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Kurz getestet: Sirius Pro HXP 1000

13. Mai 2016 um 13:57 Uhr von Atari-Frosch

Wenn ich schonmal eine Rezension zu einem gekauften Artikel bei eBay hinterlasse, kann ich die auch gleich nochmal – etwas erweitert – hierher setzen. Gekauft habe ich mir einen kabelgebundenen, geschlossenen Kopfhörer der Marke Sirius Pro, Typ HXP 1000, für 15,90 € bei einem Anbieter auf eBay.

Bei Kopfhörern dieser Klasse habe ich es häufig erlebt, daß sie anfangen zu dröhnen, wenn ich mal Bässe aufdrehe. Der hier? Gar nicht. Ein super klares Klangbild, sowohl am PC (Soundkarte: Soundblaster mit Emu10k1-Chip, also Hardware-Mixer) als auch am älteren Smartphone (HTC Desire).

An der Soundkarte kann man nicht nur, sondern muß bei manchen Musikstilen sogar den Baß etwas höher drehen – höher, als alle anderen Kopfhörer, die ich bisher in der Preisklasse besaß, überhaupt ausgehalten haben.

Am Smartphone entstand zunächst der Eindruck, als sei die Musik irgendwie „weit weg“. Hier mußte ich am Equalizer etwas nachregeln. Aber auch da: Ich bin begeistert!

Abgesehen davon ist der Kopfhörer sehr bequem zu tragen, das heißt, er wird mir auch auf längeren Zug- oder Busfahrten sicher keine Kopfschmerzen bereiten. Ich muß dann nur das Kabel zusammenbinden, das ist nämlich drei Meter lang.

Was ich im Hinblick auf längere Reisen noch nicht unter realen Bedingungen testen konnte, ist, wie gut der Kopfhörer nach außen abschirmt. Ich möchte einerseits gut von meiner akustischen Umwelt abgeschirmt werden, aber umgekehrt diese nicht mit meiner Musik belästigen. Das erste funktioniert schonmal gut, beim zweiten bin ich mir noch nicht sicher. Das müßte ich mal mit einer zweiten Person testen.

Das lange Kabel wiederum kommt mir daheim zugute, denn dann kann ich mich auch mal zwei Schritte vom PC wegbewegen, ohne den Kopfhörer absetzen zu müssen. Hier wäre mir zwar ein Funkkopfhörer lieber, aber solange ich mir da keinen neuen kaufe (und eBay hat derzeit echt nichts, was mich reizen würde), muß es der kabelgebundene tun.

Der einzige Wermutstropfen ist die fehlende eigene Lautstärke-Regelung. Aber im Hinblick darauf, daß er sonst nach einem ersten Test nur Vorteile zu haben scheint, kann ich das gut verschmerzen. In Sachen Lautstärke fällt ansonsten auf, daß die Klangquelle viel weniger stark aufgedreht sein muß als bei anderen Kopfhörern, um dieselbe Lautstärke im Kopfhörer zu haben, so als ginge bei den anderen da was verloren (gilt besonders am PC, aber auch ein Stück weit am Smartphone).

Kurz: Den würde ich wohl sofort wieder kaufen.


Noch ein paar Anmerkungen dazu, was den Kauf eines Funk-Kopfhörers für zu Hause angeht: Das Problem sind die Akkus. Bei einem Teil der angebotenen Kopfhörer sind die Akkus fest in einem der Hörer verbaut und haben dann meist nur eine Kapazität von 500 mAh (3,7 V). Laut Angabe bei einem Anbieter wären das etwa fünf Stunden Dauerbetrieb – danach muß der Kopfhörer auf die Station, um den Akku wieder aufzuladen. Äh, sorry, fünf Stunden sind für mich definitiv zu wenig.

Besser ist es also, die Akkus tauschen zu können. Da gibt es wiederum zwei Varianten: Die einen haben Standard-Akkus AAA, die in einen der Hörer eingesetzt werden. So einen hatte ich einmal: Nach ein paarmal Akkus wechseln brach an diesem Hörer etwas ab. Für regelmäßiges Öffnen war der Mechanismus offenbar nicht ausgelegt gewesen, und wie gesagt, mit nur einem Satz Akkus komme ich eher selten aus.

Sennheiser hatte da eigentlich was besseres: Sie hatten da eine Serie von günstigen Kopfhörern sowohl für Funk als auch für Infrarot. Kopfhörer und Stationen sind optisch identisch, und natürlich benutzen sie die gleichen Akkus. Das sind allerdings Spezial-Akkus, die wahlweise in einen der Hörer oder zum Laden in die Basisstation gesteckt und damit im laufenden Betrieb problemlos ausgetauscht werden können. Die Akkus gibt (gab?) es mit unterschiedlichen Kapazitäten und recht günstig.

Ich hatte davon inzwischen zweimal die Infrarot- und zweimal die Funk-Version. Bei den Kopfhörern ist nur immer früher oder später was kaputtgegangen. Die ersten beiden (IR) brachen auseinander, und der vorletzte Funkkopfhörer ging einseitig bei Nightwish-Bässen in die Knie: Da kam schließlich nur noch dröhnendes Flattern raus. Auch sonst mochten diese Kopfhörer Bässe offenbar nicht so besonders; die mußte ich im Mixer immer relativ weit runterdrehen.

Den zweiten der Funkkopfhörer hatte ich als Rückläufer ohne Basisstation erworben und an der Basisstation des vorherigen betrieben. Nun aber möchte er schon seit einer Weile, egal auf welchem Kanal, die Basisstation nicht mehr „hören“; die Musik bleibt sehr leise im Hintergrund, ansonsten kommen nur Störgeräusche.

Sprich: Hier sind die Akkus genau das, was ich will, aber das sonstige Material taugt offenbar nicht viel, oder zumindest nicht für lange. Das mag ein Zugeständnis an die Preisklasse sein (ich meine, die hätten immer so um 25 € gekostet); aber die teureren, die ich bisher gesehen habe, haben wiederum diese genialen Akkus nicht.

Wenn es gute Qualität bei Klang und Material mit dieser oder einer gleichartigen Akku-Technologie gibt, dürfte es gern auch ein paar Euronen mehr kosten – ich hätte ja dann auch länger was davon. Aber bislang ist mir diese Kombination leider nicht begegnet.

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