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Die Parallelwelt

1. Juli 2015 um 1:09 Uhr von Atari-Frosch

Schon seit der Antike diskutieren Menschen über die Möglichkeit von Parallelwelten, also Welten, die eigentlich mal identisch mit der uns bekannten waren, sich dann aber durch eine einzige Entscheidung anders entwickelt haben. Seit Wochen geht mir die Möglichkeit einer solchen Parallelwelt durch den Kopf, einer, bei der eine bestimmte Sache anders gelaufen ist.

Irgendwann in der Geschichte der Menschheit kam wohl jemand auf die seltsame Idee, daß er seine Güter, sein Können oder Wissen nur dann hergeben wollte, wenn er von dem, der etwas von ihm wünschte, etwas dafür bekam, was er als gleichwertig erachtete. Und offenbar gab es dann auch genügend dumme Leute, die das so akzeptierten. Denn unsere Vorfahren waren noch in der Steinzeit absolut darauf angewiesen, daß jeder sein Können, Wissen und das, was er produzierte, allen in der Gruppe zur Verfügung stellte, damit die gesamte Gruppe überleben konnte und alles hatte, was sie brauchte.

Die Forderung nach einem direkten Tausch brachte natürlich bald die Notwendigkeit für ein Zahlungsmittel mit sich, denn dieser direkte Tausch erwies sich vermutlich schnell als unpraktisch: Wenn ich etwas brauche, was ein anderer produziert, der jedoch etwas benötigt, was ich nicht habe, laufe ich mir die Hacken wund, um eine Tauschkette aufzubauen, in der dann jeder Beteiligte das bekommt, was er haben will. Also braucht es eine Art vermittelnde Ware, die den Wert der anderen Waren bestimmt.

Die ersten dieser vermittelnden Waren dürften wohl Getreide und Rinder gewesen sein (genannt ab 17.000 v. Chr.). Diese haben allerdings den Vorteil, daß sie nachwachsen: Habe ich zehn Rinder und gebe eins dafür her, um Futter für die anderen neun zu bekommen, dann habe ich nach einem Jahr mindestens wieder zehn Rinder, vielleicht sogar mehr – vorausgesetzt natürlich, ich achte drauf, daß ich Männlein und Weiblein habe. Gebe ich Getreide für etwas anderes her, muß ich nur genug behalten, um wieder neu aussäen zu können, und habe spätestens im nächsten Jahr wieder genug Getreide.

Anatolischer Obsidian, bekannt seit mindestens 12.000 v. Chr., wurde etwa um 9.000 v. Chr. zu einem der ersten anerkannten allgemeinen Zahlungsmittel. (Quelle: Wikipedia: History of money, last modified on 26 May 2015, at 11:07).

Die ersten Münzen wurden dann etwa um 1000 v. Chr. geprägt, und zwar in China. Sie waren aus Kupfer und hatten die Form von kleinen Messern und Spaten. Davor waren in einigen Gegenden auch Muscheln als Zahlungsmittel akzeptiert gewesen. (Quelle: ebd.)

Heute sagt man uns, daß Geld unbedingt nötig sei, um von lokal bis weltweit jeglichen Austausch von Waren und Dienstleistungen zu ermöglichen. Tatsächlich müssen viele Menschen auf der Welt feststellen, daß die Notwendigkeit von Geld es ihnen gerade nicht möglich macht, ihre Waren und Dienstleistungen zu denen zu bringen, die sie benötigen (weil diese nicht über das nötige Geld verfügen). Andererseits können sie notwendige oder gewünschte Waren oder Dienstleistungen nicht einkaufen, weil sie auch selbst nicht das dafür verlangte Geld besitzen. Denn im Gegensatz zu den frühen Zahlungsmitteln Getreide oder Rinder wachsen Scheine und Münzen nicht nach; ich muß immer wieder etwas geben, um sie zu beschaffen.

Das System „Direkttausch mit Geld“ funktioniert damit nicht für alle. Genau genommen funktioniert es sogar für viele Menschen nicht: Kinder sind beispielsweise darauf angewiesen, daß sie von Erwachsenen Geld bzw. von deren Geld gekaufte Waren bekommen, um zu überleben. Menschen mit Einschränkungen sind genauso wie Menschen, deren Arbeitskraft einfach nicht benötigt wird, nicht in der Lage, sich das Geld zu beschaffen, das sie brauchen, um sich zu versorgen.

Lösungsvorschläge für das Problem gibt es viele: Höhere Steuern für Reiche, mehr staatliches Geld für Arme, Bedingungsloses Grundeinkommen und weitere – aber alle gehen davon aus, daß das Prinzip „Direkttausch mit Geld“ notwendig ist und erhalten werden muß.

Provokative Frage: Warum eigentlich?

Nehmen wir mal eine andere Erde an. Eine, in der es diesen Menschen, der für das, was er zu bieten hatte, eine direkte Gegenleistung wollte, einfach nicht gab. Oder zumindest keine anderen, die ihn damit ernst nahmen.

  • Wieviele Kriege wegen materieller Streitigkeiten hätten nicht stattgefunden?
  • Wie hätten sich neu entdeckte Kontinente und Länder wie Amerika entwickeln können?
  • Wieviele Streitigkeiten unter Individuen, Straftaten incl. Morde, Gerichtsverfahren usw. hätten nicht stattgefunden?
  • Wieviele Menschen hätten keine Zeit im Gefängnis zubringen müssen? Hätten wir überhaupt Gefängnisse?
  • Wie viel früher wären bestimmte Erfindungen und Entdeckungen gemacht worden, wenn Menschen die nötige Freiheit gehabt hätten?
  • Wieviele Menschen wären nicht verhungert, oft schon im Kindesalter?
  • Wieviele Menschen wären nicht an heilbaren Krankheiten gestorben?
  • Wie sähen unsere Bildungsmöglichkeiten sowohl für Kinder als auch für Erwachsene aus?
  • Gäbe es Korruption?
  • Gäbe es Gier?
  • Wieviele Menschen müßten nicht flüchten?
  • Hätten wir überhaupt Ländergrenzen?
  • Hätten wir Inklusion für Menschen mit Behinderungen oder sonstigen Beeinträchtigungen?
  • Wieviel Papier würde nicht für schwachsinnige Werbeprospekte ohne Informationsgehalt verschwendet werden? Und: Gäbe es Spam?
  • Wieviel mehr Menschen würden nicht verunglücken, weil sie nicht zu einem Termin hetzen müßten?
  • Wieviele Menschen würden nicht krank werden, weil sie entweder gar keine oder zuviel Arbeit haben?
  • … Und was für Machtstrukturen hätten wir?

Vermutlich denken jetzt viele das gleiche wie in der Argumentation um das Bedingungslose Grundeinkommen: Ja, wer macht denn dann die notwendige Arbeit?

Die Antworten sind im Prinzip auch dieselben: Diejenigen, die sich dazu berufen fühlen. Überzeuge Menschen davon, daß etwas wichtig ist, und es werden sich welche finden, die die nötigen Arbeiten erledigen. Funktioniert nicht, sagt Ihr?

Ja seltsam, wie kommt es dann, daß bei Community-Veranstaltungen wie dem CCC-Congress jedes Jahr eine Menge Helfer („Engel“) alle notwendigen Arbeiten erledigen, damit der Congress rund läuft? Ganz freiwillig, und ohne daß man jemanden drängen muß? Im Gegenteil: Die Schichtpläne, in die sich die Helfer eintragen können, sind üblicherweise schon vor Beginn des ersten Veranstaltungstages gut gefüllt. Und das sind nicht alles nur angenehme Arbeiten. Warum? Weil diese Helfer wissen, daß ohne die Mithilfe Vieler der Congress gar nicht stattfinden könnte.

Anders ausgedrückt:

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Antoine de Saint-Exupery in „Die Stadt in der Wüste“ / „Citadelle“.

Und damit ergäbe sich ein weiterer Punkt: Was, wenn Menschen das tun können, was sie richtig und sinnvoll finden, statt zu für sie sinnlosen Tätigkeiten gezwungen zu werden, nur damit wenigstens das Allernötigste bezahlt werden kann?

Eine solche Welt fände ich lebenswert.

Vielleicht bin ich ja tatsächlich auf dem falschen Planeten gelandet …

7 Kommentare zu “Die Parallelwelt”

  1. Küstennebel quakte:

    im Gegensatz zu den frühen Zahlungsmitteln Getreide oder Rinder wachsen Scheine und Münzen nicht nach; ich muß immer wieder etwas geben, um sie zu beschaffen.

    Auch Getreide und Rinder, Schweine und Co. brauchten 1. Arbeit, 2. Rohstoffe / Saatgut vom Vorjahr, 3. fruchtbares Land zum bebauen/ Abgrasen 4. Wasser für Bewässerung / durch Regen 5. ausreichend gutes Wetter 6. Feldfrüchte brauchten dann harte Arbeit und viele helfende Hände und oft ein paar tierische Helfer wie Pferde oder Ochsen.

    Tierhaltung war auf etwas andere Rohstoffe, Land, Landwirtschaftliche Nebenprodukte als geeignete Futterquellen wie Heu, Schweine als allesfresser auf irgendwelche Reste, also ausreichenden Überfluss angewiesen.

    Nicht zu vergessen eine solide soziale Sicherheit, die gewährleistet sein musste. Die Hungersnöte früherer Zeiten gingen nicht ohne Grund immer wieder mit Kriegszeiten einher, wenn nämlich Feldfrüchte geklaut, Bauern vertrieben, Ernten vernichtet wurden.

    Das System „Direkttausch mit Geld“ funktioniert damit nicht für alle. Genau genommen funktioniert es sogar für viele Menschen nicht: Kinder sind beispielsweise darauf angewiesen, daß sie von Erwachsenen Geld bzw. von deren Geld gekaufte Waren bekommen, um zu überleben. Menschen mit Einschränkungen sind genauso wie Menschen, deren Arbeitskraft einfach nicht benötigt wird, nicht in der Lage, sich das Geld zu beschaffen, das sie brauchen, um sich zu versorgen.

    Kinder sind auch darauf angewiesen das Mutti sie stillt, ihnen ein paar Jahre die windeln wechselt und so weiter. Kranke, Schwache, Alte alle waren immer wieder darauf angewiesen durchgefüttert zu werden.

    Geld ist ein nützliches Werkzeug.

    Das was Sie stört oder stören sollte, ist die Gier, Habgier und ungleiche Verteilung von Gütern und Rohstoffen. Das ist nicht fair, das einige im Geld schwimmen, andere nichts oder weniger als das lebensnotwendige erhalten.

    Am Ende stehen immer wieder menschliche Eigenschaften, die ein nützliches Werkzeug mißbrauchen. Geld gehört dazu. Es ist Mittel der Macht, Mittel der Bedürfnissbefriedigung und Mittel der Wertaufbewahrung, wobei die Grenzen dieser Aufbewahrungsfähigkeit ja gerade global wieder erlebt wird. Die Flucht in Sachwerte ist eben der Verlust des Geldes als Wertaufbewahrungsgut.

    So schlecht ist Geld gar nicht. Nicht das Geld tötet, sondern der Mensch, der so gierig nach dem Geld ist, das er über Leichen geht.
    Klingt ein wenig nach „Nicht Waffen töten, sondern Menschen töten“. Aber es sind beides nun mal auch richtige Aussagen.

    MFG


  2. Küstennebel quakte:

    Hier noch eine passende Ergänzung zum Thema. Ist nämlich alles nicht gerade neu …

    -5 Mose 1:17-21

    17 Du sollst nicht morden.+

    18 Auch sollst du nicht* ehebrechen.+

    19 Auch sollst du nicht stehlen.+

    20 Auch sollst du keine falsche Aussage bezeugen gegen deinen Mitmenschen.*+

    21 Auch sollst du nicht die Frau deines Mitmenschen begehren.+ Ebenso sollst du nicht selbstsüchtig nach dem Haus deines Mitmenschen verlangen*, nach seinem Feld oder seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Stier oder seinem Esel oder nach irgend etwas, was deinem Mitmenschen gehört.‘+

    Das begehren war nicht ohne Grund verboten und in den 10 Geboten festgehalten. Es ist genau das Problem. Denn erst aus der Begierde erwächst die alles verschlingende Gier nach materiellem Besitz.


  3. Atari-Frosch quakte:

    @Küstennebel:

    Kinder sind auch darauf angewiesen das Mutti sie stillt, ihnen ein paar Jahre die windeln wechselt und so weiter. Kranke, Schwache, Alte alle waren immer wieder darauf angewiesen durchgefüttert zu werden.

    Moment: Für die Muttermilch muß Mutti kein Geld ausgeben, die kommt einfach so. Und es ist einfacher, Schwächere mit „durchzufüttern“, wenn es kein Hindernis (Geldmangel) dafür gibt, daß sie an die nötigen Güter herankommen. Mehr noch: Es stellt sich die Frage, ob sie dann wirklich noch so viel „schwächer“ wären.

    Das was Sie stört oder stören sollte, ist die Gier, Habgier und ungleiche Verteilung von Gütern und Rohstoffen.

    Die Ungleichmäßigkeit kommt aber doch erst durch das angeblich notwendige Tauschmittel und den Zwang zum direkten Tausch. Ohne das sähe niemand einen Sinn darin, Güter zu horten, statt sie einfach zu verteilen. Wer das dann immer noch macht, dürfte sich ziemlich schnell ins Abseits schießen.

    Mit dem christlichen Glauben habe ich es nun nicht so, aber gut: Nehmen wir den Bibeltext mal als zeitgeschichtliches Dokument her. Die 10 Gebote dürften ja etwa 2.000 Jahre alt sein. Sie stammen also aus einer Zeit, in der Geld und Direkttausch längst etabliert waren, und spiegeln natürlich diese Realität wider. Damit greifen sie bereits all das auf, was die Nachteile von Geld und Direkttausch ausmacht.


  4. Küstennebel quakte:

    Freut mich das Sie meine Antwort kommentieren.

    Die Mutter muss während der Schwangerschaft mehr essen und trinken. So ganz von Selbst kommt das nicht da raus. Was ich aber damit ausdrücken wollte, ist, das die Arbeitenden die Kinder und die Großeltern letztlich auch mit Ernähren müssen. In den Fällen in denen das nicht mehr ging, wurde in so mancher Kultur und auch bei uns Kindesaussetzung und fürs früh ableben der Alten gesorgt, wenn es nicht die Unterernährung erledigte.

    Das Leben ist kein Eitel Sonnenschein wenn man die Moderne davon abkratzt. Die Probleme sind dann nur andere.

    Früher mussten die Leute extrem Schuften damit genug zu Essen auf den Tellern war und das war weniger als heute. Die steigenden Bevölkerungszahlen kann man nicht mehr einfach so mit heile Welt Symbolik ernähren und für eine moderne Produktion mit all ihren technischen Hilfsmittlen, die als Investitionsgüter die höheren Produktionsmengen erst möglich machen, da kann man nicht mit Tauschwirtschaft arbeiten.

    Denken Sie mal an folgendes: Im Mittelalter lebte nur ein Bruchteil der heutigen Bevölkerung in Europa. Und selbst für diese reichte es nicht immer, wenn Ernten schlecht ausfielen, Winter härter waren. Die Beseitigung des Hungers ist eine enorme globale Kraftanstrengung und ohne intensive konventionelle industrielle Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion, die auf Geld als Produktionsmittel angewiesen ist, wird das nichts.

    Das was Sie stört oder stören sollte, ist die Gier, Habgier und ungleiche Verteilung von Gütern und Rohstoffen.

    Die Ungleichmäßigkeit kommt aber doch erst durch das angeblich notwendige Tauschmittel und den Zwang zum direkten Tausch. Ohne das sähe niemand einen Sinn darin, Güter zu horten, statt sie einfach zu verteilen. Wer das dann immer noch macht, dürfte sich ziemlich schnell ins Abseits schießen.

    Mit dem christlichen Glauben habe ich es nun nicht so, aber gut: Nehmen wir den Bibeltext mal als zeitgeschichtliches Dokument her. Die 10 Gebote dürften ja etwa 2.000 Jahre alt sein. Sie stammen also aus einer Zeit, in der Geld und Direkttausch längst etabliert waren, und spiegeln natürlich diese Realität wider. Damit greifen sie bereits all das auf, was die Nachteile von Geld und Direkttausch ausmacht.

    Das ist Falsch. Güter und Besitz wurde und wird immer gehortet. Geld ist dabei nur ein Mittel zum Zweck, das sogar im Krisenfall schlechter als Waren ist, weil der Geldwert primär eine wirtschafts-politisch bestimmte Größe ist und sich ändern kann. Ländereien werden aber auch nach jeder Krise im Besitz verbleiben.

    Leider verstehen Sie auch nicht das die Aussage für sich alleine steht und mit christlichem Glauben nichts zu tun hat, sondern schlicht eine Tatsache ist. Gier ist der Haupt-Motor des ganzen kapitalistischen Produktionssystems.

    Das Kernproblem ist die Gier, Habgier. Die wird sich immer Bahn brechen und wenn Geld nicht soviel vorhanden war, dann wurde / wird Land in Besitz gebracht, Güter und vieles mehr. So passiert es im Grunde ja auch heute.

    Ich sehe das Sie etwas zu sehr simplifizieren. Die Komplexität dieser Welt ist nicht so einfach durch Wunschvorstellungen zu regulieren. Kinder denken noch das das, was sie sich wünschen oder glauben Realität ist.
    Mit der Zeit lernen Kinder jedoch das die Realität sich nicht dem Wunschdenken anpasst, sondern unerbittlich existiert.

    Und genau das ist oft das Problem wenn man mit linksgerichteten Bio-Kommunen-Träumern zu tun hat, die meinen nur weil sich in ihren Gedanken ein Modell denken läßt, es sich in die Tat umsetzen lassen würde.

    Diese Ansätze in der Wirklichkeit zu erzwingen, dafür haben Diktatoren gekämpft und Millionen Menschen ins Elend und den Tod gestürzt.

    Visionen mögen wichtig sein, wenn man sie denkt weil sie ein besserer Entwurf der Wirklichkeit sind und eine Richtschnur geben sollen. Aber wenn man anfängt der Wirklichkeit die eigenen Visionen überzustülpen muss man diese Wirklichkeit mit Gewalt zerstören und genau das geht grundsätzlich schief.

    Im übrigen und nur am Rande für die Allgemeinbildung reicht die Bibelschrift von Mose bis etwa 3500 Jahre zurück und bildete erstmal das Fundament des jüdischen Israels unter dem Gesetz, das sich später erfüllte als der Messias Jesus Christus in Erscheinung trat und das mosaische Gesetz dann ablöste.

    Sie sollten sich dafür mehr Interessieren. Wissen Sie das bei den Juden das Jubeljahr vorgeschrieben war? Schuldenerlass alle 50 Jahre komplett in Israel und verkauftes Land musste an die ursprünglichen Besitzer zurückgegeben werden, und alle 7 Jahre mussten Sklaven in die Freiheit entlassen werden, im Jubeljahr auch dann, wenn sie nicht komplett 7 Jahre gedient hatten. Das meint jetzt nicht die eingefangenen Sklaven, sondern Menschen, die sich wegen Verschuldung haben Zwangsarbeitsverpflichten müssen.
    Das Zinsverbot gegenüber Mitjuden, die Vorschrift einen Armen zu unterstützen, insbesondere wenn er Jude war, aber auch Ausländer, die sich an die jüdischen GEsetze hielten waren zu achten und mussten Respektiert werden etc.

    Ich wollts nur mal erwähnt haben. Ging also schon um dieselben Probleme, über die Sie auch heute nachdenken 🙂


  5. SackOhneSenf quakte:

    Nun, was Küstennebel quakt, klingt nicht ganz verkehrt, aber wirft auch Fragen auf. Allerdings bin ich kein Experte für monetäre Systeme … und für geldlose Systeme schon gar nicht … daher möchte ich einen ganz anderen Punkt ansprechen: „Die Parallelwelt“

    Dieser Titel klingt für mich wie der Stoff einer SciFi oder Fantasy Geschichte. Nun erwarte ich hier sicherlich keine Konkurrenz für StarTrek oder Stargate, doch warum läßt du deinen Ideen nicht den freien Lauf und beschreibst uns wie deine Welt aussieht und jemand in deiner Welt lebt und interagiert … uhps, nicht jemand, wie DU in deiner Welt lebst und mit anderen interagierst, wie dein Leben verläuft, was du erlebst und wie du mit jemand umgehst, der (sagen wir) aus unserer Realität in deine Welt gerutscht ist (Reise durch den Spiegel) … oder die etwas wissenschaftlichere Variante, wie du mit (Ver-)Querdenkern in deiner Welt umgehst.

    Die Kommentare können dir helfen Fehler und Fragen in deiner Welt aufzuspüren, aber deine Welt, deine Regeln …

    … und schließlich hat schon eine andere Autorin mit ihrer Geschichte einer Parallelwelt ein Millionenpublikum inspiriert, aber doch auch ganz klein mit einer Idee auf einer Servierte angefangen (Das passt jetzt hier nicht ganz, da anderes Genre, aber vielleicht verstehst du was ich meine).

    … nur eines solltest du nicht verlieren, den Bezug zur realen Welt, in der du lebst. Die ARGE wird dir sicherlich nicht ihre Schreiben in deine Parallelwelt nachschicken …


  6. SackOhneSenf quakte:

    … oder du schreibst uns die Story vom kleinen Quakulus in seiner ach so anderen Froschwelt, die doch so ähnlich ist, was er erlebt und wie er mit den verbohrten, starrsinnigen und ach so besserwisserischen Kröten vom großen Teich auf der anderen Waldseite umgeht.

    Wie du mit deiner Tosbox, Quark 2.0 und deiner Express-Seite Tsunami-Wellen im Interquak auslöst?

    Gut Quak!


  7. herzmeister quakte:

    Das mit dem antiken Tauschhandel und dem daraus enstandenen Geld stimmt nicht mal, das ist ein Mythos. Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Debt:_The_First_5000_Years // https://www.youtube.com/watch?v=zSnReXI4gKk


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