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	<title>Froschs Blog &#187; Depression</title>
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	<description>Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat</description>
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		<title>2011</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 16:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vera @kaffeebeimir hat mich da auf einen Rückblick-Fragebogen aufmerksam gemacht, den Das Nuf aufgestellt hat. Nette Idee. Dann leg ich auch mal los: Zugenommen oder abgenommen? Minimal abgenommen, aber nicht der Rede wert. Auf keinen Fall so viel, wie ich eigentlich abnehmen sollte. Haare länger oder kürzer? Unverändert kurz, damit sie nicht stören und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vera <a href="https://twitter.com/#!/kaffeebeimir">@kaffeebeimir</a> hat mich da auf einen Rückblick-Fragebogen aufmerksam gemacht, den <a href="http://dasnuf.de/zeug/2011/">Das Nuf aufgestellt hat</a>. Nette Idee. Dann leg ich auch mal los:</p>
<dl>
<dt>Zugenommen oder abgenommen?</dt>
<dd>Minimal abgenommen, aber nicht der Rede wert. Auf keinen Fall so viel, wie ich eigentlich abnehmen sollte.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Haare länger oder kürzer?</dt>
<dd>Unverändert kurz, damit sie nicht stören und nicht viel Arbeit machen.</dd>
</dl>
<p><span id="more-5987"></span></p>
<dl>
<dt>Kurzsichtiger oder weitsichtiger?</dt>
<dd>Kurzsichtiger. Ich brauchte mal wieder eine neue Brille, links bin ich jetzt bei -5&nbsp;dpt, rechts irgendwo bei -2.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Mehr ausgegeben oder weniger?</dt>
<dd>Mehr. Die Strafe für mein schlimmes, schlimmes Fehlverhalten habe ich ja im letzten Jahr abbezahlt, da war das Lebensniveau definitiv verfassungswidrig unterhalb des Existenzminimums, aber das juckt ja weder einen Strafrichter noch ein Repressionsamt. Dieses Jahr gab&#8217;s wieder mehr.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Mehr bewegt oder weniger?</dt>
<dd>Nach meiner persönlichen Einschätzung ist das unverändert geblieben; andere mögen das anders sehen.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Der hirnrissigste Plan?</dt>
<dd>Den Atari TT wiederzubeleben und vor allem auch wieder einzusetzen. Ich hab nämlich keine Ahnung, wofür eigentlich. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </dd>
</dl>
<dl>
<dt>Die gefährlichste Unternehmung?</dt>
<dd>Klettern nach einem Geocache an einem recht steilen Hang (nach oben) neben einem Waldweg in Heidelberg. Leider hab ich ihn trotzdem nicht gefunden.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Die teuerste Anschaffung?</dt>
<dd>Mein neues Bett. Genauer: Rost und Matratze. Mögen sie lange halten.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Das leckerste Essen?</dt>
<dd>Sowas merke ich mir leider nicht lange genug, um es nach mehreren Monaten noch zu wissen.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Das beeindruckenste Buch?</dt>
<dd>Ich habe dieses Jahr drei Bücher angefangen und noch keines davon fertiggelesen. Also schwer zu sagen <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </dd>
</dl>
<dl>
<dt>Der ergreifendste Film?</dt>
<dd>Herr der Ringe Teil 1 &#8211; 3. Doch, ehrlich. Die hab ich erst in diesem Jahr erstmals komplett und in voller Länge gesehen.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Die beste CD?</dt>
<dd>Kam eigentlich schon 2010 raus: <a href="http://cdeb.com/cdebnew/moonfleetalbum.html">Chris de Burgh &mdash; Moonfleet</a>.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Das schönste Konzert?</dt>
<dd>Chris de Burgh in Düsseldorf, Philips-, äh, Mitsubishi-Electric-Halle. (Das schlechteste: Chris de Burgh in Mannheim, SAP-Arena. Lag aber nicht an ihm, sondern an der Halle: Die Akustik ist eine Katastrophe.)</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Die meiste Zeit verbracht mit…?</dt>
<dd>Nein, nicht mit Freunden <em>oder</em> im Internet, sondern mit Freunden via Internet. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </dd>
</dl>
<dl>
<dt>Die schönste Zeit verbracht damit…?</dt>
<dd>Ohne gesundheitliche oder psychische Einschränkungen mit Freunden zusammenzusitzen. Also so richtig, real, auch wenn das Notebook oft dabei ist. Leider geht das zu selten.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Vorherrschendes Gefühl 2011?</dt>
<dd>Nichtfühlen. Die Depression nimmt mir seit etwa vier Jahren in immer stärkerem Maß sämtliche tiefergehenden Gefühle, das erreichte in diesem Jahr seinen (vorläufigen?) Höhepunkt. Ich hoffe auf eine Trendwende.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>2011 zum ersten Mal getan?</dt>
<dd>Herr der Ringe vollständig gesehen (siehe weiter oben).</dd>
<dd>Eine Veranstaltung mit Volker Pispers besucht.</dd>
<dd>Einen <a href="/2011/05/18/bpt11-1-in-heidenheim/">Bundesparteitag der Piratenpartei</a> besucht (und das dann <a href="/2011/12/05/bpt112-we-can-haz-bge-plz/">gleich zweimal</a>).</dd>
<dd>Eine <a href="/2011/08/19/mein-computer-ist-kaputt/">kaputtgegangene Festplatte</a> zur Datenrettung mit forensischen Werkzeugen bearbeitet.</dd>
<dd>Eine Idee zur <a href="/2011/07/22/new-agora/">Umgehung von Zensur</a> gehabt (wurde aber wohl nix draus).</dd>
<dd>Am Braunschweiger Atari- und Amiga-Meeting (BAAMM!) teilgenommen.</dd>
<dd>Angefangen, auf meinem Blog <a href="/2011/05/06/flattr-frosch/">Flattr einzusetzen</a>.</dd>
<dd>Strafanzeige gegen ein <a href="/2011/04/14/strafanzeige-gegen-sarrazin/">&bdquo;hohes Tier&rdquo;</a> gestellt.</dd>
<dd><a href="/2011/04/07/mumble-mit-nebenwirkungen/">Mumble installiert</a> und genutzt.</dd>
<dd>Auf Twitter über die <a href="/2011/02/01/walk-like-an-egyptian-1/">Revolution in Ägypten</a> berichtet (überwiegend via Al Jazeera).</dd>
<dd><a href="/2011/01/20/anonymes-kommentieren/">Anonymes Kommentieren</a> in meinem Blog erlaubt.</dd>
<dd>Ach ja, und ein Leben gerettet.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>2011 nach langer Zeit wieder getan?</dt>
<dd>Meinen Atari TT in Betrieb genommen.</dd>
<dd>Angefangen, wieder Bücher zu lesen.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?</dt>
<dd>Gastritis.</dd>
<dd>Die lange akute Depressionsphase im sogenannten Sommer.</dd>
<dd>Kiefergelenksüberlastung mit tierischen Schmerzen von Oktober bis Dezember.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Die wichtigste Sache, von der Dich jemanden überzeugen wollte?</dt>
<dd>Kann mich an nichts dergleichen erinnern.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?</dt>
<dd>Ich habe ein paar Dinge geschenkt bekommen und ein paarmal sehr liebe Hilfe erhalten, davon möchte ich nichts hervorheben. Jedes ist auf seine Weise &bdquo;das schönste&rdquo;.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?</dt>
<dd>Daß $person meinetwegen einen zweiten Geburtstag hat.</dd>
</dl>
<dl>
<dt>2011 war mit einem Wort…?</dt>
<dd>Durchwachsen.</dd>
</dl>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=5987&amp;md5=c8758b517083196f05ac29810b924aca" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Klage gegen Rentenversicherung zurückgezogen &#8212; vorerst</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2011/12/07/klage-gegen-rentenversicherung-zurueckgezogen-vorerst/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 13:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Autismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialgericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute um 11:30 Uhr fand mein Gerichtstermin gegen die Rentenversicherung beim Sozialgericht Düsseldorf statt. Anfang Juni hatte es noch geheißen, &#8222;auf keinen Fall mehr dieses Jahr&#8221;, und Mitte November hatte ich dann plötzlich doch die Ladung im Briefkasten. Das macht es allerdings nicht besser; von der Klageeinreichung am 26.&#160;Mai 2010&#160;(!) bis zum Termin heute sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute um 11:30 Uhr fand mein Gerichtstermin gegen die Rentenversicherung beim Sozialgericht Düsseldorf statt. Anfang Juni hatte es noch geheißen, <a href="/2011/06/01/das-recht-hat-viel-zeit/">&bdquo;auf keinen Fall mehr dieses Jahr&rdquo;</a>, und Mitte November hatte ich dann plötzlich doch die Ladung im Briefkasten. Das macht es allerdings nicht besser; von der Klageeinreichung am 26.&nbsp;Mai 2010&nbsp;(!) bis zum Termin heute sind immerhin 18&nbsp;Monate vergangen &mdash; für ein relativ normales Gerichtsverfahren eindeutig viel zu lang.</p>
<p>Der Richter erklärte kurz den Ablauf und leierte dann erstmal die Anträge und Begründungen runter. Dabei erwähnte er so nebenbei, daß ich mit der Bezeichnung &bdquo;faschistisch&rdquo; für die Repressionsämter (den Begriff monierte er übrigens nicht) am Strafrecht vorbeischrammen würde. Mich stört das nicht, ich habe meine Gründe und stehe dazu. <span id="more-5827"></span></p>
<p>Interessant war seine Frage, ob ich von der Anerkennung als Rentner einen finanziellen Vorteil hätte. Habe ich nicht, denn bekanntermaßen brauche ich dann Grundsicherung und bin unter SGB&nbsp;XII <a href="/2011/06/09/bundesregierung-definiert-armut-neu/">schlechter gestellt als unter SGB&nbsp;II</a>. Mir geht es darum, mindestens solange vor dem voraussehbaren Druck des ARGE geschützt zu sein, bis ich tatsächlich wieder arbeitsfähig bin (sofern das je nochmal der Fall sein sollte).</p>
<p>Achja, und er lobte meinen ausgefeilten Sprachstil in den Schriftsätzen, obwohl ihm ein paar Begriffe nicht paßten. Das sei er von den Leuten, die sonst so (ohne Rechtsanwalt) vor Gericht kommen, nicht gewohnt. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Er bemühte sich erkennbar, &bdquo;wohlwollend&rdquo; zu sein, obwohl auch er die leider verbreitete Meinung vertritt, daß Grundrechte insbesondere dann einzuschränken sind, wenn sie den Staat was kosten. Ich habe nicht erwähnt, daß ich in der Piratenpartei bin, die das ganz anders sieht; die Diskussion wäre wohl zu lang geworden.</p>
<p>Zu den ärztlichen Gutachten meinte er, die müsse ich dann halt dem ARGE vorlegen, damit man mir dort eine &bdquo;leidensgerechte&rdquo; Tätigkeit vermitteln könne. Leider schlug mal wieder mein Konzentrationsmangel zu, und ich versäumte völlig, nochmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß meine Leistungsfähigkeit von den &bdquo;Experten&rdquo; nicht erkennbar getestet worden ist. Allerdings fragte er von sich aus, ob ich mal auf Hochbegabung getestet worden sei &mdash; ja, ich weiß, daß ich einen hohen IQ habe, nur nützt mir der nichts, wenn ich mich nicht lang genug auf eine Sache konzentrieren kann. Ich erklärte aber auch, daß eine einfache Tätigkeit, die meinen Interessen nicht entspricht, bei mir ebenfalls Druck und Streß hervorruft. Das mag vielleicht seltsam klingen, ist aber einfach so. Immerhin hat er das sogar verstanden.</p>
<p>Ihm war auch die Sache mit den Computern aufgefallen. Das sei ja eine hochqualifizierte Tätigkeit. Ich erwiderte, daß ich seit über 25&nbsp;Jahren mit Computern arbeite, seit 14&nbsp;Jahren mit Linux, davon seit 10&nbsp;Jahren ausschließlich, und daß ich überwiegend über die Funktionen gar nicht mehr nachdenken muß. Er meinte, das finde er bewundernswert. Nunja. Hätte er sich in den letzten 25&nbsp;Jahren intensiv mit Computern statt Paragrafen beschäftigt, dann könnte er es jetzt vermutlich auch <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Allerdings machte ich auf einen anderen Umstand aufmerksam: Letzte Woche machte ich online den <a href="http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2006/0425/flash/002_autismus_flash.jsp">AQ-Test von Simon Baron-Cohen</a> (Achtung, Flash!) &mdash; mit einem nicht ganz so unauffälligen Ergebnis: 52&nbsp;Punkte (hatte ich auch auf Google+ <a href="https://plus.google.com/100090088462847995035/posts/9iM1u85ydU6">erwähnt</a>). Die &bdquo;Experten&rdquo; haben die Symptome gesehen, ja mir sogar teilweise vorgehalten &mdash; aber gemerkt haben sie nichts. Der Richter meinte dazu nur, dann solle ich mir halt eine entsprechende ärztliche Diagnose beschaffen und das dann ebenfalls dem ARGE vorlegen.</p>
<p>Er meinte auch, ich solle vielleicht nochmal eine &bdquo;medizinische Rehabilitation&rdquo; beantragen, aber davon halte ich mal gar nichts. Die letzte in der Baar-Klinik in Donaueschingen Anfang 2006 endete mit einem Abbruch. Was dort durchgeführt wurden, waren Gruppentherapien, mit denen ich nicht viel anfangen konnte, und, wie in Psychiatrien üblich, seltsame Beschäftigungstherapien &agrave; la Kindergartenbasteln.</p>
<p>Ergebnis des ganzen: Der Richter riet zur Rücknahme der Klage, was bedeutet, daß er sie sonst abgewiesen hätte. Zur Rücknahme wurde notiert, daß ich mir einen neuen Rentenantrag ausdrücklich offenhalte.</p>
<p>Die Schöffen und der Vertreter der Rentenversicherung haben übrigens die ganze Zeit geschwiegen. Die waren wohl irgendwie nur als Verzierung da.</p>
<p>Ich werde dann wohl in den nächsten Tagen einen Brief ans ARGE aufsetzen und den neuen Stand mitteilen &mdash; und dann kann ich nur abwarten, was dem Laden daraufhin so einfällt. Die optimistische Einstellung des Richters, daß die dann schon was &bdquo;Leidensgerechtes&rdquo; tun würden, kann ich leider nach all dem, was ich schon erlebt habe und auch von anderen lese, nicht teilen, im Gegenteil. Möglicherweise muß ich das Sozialgericht ja dann bald wieder in Anspruch nehmen.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=5827&amp;md5=52463e01728e7308caac4329bcb7784a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>LVR, Graf-Recke-Stiftung und das Recht</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2011/04/09/lvr-graf-recke-stiftung-und-das-recht/</link>
		<comments>http://blog.atari-frosch.de/2011/04/09/lvr-graf-recke-stiftung-und-das-recht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 18:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Graf-Recke-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[LVR]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialhilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist nach eigener Beschreibung &#8222;der Verband der rheinischen Städte, der Kreise und der StädteRegion Aachen im Rheinland&#8221;. In seinem Selbstlob behauptet er: Der Anspruch an die Arbeit aller LVR-Einrichtungen ist hoch: Jede Leistung, hinter der der LVR steckt, hat eine besonders hohe fachliche und zugleich menschliche Qualität. Das wollen wir mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist nach <a href="http://www.lvr.de/derlvr/organisation/index.htm">eigener Beschreibung</a> &bdquo;der Verband der rheinischen Städte, der Kreise und der StädteRegion Aachen im Rheinland&rdquo;. In seinem Selbstlob behauptet er:</p>
<blockquote><p>
Der Anspruch an die Arbeit aller LVR-Einrichtungen ist hoch: Jede Leistung, hinter der der LVR steckt, hat eine besonders hohe fachliche und zugleich menschliche Qualität. Das wollen wir mit unserem Slogan ausdrücken: Qualität für Menschen.</p>
<p>Der Landschaftsverband ist der &bdquo;Partner der Bürgerinnen und Bürger&rdquo;. Wir wollen Ihnen zeigen, dass Politik und Verwaltung diesen Leitsatz ernst nehmen.
</p></blockquote>
<p><span id="more-3622"></span></p>
<p>Die Graf-Recke-Stiftung wiederum ist eine alteingesessene Stiftung in Düsseldorf und Umgebung, die unter anderem das <a href="http://www.graf-recke-stiftung.de/sozialpsychiatrie-heilpaedagogik/sozialpsychiatrischer-verbund/sozialpsychiatrischer-verbund-in-duesseldorf/wohnen-sozialpsychiatrischer-verbund-in-duesseldorf/betreutes-wohnen-sozialpsychiatrischer-verbund-in-duesseldorf.html">betreute Wohnen</a> in der eigenen Wohnung anbietet. Sie lobt sich mit:</p>
<blockquote><p>
Selbstverständlich orientiert sich die Betreuung in Art und Umfang an Ihrem individuellen Hilfebedarf, an Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Jeder Mensch hat Fähigkeiten und Stärken; wir helfen, diese zu entdecken und auszubauen.
</p></blockquote>
<p>Soviel zur Theorie. In der Praxis, zumindest wenn es um den Bereich Soziales geht, handelt der LVR genauso wie das faschistische Repressionsamt (AKA &bdquo;Sozialamt&rdquo;): Das Sozialrecht und die dazugehörige Rechtsprechung werden nur angewandt, wenn damit Geld gespart werden kann, und ansonsten geflissentlich ignoriert. Die Menschlichkeit steht beim LVR nur auf dem Papier bzw. auf der Website, wo sie nicht weiter stört.</p>
<p>Die Graf-Recke-Stiftung scheint sich dieser Haltung anzuschließen, zumindest verhielt sie sich in dieser Sache entsprechend. Die Bedürfnisse der Klienten sind ihr offensichtlich dann nicht wichtig, wenn man damit gegen den LVR vorgehen müßte und/oder es dabei um Rechte der Klienten geht. Und schon gar nicht, wenn man dafür zusätzliche Arbeit investieren müßte.</p>
<p>Die <a href="/2010/07/19/lvr-will-kontoauszuege-erpressen/">Vorgeschichte</a> zu diesem Rant hatte ich ja schon ausführlich verbloggt. Der letzte Stand war, daß ab August 2010 dann gar kein Sozialarbeiter mehr kam. Natürlich hatte die Graf-Recke-Stiftung da auch nicht mehr nachgehakt, zumindest wurde ich über solche Versuche nicht unterrichtet.</p>
<p>Ursprünglich wollte ja ich gegen diese Entscheidung des LVR klagen und dafür natürlich auch die Graf-Recke-Stiftung mit ins Boot holen, schließlich wäre eine positive Sozialgerichts-Entscheidung auch im Sinne der Graf-Recke-Stiftung &mdash; sollte man meinen. Aber dann fiel mir ausgerechnet die Leiterin des ambulanten betreuten Wohnens der Graf-Recke-Stiftung, die auf der Website genannte Frau Ulla Rubis, in den Rücken. Sie meinte am Telefon, daß sich die Stiftung nicht an einer solchen Klage beteiligen werde. Es war recht klar herauszuhören, daß sie sich für die Rechte ihrer Klienten einfach mal gar nicht interessiert, solange immer nur schön das Geld vom LVR hereinplätschert. Unter diesen Umständen habe ich dann von einer Klage abgesehen: Wer bin ich denn, daß ich einer solchen Einrichtung die Kastanien aus dem Feuer hole, während die Herrschaften die Arme verschränken, sich zurücklehnen und einfach abwarten?</p>
<p>Dazu kommt noch, daß Repressionsamt und LVR (im Gegensatz zum ARGE übrigens) die Kontoauszüge nicht nur einsehen, sondern die Kopien möglicherweise zu den Akten nehmen. Das ist datenschutzrechtlich mindestens bedenklich, wenn man überlegt, wer diese Akten alles in die Finger bekommt (und daß sie ja vielleicht auch mal woanders landen, als sie sollen).</p>
<p>Also habe ich auf den Sozialarbeiter verzichtet, auch wenn ich die Hilfe gerade in den letzten paar Monaten sehr gut hätte gebrauchen können. Ich habe am Jahresanfang eigentlich immer eine akute Phase; wie lange die geht und wie heftig sie ausfällt, hängt davon ab, wie es mir vorher ging und mit welchen Problemen ich gerade konfrontiert werde. In den letzten Jahren war diese Jahresanfangs-Phase immer erträglich gewesen, aber diesesmal fiel sie besonders heftig aus. Genaugenommen ist sie auch immer noch nicht zu Ende. Die ständige aggressive Schnüffelei der Repressionsbehörden auf meinem Konto entgegen höchstrichterlicher Rechtsprechung gehört allerdings definitiv nicht zu dem Preis, den ich bereit bin, für eine solche Hilfe zu bezahlen.</p>
<p>Für mich war das Thema damit abgeschlossen.</p>
<p>Nicht jedoch für den LVR. Der schickte mir Anfang dieses Monats einen Brief zu dem Thema, der zwar inhaltlich wie ein Bescheid aussieht und auch eine Rechtsbehelfsbelehrung mitbringt, aber nicht als Bescheid gekennzeichnet ist. Nachdem ich bereits im Sommer letzten Jahres eindeutig klargestellt hatte, daß es von mir keine Kontoauszüge geben werde, kommt man also <em>jetzt schon</em> auf die Idee, die Sache mal abzuschließen. Eine echte Meisterleistung in Sachen Geschwindigkeit! Aber auch eine echte Meisterleistung in Sachen Rechtssicherheit; theoretisch, also wenn ich den nötigen Rückhalt gehabt hätte, hätte ich ja vielleicht noch etwas erreichen können, wenn ich gewußt hätte, daß das Verfahren noch offen ist.</p>
<p>In diesem Bescheid teilt mir die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland nochmals mit, daß der ALG-II-Bescheid und der tagesaktuelle Kontoauszug nicht ausreichend seien, um meine &bdquo;Vermögensverhältnisse abschließend zu überprüfen&rdquo;. Stattdessen wollte man die Kontoauszüge von drei Monaten sehen, &bdquo;um zu überprüfen, ob sich Vermögenswerte bzw. Zuflüsse im betreffenden Zeitraum auf Ihrem Konto befanden&rdquo;.</p>
<p>Wirklich geschickt ist dabei die Umgehung der BVerfG-Rechtsprechung dadurch, daß man das Verfahren erst so weit hinausgezögert hat, daß die Bearbeitung lange nach dem Ablauf des vorherigen Gewährungszeitraumes geschah. Denn obwohl ich den Hilfeplan nach dem Zeitstempel auf meiner Festplatte bereits am 14.&nbsp;Januar 2010 bearbeitet und via Sozialarbeiter an die Graf-Recke-Stiftung weitergeleitet hatte, erklärt der LVR, er habe den Antrag erst am 26.&nbsp;Februar 2010 erhalten. Man könnte glatt auf den Gedanken kommen, daß die beiden Einrichtungen hier Hand in Hand arbeiten, was die Verschleppung von Verfahren angeht.</p>
<p>Der vorherige Gewährungszeitraum lief nämlich bis 28.&nbsp;Februar 2010. Bei einer Einreichung des Folgeantrags Mitte Januar wäre es damit problemlos möglich gewesen, bis Ende Februar zu entscheiden oder eben vorher fehlende Unterlagen anzufordern. Dann hätte das Argument mit dem BVerfG-Urteil gezogen, meiner Meinung nach spätetens vor dem Sozialgericht.</p>
<p>Durch die doppelte Verschleppung durch Graf-Recke-Stiftung und Landschaftsverband liegen die geforderten Kontoauszüge (von April bis Juni 2010) allerdings bereits im Zeitrahmen eines möglichen neuen Bescheides, sodaß ich ggf. nicht mehr behaupten könnte, die Kontoauszüge würden nur die Vermögensverhältnisse der Vergangenheit abbilden.</p>
<p>Das BVerfG hatte ja ausdrücklich betont, daß es bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse gemäß §&nbsp;60 SGB&nbsp;I nur um die aktuellen, aber nicht um die vergangenen Vermögensverhältnisse gehen kann und somit zurückliegende Kontoauszüge nicht von Bedeutung sind, insbesondere, wenn aktuelle Dokumente die Vermögensverhältnisse darlegen.</p>
<p>Der LVR geht auf diese zeitliche Verschiebung gar nicht ein, warum auch &mdash; man könnte die Verschleppung ja bemerken. Stattdessen behauptet die Frau Direktorin, die von mir zitierten Urteile seien ja nur Einzelfallentscheidungen, die mit meinem Fall natürlich üüüberhaupt nichts zu tun haben, und daher hier nicht herangezogen werden könnten. Sie beruft sich auf ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG, AZ: B&nbsp;12 AS 45/07R vom 19.09.2008), in welchem darauf abgestellt wird, daß ein Hilfesuchender die Kontoauszüge der letzten drei Monate auch dann vorzulegen habe, wenn es sich um einen Folgeantrag handelt.</p>
<p>Darauf kann man sich natürlich leicht berufen, wenn man mal übersieht, daß das Bundesverfassungsgericht eine höhere Position hat als das Bundessozialgericht und die eigene Verschleppung des Verfahrens die Feststellungen des BVerfG aushebelt.</p>
<p>Lustig ist dann noch der letzte Satz:</p>
<blockquote><p>
Ihr Interesse an der Leistungsgewährung überwiegt das Interesse der Allgemeinheit am sparsamen Einsatz von öffentlichen Haushaltsmitteln und daran, dass Steuermittel nur in den Fällen eingesetzt werden, in denen ein Bedarf nachgewiesen ist.
</p></blockquote>
<p>Zu dem vergessenen &bdquo;nicht&rdquo; sag ich mal nix. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Übrigens: Die Direktorin des LVR, Ulrike Lubek, hat keine Ausbildung im Sozialbereich gemacht, sondern ist &mdash;Juristin. Das ist doch die perfekte Ausbildung für die Aufgabe, Zwangsverarmte mit Hilfe von Gesetzen und Urteilen abzuwimmeln. (Nichts gegen Juristen im Allgemeinen, aber das fällt dann doch auf.)</p>
<p>Alles in allem gilt mal wieder das übliche Motto dieses angeblichen Sozialstaats: Geld geht vor Menschen.</p>
<p>Anderes vom LVR:</p>
<ul>
<li> Kobinet-Nachrichten vom 09.04.2011: <a href="http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,26427/ticket,g_a_s_t">Hürdenlauf um ein Persönliches Budget</a></li>
<li> Forumseintrag bei MyHandicap vom 05.08.2010: <a href="http://www.myhandicap.de/forum.html?&#038;tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&#038;tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=8671&#038;tx_mmforum_pi1%5Bpage%5D=1">Meine Odyssee</a></li>
<li> Forumseintrag bei hilferuf.de vom 02.11.2009: <a href="http://www.hilferuf.de/forum/gewalt/89699-lvr-oeg-gericht-besteht-hier-korruption.html">LVR / OEG /Gericht, besteht hier Korruption&nbsp;?</a></li>
</ul>
<p>Zur Verpflichtung, die Kontoauszüge von drei oder mehr Monaten vorzulegen (oder eben auch nicht), ein Forumsartikel vom Februar 2006: <a href="http://www.elo-forum.org/antraege/2436-aufsatz-vorlage-kontoauszuegen.html">Zur Vorlage von Kontoauszügen</a> von Martin Behrsing.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3622&amp;md5=8fb7fc93a16b1492ceb443670baf9f15" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Armut und Gesundheit</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/12/21/armut-und-gesundheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 21:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Rösler]]></category>

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		<description><![CDATA[Die TAZ berichtet heute, daß sich Bundesgesundheitsminister Rösler für arme Leute eher weniger interessiert. Neu an den Ergebnissen der Linken-Anfrage ist, dass sie belegen, wie gering das Interesse der Bundesregierung ist, sozial schwache Menschen in gesundheitlichen Belangen zu unterstützen. Das ist überhaupt nicht neu, liebe TAZ. Generell hatten die Bundesregierungen mindestens der letzten zehn Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die TAZ berichtet heute, daß sich Bundesgesundheitsminister Rösler für <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/roesler-laesst-armut-kalt/">arme Leute eher weniger interessiert</a>.</p>
<blockquote><p>
Neu an den Ergebnissen der Linken-Anfrage ist, dass sie belegen, wie gering das Interesse der Bundesregierung ist, sozial schwache Menschen in gesundheitlichen Belangen zu unterstützen.
</p></blockquote>
<p>Das ist überhaupt nicht neu, liebe TAZ. Generell hatten die Bundesregierungen mindestens der letzten zehn Jahre überhaupt kein Interesse daran, arme Leute irgendwie zu unterstützen. &bdquo;Sozial schwach&rdquo; ist übrigens meiner Meinung nach eher ein Neusprech-Wort, denn wir sind nicht &bdquo;sozial schwach&rdquo;, sondern einfach arm. &bdquo;Sozial schwach&rdquo; ist doch eher eine Bundesregierung, die sich einen Dreck um das Sozialstaatsprinzip schert.<span id="more-3271"></span></p>
<blockquote><p>
Die Gesundheitsreform von FDP-Minister Philipp Rösler setzt vor allem auf Eigenverantwortung und Prävention.
</p></blockquote>
<p>Genau, und nicht auf das Solidaritäts- oder Sozialstaatsprinzip. Wie sich jemand, der kein Geld hat, eigenverantwortlich absichern soll, verrät der schlaue Herr Rösler natürlich nicht, und für ihn selbst ist es natürlich kein Problem. Ich bin sicher, er ist privat versichert und zahlt nicht freiwillig in eine gesetzliche Krankenversicherung ein.</p>
<blockquote><p>
Vor allem, wenn Daten zur ungleichen Verteilung sozialer oder Gesundheitschancen abgefragt wurden, heißt es oft, dazu lägen keine Erkenntnisse vor. [...] Um das zu erfahren, hätte die Bundesregierung die Jobcenter fragen können. Die wissen nämlich, woran &bdquo;ihre&rdquo; Kranken leiden: an Gelenk- und Rückenerkrankungen, an Störungen des Immunsystems und an Depressionen.
</p></blockquote>
<p>Ist ja auch klar: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Was man gar nicht wissen will, wird also auch nicht hinterfragt oder irgendwie untersucht. Man will ja in der Richtung auch gar nichts tun, warum also Fragen stellen?</p>
<p>Es gilt weiterhin und dann noch verschärft: Wer in der Wirtschaft nicht zu gebrauchen ist, soll bitte sterben gehen. Grundrechte? Menschenrechte gar? Brauchen wir nicht, die sind doch nur wirtschaftsfeindlich.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3271&amp;md5=508fc4776d86d479a1adcb61990e8f31" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schöne Aussichten</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/11/05/schoene-aussichten/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 23:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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		<category><![CDATA[Erwerbsunfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialgericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Dozent Thomas Wagner arbeitet an der Uni Düsseldorf im Fachbereich&#160;6 für Sozial- und Kulturwissenschaften. Um seinen Studenten einen Realitätsabgleich zum Thema Sozialstaatsprinzip zu geben, schickte er sie zur ARGE Düsseldorf-Mitte in der Luisenstraße. Das ist zufällig die ARGE, die derzeit auch für mich zuständig ist &#8212; und zuständig bleibt, wenn das Sozialgericht meine Klage gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dozent <a href="http://soz-kult.fh-duesseldorf.de/wagner">Thomas Wagner</a> arbeitet an der Uni Düsseldorf im Fachbereich&nbsp;6 für Sozial- und Kulturwissenschaften. Um seinen Studenten einen <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/Studie-ueber-Hartz-IV-mit-bedrueckenden-Ergebnissen-id3887160.html">Realitätsabgleich zum Thema Sozialstaatsprinzip</a> zu geben, schickte er sie zur ARGE Düsseldorf-Mitte in der Luisenstraße. Das ist zufällig die ARGE, die derzeit auch für mich zuständig ist &mdash; und zuständig bleibt, wenn das Sozialgericht meine Klage gegen die Rentenversicherung abweist.</p>
<p>Über das Ergebnis der Studie ist er wohl selbst erschrocken: 43,2&nbsp;% der 251 Befragten waren von Kürzungen betroffen. Gekürzt wurde wegen<span id="more-3151"></span></p>
<ul>
<li> Melde- und Terminversäumnissen, </li>
<li class="text"> fehlenden oder nicht rechtzeitig vorliegenden Unterlagen, </li>
<li class="text"> Versäumnissen bei der Aufnahme bzw. Wahrnehmung von Arbeits- und Schulungsangeboten.</li>
</ul>
<p>Das klingt erstmal nach einem gefundenen Fressen für BILD und andere Hetzer, aber:</p>
<blockquote><p>
Die Begründungen stellen sich in der Praxis differenzierter dar: Das Ablehnen des wiederholten Besuchs eines Bewerbertrainings, die Verweigerung der Teilnahme am x-ten Computerkurs, Der Nachweis von nur 16 statt der geforderten 20 Bewerbungen in einem Monat, die nicht fristgerechte Beibringung von Arbeits- oder Scheidungspapieren, all das sind Gründe für Kürzungen.
</p></blockquote>
<p>Quelle: Studie <a href="http://soz-kult.fh-duesseldorf.de/members/thomaswagner/arge/">Wer nicht hören will, muss fühlen!</a> [PDF].</p>
<p>Das mit den Unterlagen ist ja so eine Sache. Wenn die Stelle, von der man ein Dokument braucht, selbst im Schneckentempo arbeitet oder den Antrag verschlampt, kann das ja mal etwas länger dauern. Dazu kommt, daß oft genug Unterlagen eingefordert werden, die nicht nur nicht nötig sind, sondern auf die die ARGE gar keinen Anspruch hat.</p>
<p>Wenn man dann noch weiß, was das für &bdquo;Eingliederungsvereinbarungen&rdquo; sind, die diese ARGE ihren zynisch &bdquo;Kunden&rdquo; genannten Opfern gern <a href="/2009/11/20/arge-teil-3/">aufzwingt</a>, sind das richtig schöne Aussichten. Die sogenannten &bdquo;Vereinbarungen&rdquo; sind eben keine Verträge auf Augenhöhe, sondern reine Repressionsmittel. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, sie werden so ausgestaltet, daß sie gar nicht eingehalten werden <em>können</em> &mdash; schließlich ist ja Sparen und Kürzen das primäre Ziel, und nicht etwa Hilfe für bedürftige Menschen.</p>
<p>Nachdem jetzt schon zwei &bdquo;Experten&rdquo; meine eigentlich gar nicht vorhandene <a href="/2010/10/08/unendlich-muede/">Arbeitsfähigkeit behaupten</a>, muß ich ja damit rechnen, daß das Sozialgericht meine Klage verwirft. Was kann kommt, kann ich im Prinzip schon jetzt voraussagen:</p>
<p>Gleich zuerst kommt eine aufgezwungene Eingliederungsvereinbarung mit der Auflage, 10, 15 oder 20 Bewerbungen im Monat zu schreiben. Alternative: Gar kein Geld bekommen. Diese Bewerbungen sind ja auch noch völlig sinnlos. Ich bin über 40 und seit über 10&nbsp;Jahren aus meinem letzten sowie seit über 14&nbsp;Jahren aus meinem offiziellen Ausbildungsberuf raus. Sollte ich denn wirklich eine Stelle bekommen, würde ich wohl nach spätestens drei Wochen wegen Überforderung rausfliegen. Die ARGE fände dann sicher einen Grund, mir Faulheit zu unterstellen und wiederum zu sanktionieren.</p>
<p>Gleiches geschähe, wenn man mir einen Kurs (natürlich in Vollzeit) in was auch immer oder einen 1-&euro;-Job aufzwingen würde.</p>
<p>Also käme die erste Sanktion (30&nbsp;% Abzug) nach einem Monat. Die zweite Sanktion, weil ich dann ja immer noch nicht so viele Bewerbungen schreiben (bzw. immer noch keinen Kurs/Billigjob wahrnehmen) kann, käme nach spätestens einem weiteren Monat, und dann wäre ich bereits nicht mehr in der Lage, die Miete zu bezahlen. Dritte Sanktion, damit vollständige Streichung, spätestens nach dem dritten Monat. Wohnungskündigung nach spätestens einem halben Jahr, und noch lange, bevor die Räumung kommt, Strom, Gas und Telefon/Internet weg (wobei ich ohne Strom weder Telefon/Internet noch Heizung hätte &mdash; die Gastherme braucht Strom für den Zündfunken). Wohnungsverlust und Obdachlosigkeit nach einem Jahr (denn Ihr glaubt doch nicht im Ernst, daß ich dann noch in der Lage bin, eine Wohnung zu suchen oder daß die ARGE dabei irgendwie hilft?), wenn ich dann noch nicht verhungert bin oder die Depressionen mich umgebracht haben.</p>
<p>Ich hoffe, das Gericht entscheidet weise.</p>
<p>Für mich sind diese Aussichten ein (weiterer) Ansporn, bei einer Zurückweisung der Klage in die nächste Instanz zu gehen. Und dann wieder in die nächste. Bis vor den EuGH, wenn es sein muß. Nochmal lasse ich mich von einer solchen Behörde nicht zerstören, sie hätten es schon zweimal beinahe geschafft.</p>
<p><strong>[Update 2010-11-05]</strong> Bei Udo Vetter habe ich einen <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/11/02/ohne-weitere-ankundigung/">weiteren Hinweis</a> darauf gefunden, daß die ARGE Düsseldorf (und nicht nur diese) ein rechtsfreier Raum ist. Auch die Kommentare Nr.&nbsp;11, 19, 22, 29, 33, 40, 45 und 47 sind lesenswert. <strong>[/Update]</strong></p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3151&amp;md5=194e8d65f167b3997203b7d6a72785b3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Herbstdepressionen</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/11/02/herbstdepressionen/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 16:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiater]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder Herbst, und wie viele andere Depressive um mich herum kämpfe ich auch wieder stärker mit der Krankheit. Diverse Fernsehsender und Zeitungen berichten verstärkt über das Thema &#8212; insbesondere gibt es ja seit einem Jahr einen prominenten Aufhänger dafür: Vor einem Jahr nahm sich der Torwart Robert Enke das Leben. Mit 32&#160;Jahren, wegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder Herbst, und wie viele andere Depressive um mich herum kämpfe ich auch wieder stärker mit der Krankheit. Diverse Fernsehsender und Zeitungen berichten verstärkt über das Thema &mdash; insbesondere gibt es ja seit einem Jahr einen prominenten Aufhänger dafür: Vor einem Jahr nahm sich der Torwart Robert Enke das Leben. Mit 32&nbsp;Jahren, wegen Depressionen. Der Freitag versuchte herauszufinden, ob sich seit diesem Suizid in der öffentlichen Wahrnehmung etwas verändert hat (<a href="http://www.freitag.de/alltag/1043-aus-dem-schatten">Aus dem Schatten</a>).</p>
<p>Nach meiner Wahrnehmung hat sich leider gar nichts verändert. Es gibt immer noch vier primäre Arten der Reaktion:<span id="more-3136"></span></p>
<ol>
<li> &bdquo;Hab Dich nicht so, beiß die Zähne zusammen, das geht schon irgendwie.&rdquo; Die Sorte hat zwar abgenommen, aber das dürfte eher daran liegen, daß ich Leute, die mit solchen Sprüchen ankommen, einfach meide. Natürlich geht es bei Depressionen nicht um Lustlosigkeit, Faulheit oder Willensschwäche, aber das ignoriert man dann schon gern mal.</li>
<li class="text"> &bdquo;Oh, tut mir ja so leid&rdquo;, und dann kommen Dutzende nutzlose Ideen, die ich alle schon teils mehrfach erfolglos durchhabe. Diese Leute meinen, unbedingt irgendwie helfen zu müssen, ohne Ahnung zu haben. Sie erwarten außerdem, daß ich ihre eigene Hilflosigkeit gegenüber dieser Krankheit beruhige: &bdquo;Es muß doch irgendwas geben? Man muß doch irgendwas tun können?&rdquo;. So als ob ich nicht schon genug durchprobiert hätte.</li>
<li class="text">&bdquo;Aber Du kannst doch so viel, könntest Du nicht&nbsp;&#8230;?&rdquo; &mdash; und dann kommen Vorschläge, wie ich Geld verdienen könnte, weil die Leute Können/Wissen und Leistungsfähigkeit nicht auseinanderhalten können. Auch nach Erklärung nicht. Klar könnte ich jede Menge tun, wenn ich gesund wäre, ich bin da auch ziemlich flexibel. Dumm, daß man die Einschränkungen, die eine Depression verursacht, nicht einfach sehen kann. Kein Gips, keine Krücken, nicht mal ein Ausschlag oder ein Verband. Sorry, es geht trotzdem nicht. Konzentrationsmangel hat nun mal keine optischen Auswirkungen.</li>
<li class="text">&bdquo;Ich kann Dich gut verstehen, geht mir auch so.&rdquo; &mdash; das sind andere Betroffene. Ihnen muß ich meistens nichts erklären. Das ist zwar auch mal angenehm, aber noch wichtiger wäre es mir (und sicher nicht nur mir), wenn gerade die Nicht-Betroffenen (Noch-nicht-Betroffenen?) mal ein wenig Rücksicht nehmen würden. Allerdings habe ich auch andere getroffen, die meinen, weil sie mit einem Medikament oder einer Therapieform klarkommen, müßte das bei mir auch funktionieren. Diese Betroffenen haben das Schubladendenken ihres Arztes übernommen, der ihnen vermutlich genau das gleiche erzählt hat.</li>
</ol>
<p>Und die Ärzte, überwiegend Psychiater, sind denn noch ein ganz <a href="/2010/10/08/unendlich-muede/">spezielles Problem</a>. Eigentlich sollten sie Teil der Lösung sein. Das sind sie meiner Erfahrung nach aber gerade leider nicht. Die meisten von ihnen gehören unter Punkt&nbsp;1 (man solle sich nicht so anstellen), Punkt&nbsp;2 (Dutzende von nutzlosen Ideen, dazu noch &#8216;ne halbe Apotheke mitsamt abhängig machender Sedativa) und Punkt&nbsp;3 (Können/Wissen und Leistungsfähigkeit nicht auseinanderhalten können) gleichzeitig. Dazu kommt ein massives Schubladen-Denken, wie schon in Punkt&nbsp;4 erwähnt: Was bei einem Teil funktioniert, hat gefälligst auch beim Rest zu funktionieren, sonst sind die Patienten selbst schuld. Oh, und Nebenwirkungen von Medikamenten gibt es einfach nicht, die sind auch Problem des Patienten, kann man wunderbar ignorieren. Und wenn nicht, sind sie eben der Preis, den der Patient bezahlen muß, damit es ihm vielleicht irgendwann mal besser geht. Sofern das Medikament überhaupt wirkt.</p>
<p>Ach übrigens, was das &bdquo;Zähne zusammenbeißen&rdquo; angeht: Ja, hab ich gemacht, unbewußt, im wahrsten Sinne des Wortes. Über viele Jahre. Bis mir meine (Backen-)Zähne buchstäblich zerbröselten und von meinem Gebiß nicht mehr viel übrig war. Und dann wurde mir von der Krankenkasse nicht einmal eine Vollnarkose zum Abschleifen der restlichen Ruinen bezahlt, um da Brücken draufzusetzen. Stattdessen mußte ich vier Stunden lang am Stück bei einer zum Glück sehr verständnisvollen Zahnärztin sitzen, bis mit Hilfe einiger Betäubungsspritzen, nach diversen Panikattacken und einem Fast-Zusammenbruch alles erledigt war (übrigens: ich bin auch noch klaustrophobisch). Ich beiße heute die Zähne immer noch unbewußt zusammen, besonders in stärkeren depressiven Phasen. Eine der Brücken hält dem nicht stand und ist schon zweimal rausgefallen. Daher trage ich mittlerweile nachts eine Knirscherschiene.</p>
<p>Aber zurück zur angeblichen Enttabuisierung. Im Freitag heißt es:</p>
<blockquote><p>
Schulze hat beobachtet, dass gerade höher Qualifizierte, Manager und Unternehmer, ihr Leiden auffällig schnell akzeptieren und sich effektiv behandeln lassen
</p></blockquote>
<p>Klar, die sind ja dann auch oft privat versichert und müssen nicht monatelang auf einen Ersttermin warten &mdash; um dann festzustellen, daß sie beim Psychiater oder auch Therapeuten nicht ernst genommen werden, siehe oben. Sie haben es viel einfacher als kleine Angestellte oder Zwangsverarmte. Sie werden offenbar auch nicht der ständigen Beschuldigung ausgesetzt, einfach nur faul zu sein.</p>
<p>Es ist mit Sicherheit auch kein Zufall, daß es immer mehr Zwangsverarmte sind, die depressionskrank werden und dann da auch nicht mehr herauskommen. Behörden mögen ja Leute, die sich nicht wehren können, bei denen kann besonders leicht kürzen und sie besonders gut schikanieren, was die Krankheit wiederum chronifiziert. Und wer sich dann aus Verzweiflung das Leben nimmt, fällt ganz aus dem &bdquo;Leistungsbezug&rdquo; heraus, also immer feste druff!</p>
<p>Mit einer allgemeinen Enttabuisierung oder gar besseren Anerkennung der Krankheit hat es also nichts zu tun, daß reiche(re) Männer jetzt öfter damit zum Arzt gehen. Im Alltag der meisten Depressiven hat sich nach meiner Beobachtung genau gar nichts geändert.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3136&amp;md5=d0ed367b6b60968114af87d35448d1ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unendlich müde</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/10/08/unendlich-muede/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 18:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiater]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialgericht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; fühle ich mich manchmal, wenn ich — teils jahrelang — das Gefühl habe, gegen weiße Klowände anzureden. So wie bei Zensursula/Censilia oder Hartz IV zum Beispiel. Aber auch in eigener Sache: Hier sind es Psychiater, bei denen ich den Eindruck gewinnen muß, sie hören nur, was sie hören wollen. Ich habe ja vor dem Sozialgericht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; fühle ich mich manchmal, wenn ich — teils jahrelang — das Gefühl habe, gegen weiße Klowände anzureden. So wie bei Zensursula/Censilia oder Hartz IV zum Beispiel. Aber auch in eigener Sache: Hier sind es Psychiater, bei denen ich den Eindruck gewinnen muß, sie hören nur, was sie hören wollen.</p>
<p>Ich habe ja vor dem Sozialgericht Düsseldorf gegen die <a href="/2009/10/11/existenzangst-reloaded/">Rentenversicherung</a> geklagt, weil mir deren bestellter Gutachter nahezu uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert hatte. Das Gericht wollte sich selbst ein Bild machen und bestellte einen eigenen <a href="/2010/08/23/dreiundzwanzig/">Gutachter</a>. Der stellte nun dasselbe fest wie der von der Rentenversicherung <span class="strike">gekaufte</span> bestellte: Ich sei voll arbeitsfähig.</p>
<p>Diese Herrschaften Fachleute — seltene Ausnahmen bestätigen die Regel — haben m. E. drei Probleme:<span id="more-2984"></span></p>
<ol>
<li> Sie sind erkennbar nicht auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Bei manchen habe ich den Eindruck, daß die letzte Fachpublikation, die sie zum Thema Depressionen gelesen haben, deutlich älter als 20 Jahre sein muß. Stattdessen klingt nicht selten eine Tendenz zu BLÖD-Zeitungs-ähnlichen Bemerkungen durch (nicht jetzt beim letzten Gutachter, aber allgemein). Das sind schon keine Bildungslücken mehr, das sind schon wahre Krater.</li>
<li class="text"> Sie können die Eigenschaften „Können, Wissen und Intelligenz” einerseits und „Leistungsfähigkeit” andererseits nicht unterscheiden, sondern setzen die beiden Bereiche gleich. Heißt: Weil ich mich wegen hoher Intelligenz und Sprachbegabung gut ausdrücken kann, kann es mir ja gar nicht so schlecht gehen. Und wer sich so mit Computern beschäftigt und sich damit auch noch auskennt, muß automatisch voll leistungsfähig sein. Sie wollen oder können nicht begreifen, daß eine Tätigkeit, die sie selbst vielleicht als unangenehm empfinden, einem anderen so viel Spaß machen kann, daß er damit seine Freizeit gestaltet. Daß ich für Projekte am PC ein Vielfaches an Zeit gegenüber jemandem benötige, der gesund ist, nehmen sie einfach nicht zur Kenntnis.</li>
<li class="text"> Tatsachen, die einem Patienten das Leben objektiv schwer machen, werden nur als „empfunden” registriert. Also: Statt zur Kenntnis zu nehmen, daß Behörden, wie das ja politisch auch gewollt ist, einem Hilfsbedürftigen das Leben so schwer wie möglich machen und dabei auch dessen Existenzzerstörung oder Suizid in Kauf nehmen, heißt es in mehreren Gutachten, ich sei „paranoid” bzw. leide unter einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paranoide_Persönlichkeitsstörung">paranoiden Persönlichkeitsstörung</a>. Klar, ich bilde mir das alles nur ein! Den Wohnungsverlust 2002, die weiteren Versuche, mir die Wohnung wieder zu nehmen insbesondere 2004 und 2008, die Lügen, die verlorengegangen wordenen sowie die rechtswidrig erpreßten oder hinterrücks beschafften Unterlagen und die Versuche, Berufsgeheimnisträger auszuhorchen, sind alles nur Auswürfe meines Verfolgungswahns! — Geht&#8217;s noch?</li>
</ol>
<p>Nun soll ich binnen vier Wochen auf das Gutachten reagieren, danach wird das Sozialgericht entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit, daß es den beiden Gutachtern glaubt und meine eigenen Erfahrungen vom Tisch wischt, ist hoch. Mir bliebe dann nur noch die harte Methode. Die ARGE wird mich danach wohl nicht mehr schonen, sondern schauen, wo sie mich unterbringen kann. Und nein, meine Befürchtung, daß der damit entstehende Druck wieder eine schwere Depressionsphase auslösen kann, ist nicht paranoid, sondern schlicht Erfahrung. Die Wiederholung dieser Erfahrung hätte ich mir gern erspart, aber das ist natürlich nur pure Faulheit von mir.</p>
<p>Ich bin so unendlich müde &#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2984&amp;md5=54bd55c7077c1c68230b0189eb3fca08" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Straftaten sind keine Straftaten</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/09/23/straftaten-sind-keine-straftaten/</link>
		<comments>http://blog.atari-frosch.de/2010/09/23/straftaten-sind-keine-straftaten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 16:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialamt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.atari-frosch.de/?p=2889</guid>
		<description><![CDATA[Nun habe ich es spät, aber immerhin schwarz auf weiß bekommen: wiederholte, teils schwere Nötigung im Amt versuchte Nötigung eines Berufsgeheimnisträgers im Amt wiederholte, teils schwere Gesundheitsschädigung im Amt wiederholte Mißachtung von Amtspflichten wiederholter Bruch des Diensteides sind laut Generalstaatsanwalt Düsseldorf keine Straftaten. Jedenfalls nicht, wenn sie von einer lügenden Angestellten des faschistischen Repressionsamtes begangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun habe ich es spät, aber immerhin schwarz auf weiß bekommen:</p>
<ul>
<li>wiederholte, teils schwere Nötigung im Amt</li>
<li>versuchte Nötigung eines Berufsgeheimnisträgers im Amt</li>
<li>wiederholte, teils schwere Gesundheitsschädigung im Amt</li>
<li>wiederholte Mißachtung von Amtspflichten</li>
<li>wiederholter Bruch des Diensteides</li>
</ul>
<p>sind laut Generalstaatsanwalt Düsseldorf keine Straftaten. Jedenfalls nicht, wenn sie von einer <a href="http://www.atari-frosch.de/depression/sozialamt/sozialschmarotzer.html">lügenden Angestellten</a> des faschistischen Repressionsamtes begangen werden.</p>
<p><span id="more-2889"></span></p>
<p>Meine Strafanzeige war übrigens vom 6.&nbsp;September. Nein, nicht 2010, sondern 2009. Die Beschwerde gegen die Einstellung der Ermittlungen hatte ich im Mai dieses Jahres abgeschickt. Gestern, nur kurz vor meinem nächsten Schritt, nämlich einer Untätigkeitsbeschwerde, kam der Brief der Generalstaatsanwaltschaft: Man sehe keinen Grund für Ermittlungen oder eine öffentliche Klage.</p>
<p>Also, wer gern lügt und andere fertigmacht, wem das Grundgesetz und Amtspflichten so richtig scheißegal sind und wer gern hinter anderen herschnüffelt und dabei auch vor Bankkonten und Berufsgeheimnisträgern keinen Respekt hat, der darf sich gern beim „Sozialamt” in Düsseldorf bewerben. Die stehen auf sowas. Und es bleibt auch garantiert straffrei!</p>
<p>Nur damit Ihr wißt, in was für einem Staat wir leben.</p>
<p><strong>[Update 2010-09-24 11:53]</strong> Auch das <a href="http://www.myheimat.de/gersthofen/politik/abzocke-ueber-die-arge-ehemals-arbeitsamt-d860898.html">Abzocken von Arbeitslosen</a> ist straffrei und auch für die ARGE völlig in Ordnung, nur mal so als weiterer Bewerbungstip für Betrugs-Affine. <strong>[/Update]</strong></p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2889&amp;md5=13ce887e48f37852ad019c9d853168e8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>LVR will Kontoauszüge erpressen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 15:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[LVR]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialamt]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit bald sechs Jahren bekomme ich zweimal die Woche Hilfe durch einen Sozialarbeiter. Der ist Angestellter bei der Graf-Recke-Stiftung und wird bezahlt durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Und dieser LVR hat es, genauso wie das faschistische Repressionsamt, auch nicht so mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Das hat der LVR bereits Anfang 2009 bewiesen, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit bald sechs Jahren bekomme ich zweimal die Woche Hilfe durch einen Sozialarbeiter. Der ist Angestellter bei der <a href="http://graf-recke-stiftung.de/">Graf-Recke-Stiftung</a> und wird bezahlt durch den <a href="http://www.lvr.de/">Landschaftsverband Rheinland</a> (LVR). Und dieser LVR hat es, genauso wie das faschistische Repressionsamt, auch nicht so mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.</p>
<p>Das hat der LVR bereits Anfang 2009 bewiesen, als der Sachbearbeiter mitteilte, daß er überhaupt nicht verstehen kann, warum ich nicht bereit bin, für die Hilfe auf meine Grundrechte zu verzichten und die „Sozial”-Behörden beliebig auf meinem Konto herumschnüffeln zu lassen. Offensichtlich ist da jetzt wieder jemand neugierig.</p>
<p>Zum letzten Verlängerungsantrag wollte man mal wieder die letzten drei Monate Kontoauszüge haben. Ich weigerte mich, sandte nur den letzten aktuellen Kontoauszug und verwies auf die höchstrichterliche Rechtsprechung. Diese besagt nämlich, daß nur die gegenwärtige Lage des Antragstellers überprüft werden muß, nicht jedoch die der Vergangenheit. Das gilt insbesondere dann, wenn es bereits andere Hinweise für die aktuelle finanzielle Lage gibt. Bei mir wäre das vor allem der ALG-II-Bescheid, den ich in Kopie mit dem Antrag mitgeschickt hatte. Außerdem äußerte ich die Vermutung, daß die Daten dann mal wieder einfach so an andere Behörden weitergegeben würden — daß sowas illegal ist, hatte ja schon Anfang 2009 niemanden weiters gestört.</p>
<p><span id="more-2733"></span></p>
<p>Das paßte der derzeitigen Sachbearbeiterin beim LVR aber gar nicht, sie will bitteschön richtig schnüffeln dürfen. Sie schrieb mir unter völliger Ignoranz der höchstrichterlichen Rechtsprechung, daß das so mal gar nicht geht und sie doch unbedingt die lückenlosen Kontoauszüge der letzten drei Monate sehen müßte, um meine finanzielle Lage beurteilen zu können. Es drängt sich leise die Frage auf, ob die Dame beim LVR lesen kann.</p>
<p>Also schrieb ich nochmal, ganz ausführlich, diesmal per Mail:</p>
<blockquote><p>Ihr Schreiben vom 29. Juni 2010 habe ich erhalten.</p>
<p>Sie haben auch weiterhin nicht dargelegt, wozu es (schon wieder) nötig sein soll, in meinen Kontodaten herumzuschnüffeln. Die pauschale Behauptung, das sei zur Überprüfung der Vermögensverhältnisse notwendig, ist nicht nachvollziehbar.</p>
<p>Meine Vermögensverhältnisse sind Ihnen doch bestens bekannt, vor allem, seit die Lügnerin Dütz vom faschistischen Repressionsamt (AKA „Sozialamt”) Düsseldorf sich meine Kontoauszüge des gesamten Jahres 2008 illegal hinter meinem Rücken verschafft und sie dann auch, ebenfalls illegal, Ihrem Amt zur Verfügung gestellt hat.</p>
<p>Dazu kommt, daß ich seit nunmehr fast 10 Jahren von Sozialleistungen abhängig bin, zunächst durch Arbeitslosigkeit, dann durch Erwerbsunfähigkeit. Seit bald 6 Jahren bin ich im ambulanten betreuten Wohnen. Und das alles mache ich nicht aus Spaß oder weil ich zu faul wäre, mich allein um meine Angelegenheiten zu kümmern; ich bin auch nicht so masochistisch veranlagt, um es auf die ständigen Demütigungen und Drohungen des faschistischen Repressionsamtes anzulegen. Ich mache das, weil ich keine andere Wahl habe, zumindest sofern man Verhungern und Obdachlosigkeit nicht als Optionen einstufen will.</p>
<p>Insofern ist eher nicht damit zu rechnen, daß ich plötzlich übermäßig viel Geld horten oder einnehmen könnte, denn wäre das der Fall, würde ich auf die ständigen Demütigungen, Grundrechtsverletzungen und gelegentlichen Existenzbedrohungen des faschistischen Repressionsamtes liebend gern verzichten.</p>
<p>Auch die Tatsache, daß ich derzeit wieder im ALG-II-Bezug bin, ändert daran nichts. Die Rentenversicherung Bund hatte ein fehlerhaftes Gutachten eines von ihr beauftragten Arztes zum Anlaß genommen, mir die Erwerbsminderungsrente wieder zu entziehen. Dazu läuft derzeit ein von mir angestrengtes Verfahren beim Sozialgericht Düsseldorf.</p>
<p>Im übrigen sind Sie auf meine Einlassungen im Schreiben von Anfang Juni nicht eingegangen (Ignorieren ist ja so einfach, nicht wahr?). Ich verweise also nochmals auf  BVerfG, 1 BvR 569/05 vom 12.5.2005 Randnummer 28:</p>
<p>„Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende dienen der Sicherstellung eines menschenwürdigen Lebens. Diese Sicherstellung ist eine verfassungsrechtliche Pflicht des Staates, die aus dem Gebot zum Schutze der Menschenwürde in Verbindung mit dem Sozialstaatsgebot folgt (vgl. BVerfGE 82, 60 &lt;80&gt;). Diese Pflicht besteht unabhängig von den Gründen der Hilfebedürftigkeit (vgl. BVerfGE 35, 202 &lt;235&gt;).</p>
<p>Hieraus folgt, daß bei der Prüfung der Voraussetzungen eines Anspruchs auf Leistungen zur Sicherung des Existenzminimums, soweit es um die Beurteilung der Hilfebedürftigkeit eines Antragstellers geht, nur auf die gegenwärtige Lage abgestellt werden darf. Umstände der Vergangenheit dürfen nur insoweit herangezogen werden, als sie eindeutige Erkenntnisse über die gegenwärtige Lage des Anspruchstellers ermöglichen. Dies gilt sowohl für die Feststellung der Hilfebedürftigkeit selbst als auch für die Überprüfung einer Obliegenheitsverletzung nach §§ 60, 66 SGB I, wenn über den Anspruch anhand eines dieser Kriterien entschieden werden soll.”</p>
<p>Des weiteren gibt es auch noch ein Urteil des Landessozialgerichts Frankfurt L 7 AS 32/05 ER, in welchem es u. a. auch um die Vorlage der Kontoauszüge der vergangenen drei Monate geht:</p>
<p>„Der Antragsteller hat auch keine Mitwirkungspflichten i.S.d. §§ 60 ff. SGB I verletzt, denn er hat alle leistungserheblichen Tatsachen auf dem dafür vorgesehen Formular (§ 60 Abs. 2 SGB I) angegeben. Seine Weigerung, die Kontoauszüge der zurückliegenden Monate bzw. die Bankbescheinigung sowie die angeforderte  Vermieterbescheinigung vorzulegen, ist unschädlich, denn entgegen der Auffassung des Antragsgegners sind diese Urkunden  weder „leistungserheblich” noch „erforderlich” im Sinne des § 60 Abs. 1 Nr. 1 SGB I.</p>
<p>1. ALG II-Bezieher sind nicht verpflichtet, Kontoauszüge zurückliegender Monate vorzulegen und verletzen ihre Mitwirkungspflicht nicht dadurch, dass sie nur den aktuellen Kontostand mitteilen.”</p>
<p>Eine Vorlage der lückenlosen Kontoauszüge der letzten drei Monate, wie von Ihnen gefordert, ist also nicht zur Überprüfung notwendig, denn Sie haben genügend Hinweise über meine gegenwärtige finanzielle Lage, allein schon durch den ALG-II-Bescheid. Wer ALG II erhält, darf kein Einkommen in relevanter Höhe und nur geringe Ersparnisse haben.</p>
<p>Die ARGE hat mir das ALG II sicher nicht aus reinem Spaß gewährt — im Gegenteil, denn im Gegensatz zur Rentenversicherung Bund geht man bei der ARGE davon aus, daß ich weiterhin nicht erwerbsfähig bin und die Rentenversicherung hier nur auf Kosten der ARGE Geld sparen wollte.</p>
<p>Wie bereits in meinem Schreiben von Anfang Juni dargelegt, muß ich aus den Erfahrungen der letzten Jahre stattdessen schließen, daß diese erneute Verletzung meiner informationellen Selbstbestimmung nicht dem Zweck der Prüfung dient, sondern dem unendlichen Datenhunger des faschistischen Repressionsamtes.</p>
<p>Ich hege sogar den Verdacht, daß mein Konto möglicherweise weiterhin hinter meinem Rücken ständig überwacht wird und ein gewisses Interesse daran besteht, die daraus gewonnenen Informationen durch Zwangsmaßnahmen gegen mich zu legalisieren, um sie, wie auch immer, gegen mich verwenden zu können. Irgendwie muß man diese nervige Sozialschmarotzerin doch totsparen können, nicht wahr?</p>
<p>Offensichtlich muß man auch Ihre Behörde, wie auch das faschistische Repressionsamt, gelegentlich darauf hinweisen, daß Grundrechte auch (und gerade!) für Hilfsbedürftige gelten, auch wenn die Hilfsbedürftigen heutzutage zynisch „Kunden” genannt werden.</p>
<p>Ich kann aber auch gern den Weg über das Sozialgericht gehen, um Ihnen von dort noch einmal die Sache mit den Kontoauszügen erklären zu lassen.</p>
<p>Mit (noch) freundlichen Grüßen</p></blockquote>
<p>Heute erfuhr ich mündlich durch den Sozialarbeiter (schriftlich kommt das wohl die nächsten Tage noch nach), daß mir die Hilfe erst einmal gesperrt würde, bis der LVR entschieden hat, damit die Graf-Recke-Stiftung nicht in Vorleistung gehen muß. Dazu muß man noch wissen, daß der — rechtzeitig eingereichte — Verlängerungsantrag eigentlich bereits seit Wochen beschieden sein müßte. Wenn ein positiver Bescheid zu erwarten ist, leistet die Graf-Recke-Stiftung die Hilfe üblicherweise erst einmal weiter, weil der positive Bescheid ja rückwirkend erteilt wird, damit es keinen Bruch wegen der (übrigens auch wieder rechtswidrigen) Verzögerungen beim LVR gibt.</p>
<p>Also: Erst wird die Bearbeitung des Antrags wochenlang hinausgezögert, um dann erst einmal rechtswidrig die Kontoauszüge der letzten drei Monate einzufordern, mit dem Ergebnis, daß die Hilfe auf jeden Fall erst einmal eingestellt wird.</p>
<p>Und was wäre, wenn ich jetzt in einer deutlich schlimmeren Phase wäre?</p>
<p>Willkommen im Sozialstaat Deutschland.</p>
<p><strong>[Update 2010-07-20 16:40]</strong> Die Graf-Recke-Stiftung teilte mir eben in einem Anruf mit, daß sie die Zeiten, in denen der Sozialarbeiter kommt, halbieren, also einmal statt zweimal pro Woche, und beim LVR nochmal nachhaken. Man darf gespannt sein. <strong>[/Update]</strong></p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2733&amp;md5=a0bf2f5dbebc16dcdf43a82cc2cd4720" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Geschmolzenes Nudelsieb</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 15:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Verpeilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich geht&#8217;s mir derzeit gar nicht so übel, daß ich übermäßige Verpeilung befürchten müßte. Trotzdem ist es mal wieder passiert: Ich habe vorhin nach dem Kochen vergessen, den Gasherd abzustellen. Auf der Platte stand noch ein Topf mit einem Rest Spätzle — im reingehängten Nudelsieb. Nach etwa einer guten halben Stunde fiel mir dann schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="picright"><img src="/bilder/2010/0718-topf.jpg" alt="Topf mit geschmolzenem Nudelsieb" width="400" height="267" /></div>
<p>Eigentlich geht&#8217;s mir derzeit gar nicht so übel, daß ich übermäßige Verpeilung befürchten müßte. Trotzdem ist es mal wieder passiert: Ich habe vorhin nach dem Kochen vergessen, den Gasherd abzustellen. Auf der Platte stand noch ein Topf mit einem Rest Spätzle — im reingehängten Nudelsieb. Nach etwa einer guten halben Stunde fiel mir dann <em>schon</em> der seltsame Geruch auf. Kein Wunder: Das Nudelsieb war geschmolzen, und geschmolzener Kunststoff duftet nicht gerade nach Rosenwasser. Das Wasser habe ich nachträglich in den Topf geschüttet, damit er schneller auskühlt; während der guten halben Stunde war der Topf unten leer gewesen.</p>
<p><span id="more-2723"></span></p>
<p>Leider ist das ja nicht das erste Mal, daß mir sowas passiert. Da war ja letztes Jahr die Sache mit der <a href="/2009/02/12/klemmende-mikrowellen-uhr/">Mikrowellen-Uhr</a> (die übrigens immer noch gerne klemmt). Und auch den Gasherd hatte ich schon einmal vergessen (2007 oder 2008), damals ohne einen Topf drauf, dafür aber eine ganze Nacht durch. Glück war damals gewesen, daß die Flamme nicht durch einen Luftzug oder so ausging, weil das Gas somit verbrannte und sich nicht in der Küche sammeln konnte (Lichtschalter, bumm, wissenschon).</p>
<p>Ich hoffe jetzt mal, daß ich den Topf nochmal in einen brauchbaren Zustand versetzen kann. Das ist nämlich ein guter Edelstahl-Topf mit Thermo-Boden. Den könnte ich nicht so einfach ersetzen.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2723&amp;md5=9c94505e9ce46ee3c8f1465d650e5ecb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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