Archiv der Rubrik 'Spam'
Wolle Kreditkarte kaufe?
Friday, 12. February 2010
Vorhin quakte mich jemand im IRCNet an. IP zeigt auf einen Provider in Vietnam.
| [12:49:52] | <davzony> | hello |
| [12:49:58] | <davzony> | how are u?I will like to be put through cc agent |
| [12:50:13] | <Frosch> | Through what? |
| [12:50:25] | <davzony> | where are u from? |
| [12:51:04] | <Frosch> | Duesseldorf, Germany. Why? |
| [12:51:29] | <davzony> | I need someone that will sell to me credit card,bank logins and more |
| [12:51:29] | <Frosch> | Oh, you are looking for criminals. Sorry, you’re wrong here. |
| [12:52:26] | <davzony> | no am not |
| [12:52:31] | <davzony> | am serious |
Ja ne is klar.
Spam ist keine Werbung
Tuesday, 26. January 2010
Kürzlich startete eine Online-Petition zum Thema Organspenden, und der Hauptpetent forderte die Leser seiner extra dafür eingerichteten Website dazu auf, dafür auch ordentlich Werbung zu machen. Er stellt sogar einiges an Material dafür zur Verfügung.
Allerdings hat das mit dem Werbung machen wohl jemand falsch verstanden: Seit gestern bekam ich mehrere Blog-Kommentare herein, die völlig ohne Zusammenhang zum jeweils kommentierten Artikel für diese Petition werben. Die Kommentare wurden nicht öffentlich, weil sie mehrere typische Spam-Eigenschaften haben und somit an meiner Blacklist scheiterten.
Wer auch immer der Absender dieser Nachrichten ist: Laß es sein. Damit tust Du dem Petenten (der mir glaubhaft bestätigte, nichts mit dem Spam zu tun zu haben) und der Petition nicht nur keinen Gefallen, sondern ziehst das Ansinnen in den Dreck. Spammen ist unterste Schublade! Verbreite den Link auf Twitter und identi.ca, blogge darüber, mache Freunde aufmerksam, verwende das angebotene Material und drucke Flyer, aber hör auf zu spammen.
Die Spam-Kommentare kamen allesamt von der (vermutlich amerikanischen) IP 74.118.192.202 und haben einen Absender unter @mail.ru, wobei allein diese Absenderkennung ein starkes Spam-Kriterium ist. Ich habe diese IP jetzt erstmal in meine .htaccess eingetragen, damit ich den Müll nicht dauernd löschen muß.
Generell gilt: Wer spammt, hat verloren!
Belästigung wegen Belästigung
Wednesday, 13. January 2010
Telefonanruf heute gegen halb eins:
/me: Engelhardt.
Anrufer: Guten Tag, Frau … Becker?
/me: Ja.
Anrufer: Werden Sie noch mit Anrufen wegen Glücksspiel oder Lotterien belästigt?
/me: Nein, derzeit nicht. Wer sind Sie eigentlich?
Anrufer: Dann ist es ja gut. Einen schönen Tag wünsche ich noch.
*klick*
Wie darf ich das jetzt verstehen? Man belästigt mich, um mich zu fragen, ob ich belästigt werde?
Alte Bekannte: IP69
Sunday, 29. November 2009
Ist ja echt nicht zu glauben. Eben trudelte via Twitter eine Warnung ein: Ein Rechtsanwalt Frank Michalak will Geld für die Nutzung von nachbarschaft24.net eintreiben. Die Art von Domainnamen kenn’ ich doch …? Und siehe da:
frosch@seerose:~$ host nachbarschaft24.net
nachbarschaft24.net A 78.41.80.3
frosch@seerose:~$ whois 78.41.80.3
inetnum: 78.41.80.0 – 78.41.80.255
[...]
person: Hostmaster of the Day
address: ip69 internet solutions AG
address: Bahnhofsplatz 14
address: DE-96317 Kronach
address: Germany
Damit hat ein später Kommentator zu einem Blog-Eintrag aus dem letzten Jahr ja doch recht, und der Spammerladen IP69 ist umgezogen. Ich hätte da vielleicht doch mal genauer hingucken sollen. War’s in Düsseldorf nicht mehr so schön? Kann man in Bayern besser spammen? — Scheint tatsächlich so!
Außerdem ist Thomas Rodenbücher wohl aus der Firma ausgeschieden; ja, genau der, der mir auf meine erste Veröffentlichung hin eine Klage angedroht hat (auf die ich übrigens immer noch warte). Der alleinige Vorstand ist jetzt der bekannte Spammer Christian Hoffmann (Suchmaschinen liefern noch mehr).
Aber das ist ja überhaupt keine organisierte Kriminalität, nein …
Welcher Werbemüll darf’s denn sein?
Sunday, 22. November 2009
Die Post schickte mir die Tage adressierte Werbung, und ich vermute, viele haben das Adreßfeld gar nicht gesehen, sondern den bunt bedruckten, ausfaltbaren Briefumschlag direkt ins Altpapier gekippt. Darin wird dem Empfänger angeboten, „Informationen nach Maß” zuzuschicken. Ich solle nur ein Formular ausfüllen, in welchem ich ankreuze, welche Themen mich interessieren, und schon würde ich „Informationen” erhalten, die genau zu meinen Interessen passen. Und wenn ich mich da als eine der ersten 500 melde, soll ich sogar noch vier Briefmarken und eine Paketmarke als Dankeschön bekommen.
phpBB-gehacktes mit Spam
Wednesday, 21. October 2009
Der neueste Hit: Spammer-Dreisprung.
- Man setze eine Website mit dem eigentlich beworbenen Content auf.
- Man dringe in Dutzende alter phpBB-Installationen, die bekannte Sicherheitslücken haben, ein, und plaziere dort Foreneinträge, die mit teils großen und bunten Hinweisen auf „18+ material” auf den eigentlichen Content linken.
- Man miete sich ein Botnet und verschicke Blog-Kommentare, die jeweils rund 30 Links auf die diversen selbst erstellten Foreneinträge enthalten, garniert mit deutlichen Hinweisen, daß man hinter den Links Material zu Kindesmißbrauch, Sex mit Tieren und ähnliche üble Dinge finden werde (was sich wirklich dahinter befindet, habe ich nicht nachgesehen, denn ganz so neugierig bin ich auch wieder nicht, und Spammern möchte ich keine Visits verschaffen).
Eigenartige Blog-Kommentare
Tuesday, 19. May 2009
Seit kurzem findet es ein „Spaßvogel” sehr witzig, überwiegend unter Mißbrauch des TOR-Netzwerkes kurze, nichtssagende Blog-Kommentare in diversen Blogs abzusetzen und dabei in den Absender-Daten auf Domains von anderen, existierenden Blogs zu verweisen. So tauchten bei mir vor einigen Tagen zwei Kommentare auf, die ich erst nicht zuordnen konnte: Die Domains zeigten auf reguläre Seiten, die Mailadressen sahen normal aus, aber die eine Herkunfts-IP ist in Luxemburg und die andere in China. Die Inhalte: jeweils zwei Worte, die zum kommentierten Artikel nichts aussagten. (more…)
Pseudo-Verbraucherschutz (2)
Friday, 15. May 2009
Der Gesetzesentwurf, über den ich vor knapp zwei Monaten kritisch gebloggt hatte und der Bürger (nicht) vor Telefonspammern schützen soll, ist heute endgültig vom Bundesrat verabschiedet worden, nachdem er im März bereits den Bundestag passiert hatte. Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen nutzlosen Entwurf hat es dabei nicht gegeben, und somit bleibt es ein Feigenblatt: (more…)
Cold Call zur Arbeitnehmerüberwachung
Wednesday, 6. May 2009
Es war heute nicht das erste Mal, daß mich jemand anrief und nachfragen wollte, ob denn irgendwelche Anzeigenblättchen oder Werbesprospekte immer schön regelmäßig in unseren Hausgang gekippt werden. Das scheint jetzt eine komplett neue Mode zu werden: Die Firmen picken sich beliebige Leute an der Austrage-Strecke aus dem Telefonbuch und rufen da an, um ihre (meist sehr schlecht bezahlten) Angestellten zu kontrollieren. Sie mißachten also gleich zweierlei Rechte: Die der Arbeitnehmer und die der Angerufenen. Denn ich glaube nicht, daß die Austräger das wissen, daß sie auf diese Weise überprüft werden. (more…)
Werbeanruf Geld zurück vom Staat
Thursday, 30. April 2009
Auch wenn dieser Cold-Call ein wenig anders verlief als sonst üblich, war es doch mit Sicherheit ein Werbeanruf. Erst raschelte ein wenig Papier, dann fragte ein Mann nach, ob ich die Frau Becker sei (ich melde mich ja mit Engelhardt). Dann erklärte er, ich stünde auf einer Liste von Leuten, die Geld vom Staat zurückbekommen könnten. Man habe mich deshalb bereits im Oktober angeschrieben. Selbst wenn das der Fall gewesen sein sollte, weiß ich doch heute nichts mehr von Werbebriefen aus dem letzten Herbst. Das Kürzel der Firma (?), beginnend mit E, habe ich mir leider nicht vollständig gemerkt. EWF… oder so? (more…)
Blick in den Spamfolder (3)
Monday, 13. April 2009
Seit dem letzten Blick in den Spamfolder schien mir das Spam-Aufkommen wieder massiv gestiegen zu sein. Ein genauerer Blick zeigte jedoch, daß es nicht ganz so schlimm ist: Die Menge ist nur leicht gestiegen (etwas mehr als 100 am Tag), aber die Verteilung hat sich geändert. Der ganz überwiegende Anteil kommt derzeit nachts bzw. früh morgens herein, nämlich zwischen 00:00 und 07:00 Uhr. Tagsüber ist nahezu Funkstille. (more…)
Arbeitstempo der Bundesnetzagentur
Tuesday, 7. April 2009
Geschwindigkeit ist keine Hexerei! Aber dermaßen langsam zu arbeiten wie die Bundesnetzagentur ist auch schon ein Kunststück. Der Reihe nach:
Am 11. März 2008 erreichte mich ein deutschsprachiger Spam, der für ein Gewinnspiel unter einer 0137-Telefonnummer warb. Noch am selben Tag schickte ich eine Mail mit dem angehängten Spam an die Bundesnetzagentur, weil ich hierin einen Rufnummernmißbrauch sah. (more…)
Blick in den Spamfolder (2)
Sunday, 29. March 2009
Derzeit scheint die Menge an Spam-Mails tatsächlich mal abzunehmen. Wirtschaftskrise auch in Spamhausen? Nach 130 bis vereinzelt über 200 Mails pro Tag noch im Januar habe ich derzeit „nur” noch zwischen 80 und 100 Stück. Dafür werden die einzelnen Spams allerdings größer. Besonders auffällig: Russische Bräute mit Bild, um 68 kB. Auch die Spams für Viagra werden wieder häufiger mit Bildchen verziert. Rekord im März ist derzeit ein Spam mit angehängtem PDF in der Gesamtgröße von lächerlichen 960 kB. (more…)
Angst ums Listenprivileg
Thursday, 26. March 2009
Die Zeitungsverlage jammerten doch grade die Tage herum, daß sie mit einem Verlust des Listenprivilegs gar keine neuen Abo-Kunden mehr gewinnen könnten. Anscheinend herrscht bei den Verlagen gerade so eine Art Panikstimmung, jedenfalls meinen sie wohl, jetzt gleich nochmal alles an irgendwie verfügbaren Adressen mißbrauchen und mit Papierpost-Werbung beschicken zu müssen.
So fand ich heute ein adressiertes Werbeschreiben der Westdeutschen Zeitung in meinem Briefkasten, in welchem mir ein Abo für monatlich 19,55 Euro angeboten wurde, die ersten zwei Wochen sollten kostenlos sein. Als Dankeschön soll man dann auch noch einen Tankgutschein bekommen (den kann ich als Nicht-Autofahrerin auch ganz bestimmt gut gebrauchen …). Beworben wird das Abo besonders mit einer Serie darüber, wie man denn gut Geld sparen könnte. Also ich spare das Geld am einfachsten damit, daß ich das Abo nicht abschließe.
Pseudo-Verbraucherschutz
Thursday, 26. March 2009
Heute hat der Bundestag einen Gesetzesentwurf gegen unerwünschte Telefonwerbung verabschiedet. Oder sagen wir, er hat so getan, als ob er etwas gegen unerwünschte Telefonwerbung unternehmen würde. Wenigstens schaffen sie es diesmal, ihren sinnlosen Aktionismus ohne Grundrechtseinschränkungen durchzuziehen, dafür darf man ja bei dieser Regierung schon dankbar sein.
Ändern wird es freilich nichts: Solange man als Belästigter aktiv gegen einen solchermaßen zustandegekommenen Vertragsabschluß vorgehen muß und die Strafen für das unerlaubte Eindringen in die Privatsphäre dermaßen niedrig sind, juckt das doch keinen. Da kann ich Karin Binder (Die Linke) nur zustimmen, wenn sie sagt, das sei eine Aufforderung an die Belästiger, einfach weiterzumachen. (more…)
