Archiv der Rubrik 'Alltag'
Küche unter Wasser
Saturday, 6. March 2010
Es gibt sicher schönere Möglichkeiten, das Wochenende zu beginnen. Ich hatte am Freitag nach einer Foto-Tour im Botanischen Garten der Universität noch eine Ladung Wäsche in die Maschine gestopft und gleich laufen gelassen, und nachdem die fertig und aufgehängt war, wollte ich mir eine Pizza holen und ins Chaosdorf gehen. Als ich nach dem Schleudergang in die Küche kam, traf mich fast der Schlag: Der größte Teil des Fußbodens war mit Wasser bedeckt.
Also holte ich erstmal einen Eimer und alles an Lappen, was ich finden konnte, und putzte das Gröbste auf. Dann wollte ich die Wäsche aus der Maschine holen, öffnete das Bullauge, und prompt kam mir noch ein Schwall Wasser entgegen. Die Maschine hatte offenbar überhaupt nicht abgepumpt. Wieso sie trotzdem geschleudert hatte, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls durfte ich nach den ersten etwa sechs Litern nochmal etwa drei Liter aufputzen. Dann holte ich die Wäsche raus, stellte aber vorher eine große Wäscheschüssel drunter. Die Wäsche warf ich dann erstmal in die Badewanne.
Filmtabletten
Tuesday, 23. February 2010
Ich frage mich, was sich Pharmazeutiker dabei denken, Antibiotika, die auch gegen Mandelentzündung gegeben werden (hier: Amoxicillin AL1000), als so große Filmtabletten auszuliefern. Ist da keiner mal auf die Idee gekommen, daß man die vielleicht kleiner machen und dafür eben 40 statt 20 in die Packung stecken könnte? Wer soll das denn runterwürgen? Ich wundere mich fast, daß „Erstickungsgefahr” bei den möglichen Nebenwirkungen nicht angegeben wird.
Gesundheit: unbezahlbar?
Tuesday, 23. February 2010
Nein, noch nicht, aber teuer ist es schon, wenn man einfach mal so ganz normal krank wird. Ich meine jetzt nicht meine chronische Depression, sondern eine Erkältung. Ich hab mir nämlich mal wieder eine ordentliche Mandelentzündung zugelegt. Also suchte ich mir — diesmal nicht in Oberkassel, sondern schön in der Nähe — eine Praxis für Allgemeinmedizin, und fand eine Ärztin zwei Straßenecken weiter. Die verschrieb mir nach der Untersuchung ein Antibiotikum und ein Spray.
Das Spray war auf ein grünes Rezept gedruckt statt auf ein rotes, das heißt: Selbst bezahlen. Nun dachte ich, das kann ja nicht so teuer sein, und außerdem habe ich dann neben den Praxisgebühren, die ich schon abgedrückt habe, bald die gut 40 Euro zusammen, ab derer ich für den Rest des Jahres Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragen kann. Meine Rechnung: Vielleicht 10 Euro für das Spray, ein paar Euro Zuzahlung für das Antibiotikum, und dann rechnete ich noch mit bis zu 20 Euro für ein Fieberthermometer, das ich mir wirklich mal langsam zulegen sollte. Also, ab zur Apotheke.
Red, red sky
Saturday, 19. December 2009
An manchen Tagen wird gegen Abend das Sonnenlicht manchmal so durch die Atmosphäre gefiltert, daß alles rötlich erscheint. An solchen Abenden finde ich fotografieren besonders reizvoll. Allerdings habe ich noch nicht erlebt, daß sowas ohne Sonnenlicht mitten in der Nacht passiert: Ein rötlich leuchtender Himmel, ohne erkennbare zusätzliche Lichtquellen. Der Schnee, der seit letzter Nacht liegt, kann nicht der Grund dafür sein. Ich merkte es nur zufällig, als ich das Licht im Zimmer ausschaltete und aus dem Fenster blickte.
Diese Aufnahme entstand letzte Nacht, genauer: 19.12.2009 um 01:54 Uhr:
ARGE-Nebenwirkungen
Saturday, 19. December 2009
… oder der Versuch, zu spät Schuhe zu kaufen
Nachdem das Amt für Repression, Grundrechtsentzug und Erniedrigung (ARGE) sich ja überflüssigerweise bzw. „versehentlich” zu viel Zeit gelassen hatte, um mir etwas auszubezahlen, konnte ich erst heute in die Stadt gehen, um mir winterfeste Stiefel zu kaufen. Meine Halbschuhe sind zwar schon ein paar Jahre alt, tun aber noch immer gut ihren Dienst. Für echtes Winterwetter sind sie jedoch nicht so gut geeignet.
Also marschierte ich kurz nach zwei los. Erste Station: Kaufhof. Den hab ich sozusagen auf halbem Weg liegen, wenn ich von zu Hause aus in Richtung Innenstadt laufe. Der Laden war gerammelt voll. Dort führt man aber nur Stiefel ab 69,95 €, und das ist mir definitiv zu viel. OK, daß der Kaufhof in vielen Dingen ‘ne Apotheke ist, wußte ich ja.
Kleine Möbellieferung (2)
Thursday, 17. December 2009
Am Montag Abend wurden mir die Sachen vorbeigebracht, die ich mir am Freitag zuvor ausgesucht hatte. Bei einem der Tische hatte ich mich verguckt, der hat nicht 80 x 160, sondern nur 80 x 120, aber das macht nichts, im Gegenteil. Wenn der auch 160 cm breit wäre, wäre es hier ein wenig eng geworden. Dafür kamen die drei kleinen Schränkchen jetzt doch nicht mit, die waren wohl woanders gelandet.
Bevor ich ans Aufbauen ging, inventarisierte ich erst einmal das, ähm, „bißchen” Hardware, das ebenfalls mitgekommen war, in meinem Hardware-Lager. Der Vorbesitzer hatte zu dem, was ich mir bereits rausgesucht hatte, noch einiges dazugesteckt, sodaß die Sammlung doch recht eindrucksvoll wurde:
Kleine Möbellieferung
Monday, 14. December 2009
Dank einer Büroauflösung im Freundeskreis kommen heute Abend ein paar hier dringend benötigte Möbelstücke bei mir an: Zwei Tische 80 x 160, drei kleine Schränkchen, zwei oder drei schmale Rollcontainer und so ein niedriger, aber tiefer Fernsehtisch, und noch ein bißchen was an kleineren Hardware-Teilen.
Schlichtes Weltbild eines Trolls
Sunday, 13. December 2009
Heute hatte wohl ein Troll Langeweile, jedenfalls meinte er/sie/es, mir ein paar Kommentare in Bildzeitungs-Qualität einkippen zu müssen, mit wechselnden Mailadressen und über diverse TOR-Exit-Nodes. Nein, ich hab nix gegen TOR, im Gegenteil. Ich hab nur was gegen Trolle.
Eigentlich wäre das auch kein Grund, was zu schreiben, aber die, ähm … „Logik” zeigt doch schön, was für ein schlichtes und teils reaktionäres Weltbild und welche rhetorischen Stilmittel manche Leute so draufhaben. Die Kommentare selbst habe ich mir erlaubt, hier zu löschen (da ich jeden Kommentar per Mail bekomme, habe ich die Originale noch), was Klaus-Bärbel zu der Bemerkung veranlaßte:
Und höre sie mit dem Löschen auf das wäre unangebrachte und verbotene Zensur, die sie so vehemment bekämpfen. Kritik müssen auch sie sich stellen.
(Rechtschreibfehler wie original.) Also:
Hermes versetzt mich in Trinkhalle
Tuesday, 1. December 2009
Gestern war ich etwas genervt, weil mir Hermes mit einer Mail (ja, die dürfen das) mitteilte, daß bei einer Trinkhalle ein paar Straßen weiter ein Paket für mich abgegeben worden sei. Denn ich war zu Hause gewesen, nur freitags war ich so ab 18:30 Uhr im Chaosdorf.
Heute holte ich dieses Paket ab, und beim Anblick des Adreßfeldes war ich doch etwas baff (einige Daten verschmiert, weil Datenschutz und so):
Anti-Pilz-Frosch
Monday, 30. November 2009

Vor zehn Tagen postete ich doch da dieses kleine Problem meines Benjamini. Der litt ja so ein bißchen unter Pilzbefall. Zumindest als Zwischenlösung, vielleicht sogar als Lösung, meinte jemand, ich solle doch so eine Gieß-Vorrichtung da reinstecken, die das Wasser nach unten in die Erde leitet. Denn das Problem ist ja, daß die Oberfläche der Erde feucht ist.

Ausgerechnet in meiner Froschsammlung habe ich nun tatsächlich so ein Teil gefunden. Und ich hoffe, noch rechtzeitig, denn der Benjamini ist schon recht trocken. Immerhin hat die kleine Durststrecke den Pilz wohl erstmal ausgetrocknet, während das Bäumchen da schon einiges mehr an Wassermangel aushält.
Nun paßt der kleine Pflanzen-Frosch, vollgefüllt mit Wasser, auf den großen Benjamini auf, und ich bin mal gespannt, wie gut er seine Sache macht. Wenn das klappt, muß ich auch keinen riesigen Untersetzer mehr für den Topf suchen.
Benja-Riese
Friday, 20. November 2009

Nein, Benja-Mini kann man ihn wirklich nicht mehr nennen. Diesen Ficus Benjamini habe ich im Sommer 2005 zum Geburtstag bekommen, und seitdem wächst und gedeiht er. Ursprünglich war er knapp halb so hoch und hatte einen deutlich geringen Umfang. Aus unerfindlichen Gründen fühlt sich das Bäumchen tatsächlich bei mir wohl, obwohl ich für Pflanzen nun überhaupt kein Talent habe.
Ein kleines Problem hat er allerdings. Seit ich ihn in einen größeren Topf gesetzt habe, habe ich keinen passenden Untersetzer mehr. Der neue Topf hat unten einen Durchmesser von ca. 23 cm, und alles, was ich in meinem Haushalt gefunden habe, ist dieses blaue Plastik-Tablett. Das ist aber natürlich nicht sonderlich hoch und ragt auch nicht über den Topfdurchmesser hinaus nach außen. Somit kann ich ihn nicht mehr von unten her gießen; das Tablett ist allenfalls dazu geeignet, etwas durchfließendes Wasser abzufangen. Das heißt, ich muß von oben her gießen.
Das Bäumchen nimmt mir das aber arg übel und hat seit ein paar Monaten einen leuchtend-gelben Pilzbefall. Den habe ich auch nicht durch einen teilweisen Austausch der Blumenerde wegbekommen. Nun suche ich einen passenden Untersatz, damit ich wieder von unten her Wasser zuführen kann; ich befürchte nämlich, daß sonst auch ein kompletter Austausch der Blumenerde nicht dauerhaft gegen den Pilzbefall hilft.
Ich tausche auch gern gegen einige flache Teller und/oder Kaffeebecher, und auch sonst habe ich einiges an Küchenutensilien, was eigentlich überflüssig oder mehrfach vorhanden ist. Was sich halt so ansammelt, wenn man mehrere Haushaltsauflösungen mitgemacht hat.
ARGE, Teil 3
Friday, 20. November 2009
Heute war er also, der um Wochen verspätet angesetzte Termin bei der ARGE Düsseldorf. Und wieder einmal bestätigt sich: Für den Staat ist nur ein toter Sozialhilfeempfänger ein guter Sozialhilfeempfänger.
Zunächst einmal wurde mein Antrag völlig unnötigerweise noch einmal „in eigenen Worten” formuliert, und ich mußte diese Niederschrift unterschreiben. Darin hatte ich wahrheitsgemäß angegeben, daß ich mich nicht in der Lage sehe, mindestens drei Stunden pro Tag oder 15 Stunden pro Woche zu arbeiten. Danach schickte mich der Bearbeiter aus dem Zimmer, weil er was klären wollte. Als er mich wieder ins Zimmer holte, erklärte er locker-flockig, daß er den Antrag so ablehnen werde.
Die Rheinbahn informiert — nicht
Friday, 13. November 2009
An den beiden letzten Wochenenden wurde die Hüttenstraße gesperrt und aufgerissen, um die Gleise auszutauschen, und seit heute reißen sie auch die Helmholtzstraße wieder auf. Und das, obwohl die Rheinbahn erst im April 2008 lautstark die Gleise getauscht hatte. Angekündigt wurde der überwiegend nächtliche Lärm diesmal gar nicht mehr; letztes Jahr kam vorher immerhin ein Schreiben an alle Anwohner, in welcher ein kleiner Teil der nächtlichen Bauarbeiten angekündigt wurde.
Nordic Walking und PGP
Thursday, 24. September 2009
Was das miteinander zu tun hat? Nun, eigentlich nichts. Bei der Techniker Krankenkasse ist man da allerdings wohl anderer Ansicht. Ich wollte wissen, ob es einen PGP-Key für Mails an die Krankenkasse gibt. Die Suche nach PGP auf der Website bringt folgendes Ergebnis (leicht verkleinert):

Nunja, bei der PGP-losigkeit zieht die TKK gleich mit dem Repressionsamt Düsseldorf, dem Ordnungsamt Düsseldorf, der Stadtsparkasse Düsseldorf, der Graf-Recke-Stiftung und vielen anderen, zu denen ja ganz bestimmt nie vertrauliche Daten übermittelt werden.
Aufgepumpt
Sunday, 16. August 2009
Im Juni hatte ich so einen richtigen Luftmatratzen-GAU. Eine Freundin war mit ihrem Sohn aus Berlin zu Besuch, und die beiden wollten bei mir auf meiner Luftmatratze übernachten. Nur wenige Tage vor ihrer Ankunft stellte ich jedoch fest: Die alte Luftmatratze, die innen bereits einen Schaden hatte und daher die letzten Male schon etwas unförmig war, hatte jetzt auch außen ein großes Loch, das ich nicht mehr flicken konnte. Ich hatte mir zwar eine weitere Luftmatratze über eBay besorgt, aber die hat das kleine Manko, daß sie im Gegensatz zu meiner alten Luftmatratze keine Elektropumpe eingebaut hat — und ich wunderte mich erst noch, warum die so viel günstiger war …
