Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

Zur Website | Impressum

Bemerkenswerter eBay-Kauf

7. September 2016 um 20:34 Uhr von Atari-Frosch

Klar, man kann bei eBay auch mal reinfallen. Aber diesmal hatte ich doch einen … ja, bemerkenswerten Kauf. Im Juli hatte ich mir ein paar günstige Film-DVDs geschossen, sozusagen als Wintervorrat. Zwei der Filme kamen dann nicht an, weil die Post sie verschlampt hat, aber das ist ein anderes Thema. Ein weiteres Filmangebot wurde allerdings nach meinem Kauf durch den Verkäufer am 21. Juli abgebrochen – ohne vorherige Kommunikation, ohne echte Begründung bzw. nur mit einer Standard-Begründung („Artikel nicht mehr vorrätig oder aus anderen Gründen nicht mehr lieferbar“).

Was macht man da?

Ich war recht sauer, vor allem, weil ich den bereits bezahlten Kaufpreis auch trotz entsprechender Anforderung nicht zurückbekam. Auch eBay hatte, nachdem ich einen „Fall“ geöffnet hatte, den Verkäufer aufgefordert, mir den Kaufpreis zurückzuerstatten, ohne Reaktion. Auch wenn es „nur“ um 3,00 € ging – das ist schließlich auch Geld.

Schließlich bewertete ich negativ, eben mit der Begründung, daß der Kauf einfach nach Abschluß abgebrochen worden war. Damit schien die Sache erledigt.

Vor etwa zehn Tagen bis zwei Wochen bekam ich überraschend eine Benachrichtigung darüber, daß der Artikel verschickt worden sei. Das hielt ich für einen Fehler oder auch ein „verklickt“ vom Verkäufer, denn er hatte ja behauptet, den Artikel gar nicht mehr zu besitzen.

Manche Verkäufer machen das, wenn ihnen jemand außerhalb von eBay ein (besseres) Angebot gemacht hat, das sie dann lieber annehmen. Erlaubt ist das nicht, und nicht nur nach den eBay-Regeln: Spätestens mit der Bezahlung darf der Verkäufer den Artikel nur noch dem Käufer aushändigen, sonst niemandem.

Heute nun war die DVD tatsächlich in meinem Briefkasten. Ordentlich verpackt, aber … ja, OK, der Zustand war mit „akzeptabel“ angegeben worden, aber die Oberfläche der DVD sieht richtig übel aus.

Die DVD läßt sich allerdings tatsächlich abspielen, zumindest bei Stichproben gab es keine Hänger oder Sprünge. Nur von allein loslaufen will der Hauptfilm nicht, und meine gewählten Spracheinstellungen (Sprache und Untertitel) wurden nicht sofort berücksichtigt, sondern erst nach einigen Minuten Laufzeit. Nunja. Immerhin kann man den Film so gerade noch angucken; ich werde mir aber wohl eine „Arbeitskopie“ rippen.

Kommunikation wäre hier wirklich sinnvoll gewesen, immerhin hätte sich der Verkäufer die negative Bewertung ersparen können. Aufgrund des Zustandes hätte ich allerdings eher eine neutrale als eine positive Bewertung vergeben. Nun geht das nicht mehr, bewertet ist bewertet.

Generell scheint Kommunikation für manche eBay-Nutzer ein echtes Problem zu sein, das sehe ich auch bei einzelnen Käufern. Ist das echt so schwierig, mitzuteilen, wenn sich der Geschäftspartner auf eine Änderung einstellen soll bzw. muß? Oder wenn man als Käufer mit der Bezahlung noch warten will, ob vielleicht noch mehr für ihn interessante Artikel vom selben Verkäufer eingestellt werden? Oder einfach danach fragen?

Das ist übrigens unabhängig davon, wieviele Bewertungen jemand schon hat; Leute mit wenig Bewertungen scheinen das mit der Kommunikation aber besonders schwierig zu finden.

Ich hätte mir in diesem Fall gewünscht, der Verkäufer hätte mich vor dem Abbruch darüber informiert, daß es ein Problem gibt. Das kann doch eigentlich nicht so schwer sein, und ich beiße doch nicht. Fehler passieren, aber der Geschäftspartner kann das ja nicht ahnen.

Also, wenn ein Kauf platzt, warum auch immer, oder wenn Ihr bei mir kauft und noch warten wollt, ob weitere für Euch interessante Artikel auftauchen, dann teilt mir das doch bitte einfach mit. Man kann über alles reden. Aber muß man eben reden wollen.

Kommentieren

Bitte beachte die Kommentarregeln!

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>