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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Datenschutz'

Vodafone bestätigt: Telefonspam ist OK

Monday, 9. May 2011

Mal wieder das leidige Thema Telefonspam bzw. Cold-Call. Vorhin rief mich eine Frau an für eine Firma Telefonservice Berlin-Brandenburg (oder ähnlich). Sie wollte mir ganz doll günstige Vodafone-Tarife verkaufen. Meine Nachfrage nach meiner schriftlichen Einverständniserklärung für den Werbeanruf konnte sie natürlich nicht beantworten, und natürlich wollte sie mir auch nicht sagen, woher sie die Daten hat. Leider habe ich bei einem Suchmaschinenlauf keinen passenden Eintrag gefunden.

Daraufhin rief ich bei Vodafone direkt hier in Düsseldorf an. Ich dachte, es könne ja nicht im Sinne von Vodafone sein, wenn ihre Vermittler sich illegaler Methoden bedienen. Ich sollte mich geirrt haben. (more…)


LVR, Graf-Recke-Stiftung und das Recht

Saturday, 9. April 2011

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist nach eigener Beschreibung „der Verband der rheinischen Städte, der Kreise und der StädteRegion Aachen im Rheinland”. In seinem Selbstlob behauptet er:

Der Anspruch an die Arbeit aller LVR-Einrichtungen ist hoch: Jede Leistung, hinter der der LVR steckt, hat eine besonders hohe fachliche und zugleich menschliche Qualität. Das wollen wir mit unserem Slogan ausdrücken: Qualität für Menschen.

Der Landschaftsverband ist der „Partner der Bürgerinnen und Bürger”. Wir wollen Ihnen zeigen, dass Politik und Verwaltung diesen Leitsatz ernst nehmen.

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Telefonspammer Energieservice Deutschland AG

Monday, 28. February 2011

Vor zwei Wochen erhielt ich einen Werbeanruf von einer Dame, die behauptete, für eine Firma „Energieservice Deutschland AG” zu telefonieren. Sie wollte mir einen günstigen Stromtarif „ausrechnen”. Ich schrieb also eine Mail an die Kontaktadresse dieser Firma, die auf deren Website zu finden ist (kein Link für Spammer):
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Hartz IV und Grundrechte

Saturday, 19. February 2011

Gerade gestern schrieb ich im Artikel Frau Merkel, Sie kotzen mich an! über Grundrechtseinschränkungen, die man mit Hartz IV so quasi automatisch mitgeliefert bekommt. Heute habe ich das in einem Kommentar im Forum von Telepolis Online zum Artikel „Ab ins Obdachlosenwohnheim – denn das hält die Politik für ‘zumutbar’” nochmal genauer ausgeführt (kompletter Kommentar: Re: Ist es nicht spannend): (more…)


Anonymes Kommentieren

Thursday, 20. January 2011

Das ist jetzt nur mal was internes hier. Alex stellte auf seinem Datenschutzblog die Frage: Ist die Angabe des Namens und der E-Mailadresse für das Kommentieren in Blogs wirklich notwendig? Tatsächlich notwendig ist es natürlich nicht, und ich hatte in meinem Kommentar dort ja auch angemerkt, daß ich es eher für eine Sache der Höflichkeit halte. Anonym kommentieren kann man natürlich trotzdem:

Anonym bleiben kann ich, wenn ich es für richtig halte, immer noch: Kommentar über TOR oder einen anderen Proxy absetzen, Fake-Mailadresse oder wirklich anonymisierte Mailadresse verwenden (mailinator z.B.). Es wird mir durch die „Pflicht” weder unmöglich gemacht noch verboten.

Den Realnamen kann man im Ernstfall sowieso nicht überprüfen. Wenn mir da jemand eine weit verbreitete Kombination aus Vor- und Nachname reinschreibt, dann weiß ich ja nicht, ob der wirklich so heißt. Ich kann schlecht in den Personalausweis gucken. ;-)

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Netzkongreß der CSU

Friday, 14. January 2011

Die CSU veranstaltet am 31. Januar einen Netzkongreß, weil das Thema Internet ja von gar keiner Partei sonst irgendwie bearbeitet wird und die CSU deshalb „die Internet-Partei” ist.

Nochmal: Die CSU veranstaltet einen Netzkongreß und will — auch noch die einzigeInternet-Partei sein.

Sind sie nicht süß? ;-)

Statt ihr Papier im Netz diskutieren zu lassen, stellen sie es fix und fertig auf einer Pressekonferenz vor und lassen danach noch ein bißchen „Diskussion” zu. Unter einem Kongreß stelle ich mir wahrlich etwas anderes vor. Wo sind die Vorträge, die Arbeitsgruppen, die Workshops? Bei der CSU Fehlanzeige. (more…)


USA-DoJ versus Wikileaks et al

Sunday, 9. January 2011

Das US-amerikanische Bundesjustizministerium (Department of Justice, DoJ) forderte von Twitter die Herausgabe aller verfügbaren Daten über fünf Personen sowie eine Organisation, nämlich Wikileaks, um strafrechtliche Ermittlungen führen zu können. Für uns mag das erstmal nur deshalb seltsam erscheinen, weil das deutsche Bundesjustizministerium vermutlich eher nicht auf die Idee käme, solche Anfragen zu stellen, man würde eine solche Anfrage von einer Staatsanwaltschaft (mit Richterbeschluß) oder beispielsweise dem Bundeskriminalamt erwarten.

Das erste, was diese Forderung pikant macht, ist, daß drei der fünf benannten Personen keine amerikanischen Staatsbürger sind. Bradley Manning und Jacob Appelbaum sind Amerikaner, aber Julian Assange ist Australier, Rop Gonggrijp ist Niederländer und Birgitta Jónsdóttir ist Isländerin. Und bei Frau Jónsdóttir kommt das nächste pikante Detail. Sie ist nämlich nicht einfach nur eine isländische Bürgerin, sondern sie ist dort Parlamentsabgeordnete. (more…)


Abzocke geht weiter

Wednesday, 5. January 2011

Während Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) gerade versucht, uns DRM unter neuem Label als wieder löschbare Web-Inhalte zu verkaufen, geht völlig von ihr unbeachtet die Abzocke weiter. Diesmal hat es unter anderem eine alte Dame in Frankfurt „erwischt”, und das Interesse der Behörden, der Abzockfirma den Garaus zu machen, scheint irgendwie sehr … gering zu sein.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Ermittlungsbehörden wie auch Kommunen überhaupt kein Interesse daran haben, dagegen vorzugehen, schließlich zahlen auch Abzocker Gewerbesteuer. Ich darf daran erinnern, daß es die Düsseldorfer Ermittlungsbehörden beim Spammerladen IP69 genauso gehalten haben: Der massenweise Betrug wurde einfach als „so ein bißchen Beschiß” bezeichnet. Komisch, ich nenne sowas Organisierte Kriminalität, und stehe damit sicher nicht alleine da.

Liebe Frau Aigner, was soll das? Finden Sie die Gewerbesteuer durch illegale Aktivitäten so viel wichtiger als den Schutz vor Abzocke? Dürfen die Abzocker deshalb immer weitermachen? Und lenken Sie deshalb mit Schwachsinns-Forderungen wie dem Internet-Radiergummi von der echten Kriminalität im Internet ab? Dafür werden Sie nicht bezahlt!


Ermittelt trotz Anonymisierung

Wednesday, 13. October 2010

Die Polizei NRW meldet heute, daß sie einen Schüler, der mehrere Straftaten begangen hatte, ermitteln konnte, obwohl er Anonymisierungsdienste genutzt habe:

[...] Hierbei wurden zur Verschleierung Anonymisierungsdienste im Internet genutzt.

Der Polizei Bielefeld gelang es aber dennoch den Täter zu ermitteln. [...]

Mit dieser Darstellung könnte (und soll vielleicht auch) der Eindruck erweckt werden, daß Anonymisierung im Internet gegen polizeiliche Ermittlungen nicht helfen würde. Allerdings führten hier möglicherweise nicht-digitale Informationen zum Täter: Zum einen schrieb dieser an die Betreiber der angegriffenen Websites E-Mails, zum anderen schrieb er auch Kleinanzeigen, vermutlich ebenfalls unter Nutzung von Anonymisierungsdiensten. Allerdings ist Anonymisierung noch nicht alles, wenn man seine Identität und seinen Standort verschleiern möchte.

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Peter Hahnes „Gedanken”

Sunday, 10. October 2010

Unter der Rubrik „Gedanken am Sonntag” bei der BLÖD äußert der bekannte Rechtspopulist Peter Hahne, der sich selbst mit dem Attribut „Journalist” schmückt und auf Kritik grundsätzlich nicht reagiert:

Weder Schutz noch Datenschutz für Kinderschänder!
[...]
Ich meine: Wer sich an Kindern vergreift und ihre Seelen zerstört, hat keine Toleranz verdient. Und keinen Datenschutz.

Quelle: BLÖD. Nein, die kriegen keinen Link.

Bei der BLÖD kriegt man es schon nicht mehr auf die Reihe, unter einer Rubrik, die das Wort „Gedanken” enthält, etwas zu publizieren, was wenigstens bei sehr viel gutem Willen den Eindruck hinterläßt, über ihren Inhalt sei tatsächlich nachgedacht worden. Aber Peter Hahne denkt gar nicht nach; mehr noch: Er erwartet, daß seine Leser nicht nachdenken (zu Recht?).

Ich meine: Wer Menschen, aus welchem Grund auch immer, die Grundrechte aberkennt, hat keine strafrechtliche Toleranz verdient. Wohl aber Datenschutz, denn das ist ein Grundrecht. :-)


Millionengeschäft Kinderpornografie

Thursday, 7. October 2010

Da man nun ums Verrecken kein Millionen- oder gar Milliardengeschäft mit „Kinderpornografie” im Internet finden konnte, muß man dem deutschen Unterschichten-TV-Gucker mal klar zeigen, wie sowas funktioniert:

„Tatort Internet” – Kinderschänderjagd auf RTL2

Aus der Ankündigung bei DWDL.de:

Und das auf ungewöhnliche Art: Triebtäter und potentielle Kinderschänder werden mit fiktiven Profilen von minderjährigen Jungen und Mädchen in die Falle gelockt. Das Format dokumentiert die Kontaktaufnahmen im Internet bis zum geplanten Treffen, wo die potentiellen Straftäter dann vor laufenden Kameras zur Rede gestellt werden.

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Straftaten sind keine Straftaten

Thursday, 23. September 2010

Nun habe ich es spät, aber immerhin schwarz auf weiß bekommen:

  • wiederholte, teils schwere Nötigung im Amt
  • versuchte Nötigung eines Berufsgeheimnisträgers im Amt
  • wiederholte, teils schwere Gesundheitsschädigung im Amt
  • wiederholte Mißachtung von Amtspflichten
  • wiederholter Bruch des Diensteides

sind laut Generalstaatsanwalt Düsseldorf keine Straftaten. Jedenfalls nicht, wenn sie von einer lügenden Angestellten des faschistischen Repressionsamtes begangen werden.

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Macht Vodafone jetzt auch in Telefonspam?

Wednesday, 22. September 2010

Gerade rief mich eine Dame mit osteuropäischem Akzent an. Sie kannte meinen offiziellen Namen und behauptete, für die Firma Vodafone anzurufen. Man möchte Altkunden der Telekom dabei helfen, Telefonkosten zu sparen. Ich unterbrach sie harsch und fragte, woher die Daten stammen. Sie behauptete, man habe diese direkt von der Telekom gekauft.

Na, damit ist sie bei mir aber ganz falsch. Ich informierte sie darüber, daß ich Kontakt zu den Datenschützern der Telekom habe (da gibt es tatsächlich einen über einen alten Bekannten aus Mailboxzeiten) und daher sicher weiß, daß die Telekom keine Kundendaten verkauft — zumindest nicht zu dem Zweck, daß die Konkurrenz ihr die Kunden abwerben kann. Wäre ja auch irgendwie ein bissel dumm.

Jedenfalls hüllte sie sich erstmal verblüfft (?) in Schweigen. Das Problem ist nämlich, daß diese Cold-Call-Fuzzies Ärger mit ihrem Sklaventreiber Arbeitgeber kriegen, wenn sie selbst zu schnell wieder auflegen. Da mußte sie wohl erstmal überlegen. Als ich dann jedoch nach ihrem Vorgesetzten verlangte, wurde es ihr wohl zu heikel, und sie legte doch auf.

Und ich ärgere mich mal wieder drüber, daß ich die eingehenden Nummern nicht sehe. Da muß ich wohl doch mal ‘ne ISDN-Karte aktivieren und an den NTBA klemmen.


LVR will Kontoauszüge erpressen

Monday, 19. July 2010

Seit bald sechs Jahren bekomme ich zweimal die Woche Hilfe durch einen Sozialarbeiter. Der ist Angestellter bei der Graf-Recke-Stiftung und wird bezahlt durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Und dieser LVR hat es, genauso wie das faschistische Repressionsamt, auch nicht so mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Das hat der LVR bereits Anfang 2009 bewiesen, als der Sachbearbeiter mitteilte, daß er überhaupt nicht verstehen kann, warum ich nicht bereit bin, für die Hilfe auf meine Grundrechte zu verzichten und die „Sozial”-Behörden beliebig auf meinem Konto herumschnüffeln zu lassen. Offensichtlich ist da jetzt wieder jemand neugierig.

Zum letzten Verlängerungsantrag wollte man mal wieder die letzten drei Monate Kontoauszüge haben. Ich weigerte mich, sandte nur den letzten aktuellen Kontoauszug und verwies auf die höchstrichterliche Rechtsprechung. Diese besagt nämlich, daß nur die gegenwärtige Lage des Antragstellers überprüft werden muß, nicht jedoch die der Vergangenheit. Das gilt insbesondere dann, wenn es bereits andere Hinweise für die aktuelle finanzielle Lage gibt. Bei mir wäre das vor allem der ALG-II-Bescheid, den ich in Kopie mit dem Antrag mitgeschickt hatte. Außerdem äußerte ich die Vermutung, daß die Daten dann mal wieder einfach so an andere Behörden weitergegeben würden — daß sowas illegal ist, hatte ja schon Anfang 2009 niemanden weiters gestört.

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Was ist Medienkompetenz?

Monday, 5. July 2010

Der @karpfenpeter rief vor ein paar Stunden auf Twitter dazu auf, man möge doch mal in seinem Blog Medienkompetenz definieren und dann (sofern das auch andere tun) sich gegenseitig verlinken.

Da wir es mit einem zusammengesetzten Hauptwort zu tun haben, zerlegen wir das doch erstmal. Also:

  1. Was sind Medien?
  2. Was ist Kompetenz?

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