Archiv der Rubrik 'Alltag'
Reingefallen mit DVDs
Monday, 9. August 2010
Vor ich weiß nicht wievielen Monaten, ich hab die Daten schon gar nicht mehr gespeichert, hatte ich mir bei einem eBay-Händler eine Serienstaffel gekauft. MacGyver, englisches Original, 5. Season, 6 DVDs, zum Preis von knapp 40 €. Echte Originale von einem deutschen Händler, also keine chinesisch bedruckten Medien von einem Account aus Hongkong mit nur wenigen Bewertungen, der kurz danach verschwindet.
Nun, da ich wegen Gastritis plus Gallensteinen nicht ganz so fit bin, wollte ich mir die mal angucken. Die ersten beiden hatte ich bereits gesehen und dabei erstmal keine Probleme festgestellt. Daher hatte ich mir wohl auch die DVDs selbst nicht so genau angeguckt. DVD 3 lief auch problemlos durch. Beim Anspielen der vierten allerdings meldete das DVD-Rom-Laufwerk einen I/O error und wollte sich dann nicht mal mehr dazu bewegen lassen, den Schacht zu öffnen. Ich befürchtete erst, mein Laufwerk sei hinüber; was ungünstig wäre, weil ich derzeit mit DVD-Roms nicht so sonderlich gut ausgestattet bin.
Nach einem kompletten Reboot des Rechners ging die Schublade des Laufwerks wieder auf. Und dann schaute ich mir die DVD mal genauer an.
Geschmolzenes Nudelsieb
Sunday, 18. July 2010

Eigentlich geht’s mir derzeit gar nicht so übel, daß ich übermäßige Verpeilung befürchten müßte. Trotzdem ist es mal wieder passiert: Ich habe vorhin nach dem Kochen vergessen, den Gasherd abzustellen. Auf der Platte stand noch ein Topf mit einem Rest Spätzle — im reingehängten Nudelsieb. Nach etwa einer guten halben Stunde fiel mir dann schon der seltsame Geruch auf. Kein Wunder: Das Nudelsieb war geschmolzen, und geschmolzener Kunststoff duftet nicht gerade nach Rosenwasser. Das Wasser habe ich nachträglich in den Topf geschüttet, damit er schneller auskühlt; während der guten halben Stunde war der Topf unten leer gewesen.
Ist immer etwas …
Sunday, 4. July 2010
… damit nicht wird langweilik”, pflegte meine ungarisch-stämmige Gesangslehrerin vor 20 Jahren zu sagen. Das dekliniere ich hier grade mal wieder durch.
Der UMTS-Stick läuft ja jetzt, und auch für meinen defekten Infrarot-Kopfhörer habe ich ein funkendes Ersatzexemplar gefunden, und sogar eines, das dieselben Akkus verwendet.
Japan-Tag 2010
Sunday, 30. May 2010

Die letzten Japan-Tage in Düsseldorf und insbesondere das abschließende Feuerwerk hatte ich mit Freunden zusammen vom Rheinturm aus beobachtet. Das insbesondere deshalb, weil einer der Freunde mit lauten, plötzlichen Knallgeräuschen ein Problem hat, denn von da oben hat man das Feuerwerk auf Augenhöhe und hört doch kaum etwas von dessen Lautstärke. Passend war das auch, weil der Japan-Tag am zweiten Samstag im Juni stattfand, an dem ich üblicherweise meinen Geburtstag feiere. Das Feuerwerk war dann auch ein krönender Abschluß der Geburtstagsfeier.
In diesem Jahr jedoch wurde der Japan-Tag auf den 29. Mai gelegt, und auch bei meinen Freunden und mir verschob sich so einiges. Es lief darauf hinaus, daß ich allein zum Feuerwerk ging — mit Digitalkamera und (geliehenem) Stativ. Ein Vergnügen sollte es nicht werden, nur der Anblick des Feuerwerks entschädigte ein Stück weit.
Rheinbahn stört Nachtruhe
Friday, 14. May 2010
Diesmal tauscht die Rheinbahn die Gleise am Fürstenplatz. Nachts, natürlich, an einem langen Wochenende. Und wie letzten November hatte es die Rheinbahn nicht nötig, die Anwohner zu informieren. Schon gar nicht vorher. Diesmal steht nicht einmal mehr ein Hinweis auf der Website, zumindest finde ich nichts unter „Aktuelles”, was von der Überschrift her passen würde.
Meine Mail vom November war übrigens auch nicht beantwortet worden. Die Rheinbahn zeigt mir damit, daß ihr die Anwohner ihrer Strecken so richtig scheißegal sind.
Es ist zu befürchten, daß uns die Rheinbahn auch in den nächsten Nächten mit Preßlufthammer- und ähnlichem Lärm den Schlaf raubt. Schon jetzt habe ich neben der Übermüdung massive Verspannungen, und mir tun die Beine, die Hüfte und der Rücken weh. (Das faschistische Repressionsamt AKA „Sozialamt” war sich ja mit dem Sozialgericht darüber einig, daß man mir kein vernünftiges Bett gönnen müsse, schließlich ist sozialverträgliches Frühableben erwünscht.) Ich habe keine Ahnung, wie ich die nächsten Tage überstehen soll. Ist ja nicht so, daß die derzeitigen akuten Depressionen allein nicht schon schlimm genug wären.
Normgerechte Menschen
Tuesday, 27. April 2010
Mir ist gestern in einem Gespräch mit meinem Psychiater (ja, ich hab sowas wieder) etwas klargeworden: Wir sollen normgerecht sein. Das heißt aber nicht einfach nur, daß wir uns an Gesetze halten sollen; dieser Anspruch ist ja (zumindest größtenteils) gerechtfertigt. Nein, es geht darum, daß Abweichungen von einer Idealvorstellung sanktioniert werden, und zwar bis hin zur Existenzbedrohung.
Der Arzt hatte nämlich gegenüber der ARGE erklärt, daß ich Therapien und Psychopharmaka grundsätzlich ablehne. Das stimmt auch, und meine bisherigen Erfahrungen sind Grund genug dafür. Denn auch die Therapien erwarten eine gewisse Normung des (depressionskranken) Menschen, und wer dem nicht entspricht, dem hilft die Therapie dann eben nicht — was aber nicht der Therapie, sondern dem betroffenen Menschen angelastet wird. Er ist eben „falsch”, und damit schuld daran, daß die Therapie oder das Medikament nicht anschlägt oder sogar schädliche Nebenwirkungen hat. Das liegt natürlich nie an den Therapien oder Medikamenten.
Küche unter Wasser
Saturday, 6. March 2010
Es gibt sicher schönere Möglichkeiten, das Wochenende zu beginnen. Ich hatte am Freitag nach einer Foto-Tour im Botanischen Garten der Universität noch eine Ladung Wäsche in die Maschine gestopft und gleich laufen gelassen, und nachdem die fertig und aufgehängt war, wollte ich mir eine Pizza holen und ins Chaosdorf gehen. Als ich nach dem Schleudergang in die Küche kam, traf mich fast der Schlag: Der größte Teil des Fußbodens war mit Wasser bedeckt.
Also holte ich erstmal einen Eimer und alles an Lappen, was ich finden konnte, und putzte das Gröbste auf. Dann wollte ich die Wäsche aus der Maschine holen, öffnete das Bullauge, und prompt kam mir noch ein Schwall Wasser entgegen. Die Maschine hatte offenbar überhaupt nicht abgepumpt. Wieso sie trotzdem geschleudert hatte, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls durfte ich nach den ersten etwa sechs Litern nochmal etwa drei Liter aufputzen. Dann holte ich die Wäsche raus, stellte aber vorher eine große Wäscheschüssel drunter. Die Wäsche warf ich dann erstmal in die Badewanne.
Gesundheit: unbezahlbar?
Tuesday, 23. February 2010
Nein, noch nicht, aber teuer ist es schon, wenn man einfach mal so ganz normal krank wird. Ich meine jetzt nicht meine chronische Depression, sondern eine Erkältung. Ich hab mir nämlich mal wieder eine ordentliche Mandelentzündung zugelegt. Also suchte ich mir — diesmal nicht in Oberkassel, sondern schön in der Nähe — eine Praxis für Allgemeinmedizin, und fand eine Ärztin zwei Straßenecken weiter. Die verschrieb mir nach der Untersuchung ein Antibiotikum und ein Spray.
Das Spray war auf ein grünes Rezept gedruckt statt auf ein rotes, das heißt: Selbst bezahlen. Nun dachte ich, das kann ja nicht so teuer sein, und außerdem habe ich dann neben den Praxisgebühren, die ich schon abgedrückt habe, bald die gut 40 Euro zusammen, ab derer ich für den Rest des Jahres Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragen kann. Meine Rechnung: Vielleicht 10 Euro für das Spray, ein paar Euro Zuzahlung für das Antibiotikum, und dann rechnete ich noch mit bis zu 20 Euro für ein Fieberthermometer, das ich mir wirklich mal langsam zulegen sollte. Also, ab zur Apotheke.
Red, red sky
Saturday, 19. December 2009
An manchen Tagen wird gegen Abend das Sonnenlicht manchmal so durch die Atmosphäre gefiltert, daß alles rötlich erscheint. An solchen Abenden finde ich fotografieren besonders reizvoll. Allerdings habe ich noch nicht erlebt, daß sowas ohne Sonnenlicht mitten in der Nacht passiert: Ein rötlich leuchtender Himmel, ohne erkennbare zusätzliche Lichtquellen. Der Schnee, der seit letzter Nacht liegt, kann nicht der Grund dafür sein. Ich merkte es nur zufällig, als ich das Licht im Zimmer ausschaltete und aus dem Fenster blickte.
Diese Aufnahme entstand letzte Nacht, genauer: 19.12.2009 um 01:54 Uhr:
ARGE-Nebenwirkungen
Saturday, 19. December 2009
… oder der Versuch, zu spät Schuhe zu kaufen
Nachdem das Amt für Repression, Grundrechtsentzug und Erniedrigung (ARGE) sich ja überflüssigerweise bzw. „versehentlich” zu viel Zeit gelassen hatte, um mir etwas auszubezahlen, konnte ich erst heute in die Stadt gehen, um mir winterfeste Stiefel zu kaufen. Meine Halbschuhe sind zwar schon ein paar Jahre alt, tun aber noch immer gut ihren Dienst. Für echtes Winterwetter sind sie jedoch nicht so gut geeignet.
Also marschierte ich kurz nach zwei los. Erste Station: Kaufhof. Den hab ich sozusagen auf halbem Weg liegen, wenn ich von zu Hause aus in Richtung Innenstadt laufe. Der Laden war gerammelt voll. Dort führt man aber nur Stiefel ab 69,95 €, und das ist mir definitiv zu viel. OK, daß der Kaufhof in vielen Dingen ‘ne Apotheke ist, wußte ich ja.
Kleine Möbellieferung (2)
Thursday, 17. December 2009
Am Montag Abend wurden mir die Sachen vorbeigebracht, die ich mir am Freitag zuvor ausgesucht hatte. Bei einem der Tische hatte ich mich verguckt, der hat nicht 80 x 160, sondern nur 80 x 120, aber das macht nichts, im Gegenteil. Wenn der auch 160 cm breit wäre, wäre es hier ein wenig eng geworden. Dafür kamen die drei kleinen Schränkchen jetzt doch nicht mit, die waren wohl woanders gelandet.
Bevor ich ans Aufbauen ging, inventarisierte ich erst einmal das, ähm, „bißchen” Hardware, das ebenfalls mitgekommen war, in meinem Hardware-Lager. Der Vorbesitzer hatte zu dem, was ich mir bereits rausgesucht hatte, noch einiges dazugesteckt, sodaß die Sammlung doch recht eindrucksvoll wurde:
Kleine Möbellieferung
Monday, 14. December 2009
Dank einer Büroauflösung im Freundeskreis kommen heute Abend ein paar hier dringend benötigte Möbelstücke bei mir an: Zwei Tische 80 x 160, drei kleine Schränkchen, zwei oder drei schmale Rollcontainer und so ein niedriger, aber tiefer Fernsehtisch, und noch ein bißchen was an kleineren Hardware-Teilen.
Schlichtes Weltbild eines Trolls
Sunday, 13. December 2009
Heute hatte wohl ein Troll Langeweile, jedenfalls meinte er/sie/es, mir ein paar Kommentare in Bildzeitungs-Qualität einkippen zu müssen, mit wechselnden Mailadressen und über diverse TOR-Exit-Nodes. Nein, ich hab nix gegen TOR, im Gegenteil. Ich hab nur was gegen Trolle.
Eigentlich wäre das auch kein Grund, was zu schreiben, aber die, ähm … „Logik” zeigt doch schön, was für ein schlichtes und teils reaktionäres Weltbild und welche rhetorischen Stilmittel manche Leute so draufhaben. Die Kommentare selbst habe ich mir erlaubt, hier zu löschen (da ich jeden Kommentar per Mail bekomme, habe ich die Originale noch), was Klaus-Bärbel zu der Bemerkung veranlaßte:
Und höre sie mit dem Löschen auf das wäre unangebrachte und verbotene Zensur, die sie so vehemment bekämpfen. Kritik müssen auch sie sich stellen.
(Rechtschreibfehler wie original.) Also:
Hermes versetzt mich in Trinkhalle
Tuesday, 1. December 2009
Gestern war ich etwas genervt, weil mir Hermes mit einer Mail (ja, die dürfen das) mitteilte, daß bei einer Trinkhalle ein paar Straßen weiter ein Paket für mich abgegeben worden sei. Denn ich war zu Hause gewesen, nur freitags war ich so ab 18:30 Uhr im Chaosdorf.
Heute holte ich dieses Paket ab, und beim Anblick des Adreßfeldes war ich doch etwas baff (einige Daten verschmiert, weil Datenschutz und so):
Anti-Pilz-Frosch
Monday, 30. November 2009

Vor zehn Tagen postete ich doch da dieses kleine Problem meines Benjamini. Der litt ja so ein bißchen unter Pilzbefall. Zumindest als Zwischenlösung, vielleicht sogar als Lösung, meinte jemand, ich solle doch so eine Gieß-Vorrichtung da reinstecken, die das Wasser nach unten in die Erde leitet. Denn das Problem ist ja, daß die Oberfläche der Erde feucht ist.

Ausgerechnet in meiner Froschsammlung habe ich nun tatsächlich so ein Teil gefunden. Und ich hoffe, noch rechtzeitig, denn der Benjamini ist schon recht trocken. Immerhin hat die kleine Durststrecke den Pilz wohl erstmal ausgetrocknet, während das Bäumchen da schon einiges mehr an Wassermangel aushält.
Nun paßt der kleine Pflanzen-Frosch, vollgefüllt mit Wasser, auf den großen Benjamini auf, und ich bin mal gespannt, wie gut er seine Sache macht. Wenn das klappt, muß ich auch keinen riesigen Untersetzer mehr für den Topf suchen.
