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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Alltag'

Geschenke und Entscheidungen

Freitag, 10. Juni 2016

Auch wenn die Zahlen nicht mit meinem gefühlten Alter übereinstimmen: Ich bin jetzt 48 Jahre alt. Es fühlt sich wirklich nicht so an. Ich habe eher das Gefühl, immer noch so etwa 32 zu sein, wie ich war, als ich Ende 2000 nach Düsseldorf kam. Das liegt wohl auch daran, daß ich viele Erfahrungen und Erlebnisse, die andere in diesem Zeitraum machen oder die man einfach erwarten kann, einfach nicht machen konnte – weil mich Depressionen, Armut und Repressionsämter im Griff hatten und haben, während das Leben an mir vorbeizieht und ich es nicht leben kann.

Drei Bücher von Jean M. Auel

Die letzten paar Geburtstage habe ich mehr oder weniger ignoriert. Diesmal habe ich Anfang des Monats mal einfach auf meine Wunschliste hingewiesen. Prompt gab es diesmal richtig viele Geschenke, dazu noch Dinge, die gar nicht auf der Liste standen. Aber es gab auch zwei Entscheidungen. (mehr …)


Facharbeit mit Sexismus?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Ich bin schon länger bei zwei Firmen eingetragen, die immer wieder Umfrageteilnehmer für Online-Umfragen suchen. Die schicken mir in unregelmäßigen Abständen eine Einladung mit einem Link zu einer Umfrage, die sie entweder selbst hosten oder die ansonsten meist bei einer Universität oder einer anderen Forschungseinrichtung liegt. Manchmal ist die Teilnahme mit Punkten für eine spätere Belohnung oder sogar mit einer Gewinnspielteilnahme verbunden.

In diesem Zusammenhang bekam ich kürzlich mal wieder eine Einladung zu einer Umfrage, die ich gestern bearbeitet habe. Dabei hatte ich die ganze Zeit ein massives WTF-Gefühl – und gewann den Eindruck, die müsse wohl so aus den 1970er-Jahren sein: (mehr …)


Frosch macht (keine) Faxen

Donnerstag, 19. Mai 2016

Es fing an mit einem Brummton auf meiner Telefonleitung und einem alten Telefon ohne CLIP. Und vorerst endete es ohne ein Freizeichen, dafür mit am Papier klebender Inkfolie und weiterhin mit Brummton. Aber der Reihe nach:

Mein Telefon funktioniert eigentlich noch, ist aber schon richtig alt. Nein, kein Bakelit, und Tonwahl kann’s auch, aber eben … alt. Das Telekom Modula war so um 1990 in Mode gewesen, und zu der Zeit brauchte ich halt ein Telefon für meinen damals nagelneuen Anschluß – mein erster eigener überhaupt.

Schon seit längerer Zeit habe ich außerdem einen unangenehmen Brummton in der Leitung, der mich beim (seltenen) Telefonieren doch ziemlich stört. Und es wäre schon schön, wenn ich im Display die Nummer des Anrufers ablesen könnte – aber CLIP kennt das Gerät nicht, das gab’s erst mit der Einführung von ISDN ein paar Jahre später (deshalb sagte man auch: ISDN = Ich Sehe Deine Nummer). Also hielt ich auf eBay die Augen nach einem etwas moderneren Gerät offen. (mehr …)


Kurz getestet: Sirius Pro HXP 1000

Freitag, 13. Mai 2016

Wenn ich schonmal eine Rezension zu einem gekauften Artikel bei eBay hinterlasse, kann ich die auch gleich nochmal – etwas erweitert – hierher setzen. Gekauft habe ich mir einen kabelgebundenen, geschlossenen Kopfhörer der Marke Sirius Pro, Typ HXP 1000, für 15,90 € bei einem Anbieter auf eBay.

Bei Kopfhörern dieser Klasse habe ich es häufig erlebt, daß sie anfangen zu dröhnen, wenn ich mal Bässe aufdrehe. Der hier? Gar nicht. Ein super klares Klangbild, sowohl am PC (Soundkarte: Soundblaster mit Emu10k1-Chip, also Hardware-Mixer) als auch am älteren Smartphone (HTC Desire). (mehr …)


Entmenschlichung

Montag, 1. Februar 2016

FrauMaja @FrauMaja
Rücknahme. Als wären Menschen nen Fehlkauf aus dem Winterschlussverkauf. Meine Fresse. 🙁 https://twitter.com/zeitonline_pol/status/694186122826641410

5:04pm · 1 Feb 2016

Atari-Frosch @AtariFrosch
@FrauMaja Entmenschlichung hilft dabei, die Probleme zu überdecken. Dann muß man sie nicht mehr lösen.

5:09pm · 1 Feb 2016

Und das gilt keineswegs nur für Menschen auf der Flucht. Auch im Bereich Hartz IV spricht kaum jemand von Menschen, stattdessen geht es um Antragsteller, „Fälle“, „Arbeitslosigkeit“, „Bedarfsgemeinschaften“, „Haushalte“, Akten und Papier – um Probleme. Aber nicht die Probleme von Menschen, sondern von Menschen als Problem. (mehr …)


Entfremdung

Montag, 18. Januar 2016

Man muß derzeit nicht im Autismus-Spektrum sein, um sich wie auf dem falschen Planeten zu fühlen. Als ich vor ein paar Tagen auf Twitter schrieb, die derzeitige Gesamtsituation fühle sich absurd und surreal an, schlossen sich dem auch neurotypische Menschen an.

Georg Diez schrieb gestern in seiner SpOn-Kolumne S.P.O.N. – Der Kritiker: Verrückter Blödsinn oder Wirklichkeit?: „Die Wirklichkeit zerlegt sich gerade vor unseren Augen, und wir müssen sie neu zusammensetzen.“ Ich glaube, das trifft es ganz gut. Nur, daß zu meiner Entfremdung noch weitere Meldungen als die dort genannten und außerdem meine persönliche Lage beitragen. (mehr …)


Zitat des Tages: Alkohol

Dienstag, 5. Januar 2016

„As a non-drinker, I’ve always found it strange that alcohol is the only drug where the norm is *doing* the drug, and it’s those who abstain that are considered weird.“

Quelle: Sacha Greif @medium.com

Übersetzung: „Als Nichttrinker fand ich es immer seltsam, daß Alkohol die einzige Droge ist, bei der es normal ist, sie zu benutzen, und es diejenigen sind, die darauf verzichten, die als verrückt dargestellt werden.“


Vorhaben für 2016

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Vorsätze würde ich es jetzt mal nicht nennen, ich sag lieber Vorhaben. – Es ist gar nicht so einfach, sich etwas vorzunehmen, wenn man eigentlich so gar keine Kontrolle mehr über seine Lebensplanung hat. Klar habe ich Wünsche und auch Ansprüche an mich, aber die scheitern sowieso schon größtenteils am Geld und/oder den fehlenden Kapazitäten.

Trotzdem gibt es da ein paar Dinge, auch wenn sie davon abhängig sind, ob mir die Düsseldorfer Repressionsbehörden im neuen Jahr mal wieder ein wenig Stabilität gönnen: (mehr …)


Jahresrückblick 2015

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Eigentlich möchte ich auf dieses Jahr gar nicht zurückschauen. In gewisser Weise war es ein schlechter Abklatsch von 2014, das auch schon ein ziemliches Horror-Jahr für mich gewesen war. Trotzdem, um es abzuschließen, ist so ein Rückblick vielleicht doch gar nicht so schlecht.

Am 2. Januar erschien ein Artikel von mir zum Thema Hartz IV in der Reihe „#Leere Versprechungen – Hartz IV und die Folgen“ auf dem Blog der Piratenpartei NRW: Zynismus in Gesetzesform. Die Nachwirkungen der dort geschilderten Ereignisse kosteten mich nochmal etwa drei Monate Erholungszeit. Ja, ich brauche da halt länger; für mich ist so ein Angriff auf meine Existenz und Menschenwürde nicht dann schon vorbei, wenn sie rein technisch erledigt ist. (mehr …)


Das Seil

Samstag, 19. Dezember 2015

Wenn man ein Seil mit mehr Zugkraft belastet, als es eigentlich aushält, dann bekommt es irgendwann dünne Stellen. Und wenn man die Last dann nicht runternimmt, reißt es. Außerdem kann es dann auch nicht mehr seine vorgesehene Zugkraft aushalten, jedenfalls nicht, bevor es repariert wurde.

Manchen Leuten sagt man nach, sie hätten „Nerven wie Drahtseile“. Je nach Situation kann das auch bei mir so sein (obwohl ich es dann nicht so empfinde). Aber wenn es um meine Stabilität, um meine soziale und Planungs-Sicherheit geht, ist das definitiv nicht der Fall. Mein Seil ist so rissig, daß ich derzeit alle Last davon wegnehmen muß. (mehr …)


Hilfe, die keine ist

Freitag, 4. Dezember 2015

Es ist eine Erfahrung, die sich mittlerweile durch alle sozialen Bereiche incl. Gesundheitswesen zieht: Hilfen werden offiziell angeboten, dann jedoch mit massenhaft Hürden versehen, und bekommt man sie schließlich doch, sind sie maximal halbherzig und man darf froh sein, wenn sie nicht so nebenbei noch zusätzlichen Schaden anrichten. Dabei entsteht der Eindruck, daß sowohl die Hürden aufgebaut als auch die Hilfen schlecht bis gar nicht ausgeführt werden, damit Menschen ja nicht auf die seltsame Idee kommen, die offiziell vorhandenen Möglichkeiten auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. (mehr …)


#WirSchweigenNicht

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Mein Beitrag zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung.

Gestern berichtete Aleksander Knauerhase („QuerDenkender“) von seinem Treffen mit „Aktion Mensch“. Der Bericht gebietet schon in einer gewissen Weise Schweigen – nämlich fassungslose Sprachlosigkeit angesichts dieses Umgangs einer angeblichen Hilfsorganisation für Behinderte mit den Menschen, die sie behauptet zu vertreten.

Aber wir dürfen nicht schweigen, ganz im Gegenteil. (mehr …)


Volkskrankheit Depression

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Alexander Schestag @AlexSchestag
Auch für @AtariFrosch: Die Depression ist zur Volkskrankheit geworden, Menschen verlieren ihr Leben durch Anpassung. m.spiegel.de/karriere/beruf…

8:50am · 22 Oct 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
@AlexSchestag Erkenntnisse, die ich längst habe. Der Autor blendet allerdings den massiv einschränkenden Faktor Geld aus.

10:49am · 22 Oct 2015

Alexander Schestag @AlexSchestag
@AtariFrosch ja, vielleicht weil er mit Karrieremenschen zu tun hat, die eh genug verdienen. Oder er geht im Buch drauf ein. Interessant …

10:52am · 22 Oct 2015

(mehr …)


Privilegierte Konsumentin

Samstag, 19. September 2015

Gerade stoße ich auf einen Artikel beim „Der Freitag“, der mir mal wieder zeigt, wie unwissentlich privilegiert manche Leute so sind. In Bringdienste bringen’s nicht meint Katja Kullmann, Lebensmittel-Lieferdienste gehörten zu den „WTF-Dienstleistungen“, würden zu viel Zeit kosten und seien nicht umweltfreundlich.

Für die Feststellung, daß es durchaus Menschen geben kann, für die Lieferdienste eine echte Erleichterung sind, reicht Frau Kullmanns Horizont offenbar nicht aus. Zumindest in den Fällen einer Gehbehinderung, einer Krankheit, die einem (vorübergehend oder dauerhaft) das Verlassen der Wohnung schwer bis unmöglich macht, oder auch, wie bei mir, im Fall einer Reizfilterschwäche sind Lieferdienste nämlich durchaus sinnvoll und hilfreich, wenn auch durchaus verbesserungswürdig. (mehr …)


Wo ist die Hoffnung?

Dienstag, 18. August 2015

(Ja, das wird wieder so ein #mimimi-Artikel. Wen das nervt, einfach weglesen und weitermachen.)

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es einen Ort, an dem ich mich mit dem einbringen kann, was ich kann, statt ständig genötigt zu werden, um die Existenz zu kämpfen?

14:19 – 18. Aug. 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es so einen Ort, wo nicht die Normalität, sondern die Individualität zählt? Where is the hope?

14:19 – 18. Aug. 2015

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