Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

Zur Website | Impressum

Archiv der Rubrik 'Überwachung'

Zusammenhänge

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Beim Durchstöbern des Polizeitickers fällt auf, daß sich gefühlt etwa die Hälfte der Meldungen um Einbrüche, Aufbrüche, Diebstähle, Raub und Betrug drehen. Die Polizei führt derzeit bundesweit eine Kampagne „Riegel vor“ durch, um darüber zu informieren, wie Hausbesitzer, Wohnungs- und Ladenmieter ihre Räume besser schützen können. Außerdem fordern Innenpolitiker „natürlich“ mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum, auch gegen Diebstähle und Überfälle.

Über die Ursachen dieser Steigerungen macht sich dabei offenbar niemand Gedanken, zumindest nicht öffentlich wahrnehmbar. Denn Menschen kommen ja nicht von alleine auf die Idee, den Unterschied zwischen „mein“ und „Dein“ zu ignorieren und sich das Eigentum anderer oder deren Geld anzueignen. Oder das zumindest zu versuchen. Ich habe mir da so meine eigenen Gedanken gemacht. (mehr …)


Entfremdung

Montag, 18. Januar 2016

Man muß derzeit nicht im Autismus-Spektrum sein, um sich wie auf dem falschen Planeten zu fühlen. Als ich vor ein paar Tagen auf Twitter schrieb, die derzeitige Gesamtsituation fühle sich absurd und surreal an, schlossen sich dem auch neurotypische Menschen an.

Georg Diez schrieb gestern in seiner SpOn-Kolumne S.P.O.N. - Der Kritiker: Verrückter Blödsinn oder Wirklichkeit?: „Die Wirklichkeit zerlegt sich gerade vor unseren Augen, und wir müssen sie neu zusammensetzen.“ Ich glaube, das trifft es ganz gut. Nur, daß zu meiner Entfremdung noch weitere Meldungen als die dort genannten und außerdem meine persönliche Lage beitragen. (mehr …)


Ich will das nicht!

Sonntag, 2. August 2015

Ein Deutschland, in dem Menschen frühestens dann zählen, wenn das, was sie tun, Geld bringt.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das Erwerbslosigkeit und Armut als selbst verschuldete Makel ansieht und die Betroffenen „Sozialschmarotzer“ nennt.

Ich will das nicht!

(mehr …)


Freiheit statt Angst 2014

Montag, 1. September 2014

Nachdem das ARGE angedeutet hatte, daß sie mich jetzt doch wieder weiterexistieren lassen wollen (die Geschichte will ich diese Woche auch noch verbloggen), habe ich mich am Donnerstag Abend nach einem Kassensturz kurzfristig dazu entschieden, doch noch an der Demonstration „Freiheit statt Angst“ (FsA) in Berlin teilzunehmen. Eine günstige Fahrgelegenheit war nicht mehr zu bekommen. Die Fernbusse werden ja immer teurer, je näher ein Reisetermin rückt und je voller die Busse werden. Den Bus von #StopWatchingUs Köln wiederum wollte ich wegen der zu erwartenden Unruhe darin, und weil ich dafür am Samstag früh bereits um vier Uhr hätte in Köln sein müssen, nicht nutzen. Also fuhr ich eben mit der Bahn – und genehmigte mir eine Übernachtung in einem Hostel. (mehr …)


Eine Mail an den BND (2)

Dienstag, 24. Juni 2014

Auf meine Mail an den BND sowie die Bundesdatenschutzbeauftragte und den Herrn Binninger hat letzterer heute geantwortet – lobenswerterweise unter Einsatz meines Public Key, was ja nun nicht so selbstverständlich ist. Die Antwort ging wohl auch an weitere Menschen, die eine gleichartige E-Mail gesandt hatten; zumindest von Alex Schestag weiß ich, daß er eine wortgleiche Antwort bekommen hat.

Diese Antwort enthielt allerdings eine Behauptung, die ich so nicht stehenlassen konnte: (mehr …)


Eine Mail an den BND

Donnerstag, 19. Juni 2014

Genauso wie Holger Koepke habe ich soeben eine E-Mail an den BND geschrieben:

To: zentrale@bundesnachrichtendienst.de
CC: poststelle@bfdi.bund.de, clemens.binninger@bundestag.de
Subject: Überwachung meines Internetverkehrs

Sehr geehrte Damen und Herren, (mehr …)


Bezugskoordinaten zu den höchsten Rechtsgütern

Sonntag, 27. April 2014

Im Artikel Die Bringschuld haben die Überwachungsfreunde in Telepolis vom 24. April, den ich eben erst entdeckt habe, schrieb Kai-Uwe Steffens vom AK Vorrat einige bemerkenswerte Sätze: (mehr …)


„Sperrige Anwendungen wie GnuPG“

Donnerstag, 27. März 2014

Auf Carta erschien heute ein Artikel von Jürgen Drommert, dem ich in den meisten Punkten durchaus zustimmen kann: Worauf es jetzt ankommt: Kryptographie, Freie Software, Dezentralisierung. Allerdings enthält er einen Absatz, den ich so oder ähnlich immer wieder lese und dessen Aussage mir mittlerweile gewaltig auf den Senkel geht:

In der bisherigen Debatte wurde der Einsatz von Kryptographie immer mit sperrigen Anwendungen wie GnuPG assoziiert, oder mit Chat-Programmen, die auf den Protokollen XMPP/OTR basieren. Diese Anwendungen genießen ihren guten Ruf in technischer Hinsicht zwar zu Recht, sind aber für die meisten Menschen schlicht nicht alltagstauglich.

(mehr …)


Gefickt

Mittwoch, 12. Februar 2014

Gerade lese ich den Artikel Europaabgeordnete wenden sich von Snowden ab auf Spiegel Online, und wie schon in anderen Berichten und Kommentaren zuvor, fällt mir wieder diese Phrase ins Auge: „Angst um die Beziehungen zu Washington“.

Brechen wir die Situation mal weit herunter: A tut B etwas an, und statt sich, auf welche Art auch immer, zu beklagen, bemüht sich B, ja nichts über A kommen zu lassen, weil A sonst Ärger kriegen und dieser Ärger auf B zurückfallen könnte. Erinnert Euch das nicht an etwas? (mehr …)


Im Pornofilter gelandet

Montag, 23. Dezember 2013

In Großbritannien findet man es toll, den Nutzern vorzuschreiben, was sie angucken dürfen. Genauer: Ein offiziell als „Porno-Filter“ installiertes Sperrsystem in drei Stufen blockiert in der dritten wohl so ziemlich alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das erfuhr ich jedenfalls gerade über den Artikel Cameron's internet filter goes far beyond porn - and that was always the plan aus dem New Statesman von heute.

Im Artikel ist nämlich die Seite von O2 UK verlinkt, auf welcher man überprüfen kann, ob und auf welchem Level eine Website geblockt wird. Und da habe ich mal so ein paar URLs reingeworfen. Das Ergebnis ist erschreckend. (mehr …)


Verschlüsselung

Dienstag, 9. Juli 2013

In den letzten Tagen tauchte in meiner Twitter-Timeline öfter mal das Argument auf, nicht wir müßten unsere Kommunikation verschlüsseln, sondern die Geheimdienste sollten das Schnüffeln bleibenlassen:

@Textheld
"Verschlüssel doch Deine Kommunikation" ist das neue "zieh Dir halt lange Hosen an"

5:14 PM - 9 Jul 13 (GMT+02:00)

(mehr …)


Fotografierte Post

Samstag, 6. Juli 2013

Erstaunlich, daß Berufsgeheimnisträger noch nicht aufgeschrien haben. OK, es ist Wochenende, und nicht jeder liest oder hört zeitnah die Nachrichten. Aber ich habe derweil schonmal einen Brief geschrieben, und zwar an die Deutsche Post. Vielleicht wollt Ihr der Deutschen Post ja auch mal so einen Brief schreiben?

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf tagesschau.de lese ich: (mehr …)


Neuland

Mittwoch, 19. Juni 2013

Sonst hält Angela Merkel ja meist die Klappe und läßt andere in die Scheiße fassen, aber heute wollte sie wohl mal selbst. Und sie hat richtig tief reingefaßt, damit es sich auch lohnt. Im Rahmen der Pressekonferenz mit Barack Obama, der Berlin besuchte, erklärte sie:

Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen.

(mehr …)


Dezentrale Kommunikation

Dienstag, 18. Juni 2013

Angesichts des Geheimdienst-Skandals #prism kann ich nur nochmal nachdrücklich zu dezentraler Kommunikation aufrufen. Wer einen Server betreibt, kann direkt dazu beitragen:

Installiert statusnet, einen XMPP-Server, Diaspora, eine Blogsoftware und/oder einen eigenen Mailserver und macht Euch unabhängig. Gebt Leuten, die das selbst nicht können, einen Zugang. Und wer Spaß dran findet, kann dann auch noch OpenVPN und Tor (und wenn auch nur als Bridge) installieren. Oder ein Etherpad (lite). Oder einen Mumble-Server. Oder einen freien Nameserver. Und es gibt sicher noch einiges mehr. (mehr …)


Das Jobcenter und die „Blaumacher“

Montag, 8. April 2013

Eine der ersten Nachrichten, die mir eben via Twitter hereinflatterten, ist, daß sich die Jobcenter laut einer internen Anweisung mehr um „Blaumacher” kümmern sollten, also um Leute, die sich krank melden.

Mich stört an dieser Nachricht als erstes, daß sie offenbar wieder zuerst in der Hetzpresse stand und alle anderen (auch Spiegel Online) sie einfach übernommen haben. Die interne Anweisung (PDF) selbst hat keiner veröffentlicht oder verlinkt. Ich erhielt den Link auf Nachfrage bei Heinrich Alt auf Twitter: (mehr …)