Archiv der Rubrik 'Verkehr'
Neue Fahrscheinautomaten
Wednesday, 13. January 2010
In den ganz neuen Straßenbahnen hat es die Rheinbahn tatsächlich geschafft, auch eine neue Generation von Fahrscheinautomaten einzubauen. Die neuen Geräte sind flacher und nehmen daher nicht mehr so viel Platz im Wagen weg. Außerdem nehmen sie endlich auch Geldscheine und nicht nur Münzen an, und beim Zahlen mit Karte hat man die Wahl zwischen Geldkarte und Lastschrift-Abbuchung. Angenehm ist auch, daß die Automaten jetzt nicht mehr in größtmöglichem Abstand zu den Entwertern angebracht sind, wie es in den anderen Straßenbahnen noch der Fall ist.
Silvester ganz anders
Monday, 4. January 2010
Eigentlich wollten Alex und ich nach dem CCC-Congress am 31. Dezember nach Hamburg fahren, um uns das Feuerwerk an den Landungsbrücken anzusehen. Danach wollten wir die Nacht durchmachen und mit den ersten Zügen wieder jeweils nach Heidelberg bzw. Düsseldorf heimfahren. Aber dann kam alles ganz anders.
Bahn goes ARGE
Tuesday, 15. December 2009
Ich habe mir heute — endlich — mein Ticket nach Berlin zum CCC-Congress geholt. Das kann ich mir nur leisten, weil ich über die BahnCard genügend Punkte für eine Freifahrt gesammelt hatte. Aber die Bahn gestaltet die Einlösung der Punkte so umständlich, daß man glauben könnte, sie habe sich das bei der ARGE abgeguckt.
Zunächst einmal kann man die Punkte nicht direkt beim Fahrscheinkauf im Internet einlösen. Das wäre doch viel zu einfach! Nein, man muß sich einen Gutschein anfordern (das geht immerhin noch online). Ein paar Tage später bekommt man einen Brief mit einem Gutschein-Code. Mit dem muß man dann zum Bahnschalter, um sich den eigentlichen Fahrschein rauszusuchen und abzuholen.
Die Rheinbahn informiert — nicht
Friday, 13. November 2009
An den beiden letzten Wochenenden wurde die Hüttenstraße gesperrt und aufgerissen, um die Gleise auszutauschen, und seit heute reißen sie auch die Helmholtzstraße wieder auf. Und das, obwohl die Rheinbahn erst im April 2008 lautstark die Gleise getauscht hatte. Angekündigt wurde der überwiegend nächtliche Lärm diesmal gar nicht mehr; letztes Jahr kam vorher immerhin ein Schreiben an alle Anwohner, in welcher ein kleiner Teil der nächtlichen Bauarbeiten angekündigt wurde.
Wir gucken doch nur
Thursday, 1. October 2009
Die Ruhrnachrichten (entdeckt via @terrorzicke) berichten heute, daß die Bundespolizei in Dortmund einfach mal so alle Spinde durchsucht hat. Begründung:
„Da der Dortmunder Bahnhof ein Platz der Öffentlichkeit ist, haben wir das Recht die Schränke zu öffnen.“
Ähm, bitte? Wenn ich ein Schließfach miete, ist es für die Mietdauer Teil meiner Privatsphäre, auch wenn es in einem öffentlichen Bereich steht. Ich könnte da ja statt Bomben auch wichtige persönliche Unterlagen deponiert haben, oder Unterlagen mit Betriebsgeheimnissen.
Pakete werden übrigens auch im öffentlichen Straßenraum transportiert, müssen wir da auch damit rechnen, daß sie gelegentlich mal geöffnet werden? Und Häuser stehen auch im öffentlichen Bereich, da kann man dann ja auch mal unverbindlich in die Wohnungen gucken.
Selbstverständlich braucht es für das Eindringen in die Privatsphäre nicht einfach eine „erhöhte abstrakte Gefahrenlage” (Begründung von Bundespolizisten, warum sie derzeit an Bahnhöfen und Flughäfen mit Maschinenpistolen herumlaufen). Dafür braucht es einen konkreten Verdacht und einen richterlichen Durchsuchungsbeschluß. Kann diesen Bundespolizisten das mal einer ins Hirn hämmern?
Ich werde es jedenfalls erstmal vermeiden, Bahnhofs-Schließfächer zu benutzen. Ich bezahle doch nicht dafür, mein Gepäck durchwühlen zu lassen.
Und wieder Spaß mit einem Fahrstuhl
Sunday, 6. September 2009
Ich holte Alex vormittags am Hotel ab, und wir testeten die Verbindung von Pankow aus in Richtung Innenstadt. Die Bushaltestelle (155) ist so weit weg vom S-/U-Bahnhof Pankow, daß man erstmal suchen muß, wo nun eigentlich der Bahnhof ist. Aber dann kamen wir mit der S2 problemlos weg und fuhren bis Friedrichstraße. Wir gingen eine Kleinigkeit frühstücken und wollten später nach Hohenschönhausen weiterfahren, um rechtzeitig zum Feengeburtstag zu kommen.
Wir waren allerdings erst noch mit einem Fahrstuhl (immer noch an der Friedrichstraße) zum WC-Center hinuntergefahren, und als wir wieder nach oben wollten, war dieser Fahrstuhl kaputt. Die Toilettenfrau schickte mich zum Service-Point der Bahn, aber der ältere Angestellte dort meinte, er sei alleine, die Putzkolonne (was auch immer die damit zu tun haben soll) sei auch grade weg, und er könne nichts machen. Auf die Idee, jemanden anzurufen, kam er nicht, stattdessen meinte er, ich solle mir halt kräftige Passanten schnappen. Abgesehen davon, daß ich niemanden „passendes” fand (es waren vor allem Familien und Ältere unterwegs), kann das allerdings auch versicherungstechnisch ein Problem werden, falls was schiefgeht. Davon, daß dieses Verhalten unterlassene Hilfeleistung oder Nötigung sein könnte, reden wir dabei noch gar nicht.
Eine jüngere Angestellte im S-Bahn-Kundenzentrum war schon hilfsbereiter. Sie empörte sich richtig über ihren Kollegen am Service-Point, nachdem ich ihr die Situation geschildert hatte, und kam gleich mit mir runter zum WC-Center, um sich selbst ein Bild zu machen. Dann rief sie bei der Sicherheit an; bis da jemand kam, dauerte allerdings. Die beiden Herren brachten uns dann über einen Notausgang zu einem Lastenaufzug, der uns auf Straßenebene brachte. Da der defekte Fahrstuhl auch der gewesen wäre, den wir zur S-Bahn gebraucht hätten, wurden wir auf den Bahnsteig für die Regionalbahnen gelotst und die Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer angefordert. Mit einem Umweg kamen wir dann eine gute halbe Stunde später als geplant in Hohenschönhausen an.
Ausgestrahlt-Demo in Berlin
Saturday, 5. September 2009
Der Tag begann mit einer bösen Überraschung am S-Bahnhof Hohenschönhausen: Die S75 fuhr nicht, weil hier am Bahnhof Reparaturen (vermutlich an den Gleisen) durchgeführt wurden. Am Tag vorher waren darüber keine Hinweise am Bahnhof angebracht worden. Ein Ersatzbus wurde zwar erwähnt, war aber nicht ausgeschildert. Also wartete ich lieber auf die nächste Regionalbahn bis Lichtenberg. Witzigerweise kommen diese Bahnen zwar zweimal pro Stunde, aber die zweite nur 10 Minuten nach der ersten, und die restlichen 50 Minuten gar nichts. Super Timing. Von Lichtenberg aus kam ich dann mit der S7 zum Hauptbahnhof; am Washingtonplatz sollte sich die Demo sammeln.
Jagd auf Schwarzfahrer
Saturday, 29. August 2009
Die Bahn hat festgestellt, daß sie nicht so viele Gewinne einfährt, wie sie das gerne hätte. Tja, soll in einer Krise ja vorkommen. Dazu kommt noch, daß da so ein paar Achsen zu überprüfen und auszutauschen waren, weil man an der falschen Stelle gespart hatte und sogar Züge deswegen entgleist waren. Statt diese Tatsachen hinzunehmen und zu versuchen, den Service, das Angebot und die Sicherheit zu verbessern, geht man lieber auf Nebenkriegsschauplätze und macht intensiv Jagd auf Schwarzfahrer.
Das ist zwar sicher nicht falsch, jedoch stört die Methode. Schon jetzt werden Menschen ohne Fahrschein gnadenlos zur Kasse gebeten, auch ohne daß das Zugpersonal dafür irgendwelche Prämien kassiert. Zumindest ist mir nichts darüber bekannt, daß Schwarzfahrer laufen gelassen werden, weil die Zugbegleiter fürs „Fangen” nichts bekommen.
BVG = Behinderte Ver-Graulen?
Wednesday, 22. July 2009
Ein Freund und ich hatten ja schon unsere eigenen Erfahrungen mit der Behindertenfreundlichkeit bei der BVG (allerdings betrifft das wohl nur die U-Bahnen). Da war die Sache mit den BVG-Wachleuten, denen es an Silvester herzlich egal war, daß wir den Fahrstuhl an der Friedrichstraße nicht benutzen konnten. Und letztens waren da noch die kaputten Fahrstühle am Alexanderplatz, für die sich keiner so richtig interessierte. Und ich dachte, damit hätten sie schon den Vogel abgeschossen. Aber nein, es geht noch viel härter. (more…)
Falsch, aber synchron
Thursday, 9. July 2009
Aus Berlin habe ich da noch so ein lustiges Detail mitgebracht, nämlich meine dort benutzten BVG-Fahrscheine. Die sammelte ich teilweise, nachdem mir an einem davon aufgefallen war, daß der Stempel nicht stimmen konnte. Die Wochentage Ende Juni 2009 waren ja so verteilt: Donnerstag, 25. Juni; Freitag, 26. Juni; Samstag, 27. Juni; Sonntag, 28. Juni; Montag, 29. Juni; Dienstag, 30. Juni.
Die Stempel auf den ersten Fahrscheinen sahen ja noch normal aus: (more…)
OB Elbers: Düsseldorf bleibt unsozial
Tuesday, 7. July 2009
Unter anderem am 1. Mai wurden Unterschriften für ein Sozialticket für Düsseldorf gesammelt, und ich hatte da auch mit unterschrieben. Gefordert wurde ein ÖPNV-Ticket für Sozialleistungsbezieher, also im Prinzip für alle, die auch ein Anrecht auf den sogenannten Düsselpaß haben, zum Preis von 15,00 Euro im Monat (Preisstufe A). Heute hatte ich (und hatten vermutlich alle Unterzeichner) einen Brief von Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) im Briefkasten, in welchem er mitteilt: (more…)
Aufzüge in Berlin, mal wieder
Monday, 29. June 2009
Wir hatten ja am Anfang des Jahres schonmal Spaß mit Aufzügen in Berlin. Heute hat die BVG aber wirklich den Vogel abgeschossen.
Wir kamen mit der U5 von Tierpark her am Alexanderplatz an. Schon als wir losfuhren, erinnerte ich mich daran, daß der Fahrstuhl am Ankunftsbahnsteig der U5 am Alexanderplatz schon die letzten beiden Tage rumgespackt hatte — teilweise wollte er seine Türen einfach nicht schließen. Und dann überlegte ich, daß an diesem Bahnsteig wirklich nur Bahnen ankommen und keine abfahren, sodaß man ziemlich aufgeschmissen wäre, wenn der Fahrstuhl nicht geht. (more…)
Hartzer werden abgewrackt
Sunday, 22. February 2009
Ich hab’s ja schon vermutet, daß Sozialhilfeempfänger keine Bürger sind. Auch im Konjunkturpaket II spielen wir keine Rolle. Ich bin ja nu nich’ wirklich ein Auto-Fan, aber das geht ja echt zu weit: Wer als Hartzer sein altes Auto verschrotten läßt, um sich ein neues, vielleicht sogar umweltfreundlicheres zu kaufen, bekommt zwar die Abwrackprämie, kann sie aber nicht für den Autokauf einsetzen, sondern muß sie sich auf sein ALG II anrechnen lassen (bei den Beziehern von anderen Arten von Sozialhilfe dürfte das kaum anders sein). Na, da wird sich der Herr Mißfelder bestimmt freuen.
Deutsche Bahn: Feiglinge!
Friday, 6. February 2009
Das ist ja mal so richtig Scheiße gelaufen für die Deutsche Bahn. Markus Beckedahl teilte heute mit, daß die Bahn aufgegeben hat. Man hat wohl gemerkt, daß die Internet-Community ein „bißchen” stärker ist, und vor allem die besseren Argumente hat. Statt das aber öffentlich zuzugeben, wird klammheimlich und ohne Namensnennung des Sprechers einem Dritten mitgeteilt, daß man die Sache fallen lassen will. Die Bahn ist sogar zu feige, das Markus Beckedahl persönlich mitzuteilen!
Trotzdem ist die Erwiderung seines Anwaltes lesens- und aufbewahrenswert — insbesondere für den Fall, daß ein anderes Blog mit der Bahn oder einem anderen (Quasi-)Staatsbetrieb wegen der Veröffentlichung von eigentlich schon bekannten Dokumenten im Original aneinandergeraten sollte. (more…)
Screening
Wednesday, 4. February 2009
Eigentlich wäre mir eher nach Screaming (schreien). Gestern gab es ein heftiges Twitter-Gewitter, als bekannt wurde, daß die Bahn den bekannten Netzaktivisten und Blogger Markus Beckedahl abgemahnt hat, weil er ein Dokument der Bahn veröffentlicht hat, das diese lieber geheimhalten würde. Wäre ja auch noch schöner, wenn jeder wüßte, was mit dem Geld aus den überteuerten Fahrpreisen so angestellt wird!
Rechtsanwalt Stadler hatte wohl bei Twitter mitgelesen und gleich mal so ganz unverbindlich eine Einschätzung veröffentlicht. Fazit: Die Bahn schießt sich hier gerade ganz gewaltig selbst in den Fuß. (more…)
