, es war sehr voll. In weniger als 10 Minuten vor Einfahrt des Zuges wurde dieser dann auch mal noch eben von Gleis 9 auf Gleis 3 verlegt, was ich mit dem schweren Gepäck jetzt, sagen wir, nicht gerade lustig fand (ich hatte zwar das kaputte Luftbett zurückgelassen, dafür aber zwei ältere, gebrauchte Notebooks mitbekommen). Und schließlich war die Luft im übervollen Zug auch noch extrem stickig, weil die Lüftung offenbar nicht stark genug war.

Atari-Frosch @AtariFrosch
Scheiße, Overload, keine Chance ...

19:25 - 26. Apr. 2015

Ich saß zwar in einem Abteil, aber wir mußten wegen der schlechten Luft die Tür offen lassen. Und auf dem Gang stand eine Frau, die fast die ganze Fahrt über lautstark telefonierte. Overload galore! Strom hatte ich im Smartphone auch fast keinen mehr, so daß ich mir auch nicht die Kopfhörer überstülpen und Musik hören konnte. Erst nach Dortmund wurde es dann ein wenig besser.

Der Zug kam mit wenigen Minuten Verspätung in Düsseldorf an, und ich war wirklich froh, als ich alles meine fünf Stockwerke hochgeschleppt hatte und mich endlich ausruhen konnte.

Atari-Frosch @AtariFrosch
Vergessen: Ein Pack Äpfel und eine 3er-Steckdose. Weggeworfen: Ein Luftbett mit Löchern. Eingesackt: Zwei übriggebliebene Notebooks.

23:58 - 26. Apr. 2015

Daß ich die Dreiersteckdose vergessen habe, ist dann doch etwas ärgerlich – das war nämlich meine letzte „freie“ Steckdosenleiste für unterwegs. Jetzt werde ich mir wohl wirklich mal neue kaufen müssen.

Was habe ich nun für Erkenntnisse mitgebracht?

  • Mit MMS-Jüngern, die einmal „überzeugt“ wurden, kann man nicht mehr diskutieren, und mit den in Rhetorik geschulten Vertrieblern sowieso nicht. Fakten und Statistiken interessieren beide nicht mehr, es sei denn, diese stützen ihre Behauptungen. Sie hören nicht mehr zu, sondern können nur noch wiedergeben, was ihnen eingetrichtert wurde.
  • Es ist auch ziemlich egal, ob man ihren Pseudo-Argumenten Fakten entgegensetzen kann oder nicht: Sie ignorieren sie ja sowieso. Es ist trotzdem hilfreich, sich vorher ein paar Sachen mal wenigstens durchgelesen zu haben.
  • Es ist verdammt schwer, sich nicht unwohl oder zumindest irritiert zu fühlen oder es gar zu ignorieren, wenn jemand wie ein Bulle beim Stierkampf auf einen losgeht, eine Körperhaltung an den Tag legt, als wolle er einen auf die Hörner nehmen und dabei auch bewußt in die Intimsphäre eindringt. Bei den MMS-Rhetorikern muß immer klar sein: Das ist Absicht, reine Einschüchterungstaktik, und es droht vor allem keine Gefahr.
  • Mein Bullshit-Detektor funktioniert (immer noch) hervorragend. Ob ich das dem Autismus zu verdanken habe, weiß ich nicht, ist aber auch so ziemlich egal.
  • Wau Holland sagte mal, wir bräuchten neben Lesen, Schreiben und Rechnen bereits ab der Grundschule ein weiteres Schulfach, nämlich Filtern und Bewerten von Informationen. Wir brauchen kritisches Denken in den Schulen statt fertig aufbereiteter Schulbücher, die das selbständige Denken quasi unnötig machen.
  • Menschen, die selbst MMS oder sonstwas an sich ausprobieren wollen, könnte man noch mit Rauchern gleichsetzen, die sich ebenfalls schädigen, weil sie meinen, daß das für sie irgendeine Art von Nutzen habe. Dasselbe Kindern anzutun, geht gar nicht. Wer seine Kinder, aus welchem Grund auch immer, mit MMS malträtiert und ihnen früher oder später den Darm zerlegt, gehört angezeigt und vor Gericht gestellt; die Kinder gehören ihnen weggenommen. Wer dazu anstiftet, gehört ebenfalls vor Gericht gestellt.

Das war's erstmal. Wenn mir noch was einfällt, auffällt oder wenn Ergänzungen oder Korrekturen kommen, kann ich die ja noch als Updates in die Artikel pappen.

5 Kommentare zu “#nospiritofhealth Kassel 2015 – Tag 3”

  1. Markierungen 04/30/2015 - Snippets quakte:

    […] Froschs Blog: » #nospiritofhealth Kassel 2015 – Tag 3 […]


  2. SackOhneSenf quakte:

    1) Bin ich darüber gestolpert (siehe weiter unten, sind Bilder):
    http://www.kassel-live.de/tag/stadthalle/

    2) Wie kann man es mit derart beratungsresistenten Humble-Jüngern eigentlich aushalten?

    3) Um dich zu zitieren: „Unten am Ende dieser Straße fand ich jedoch ein schön ruhiges, grünes Plätzchen mit zwei Bänken vor, von wo aus man Amseln beobachten und ihrem Gesang zuhören konnte. Also blieb ich dort einfach mal ein halbes Stündchen sitzen, um meinen „Akku“ wieder aufzuladen.“ … ich finde damit haste deinem Körper mehr gutes getan als irgend eines dieser Humble-Mittelchen bewirkt hätte und das ganze auch noch für lau 🙂


  3. SackOhneSenf quakte:

    … ach und das interessiert dich vielleicht (Video – hab es mir gar nicht ganz angetan):

    https://kulturstudio.wordpress.com/2015/04/28/kulturstudio-beim-spirit-of-health-kongress-2015-in-kassel-reportage-tag-1/


  4. Atari-Frosch quakte:

    Wie man das aushält? Gute Frage. Eigentlich gar nicht. Aber es unwidersprochen stehen zu lassen, geht halt auch nicht. Da geht es um Kinder, die so sind wie ich, und es wird gepredigt, sie zu mißhandeln, damit sie „normal“ oder wenigstens „handhabbar“ werden. Das tut mir in der Seele weh.

    Das Video schau ich mir an, zumindest die Teile, die draußen am Stand gedreht wurden. Danke für den Hinweis.


  5. SackOhneSenf quakte:

    @Atari-Frosch: Ich halte zwar sonst nichts davon Werbung weiter zu geben, aber da du das Akku-Problem angesprochen hast, hier ein Link:

    http://www.pearl.de/a-PX4969-1420.shtml

    Eine solche Powerbank ist eine gute Investition und kann unterwegs als Steckdose aus der Tasche dienen. Der Vorteil gegenüber anderen Billigprodukten ist dabei nicht nur die höhere Kapazität, sondern auch die Möglichkeit andere Geräte, wie Notebooks, mit Strom zu versorgen. Ich habe die etwas kleinere Vorgänger-Version, um bei einem Ausfall oder Gewitter meine Fritzbox und Telefon mit Strom zu versorgen.


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