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Im Netz aufgefischt #324

9. Juli 2017 um 11:30 Uhr von Atari-Frosch

Behinderung / Inklusion

Datenschutz

G20

(Aus den Antworten ergibt sich, daß er damit der 6. Journalist ist, dem die Akkreditierung grundlos entzogen wurde.)

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2 Kommentare zu “Im Netz aufgefischt #324”

  1. Daniel Rehbein quakte:

    Was mir bei der ganzen Berichterstattung (auch bereits im Vorfeld) völlig fehlt, sind die Inhalte der Gegendemonstrationen. Auch jetzt im Nachhinein bin ich noch völlig ratlos.

    Warum „NoG20“ bzw. „BlockG20“? Warum ist jemand dagegen, daß Menschen sich persönlich miteinander treffen und diskutieren?

    Es gibt Presseartikel, in denen Demonstranten nach ihren Motiven gefragt wurden oder in denen über Plakate berichtet wurde. Aber immer dann, wenn inhaltliche Substanz darin ist, sind das Punkte, die nicht gegen, sondern für den Gipfel sprechen: Es wird gewünscht, daß dem Klimaschutz mehr Beachtung geschenkt wird, daß der Armut in der Welt mit sinnvollen Maßnahmen begegnet wird, daß die Situation für Flüchtlinge sich verbessert, daß Kriege gestoppt bzw. vermieden werden – also alles Themen, die beim G20 besprochen werden sollten (und auch besprochen worden sind).

    Es wird also gewünscht, daß genau das besprochen wird, was beim G20 auf der Tagesordnung steht. Aber demonstriert wird nicht unter dem Titel „YesG20“, sondern „NoG20“. Wie passt das zusammen?


  2. Daniel Rehbein quakte:

    Zu den Links zum G20 möchte ich gerne noch auf das folgende Dokument hinweisen:

    http://www.polizei.hamburg/contentblob/8926948/28d5fcff51997e02f0d3af0119bc7933/data/transferkorridor-do.pdf

    Das ist zunächst einmal die Allgemeinverfügung über die Sperrzonen, richtig interessant wird es erst ab Seite 16: Da schreibt die Polizei sehr detailiert über ihre Einschätzung der Gefährdungslage zum G20, also nicht nur über bloße Blockade-Aktionen, sondern auch über militante Aktionen.

    In dieser Analyse zitiert die Polizei öffentlich zugängliche Dokumente jeweils mit korrekter Quellenangabe, so da0 jeder, der dies liest, das auch nachvollziehen kann. Wenn man bedenkt, daß dieses Dokument mehr als einen Monat vor Beginn den G20 erschienen ist, so sind die Erkenntnisse darin schon sehr ausführlich.

    Interessant finde ich auch das Interview mit Emily Laquer lange vor der Demo und dieses Interview mit Attac nach den Ausschreitungen, beide durch die Zeitung „Die Zeit“ geführt:

    http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2017-04/g20-gipfel-demonstrationen-blockg20-emily-laquer-hamburg/komplettansicht
    http://www.zeit.de/hamburg/2017-07/g20-demonstration-hamburg-attac-schwarzer-block

    Bemerkenswert finde ich vor allem die Aussage auf die Fragestellung, ob sich eine linke Demonstration von Gewalttäter lossagen kann: „Im besten Fall lachen sie uns aus, im schlimmsten Fall sagen sie: Denen zeigen wir es.“ Was bedeutet diese Aussage zum „schlimmsten Fall“? Hat man Angst vor den Gewalttätern in den eigenen Reihen?

    Es sagt sich leicht „Das Anzünden von Kraftfahrzeugen ist nicht links“, und eigentlich ist das auch meine Meinung, aber nach dem Lesen solcher Interviews frage ich mich auch: Wo ist denn die Grenze? Bis wohin ist Gewalt als linke Aktionsform toleriert, gewünscht oder sogar explizit beabsichtigt? Ab welchem Punkt ist Gewalt dann nicht mehr links, sondern bloßer Vandalismus?

    Allerdings habe ich ja ohnehin noch das im ersten Kommentar geäußerte Problem: Selbst, wenn der Protest völlig gewaltfrei abläuft, kann ich keinen Sinn darin erkennen. Wir müssen doch im Moment sogar richtig froh sein, wenn ein Donald Trump sich überhaupt mit den Repräsentanten anderer Nationen trifft, statt sich daheim einzukapseln. Und auch Erdogan oder Putin kann man nur dann ins Gewissen reden, wenn man sich mit ihnen persönlich trifft.


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