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	<title>Froschs Blog &#187; Bahn</title>
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	<description>Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat</description>
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		<title>Höhere Ticketpreise bei der Bahn</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 09:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[BahnCard]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bahn erhöhte ja kürzlich die Ticketpreise. Nicht daß zu dieser Jahreszeit etwas anderes zu erwarten war, sie finden ja jedes Jahr neue Gründe, warum das Reisen jetzt wieder teurer werden muß. An den Leistungen dagegen muß sich natürlich nichts ändern, auch wenn die Bahn bis 2014 angeblich 330 Millionen Euro investieren will &#8212; in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bahn erhöhte ja kürzlich die Ticketpreise. Nicht daß zu dieser Jahreszeit etwas anderes zu erwarten war, sie finden ja jedes Jahr neue Gründe, warum das Reisen jetzt wieder teurer werden muß. An den Leistungen dagegen muß sich natürlich nichts ändern, auch wenn die Bahn bis 2014 angeblich <a href="http://www.bahn.de/regional/view/regionen/niedersa/info/qualitaetsoffensive.shtml">330 Millionen Euro investieren</a> will &mdash; in ganz selbstverständliche Dinge, die man eigentlich kaum gesondert erwähnen müßte.</p>
<p>Und damit sich die Preiserhöhungen bei den Tickets auch wirklich lohnen, muß natürlich auch die BahnCard teurer werden. Die Marketingabteilung schreibt an ihre Kunden: <span id="more-5740"></span></p>
<blockquote><p>
Wir sind dennoch überzeugt, dass wir Ihnen mit der BahnCard 50 trotz der Preisanpassung zum 11.12.2011 auf 240,- Euro (2. Klasse) sowie der BahnCard 50 ermäßigt und der BahnCard 50 Partnerkarte auf 122,- Euro (2. Klasse) auch weiterhin ein umweltgerechtes und preisgünstiges Mobilitätsprodukt anbieten können. So profitieren Sie gerade als Vielfahrer bei jeder Fahrt von 50% Rabatt auf den Normalpreis. Damit rechnet sich Ihre BahnCard 50 oft schon ab der dritten Reise!
</p></blockquote>
<p>Nach der Euro-Umstellung kostete die BahnCard 50 genau 200&nbsp;&euro; (ermäßigt 100&nbsp;&euro;), liebe Bahn. Damit habt Ihr den Preis für die BahnCard in den letzten 10&nbsp;Jahren um satte 20&nbsp;% bzw. 22&nbsp;% erhöht.</p>
<p>Bei den Ticketpreisen ist es noch heftiger: 2001 kostete die Fahrt von Düsseldorf nach Berlin 75&nbsp;&euro;, mittlerweile sind wir bei 102&nbsp;&euro;. Das sind 36&nbsp;% Preiserhöhung! Es gab aber keine 20 bzw. 36&nbsp;% Leistungserhöhung bei der Bahn, <a href="/2010/10/13/wohin-mit-den-bahn-milliarden/">ganz im Gegenteil</a>!</p>
<p>Das Einkommen der Durchschnittsverdiener ist in dieser Zeit nicht um 20&nbsp;% bzw. 36&nbsp;% gestiegen. Vom Mobilitätsanteil im Sozialleistungssatz reden wir dabei noch gar nicht. Aber schon klar, Ihr wollt nur die reichen Geschäftsreisenden haben, die 1.&nbsp;Klasse buchen können, alle anderen sollen doch sehen, wie sie vom Fleck kommen.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=5740&amp;md5=eb21997b2a0ac2bba4cffd78f7832313" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Signalstörung</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/12/10/signalstoerung/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 19:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hatte ich mal wieder ein gutes (eigentlich: schlechtes) Beispiel dafür, wie die Bahn ihre Infrastruktur pflegt und was passiert, wenn diese es dann wagt, tatsächlich auszufallen. Ich war für eine Woche in Mannheim und wollte heute zurückfahren. Schon am Bahnhof Waldhof (ein Vorort-Haltepunkt) wurde es lustig. Ich wartete auf einen Regionalzug zum Hauptbahnhof, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich mal wieder ein gutes (eigentlich: schlechtes) Beispiel dafür, wie die Bahn ihre Infrastruktur pflegt und was passiert, wenn diese es dann wagt, tatsächlich auszufallen.</p>
<p>Ich war für eine Woche in Mannheim und wollte heute zurückfahren. Schon am Bahnhof Waldhof (ein Vorort-Haltepunkt) wurde es lustig. Ich wartete auf einen Regionalzug zum Hauptbahnhof, als auf dem Gegengleis ein R2 einfuhr, der mit (dem in der Gegenrichtung liegenden) Biblis beschriftet war, aber in Richtung Hauptbahnhof stand. Das sollte wohl eigentlich der Zug sein, den ich nehmen wollte. Direkt danach kam eine Durchsage, daß dieser Zug nach Biblis zurückfahren würde, außerdem könne derzeit kein Zug nach Mannheim Hauptbahnhof durchfahren, weil es dort eine Störung gebe. Ich ahnte fürchterliches.<span id="more-3264"></span></p>
<p>Zum Glück gibt es eine Alternative, um von Bahnhof Waldhof nach Mannheim Hauptbahnhof zu kommen. Die Straßenbahn braucht zwar länger, aber fuhr immerhin. Allerdings war sie natürlich relativ voll, weil da wohl noch mehr Leute eigentlich mit diesem Regionalzug fahren wollten. Ich stellte mich mit meinem Riesen-Trolly so halb in die Eingangstür, denn woanders bekam ich den nicht unter. Damit stand ich natürlich die ganze Fahrt über, etwa 20&nbsp;Minuten, schön im Weg.</p>
<p>Am Hauptbahnhof schaute ich natürlich als erstes auf die große Anzeigetafel. Hinter fast jedem Zug gab es eine Laufschrift, wo dann so lustige Dinge standen wie &bdquo;75&nbsp;Minuten Verspätung&rdquo;, &bdquo;fällt aus&rdquo;, &bdquo;40&nbsp;Minuten Verspätung&rdquo;, &bdquo;fällt aus&rdquo;, &bdquo;fällt aus&rdquo;&nbsp;&#8230;</p>
<p>Mein Zug &mdash; IC&nbsp;2014 um 12:58&nbsp;Uhr &mdash; war noch nicht auf der Tafel; trotzdem reihte ich mich schonmal in die zum Glück nicht gar so lange Schlange am Infotresen ein. Noch bevor ich dran war, sagte mir die Anzeigetafel das Befürchtete: Der IC&nbsp;2014 gehörte zu denen, die ganz ausfielen.</p>
<p>Am Infotresen erklärte ich dann, daß ich irgendwann heute bitteschön nach Düsseldorf möchte, und das, wenn&#8217;s geht, mit Sitzplatz, da ich mit meiner Klaustrophobie keine drei Stunden oder so in einem überfüllten Zug stehen kann, wenn wegen der ganzen Hektik eh schon die Nerven so ein bißchen blank liegen. Die Dame druckte mir die nächsten beiden vorgesehenen Zugverbindungen aus und schickte mich wegen einer Reservierung ins Reisezentrum.</p>
<p>Dort zog ich eine Nummer und wartete nochmal so etwa eine Viertelstunde, bis ich aufgerufen wurde. Am Schalter hieß es jetzt: &bdquo;Reservierung? Na Sie sind ja lustig. Ich weiß ja noch nicht mal, wann hier überhaupt irgendetwas irgendwohin fährt.&rdquo; Eine Reservierung sei völlig sinnlos, denn die fahrenden Züge erfahre man erst immer kurz vor deren Abfahrt. Na suuuper.</p>
<p>Ich holte mir bei einer Bäckerei erstmal Stärkung und stellte mich dann essend in die Bahnhofshalle vor die große Anzeigetafel, um abzuwarten, was da kommen möge. Dann wurde ein Regionalexpreß nach Mainz angezeigt. Mainz liegt quasi auf der Strecke, und von dort aus, so hoffte ich, würde ich vielleicht einen sinnvollen Anschluß bekommen. Also zog ich meinen Trolly an Gleis&nbsp;5, Die Anzeigetafel dort erklärte: &bdquo;S1, bitte nicht einsteigen&rdquo;. Der Regionalexpreß, der um 13:10&nbsp;Uhr abfahren sollte, wurde dann um etwa 13:15&nbsp;Uhr überhaupt erstmal angezeigt und fuhr ein paar weitere Minuten später ein. Ich dachte, das soll wohl ein Witz sein: Was da reinkam, war ein Züglein, eine Lok mit zwei Waggons dahinter. Der ganze Bahnsteig stand voller Leute, und selbst wenn der Zug völlig leer eingefahren wäre, hätten nicht einmal 1/5 der Leute da reingepaßt. Das war also nix.</p>
<p>Zurück in der Bahnhofshalle rief ich erstmal meine Mutter an, um kurz mitzuteilen, daß es da so ein kleines Problem gibt. Ich setzte mir eine Deadline auf 18:00&nbsp;Uhr: Würde ich bis dahin nicht wegkommen, dann wollte ich zu ihr zurückfahren und es morgen wieder versuchen.</p>
<p>Noch während des Gesprächs tauchte auf der Anzeigentafel ein ICE nach Köln auf, ICE&nbsp;508 um 13:35&nbsp;Uhr ab Gleis&nbsp;3. Also machte ich mich wieder auf den Weg. Auf dem Bahnsteig war es nicht übervoll, und der Zug kam auch nur wenige Minuten zu spät (natürlich ohne entsprechende Information durch die Bahn, warum auch&nbsp;&#8230;). Erst im letzten Moment erwischte ich dann noch einen Bahn-Menschen, der mir bestätigte, daß ich in diesem Fall auch wirklich den ICE benutzen darf, obwohl ich nur ein Ticket für den IC habe.</p>
<p>Im Zug waren zwar viele Plätze als reserviert markiert, aber es kam niemand. Jemand hob meinen Trolly auf die Gepäckablage, denn der Gepäck-Abstellplatz in der Wagenmitte war natürlich voll (genauso, wie die Bahn immer völlig davon überrascht wird, daß es im Winter schneit, sind sie auch immer wieder davon überrascht, daß Fernreisende größere Koffer dabei haben). Ich nahm mir also einen Platz in der Nähe meines Trollys, obwohl der offiziell reserviert war. Dann hieß es jedoch, der Zug würde etwas später abfahren, weil man noch auf einen anderen ICE aus Berlin warte. Damit war fast schon klar, daß ich diesen Platz nicht würde halten können. Ich fand dann jedoch einen Gangplatz ohne Reservierung ein paar Reihen weiter hinten.</p>
<p>Abgesehen davon, daß der Zugbegleiter es nicht bis zu mir schaffte, weil er in den Wagen vorher an jeder Sitzreihe so zehn Minuten lang aufgehalten wurde, um über Weiterfahrmöglichkeiten zu informieren, verlief die Fahrt problemlos. Statt des Zugbegleiters schaffte es aber immerhin die Dame mit dem Imbißwagen zu mir, und ich konnte mir einen Kaffee und einen Schokoriegel gönnen.</p>
<p>In Köln sollte es zwar theoretisch direkten Anschluß zu einem Regionalexpreß in Richtung Düsseldorf geben, aber vor Köln mußte der ICE länger warten als geplant, sodaß ich den RE nicht mehr erreichte. Ich suchte mir auf dem gelben Fahrplan die nächste Möglichkeit heraus, die kein ICE war, und ging dann einen Bahnsteig weiter nach vorn, wo ein IC nach Düsseldorf fahren sollte. Auf dem Bahnsteig fiel mir dann auf, welcher IC das sein sollte: IC&nbsp;2014. Ja, genau der. Der, für den ich eine Reservierung in der Tasche hatte. Ab Mannheim, in Wagen&nbsp;9. Allerdings fehlten laut Anzeigetafel dieser und ein weiterer Wagen an diesem Zug. Also mußte ich, da der Zug recht voll war, von Köln bis Düsseldorf stehen. Im Gang, vor der Toilettentür. Woanders war kein Platz bzw. mit dem Trolly auch kein Durchkommen.</p>
<p>Insgesamt kam ich etwa eine Viertelstunde später in Düsseldorf an als geplant. Die Informationspolitik war wie üblich katastrophal; darüber kann auch der zufällig ergatterte Sitzplatz im ICE nicht hinwegtrösten. Eine ordentlich geplante Signalanlage hätte ein Backup-System gehabt. Stattdessen hat man da wohl aus Kostengründen einen &bdquo;single point of failure&rdquo; gebaut; eine Todsünde, wenn man wichtige Infrastruktur baut. Aber wir müssen ja unbedingt an die Börse&nbsp;&#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3264&amp;md5=ec858e2e638c10cb672fe74253d85fd5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wohin mit den Bahn-Milliarden?</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/10/13/wohin-mit-den-bahn-milliarden/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 21:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[DirekteAktion startete eine Blogparade Wohin mit den Bahn-Millarden? und stellt die Frage: Nehmen wir mal an, die (derzeit) vorsichtig geschätzten 6,9 Mrd. Euro ständen zur Verfügung: Was ist wäre eurer Meinung damit zu tun? Die Leistungs-Defizite der Bahn, die dringend zu beheben wären, sind meiner Ansicht nach: Massive Investitionen in den Nahverkehr. Im Nahverkehr hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DirekteAktion startete eine Blogparade <a href="http://direkteaktion.over-blog.de/article-blogparade-wohin-mit-den-bahn-milliarden-58793321.html">Wohin mit den Bahn-Millarden?</a> und stellt die Frage:</p>
<blockquote><p>Nehmen wir mal an, die (derzeit) vorsichtig geschätzten 6,9 Mrd. Euro ständen zur Verfügung: Was ist wäre eurer Meinung damit zu tun?</p></blockquote>
<p>Die Leistungs-Defizite der Bahn, die dringend zu beheben wären, sind meiner Ansicht nach:</p>
<ul>
<li> Massive Investitionen in den Nahverkehr. Im Nahverkehr hat die Bahn wesentlich mehr Kunden als im Fernverkehr, trotzdem wird er nachrangig behandelt. Züge kommen zu spät oder fallen ganz aus, und in Berlin (S-Bahn) haben sie sogar sicherheitstechnische Mängel. Die Taktungen insbesondere an Wochenenden und nachts sind unter aller Kanone.<span id="more-3047"></span></li>
<li class="text"> Was die Sicherheit angeht, sind die Wartungsintervalle für die Züge wieder soweit zu verkürzen, daß man nicht bei jeder Fahrt mit dem Schlimmsten rechnen muß. Außerdem sind die Züge und die Strecken (Weichen etc.) winterfest zu betreiben. Dafür ist entsprechend Personal einzustellen und auszubilden. Außerdem ist dafür zu sorgen, daß die Klimaanlagen die zu erwartenden Sommer-Temperaturen aushalten und abfangen; aufgrund des Klimawandels ist bekanntermaßen mit weiterhin steigenden Temperaturen in den Sommern zu rechnen.</li>
<li class="text"> Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr ist endlich dafür zu sorgen, daß Einstiegshilfen für Rollstuhlfahrer etc. direkt an den Zügen und von den Betroffenen selbst bedienbar eingerichtet werden. Bisher gibt es an wenigen Regionalzügen Rampen, die jedoch vom Bahnpersonal bedient werden müssen. Um Mißbrauch zu vermeiden, könnte beispielsweise der bereits für Behinderten-Toiletten ausgegebene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Euroschlüssel">Euroschlüssel</a> zur Bedingung gemacht werden. Es kann jedoch nicht sein, daß ein Rollstuhlfahrer spät abends oder nachts nur deshalb nicht reisen kann, weil am Zielbahnhof kein Personal mehr anwesend ist, um die Rollstuhlrampe heranzufahren, und dann vielleicht ein Hotelzimmer buchen oder auf die Fahrt ganz verzichten muß.</li>
<li class="text"> Aus dem gleichen Grund ist eine wesentlich bessere Wartung der <a href="/2009/06/29/aufzuege-in-berlin-mal-wieder/">Aufzüge</a> an den Bahnhöfen notwendig. Barrierefreie Züge nützen gar nichts, wenn sie dann doch nicht erreichbar sind.</li>
<li class="text"> Was bei der Bahn ebenfalls nicht funktioniert, ist die Kommunikation mit den Kunden. Verspätungen sind sicher nicht immer vermeidbar, werden aber oft erst dann durchgesagt und angezeigt, wenn der Zug eigentlich schon im Gleis stehen sollte. Außerdem werden — zum <a href="/2008/01/24/puenktlichkeit-der-bahn/">Schönen der Statistik</a>? — Verspätungen oft zu gering angegeben. Bei angesagten 5 min Verspätung kann man sich generell auf 10 min einstellen, bei 10 auf bis zu 20. Gerade bei Verspätungen klappt außerdem die Information über Anschlußzüge nicht immer.</li>
<li class="text"> Im Fernverkehr (insbesondere ICE) sollten die Sitze in der 2. Klasse neu angeordnet werden. Es kann doch nicht sein, daß man, um seine Beine nicht verknoten zu müssen, 1. Klasse buchen muß. Ich bin nun nicht gerade sehr groß, habe aber im Verhältnis recht lange Beine. An einem Reihenplatz weiß ich nicht mehr, wohin damit, wenn vor mir auf dem Boden auch noch mein Handgepäck Platz finden soll, und an den Tischplätzen stößt man ständig mit den Beinen des Gegenübers aneinander. So nebenbei sind manche „Fensterplätze” zwar an der Fensterseite, aber man sieht trotzdem nichts, weil an der Stelle eine breitere Wand ist. Dann soll man mir das bitte auch nicht als Fensterplatz, sondern maximal noch als Außenplatz verkaufen.</li>
<li class="text"> Außerdem ist in den Fernzügen zu wenig Platz für Gepäck vorhanden. Nicht jeder kann es sich leisten bzw. nicht für jeden ist es möglich, sein Gepäck mit Hermes zu verschicken. Wenn ich komplett gepackt habe, habe ich einen großen Trolly, meine Gitarre und Handgepäck (Stofftasche, Kameratasche, Notebook) dabei. Schon mehr als einmal mußte ich mich von anderen Fahrgästen anpampen lassen, weil die Gepäckablage voll war und mindestens der Trolly im Weg stand. Merke: Die meisten Fernreisenden sind eben nicht Geschäftsleute mit Aktenköfferchen, sondern Leute mit richtig Gepäck. Und seine Jacke kann man oft auch nicht vernünftig aufhängen.</li>
<li class="text"> Dann wären da noch so Kleinigkeiten wie deutlich mehr Steckdosen, und nicht mehr nur eine pro 4er-Tischplatz in den ICEs (teilweise ist das sogar in den neueren ICs besser)  und endlich mal WLAN mindestens für alle ICE, und zwar nicht über überteuerte und <a href="http://www.gregel.com/6362/t-mobile-hotspot-fail-bit-ly-gesperrt/">zensierte</a> (!) T-Online-Hotspots, sondern einfach frei für alle.</li>
<li class="text"> Wo der Service auch nicht funktioniert, ist in den Schalterhallen. Um im Düsseldorfer Hauptbahnhof am Schalter ein Ticket zu kaufen und/oder eine Information zu bekommen, muß man tagsüber, egal zu welcher Zeit, 20 bis 30 Minuten Wartezeit einplanen. Im Stehen, natürlich. Die Einführung eines Systems mit Nümmerchenziehen <a href="/2009/12/15/bahn-goes-arge/">wie bei der ARGE</a> hat daran nichts geändert. Wohl dem, der seine Tickets online kaufen oder am Automaten ziehen kann und keine extra Auskunft benötigt. Und daß man auf die Einlösung seiner Bonuspunkte für einen Freifahrschein mindestens eine Woche lang warten muß und das eben nicht einfach (mit der BahnCard) am Automaten oder am Schalter geht, ist auch so ein Unding.</li>
<li class="text"> Die Preissteigerungen der letzten Jahre sind wegen der ständig steigenden Mängel mit nichts mehr begründbar. Sie sind daher zurückzunehmen. Die Fahrt von Düsseldorf nach Berlin stieg von etwa 75,00 € in 2001 auf mittlerweile 100,00 €, und die Reservierung für mindestens jetzt 2,50 € ist quasi Pflicht, weil die Züge meistens sehr voll sind. Die BahnCard 50, die mal für 200,00 € zu haben war, liegt jetzt schon bei 230,00 €. Und jedes Jahr werden im September neue Steigerungen angekündigt. Das alles offenbar nicht, um die Leistungsfähigkeit der Züge zu erhalten und zu verbessern, sondern einzig und allein zu dem Zweck, einen möglichst großen Finanzpuffer für den geplanten Börsengang anzulegen.</li>
</ul>
<p>Ich kann nicht einschätzen, wieviel die geforderten Maßnahmen kosten. Aber mit knapp 7 Mrd. Euro läßt sich doch sicher einiges anfangen &#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3047&amp;md5=da8199a0f7870cb091e1d6acc87db140" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kann ja mal passieren</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/24/kann-ja-mal-passieren/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[Kundendienst]]></category>
		<category><![CDATA[peinlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bahn verliert derzeit bei Reklamationen wohl gern mal den einen oder anderen im Original eingereichten Fahrschein. Deshalb ermittelt jetzt das Eisenbahn-Bundesamt, ob hier eine bewußte Schlamperei vorliegt. Offenbar kann man der Bahn keine Originale von Belegen anvertrauen, gerade dann nicht, wenn man von ihr aufgrund dieser Belege Geld zu bekommen hat. Also: Immer Fotokopien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bahn verliert derzeit bei Reklamationen wohl gern mal den einen oder anderen im Original eingereichten <a href="http://www.n-tv.de/panorama/Schikanen-bei-Reklamationen-article1125731.html">Fahrschein</a>. Deshalb ermittelt jetzt das Eisenbahn-Bundesamt, ob hier eine bewußte Schlamperei vorliegt.</p>
<p>Offenbar kann man der Bahn keine Originale von Belegen anvertrauen, gerade dann nicht, wenn man von ihr aufgrund dieser Belege Geld zu bekommen hat. Also: Immer Fotokopien einschicken. Originale kann man immer noch am Schalter zur Einsichtnahme vorlegen. Das Original kriegen sie erst dann, wenn das Geld geflossen ist oder der Fall sonstwie abgeschlossen wurde.</p>
<p>Ich fühlte mich bei dieser Meldung gleich an gewisse Behörden erinnert. Die können das nämlich auch sehr gut.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2760&amp;md5=bc0175be32b666d16c25d48de899a1ae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich war&#8217;s nicht, der war&#8217;s!</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/21/ich-wars-nicht-der-wars/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:24:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>

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		<description><![CDATA[So in etwa spielt sich derzeit Bahnchef Rüdiger Grube auf. Nun sollen es auf einmal die Hersteller der Züge gewesen sein, die für die schlimmen Zustände bei der Bahn verantwortlich sind. Ja ne is klar. Also wenn ich was bei einem Hersteller bestelle, und die Ware entspricht nicht dem, was ich bestellt und bezahlt habe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So in etwa spielt sich derzeit Bahnchef Rüdiger Grube auf. Nun sollen es auf einmal die <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn1238.html">Hersteller der Züge</a> gewesen sein, die für die schlimmen Zustände bei der Bahn verantwortlich sind. Ja ne is klar.</p>
<p>Also wenn ich was bei einem Hersteller bestelle, und die Ware entspricht nicht dem, was ich bestellt und bezahlt habe, dann mach ich den Hersteller rund — und zwar nicht erst dann, wenn es geknallt hat, sondern direkt nach der Lieferung. Hat man bei der Bahn dafür schon kein Personal mehr? Oder ist man vor Siemens &amp; Co. zu feige?</p>
<p><span id="more-2743"></span></p>
<p>Ich meine — allein die Probleme mit Rädern und Achsen sind doch nun schon seit Jahren bekannt! Warum wurde Siemens noch nicht mit Nachbesserungen beauftragt? Oder woanders bestellt und Siemens die Differenz in Rechnung gestellt, wie es jede andere Firma auch macht? Da will die Bahn ein Wirtschaftsunternehmen sein und benimmt sich bei Reklamationen wie ein dummer Anfänger.</p>
<p>Und daß die Klimaanlagen in echten Sommern nichts taugen, wußte man bereits nach dem heißen Sommer 2003. Man hat also sieben Jahre lang bezüglich der Klimaanlagen rein gar nichts unternommen. Arbeitet man da nach dem Prinzip Hoffnung — es wird schon nicht nochmal so heiß werden? Aber nein, viel schöner: Man hat es dermaßen verdrängt, daß der relativ neue Bahnchef Grube davon <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/Bahnchef-voellig-ueberrascht-von-ICE-Problemen-id3245710.html">völlig überrascht</a> wurde. Ach so, ich vergaß: Kommunizieren kann die Bahn ja nicht. Offenbar auch nicht intern.</p>
<p>Hinterher dann aber solche Behauptungen aufzustellen und dabei alle <a href="http://www.tagesschau.de/inland/bahn1186.html">anderen Hinweise</a> zu ignorieren, ist nicht mehr nur stümperhaft. Das ist fahrlässige Körperverletzung und Tötung. Die Verantwortung für all das tragen die Bahn und die Verkehrspolitik. All das passiert nur, weil ein paar Vollpfosten der <a href="http://www.tagesschau.de/inland/bahn1190.html">Meinung waren</a>, man müsse eine unserer wichtigsten Infrastrukturen privatisieren und an die Börse bringen, gerne auch auf Kosten der Reisenden.</p>
<p>Herr Grube, das ist Ihre Verantwortung. So billig kommen Sie nicht davon.</p>
<p><strong>[Update 2010-07-21 15:15]</strong> Holger hat da auch mal noch <a href="http://rz.koepke.net/2010/07/21/bahn-ag-entschadigt-und-ihr-chef-heult/">ein paar Takte</a> zu geschrieben. Das Zitat aus der FTD hat&#8217;s in sich. <strong>[/Update]</strong></p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2743&amp;md5=16e3db51772882f044471a04011b3972" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kaputte Bahn</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/11/kaputte-bahn/</link>
		<comments>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/11/kaputte-bahn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 18:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Zu besichtigen sind die Trümmer eines aus Geltungsdrang und Habgier kaputtgesparten, ehemals funktionierenden öffentlichen Verkehrsmittels”, erklärte XiongShui vor einer Stunde auf Twitter. Ja, so ist das. Wir hatten mal eine gute, zuverlässige, pünktliche und sichere Bahn. Bis so ein paar Hornochsen auf die Schnapsidee kamen, es sei doch eine tolle Sache, die Bahn zu privatisieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Zu besichtigen sind die Trümmer eines aus Geltungsdrang und Habgier kaputtgesparten, ehemals funktionierenden öffentlichen Verkehrsmittels”, erklärte <a href="https://twitter.com/XiongShui/status/18279007227">XiongShui</a> vor einer Stunde auf Twitter. Ja, so ist das.</p>
<p>Wir hatten mal eine gute, zuverlässige, pünktliche und sichere Bahn. Bis so ein paar Hornochsen auf die Schnapsidee kamen, es sei doch eine tolle Sache, die Bahn zu privatisieren und an die Börse zu bringen. Die Deutsche Bahn. Eine unserer wichtigsten Infrastruktur-Einrichtungen. Wie bescheuert muß man sein?</p>
<p>Trotz jährlicher, teils massiver Fahrpreiserhöhungen scheint es mittlerweile eher die Ausnahme als Normalzustand zu sein, daß ein Zug pünktlich kommt — und das längst nicht mehr nur an besonders heißen oder kalten Tagen.</p>
<p><span id="more-2702"></span></p>
<p>Schlimmer ist jedoch, daß sich Ausfälle wie Unfälle aufgrund von schlechter Wartung, Personalmangel usw. häufen. Dabei geschehen teilweise regelrechte Katastrophen, die hätten vermieden werden können, wenn man nicht der Meinung gewesen wäre, die Bahn müsse nicht mehr primär Menschen und Güter transportieren, sondern vor allem Gewinne abwerfen. Die Bahn als Gesellschaftsaufgabe sei nicht mehr zeitgemäß, heute müsse alles privat gemacht werden. Spätestens seit den letzten zwei Jahren wissen wir, daß wir alle, als Gesellschaft, für diese idiotische Entscheidung immer wieder werden bezahlen müssen:</p>
<ul>
<li> Am 9. Juli 2008 <a href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,564922,00.html">entgleist ein ICE in Köln</a> — bei Schrittgeschwindigkeit kurz nach der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof. Grund: Bruch einer Radsatzwelle. Wäre dasselbe bei Höchstgeschwindigkeit geschehen, dann hätte daraus eine <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article2222525/ICE_Unfall_waere_fast_zur_Katastrophe_geworden.html">Wiederholung</a> des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ICE-Unglück_von_Eschede">Unglücks von Eschede</a> werden können.</li>
<li class="text"> Mitte November 2008 stellt ein Untersuchungsbericht zu einem ICE-Unfall mit einer Schafherde fest: <a href="http://www.zeit.de/bahn-schafherde-untersuchungsbericht">Das Katastrophenmanagement der Bahn war ein Desaster.</a></li>
<li class="text"> Am 1. Mai 2009 <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/s-bahn-prueft-nach-unfall-konsequenzen/1502874.html">entgleist eine S-Bahn</a> in Berlin mit einem Riß im Radreifen. Der Wartungszyklus des Zuges war vorher um zwei Jahre verlängert worden.</li>
<li class="text"> Am 8. September 2009 berichtet die Tagesschau, daß die Berliner S-Bahn drei Viertel ihrer Züge wegen <a href="http://www.tagesschau.de/inland/sbahnberlin110.html">eventuell defekter Bremsen</a> aus dem Verkehr ziehen muß, bis alle Züge überprüft sind.</li>
<li class="text"> Im Januar 2010 fallen massenweise Züge aus: Der NDR berichtet am 30. Januar 2010 von <a href="http://www.ndr.de/nachrichten/winterverkehr108.html">Schneeverwehungen</a>, die in Norddeutschland auch den Bahnverkehr zusammenbrechen lassen.</li>
<li class="text"> Am 26. Februar 2010 berichtet RBB Online, daß es schon wieder <a href="http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_02/junge_reyer_will_bahn.html">Ausfälle bei der Berliner S-Bahn</a> gibt. Diesesmal geht es bei einer älteren Zugreihe um Risse in den Rädern.</li>
<li class="text"> Am 17. April 2010 verliert ein ICE in voller Fahrt <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article7223475/ICE-verliert-Tuer-bei-voller-Fahrt-sechs-Verletzte.html">eine Tür</a>, die beim entgegenkommenden Zug einschlägt wie eine Bombe.</li>
<li class="text"> Die Zeit meldet am 4. Juli 2010, daß in diesem Jahr bereits <a href="http://www.zeit.de/news-nt/2010/7/4/iptc-bdt-20100704-350-25428266xml">neun Güterzüge entgleist</a> sind — und die Bahn keine Zusammenhänge sehen will.</li>
</ul>
<p>Und aktuell? Am bis dahin heißesten Tag des Jahres kollabierten gestern in einem ICE neun Schüler und eine hochschwangere Frau, weil die <a href="http://www.wdr.de/themen/panorama/wetter02/sommer_2010/100711.jhtml">Klimaanlage ausgefallen</a> ist. Aber die Bahn läßt heute bei weiterhin hohen Temperaturen ihre Fahrgäste trotz defekter Klimaanlagen in überfüllte Züge steigen: Eine Journalistin der Rheinischen Post berichtet heute laufend von einer Fahrt in einem ICE von Berlin nach Düsseldorf, daß — die <a href="http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Unsere-Redakteurin-schwitzt-im-Pannen-Zug_aid_880380.html">Klimaanlagen in den Zügen ausfallen</a>. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen <a href="http://www.express.de/news/panorama/bundespolizei-ermittelt-gegen-die-bahn/-/2192/4401732/-/index.html">Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung</a>.</p>
<p>Wieviele Menschen sind wohl heute in den Zügen zusammengeklappt? Wieviele werden ins Krankenhaus müssen? Wer bezahlt dafür? Die Bahn verspricht Entschädigungen; vermutlich sind Entschädigungen billiger, als dafür zu sorgen, daß die Klimaanlagen einfach mal funktionieren und die Züge nicht überfüllt werden.</p>
<p>Herr Bundesverkehrsminister! Machen Sie Schluß mit diesem Wahnsinn, erkennen Sie die Bahn wieder als das, was sie ist: Als Gesellschaftsaufgabe, die von allen, also vom Staat zu erfüllen ist! Ja, das kostet etwas. Aber diese Kosten sollen dann bitte alle tragen und nicht immer nur die Betroffenen von Ausfällen und die Opfer teils schwerer Unfälle!</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2702&amp;md5=a73490bc16d29ca9d5f46041741ce5af" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bahntickets nur noch per Handy?</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/05/bahntickets-nur-noch-per-handy/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 12:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzfahrer]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese, &#8216;tschuldigung, durchgeknallte Idee ließ Bahnchef Rüdiger Grube laut der Süddeutschen verlauten. Danach sollten Kundenschalter und Fahrscheinautomaten abgeschafft werden. Herr Grube setzt also voraus, daß jeder, der mit der Bahn fahren möchte, gefälligst ein passendes Smartphone zu besitzen hat. Und natürlich, daß der Mobilfunk-Empfang überall gut genug ist, um damit zuverlässig Fahrscheine buchen zu können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese, &#8216;tschuldigung, durchgeknallte Idee ließ Bahnchef Rüdiger Grube laut der Süddeutschen <a href="http://www.sueddeutsche.de/C5J38C/3433367/Bahn-Fahrkarten-nur-noch-per-Handy.html">verlauten</a>. Danach sollten Kundenschalter und Fahrscheinautomaten abgeschafft werden.</p>
<p>Herr Grube setzt also voraus, daß jeder, der mit der Bahn fahren möchte, gefälligst ein passendes Smartphone zu besitzen hat. Und natürlich, daß der Mobilfunk-Empfang überall gut genug ist, um damit zuverlässig Fahrscheine buchen zu können. Schließlich hat natürlich auch jeder einen Internetzugang, um sich über Tarife und Fahrzeiten zu informieren, denn am Schalter soll das ja nicht mehr gehen.</p>
<p><span id="more-2664"></span></p>
<p>Nun haben Smartphones und Internetzugänge ja eigentlich gar nichts mit der Bahn zu tun. Es ist sicher vorteilhaft insbesondere für Vielfahrer, wenn man sich seine Fahrscheine auf diese bequeme Weise über das Handy oder online bestellen kann. Aber selbst ich als doch recht geübte Bahn-Kundin benötige hin und wieder eine Auskunft am Schalter, die ich auf der Website nicht bekomme — entweder, weil sie zu gut versteckt ist, oder weil sie da einfach gar nicht steht. Deutlich schwieriger dürfte das für (potentielle) Kunden sein, die nicht wissen, wo sie nachsehen können.</p>
<p>Ich stelle mir das schön bildlich vor: An einem gottverlassenen Kleinstadt-Bahnhof steht da nun ein Fahrgast und braucht einen Fahrschein. Online bestellen war nicht drin, weil die Fahrt zu kurzfristig notwendig wurde. Der Schalter in dem dringend renovierungsbedürftigen Gebäude ist schon seit Jahren geschlossen, nun wurde auch der Fahrscheinautomat abgebaut. Der Handy-Empfang ist unter aller Kanone, oder unser Fahrgast hat gar kein Handy (soll es tatsächlich noch geben). Wenn er den Fahrschein im Zug nicht vorweisen kann, wird ihm automatisch das &bdquo;erhöhte Beförderungsentgelt” aufgebrummt. Und nu?</p>
<p>So nebenbei frage ich mich, wie das dann mit dem Datenschutz funktioniert &#8230;</p>
<p>Die Nahverkehrsbetriebe machen es schon seit Jahren vor: Man baut die Automaten ab, Schalter gibt es schon seit 20 Jahren keine mehr oder nur in ganz wenigen „Kunden-Centern”, in welchen man lange Wartezeiten einplanen muß. Die Automaten in den Bahnen nehmen nur Münzgeld oder Geldkarten, sofern sie überhaupt funktionieren; wer nur Scheine hat, hat Pech gehabt. Und die Fahrer verkaufen nur noch Einzelfahrscheine zum sofortigen Antritt; man bekommt dort weder die günstigeren Mehrfahrten-Karten noch irgendwelche Zeitkarten (bis auf Tages- bzw. 24-Stunden-Tickets) oder Gruppenkarten.</p>
<p>Was uns da als Sparmaßnahmen verkauft wird, kann ich eigentlich nur noch als eine Aufforderung zum Schwarzfahren ansehen — oder als Aufforderung dazu, gar nicht mehr einzusteigen. Wie sollen die Kunden denn noch legal mit der Bahn fahren können, wenn ihnen der Fahrscheinkauf dermaßen erschwert wird?</p>
<p>Ach so, die umweltfreundliche Bahn will gar keine Kunden? Stören die etwa nur den Betrieb? Dann soll Herr Grube das doch bitte gleich sagen.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2664&amp;md5=f33073abc74a321539ecbd4b37f53f6f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist immer etwas &#8230;</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/04/ist-immer-etwas/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 17:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[BahnCard]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[Laserdrucker]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; damit nicht wird langweilik”, pflegte meine ungarisch-stämmige Gesangslehrerin vor 20&#160;Jahren zu sagen. Das dekliniere ich hier grade mal wieder durch. Der UMTS-Stick läuft ja jetzt, und auch für meinen defekten Infrarot-Kopfhörer habe ich ein funkendes Ersatzexemplar gefunden, und sogar eines, das dieselben Akkus verwendet. Dann stellte sich allerdings heraus, daß meinen beiden Akkus die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; damit nicht wird langweilik”, pflegte meine ungarisch-stämmige Gesangslehrerin vor 20&nbsp;Jahren zu sagen. Das dekliniere ich hier grade mal wieder durch.</p>
<p>Der <a href="/2010/06/18/wenn-so-gar-nix-mehr-geht/">UMTS-Stick</a> läuft ja jetzt, und auch für meinen <a href="https://twitter.com/AtariFrosch/status/15580722684">defekten Infrarot-Kopfhörer</a> habe ich ein funkendes Ersatzexemplar gefunden, und sogar eines, das dieselben Akkus verwendet.</p>
<p><span id="more-2645"></span></p>
<p>Dann stellte sich allerdings heraus, daß meinen beiden Akkus die vier Wochen ohne Betrieb wohl geschadet haben; schafften sie bislang noch zwei bzw. vier Stunden, so liegen jetzt beide bei maximal noch 1,5 Stunden Laufzeit. Der Akku, der beim Funkkopfhörer dabei war, hält 5,5 Stunden lang. Die Aufladezeit dieser Akkus liegt bei schätzungsweise acht Stunden. Für einen längeren Hörgenuß reichen mir 5,5 Stunden nicht aus. Ich werde mir also wohl noch einen zusätzlichen Akku kaufen müssen; immerhin liegen die mittlerweile bei 6,80 € und nicht mehr, wie zu der Zeit, als ich mir den ersten Ersatz-Akku kaufte, bei wenigstens&nbsp;20.</p>
<p>Dann war da noch die Sache mit dem <a href="/2010/06/24/drucker-mit-altersschwaeche/">alten Drucker</a>. Den kann sich mittlerweile gern jemand, der meint, den Papiereinzug hinbekommen zu können und kräftig genug ist, hier abholen; er wiegt ohne Toner und Papiercassette 22,5 kg und muß aus dem 5.&nbsp;Stock nach unten getragen werden. Wenn er bis Herbst nicht weg ist, muß ich ihn wohl doch irgendwie zum Elektroschrott geben. Ach ja, das Druckwerk ist noch in Ordnung, und es ist eine volle Kartusche dabei.</p>
<p>Der LaserJet IIIp <a href="http://twitpic.com/20893d">wellt</a> mir allerdings weiterhin das Papier, und ich werde wohl in eine neue Tonerkartusche investieren müssen. Kostenpunkt: 23,50 € bei eBay. Wenn ich Pech habe, war&#8217;s nicht die Tonerkartusche, dann würde ich den Drucker auch entsorgen und müßte mir dann einen anderen gebrauchten Laserdrucker kaufen. Nein, mit Tintenstrahlern fange ich gar nicht erst an. Bei meinem Bedarf kaufe ich dann alle halbe Jahre die Kartuschen nach, weil sie eingetrocknet sind.</p>
<p>Ja, und weil das alles offenbar noch nicht genügt, hat jetzt auch noch meine Luftmatratze ein Loch. Als ich aus dem Urlaub zurückkam, fiel mir auf, daß ich gar keine verspannten Beine mehr habe, wie sonst seit bald zwei Jahren fast ununterbrochen. Ich hatte in den zwei Wochen, die ich unterwegs war, überall auf meiner Luftmatratze geschlafen. Nach wenigen Tagen im eigenen Bett war das Laufen schon wieder mit Schmerzen verbunden.</p>
<p>Naheliegende Schlußfolgerung: Die Luftmatratze tut mir besser als mein olles Bett. Daß dessen Rost und Matratze fällig sind, weiß ich ja schon seit Jahren, aber das, was mir wirklich helfen würde, kann ich mir nicht leisten. Sonderangebote in Bettenläden, bei Ikea oder auch mal Aldi helfen mir da gar nichts, weil das Zeug da üblicherweise für Erwachsene bis etwa 80&nbsp;kg ausgelegt ist. Ich hab da doch ein <em>bißchen</em> mehr. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie auch immer, jedenfalls habe ich vor einer Woche mein Bett abgebaut und schlafe seitdem auch hier auf der Luftmatratze. Heute Mittag, als ich mich nochmal hingelegt hatte, machte es plötzlich pfffffft. Vorhin habe ich dann das Loch gefunden: Ein Riß von einem guten Millimeter Länge im Kopf-Bereich. Wie der da hinkommt &mdash; keine Ahnung, wohl aber wie er rauskommen soll: Zu der Matratze gehört ein Flick-Set.</p>
<p>Also, nach Anleitung schön die Luft zumindest mal ein gutes Stück weit rausgelassen (zum Suchen mußte ich ja wieder voll aufpumpen), dann den Flicken großzügig zurechtgeschnitten. Dann öffnete ich die kleine Tube mit dem Vinylkleber. Die sah allerdings irgendwie schon seltsam aus, als wäre sie schon fast leer. Was dann rauskam, war nur noch ein eingetrockneter Rest, der natürlich auch nicht mehr klebte.</p>
<p>Nun habe ich mir bei eBay ein Flickzeug geschossen (mit Versand gut 5&nbsp;&euro;), das eigentlich für Wasserbetten gedacht ist, aber wohl auch einen passenden Vinyl-Klebstoff enthalten soll. Hier wieder das gleiche wie mit dem Drucker: Wenn das dann auch nicht hilft, kann ich die Luftmatratze entsorgen und mir eine neue beschaffen. Unter 25&nbsp;&euro; wird das nicht laufen &mdash; ohne Pumpe; mit Pumpe nicht unter 40&nbsp;&euro;. Eine Pumpe habe ich, allerdings weiß ich nicht, ob die dann überall paßt, da es die ursprünglich innen eingebaute Pumpe meiner <a href="/2009/08/16/aufgepumpt/">vormaligen Luftmatratze</a> ist. Die ist ja eher eine Notlösung (funktioniert aber immer noch!). Generell habe ich aber eigentlich keine Lust, mir jedes Jahr eine neue Luftmatratze zu kaufen.</p>
<p>So nebenbei muß ich jetzt wohl für die BahnCard&nbsp;50 den vollen Preis hinlegen, weil ich ja derzeit keinen gültigen Rentenausweis habe. 230 statt 118&nbsp;&euro; sind schon ein Wort. Aber ohne bin ich doch ziemlich immobil. Ja, es gibt die 29-Euro-Tickets. Nein, die nützen mir nichts, wenn ich das Pech habe, krank zu werden oder sich an meinen Reiseplänen sonst irgendwas ändert. Denn diese Tickets unterliegen einer absoluten Zugbindung. Zug nicht erreicht &mdash; Pech gehabt. Und dann möchte ich nicht, wie im August 2008, <a href="/2008/08/30/krank-im-urlaub/">krank in Berlin</a> sitzen und erst Tage später zurück fahren können, dann müßte ich nämlich mal eben 100&nbsp;&euro; auftreiben.</p>
<p>Ach ja, eine CF-Karte war auch fällig, weil meine 2-GB-Karte ja nicht mehr wollte und ich mit der 512-MB-Karte nicht weit komme. Lauter so Kleinigkeiten.</p>
<p>Eigentlich wollte ich mir ein paar dringend benötigte Sommerhosen kaufen, aber ich fürchte, das wird nix&nbsp;&#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2645&amp;md5=e1f0690f2773123207cacc6edf2df35d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Silvester ganz anders</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/01/04/silvester-ganz-anders/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 10:47:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Silvester]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollten Alex und ich nach dem CCC-Congress am 31. Dezember nach Hamburg fahren, um uns das Feuerwerk an den Landungsbrücken anzusehen. Danach wollten wir die Nacht durchmachen und mit den ersten Zügen wieder jeweils nach Heidelberg bzw. Düsseldorf heimfahren. Aber dann kam alles ganz anders. Denn am zweiten Congress-Tag brach sich Alex ein Bein und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollten Alex und ich nach dem CCC-Congress am 31. Dezember nach Hamburg fahren, um uns das Feuerwerk an den Landungsbrücken anzusehen. Danach wollten wir die Nacht durchmachen und mit den ersten Zügen wieder jeweils nach Heidelberg bzw. Düsseldorf heimfahren. Aber dann kam alles ganz anders.</p>
<p><span id="more-2039"></span></p>
<p>Denn am zweiten Congress-Tag brach sich Alex ein Bein und mußte erstmal ins Krankenhaus. Damit war die Fahrt nach Hamburg natürlich erledigt; alleine wollte ich das dann auch nicht machen.</p>
<div class="picright"><img src="/bilder/2009/1231-schnee.jpg" alt="Reinickendorf im Schnee" width="133" height="200" /></div>
<p>Stattdessen stapfte ich an Silvester vom Haus meiner Gastgeberin in Reinickendorf durch etwa 20 cm Schnee zur U-Bahn, um ins Virchow-Klinikum zu fahren. Diese Verbindung klappt recht gut: U8 von Reinickendorf Rathaus bis Osloer Straße, dann in die Tram 50 oder in die Metrotram M13 bis Virchow-Klinikum (Endstelle). Da ich keine S-Bahn benötigte, mußte ich auch nicht mit Ausfällen rechnen. Im Gegenteil, die Bahnen fuhren sehr zuverlässig und in einem angenehm dichten Takt.</p>
<p>An der Osloer Straße versorgte ich uns dann noch mit Saft, denn im Krankenhaus bekommen die Patienten ja nur Mineralwasser hingestellt, was auf Dauer nicht jeder mag, und die Getränke dort im Automaten sind ziemlich teuer. Außerdem brauchte ich für den Tag ja auch noch was zu essen. Zumindest an einigen U-Bahn-Stationen betreibt die BVG &mdash; ich vermute mal, mit Franchise-Nehmern &mdash; kleine Läden unter dem Titel &bdquo;Fahrscheine und mehr&rdquo;. Diese Läden sind vom Angebot her mit Tankstellen-Shops vergleichbar, nur daß es auch frische belegte Brötchen gibt und eben Fahrscheine statt Benzin und Diesel.</p>
<p>Immerhin hatten wir statt Ausharren bei Minusgraden ein angenehm warmes Zimmer. Später kam dann auch meine Gastgeberin dazu, und so verbrachten wir den Nachmittag und den Abend mit reden, erzählen, quatschen, Witze reißen. Das Krankenhauspersonal hatte Erlaubnis gegeben, daß Besucher bis Mitternacht bleiben dürften, solange keiner gestört wird; normalerweise endet die Besuchszeit um 20&nbsp;Uhr.</p>
<p>Den ganzen Abend lang knallten Feuerwerkskörper. Anscheinend können die Berliner es nicht abwarten &mdash; oder müssen alles vorher ausprobieren, damit&#8217;s auch funktioniert. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Um Mitternacht gab es statt Sekt ein paar Knuddels, wir verschickten und empfingen liebe SMS &mdash; teils schon Stunden vorher, denn bekanntermaßen sind die Mobilfunknetze in der Silvesternacht <em>etwas</em> überlastet.</p>
<p>Obwohl wir leider keinen Blick in Richtung Brandenburger Tor hatten, bekamen wir dann um Mitternacht doch ein recht nettes Silvesterfeuerwerk zu sehen.</p>
<p class="center">
<img src="/bilder/2010/0101-feuerwerk.jpg" width="400" height="267" alt="Feuerwerk in Berlin" />
</p>
<p>Am Ende hat es sich immerhin als klug erwiesen, nicht nach Hamburg gefahren zu sein. Denn wir wären vermutlich am Neujahrsmorgen nicht oder zumindest nicht ohne Weiteres nach Hause gekommen, weil die Bahn doch nicht so winterfest ist, wie sie gern wäre (Tagesschau: <a href="http://www.tagesschau.de/inland/wetter226.html">Vereiste Oberleitungen behindern IC-Strecken weiter</a>). Allerdings waren es keineswegs nur die Oberleitungen; wie an diversen Bahnhöfen und in den Zügen zu hören war, waren auch Weichen eingefroren. So ist das halt, wenn man bei der Wartung spart.</p>
<p>Stattdessen fuhr ich gestern von Berlin aus direkt nach Hause. Im Buchungssystem der Bahn war mir der ausgewählte ICE zwar als &bdquo;stark ausgelastet&rdquo; angezeigt worden, und ich bekam offiziell nur einen Platz im Gang statt am Fenster, aber die anderen Reservierungen am selben Tisch wurden gar nicht wahrgenommen, sodaß ich dann doch am Fenster sitzen konnte. So voll wie befürchtet wurde es dann auch insgesamt nicht. Eventuell haben nicht wenige Fahrgäste ihre Reisen umgeplant, ohne daß die Reservierungen gelöscht wurden, denn die Winterprobleme der Bahn waren ja schon vorher bekannt geworden.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2039&amp;md5=6b8e1fc6a6ab9ed992e9d72e77470c3c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bahn goes ARGE</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2009/12/15/bahn-goes-arge/</link>
		<comments>http://blog.atari-frosch.de/2009/12/15/bahn-goes-arge/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 16:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Internetausdrucker]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mir heute — endlich — mein Ticket nach Berlin zum CCC-Congress geholt. Das kann ich mir nur leisten, weil ich über die BahnCard genügend Punkte für eine Freifahrt gesammelt hatte. Aber die Bahn gestaltet die Einlösung der Punkte so umständlich, daß man glauben könnte, sie habe sich das bei der ARGE abgeguckt. Zunächst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir heute — endlich — mein Ticket nach Berlin zum <a href="https://events.ccc.de/congress/2009/wiki/Main_Page">CCC-Congress</a> geholt. Das kann ich mir nur leisten, weil ich über die BahnCard genügend Punkte für eine Freifahrt gesammelt hatte. Aber die Bahn gestaltet die Einlösung der Punkte so umständlich, daß man glauben könnte, sie habe sich das bei der ARGE abgeguckt.</p>
<p>Zunächst einmal kann man die Punkte nicht direkt beim Fahrscheinkauf im Internet einlösen. Das wäre doch viel zu einfach! Nein, man muß sich einen Gutschein anfordern (das geht immerhin noch online). Ein paar Tage später bekommt man einen Brief mit einem Gutschein-Code. Mit dem muß man dann zum Bahnschalter, um sich den eigentlichen Fahrschein rauszusuchen und abzuholen.</p>
<p><span id="more-1940"></span></p>
<p>An diesen Fahrschein ist man dann absolut gebunden. Wer also beispielsweise krank wird, hat verloren: Umtausch oder Erstattung werden ausgeschlossen.</p>
<p>Mehr noch: Bei der Einlösung dieser Freifahrt muß mindestens ein Teilstück im IC/EC oder ICE gefahren werden, aber die dafür meistens sinnvolle und notwendige Reservierung ist nicht enthalten, die muß man extra kaufen. Und das, obwohl Zugnummer, Datum und Abfahrtszeit auf dem Fahrschein aufgedruckt sind! Nach der kürzlichen jährlichen Preiserhöhung kostet die Reservierung am Schalter jetzt 4,50 €.</p>
<p>Die Bahn hat sich aber, zumindest im Düsseldorfer Hauptbahnhof, noch mehr von der ARGE abgeguckt als nur die Bürokratie. Nach dem Umbau des Hauptbahnhofs ist das Reisezentrum zumindest optisch ein wenig kleiner geworden. Wer jetzt an einen Schalter möchte, stellt sich nicht mehr einfach in eine der Schlangen, sondern zieht eine Wartenummer. Auf zwei Anzeigetafeln kann man dann ablesen, wann man dran ist und an welchem Schalter. Diese Masche kann allerdings natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, daß weiterhin zu wenig Schalter besetzt sind. Als ich meine Nummer zog, waren nur zwei von 15 (?) Schaltern besetzt und 30 Kunden vor mir. Immerhin merkten sie dann relativ schnell, daß es vielleicht eine gute Idee wäre, doch ein paar Schalter mehr zu besetzen. Voll besetzt waren die Schalter aber die ganze Zeit über nicht — aber das kennen wir ja schon von vorher.</p>
<p>Es gibt zwar ein paar Sitzplätze, aber die sind natürlich mehr oder weniger ständig voll. Zwei extra für „Seh- und Gehbehinderte” reservierte Plätze stehen so, daß man von dort aus die Anzeigetafeln nicht sehen kann; die hat man dann nämlich im Rücken. Das ist dann natürlich besonders, ähm, behindertenfreundlich.</p>
<p>So nebenbei frage ich mich, ob dem Betriebsrat der Bahn aufgefallen ist, daß mit dem Nummernsystem überprüft werden kann, welcher Bedienstete wie lange braucht, um einen Kunden abzufertigen. Denn wenn ein Schalter wieder frei wird, drückt die/der dortige Angestellte einen Knopf, damit auf den Tafeln die nächste Nummer für ihren/seinen Schalter angezeigt wird. Das aber nur so nebenbei.</p>
<p>Beim Warten fiel mir dann noch ein Plakat auf: Die Städte-Fahrpläne, die bislang kostenlos auch in dieser Schalterhalle auslagen, muß man jetzt für 1 € „Schutzgebühr” in der Bahnhofsbuchhandlung kaufen.</p>
<p>Bahn-Service: #fail.</p>
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