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Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Gesundheit'

Japan: Erdbeben, Tsunamis und (Super-)GAU

Saturday, 12. March 2011

[Update 2011-03-13 01:00] Es gibt eine Petition für die Abschaltung der Atomkraftwerke, die an die Bundesregierung gerichtet ist. [/Update]

Ein schwarzer Tag für die Atomlobby: Mindestens zwei japanische Atomkraftwerke, die nach westlichen Standards gebaut worden waren (eins davon allerdings schon 40 Jahre alt), fliegen ihnen gerade so halb um die Ohren. In einem Reaktor gibt es wohl definitiv eine Kernschmelze, deren Folgen noch nicht absehbar sind.

Aber unsere tollen Regierungspolitiker wissen schon ganz genau: Bei uns kann nix passieren. Wir sind ja viiiiel zu weit weg, und der Wind steht günstig und pustet das ganze Zeug aufs Meer :roll: (und nach USA und vor allem Kanada, aber das sagen sie nicht). Und außerdem glauben sie zu wissen, daß sowas bei uns niiiiie passieren kann.

Ach nein? (more…)


Aigner heuchelt

Thursday, 20. January 2011

Bei der Eröffnung der „Grünen Woche” in Berlin, einer Agrar-Messe, erklärte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU):

„Qualität hat ihren Preis”, erinnerte sie und forderte damit indirekt zu einem Mentalitätswechsel auf – weg vom „Geiz-ist-geil-Denken”. Die Menschen müssten lernen, „den Wert von Lebensmitteln besser zu schätzen”. Allerdings müssten Lebensmittel sicher und bezahlbar zugleich sein.

Bezahlbar für wen? (more…)


Weihnachts-Traditionen

Friday, 24. December 2010

Mir war, nachdem ich mein eigenes Weihnachtsmahl verspeist hatte (Tafelspitz in milder Meerrettichsauce und Reis), aufgefallen, daß Twitter in den deutschen Trends den Kartoffelsalat stehen hat, aber sonst keine Essens-Hinweise. Also fragte ich mal, wie es denn andere so halten:

Wie sind denn Eure Essenstraditionen an Heiligabend? Bei meinen Eltern gab’s immer Kartoffelsalat und Würstchen od. Fischstäbchen.

Tatsächlich kamen ein paar Antworten: Kartoffelsalat mit Würstchen, Fondue und Raclette. Fondue würde mich ja auch mal reizen, aber bei mir ist das etwas ungünstig, und man muß ja schon ein paar Leute beisammen haben, damit sich der doch recht hohe Vorbereitungsaufwand lohnt.

Mit meinen eigenen Weihnachts-Traditionen muß ich in diesem Jahr leider brechen. Weniger beim Essen, diesbezüglich bin ich diesmal dank Tiefkühl-Lieferant recht gut versorgt. Aber nachdem ich am 10. Dezember trotz Bahn-Chaos nach Hause gekommen war — auch diese Fahrt nach Mannheim hat bei mir schon Tradition —, fing spät abends ein böser Reizhusten an, mich zu ärgern. Klar, direkt vorm Wochenende. (more…)


Armut und Gesundheit

Tuesday, 21. December 2010

Die TAZ berichtet heute, daß sich Bundesgesundheitsminister Rösler für arme Leute eher weniger interessiert.

Neu an den Ergebnissen der Linken-Anfrage ist, dass sie belegen, wie gering das Interesse der Bundesregierung ist, sozial schwache Menschen in gesundheitlichen Belangen zu unterstützen.

Das ist überhaupt nicht neu, liebe TAZ. Generell hatten die Bundesregierungen mindestens der letzten zehn Jahre überhaupt kein Interesse daran, arme Leute irgendwie zu unterstützen. „Sozial schwach” ist übrigens meiner Meinung nach eher ein Neusprech-Wort, denn wir sind nicht „sozial schwach”, sondern einfach arm. „Sozial schwach” ist doch eher eine Bundesregierung, die sich einen Dreck um das Sozialstaatsprinzip schert. (more…)


Neues zur E-Petition Medikamentenstudien

Thursday, 4. November 2010

Erstaunt mußte ich gerade feststellen, daß meine Petition tatsächlich noch bearbeitet wird. Ich dachte, die sei längst in einem Aktenordner gelandet und in einem Regalschrank verschwunden.

Zur Erinnerung: Vor fast einem Jahr hatte ich beim Petitionsausschuß des Bundestags eine Petition eingereicht (Zeigt her Eure Studien!), die den Bundestag aufforderte, per Gesetz dafür zu sorgen, daß Pharma-Firmen und Forschungsinstitute ihre Medikamentenstudien immer offenlegen müssen, auch und gerade wenn sie negative Ergebnisse erbracht haben. Diese Petition haben 3.691 Menschen mitgezeichnet. Das letzte, was ich bekommen hatte, war ein Schreiben im Mai dieses Jahres, das besagte, die Petition werde bearbeitet, aber ich würde wohl nichts mehr zu hören bekommen.

Gestern erhielt ich einen weiteren Brief vom Petitionsausschuß. Darin heißt es nun: (more…)


Zensursula verarscht uns wieder

Wednesday, 15. September 2010

Das kann sie ja auch am besten, nicht wahr? Lügen, tricksen, verheimlichen, verarschen. Ob das Kind jetzt Internetzensur heißt oder Hartz IV, spielt dabei keine Rolle. Wo Menschen verarscht werden, ist Zensursula ganz vorn dabei.

Diesesmal geht es um die vom Bundesverfassungsgericht verlangte Neuberechnung der Regelsätze. Es zeichnete sich ja schon im Sommerloch ab, daß mit allen Tricks daran gearbeitet werden würde, die Sätze weiterhin so niedrig zu halten — oder sogar noch weiter zu drücken. Die angebliche „Bildungs-Chipkarte” wurde gepusht, um Aktionismus zu simulieren und davon abzulenken, daß man die Neuberechnung seit dem Urteil vom 9. Februar monatelang vor sich hergeschoben hatte.

Nun ist herausgekommen, wie die Verarsche funktionieren soll. Die Süddeutsche berichtete gestern:

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Dreiundzwanzig

Monday, 23. August 2010

Am 23. Juni 2010 bestimmte das Sozialgericht Düsseldorf aufgrund meiner Klage gegen die Rentenversicherung, daß ein unabhängiges Gutachten über meinen Gesundheitszustand und meine Arbeitsfähigkeit eingeholt werden soll. Es hieß, ich würde eine Einladung bekommen.

Heute, am 23. August, hatte ich endlich diese Einladung im Briefkasten (diktiert oder geschrieben aber bereits am 16. August).

Die Einladung ist für den 23. September.

Muß ich mir Gedanken machen? ;-)


Entsolidarisierung

Monday, 23. August 2010

Es gibt Tage, da sollte ich vielleicht besser nicht in meine Twitter-Timeline schauen. Und dann: Doch, denn es ist wichtig, auch so etwas mitzubekommen, um nicht überraschend nackt dazustehen, weil Politiker mal wieder asoziales Gewäsch in die Zeitungen gekotzt haben und es am Ende noch durchsetzen, wenn sich keiner wehrt. Der heutige asoziale Hammer: Patienten sollen Honorar für Arztbesuch vorstrecken, ausgedacht von Schwarz-Geld.

Die Idee ist, daß Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung, genauso wie bisher schon privat Versicherte, erstmal die Kosten für ihren Arztbesuch selbst vorstrecken sollen, um dann vielleicht das Geld irgendwann von ihrer Krankenkasse zurückzubekommen. Damit wird jeder Arztbesuch für Zwangsverarmte zum Russischen Roulette: Ist das Geld nicht da, muß man sich eben mit seiner Krankheit abfinden. Oder sich Geld leihen, sofern man noch jemanden findet, und dann befürchten, es nicht (zeitnah) zurückzahlen zu können, weil die Krankenkasse meint, nicht oder erst nach Monaten zahlen zu müssen.

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Militante Nichtraucher

Monday, 5. July 2010

In Bayern hat der Wähler gesprochen: Ein strenges Rauchverbot für öffentliche Räume und Gaststätten wird (wieder) in Kraft gesetzt. Die Initiatoren des strengen Rauchverbotes versuchen nun, das gleiche auch bundesweit zu erreichen. Ich finde das prima :-)

Ein oft gehörtes Argument von Rauchern ist: Du mußt da ja nicht hingehen, wo geraucht wird. Ach, wirklich? Als Kind bzw. Jugendliche hatte ich keine Wahl. Mein Vater rauchte Kette, und ich entwickelte mit 16, 17 einen fürchterlichen Raucherhusten — der ihn in seiner Sucht nicht weiter störte. Meinem Arzt mußte ich mehrfach bestätigen, daß ich wirklich nicht selbst rauche. Sein Rat: „Halten Sie sich von den Rauchern fern.” Damit mußte ich bis zu meinem 18. Geburtstag warten; am selben Tag noch zog ich aus. Danach dauerte es noch eine Weile, bis der Husten sich endlich legte. Bis heute dürfen Eltern diese Körperverletzung an ihren Kindern begehen, ohne daß sich jemand dran stört.

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Ausschüsse und Beschlüsse

Friday, 12. March 2010

Neues zu meiner E-Petition: Heute kam ein Brief aus dem Sekretariat des Petitionsausschusses:

der Ausschussdienst des Petitionsausschusses wird nunmehr für die parlamentarische Beratung Ihres Anliegens eine Beschlussempfehlung mit Begründung erstellen, die dann von mindestens zwei Bericht erstattenden Abgeordneten, die der Regierungskoalition und der Opposition angehören, geprüft wird.

Anschließend wird der Petitionsausschuss Ihr Anliegen beraten und sodann dem Deutschen Bundestag eine Beschlussempfehlung zur Erledigung Ihrer Eingabe vorlegen. Den Beschluss des Deutschen Bundestages werde ich Ihnen unaufgefordert mitteilen. Bis dahin bitte ich Sie um Geduld.

Na, dann bin ich mal gespannt — wobei es natürlich nicht nur mein Anliegen ist, sondern das von mindestens 3.691 weiteren Menschen, die die Petition mitgezeichnet haben.


Filmtabletten

Tuesday, 23. February 2010

Filmtablette und Streichholz

Ich frage mich, was sich Pharmazeutiker dabei denken, Antibiotika, die auch gegen Mandelentzündung gegeben werden (hier: Amoxicillin AL1000), als so große Filmtabletten auszuliefern. Ist da keiner mal auf die Idee gekommen, daß man die vielleicht kleiner machen und dafür eben 40 statt 20 in die Packung stecken könnte? Wer soll das denn runterwürgen? Ich wundere mich fast, daß „Erstickungsgefahr” bei den möglichen Nebenwirkungen nicht angegeben wird.


Gesundheit: unbezahlbar?

Tuesday, 23. February 2010

Nein, noch nicht, aber teuer ist es schon, wenn man einfach mal so ganz normal krank wird. Ich meine jetzt nicht meine chronische Depression, sondern eine Erkältung. Ich hab mir nämlich mal wieder eine ordentliche Mandelentzündung zugelegt. Also suchte ich mir — diesmal nicht in Oberkassel, sondern schön in der Nähe — eine Praxis für Allgemeinmedizin, und fand eine Ärztin zwei Straßenecken weiter. Die verschrieb mir nach der Untersuchung ein Antibiotikum und ein Spray.

Das Spray war auf ein grünes Rezept gedruckt statt auf ein rotes, das heißt: Selbst bezahlen. Nun dachte ich, das kann ja nicht so teuer sein, und außerdem habe ich dann neben den Praxisgebühren, die ich schon abgedrückt habe, bald die gut 40 Euro zusammen, ab derer ich für den Rest des Jahres Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragen kann. Meine Rechnung: Vielleicht 10 Euro für das Spray, ein paar Euro Zuzahlung für das Antibiotikum, und dann rechnete ich noch mit bis zu 20 Euro für ein Fieberthermometer, das ich mir wirklich mal langsam zulegen sollte. Also, ab zur Apotheke.

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Ergebnisse meiner E-Petition

Wednesday, 20. January 2010

Letzte Nacht lief die Zeichnungsfrist zu meiner öffentlichen Petition vom 27. November 2009, veröffentlicht am 7. Dezember 2009, aus. Gezeichnet hatten 3.691 Menschen, bei denen ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Außerdem bedanke ich mich bei all denen, die bei der Bekanntmachung und Weiterverbreitung der Petition geholfen haben.

Muzy vom Chaosdorf hatte zwar versucht, mit einem Bot die Zahlen regelmäßig abzurufen und dann in einer Grafik darzustellen, aber da ging zeitweise was schief; einmal lief der Cronjob aus unbekannten Gründen nicht, und einmal war sein eigener Server für drei Tage down. Schade, aber danke für den Versuch :-)

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Zeigt her Eure Studien!

Wednesday, 25. November 2009

Vorhin wurde ich auf einen Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aufmerksam gemacht. Darin heißt es, der Nutzen von Reboxetin ist nicht belegt. Reboxetin, auch bekannt unter dem Handelsnamen Edronax, habe ich selbst neben anderen Medikamenten ein Jahr lang eingenommen.

Besonders aufgestoßen ist mir in dem Artikel des IQWiG der folgende Abschnitt:

Bei Reboxetin verzichtete das IQWiG völlig auf eine Auswertung der bis dahin öffentlich zugänglichen Studiendaten. Denn es war offenkundig, dass der Hersteller, die Firma Pfizer, knapp zwei Drittel aller bislang in Studien erhobenen Daten unter Verschluss hielt und eine Auswertung der verfügbaren Daten allein ein verzerrtes Bild ergeben hätte. Trotz mehrfacher Anfragen hatte sich Pfizer bis dahin geweigert, dem IQWiG eine Liste aller publizierten und unpublizierten Daten zur Verfügung zu stellen.

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Brennendes Eis

Monday, 23. November 2009

Letzten Monat war ich bei einem Allgemeinmediziner, weil ich einen bösen Husten hatte, mit Brustschmerzen. Das stellte sich dann als Luftröhrenentzündung heraus — ja, ich such mir immer die ungewöhnlichen Krankheiten raus, die anderen sind doch langweilig.

Als ich heute zum selben Arzt fuhr, um mir eine Gegen-Diagnose zu der des Psychiaters zu holen, den die Rentenversicherung beauftragt hatte, hatte ich wieder Schmerzen im Brustraum, wie schon das ganze Wochenende lang. Sie fühlen sich an wie brennendes Eis. Aber diesmal haben die Schmerzen keine organischen Gründe. Es sind Depressionssymptome, die ich in dieser Heftigkeit seit langer Zeit nicht mehr spüren mußte. Dummerweise war der Herr Allgemeinmediziner im Urlaub. Is’ klar, weil ich diesmal nicht vorher angerufen hatte (Termine braucht man da keine, man kann einfach so hingehen).

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