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Im Netz aufgefischt #290

13. November 2016 um 13:02 Uhr von Atari-Frosch

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Ein Kommentar zu “Im Netz aufgefischt #290”

  1. Daniel Rehbein quakte:

    Daß die Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost und der Deutschen Bundesbahn nicht primär für die Kunden da sind, sondern für ihre Aktionäre, ist erklärtes Ziel der in den 1980ern beschlossenen Privatisierungen. Die vorher staatliche Behörden wurden aufgespalten und in Aktiengesellschaften umgewandelt, die sich wie jedes Wirtschaftsunternehmen am Markt behaupten sollten. Das politische Versprechen dahinter war, daß nur ein im wirtschaftlichen Wettbewerb stehendes Unternehmen auf die Zukunft ausgerichtet sei und daß letztlich Kundenorientierung durch Konkurrenz am Markt entstünde.

    Widersprüchlich ist aber, daß von der Politik auch heute noch so getan wird, als wäre die Deutsche Post AG eine Art staatliche Behörde. So wurde vor einigen Jahren beschlossen, daß auf Personalausweisen auch die Postleitzahl aufgedruckt wird. Dabei gibt es „die Postleitzahl“ in Deutschland gar nicht mehr. Es gibt miteinander konkurrierende Postunternehmen, und grundsätzlich kann jedes Unternehmen nach eigenem Gutdünken Postleitzahlen vergeben. Daß bisher alle Unternehmen die Postleitzahlen des einen Unternehmens „Deutsche Post AG“ für sich adaptieren, ist lediglich die extremen Marktdominanz dieses einen Unternehmens geschuldet, es ist keine gesetzliche Vorgabe. Die Deutsche Post AG vergibt ihre Postleitzahlen nach den eigenen betriebliche Erfordernissen, sie vergibt so auch Postleitzahlen für ihre eigenen Postfachanlagen, zu denen sie den anderen Marktteilnehmer nur nach zähen Verhandlungen überhaupt Zugang gewährt.

    Wenn die Versprechungen der Privatisierungen sich bewahrheitet hätten, dann hätte der Konkurrenzkampf zur Deutschen Bahn AG nicht mit Fernbussen, sondern mit konkurrierenden Bahnunternehmen auf der Schiene erfolgen müssen. Und in Konkurrenz zur Deutschen Post AG hätte es schon längst ein oder mehrere weitere Postunternehmen geben müssen, die eigene Postkästen aufstellen, eigene Briefmarken herausgeben, und die jeweils ein eigenes (auf ihre jeweiligen betrieblichen Belange zugeschnittenes) Postleitzahlensystem verwenden. Prinzipiell könnte das jederzeit passieren, die Gesetzeslage ist jedenfalls so.

    Aber tatsächlich tut die Politik so, als wäre das eine Unternehmen Deutsche Post AG immer noch der staatliche Akteur Deutsche Bundespost, der die Hoheit über alle Belange des Brieftransports in der Bundesrepublik Deutschland hat. Und das Bundesfinanzministerium gibt die Briefmarken für dieses eine Unternehmen heraus, und auf den Briefmarken steht ganz allgemein „Deutschland“, nicht der Name des konkreten Postunternehmens. Es ist alles so unlogisch! Da passt doch nichts zusammen!

    Im Ausland habe ich es letztens erlebt, daß es mehrere Postunternehmen mit jeweils eigenen Briefmarken und entsprechend auch unterschiedliche Briefkästen gibt. Allerdings gereicht das auch dort nicht zum Vorteil des Kunden, sondern dient vielmehr der Abzocke unerfahrener Touristen:
    https://groups.google.com/d/msg/de.etc.bahn.tarif+service/PeSx4rvLqF4/4uPKaK88BQAJ


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