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	<title>Froschs Blog &#187; Bahn</title>
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	<description>Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat</description>
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		<title>Kann ja mal passieren</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[Kundendienst]]></category>
		<category><![CDATA[peinlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bahn verliert derzeit bei Reklamationen wohl gern mal den einen oder anderen im Original eingereichten Fahrschein. Deshalb ermittelt jetzt das Eisenbahn-Bundesamt, ob hier eine bewußte Schlamperei vorliegt.
Offenbar kann man der Bahn keine Originale von Belegen anvertrauen, gerade dann nicht, wenn man von ihr aufgrund dieser Belege Geld zu bekommen hat. Also: Immer Fotokopien einschicken. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bahn verliert derzeit bei Reklamationen wohl gern mal den einen oder anderen im Original eingereichten <a href="http://www.n-tv.de/panorama/Schikanen-bei-Reklamationen-article1125731.html">Fahrschein</a>. Deshalb ermittelt jetzt das Eisenbahn-Bundesamt, ob hier eine bewußte Schlamperei vorliegt.</p>
<p>Offenbar kann man der Bahn keine Originale von Belegen anvertrauen, gerade dann nicht, wenn man von ihr aufgrund dieser Belege Geld zu bekommen hat. Also: Immer Fotokopien einschicken. Originale kann man immer noch am Schalter zur Einsichtnahme vorlegen. Das Original kriegen sie erst dann, wenn das Geld geflossen ist oder der Fall sonstwie abgeschlossen wurde.</p>
<p>Ich fühlte mich bei dieser Meldung gleich an gewisse Behörden erinnert. Die können das nämlich auch sehr gut.</p>
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		<title>Ich war&#8217;s nicht, der war&#8217;s!</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/21/ich-wars-nicht-der-wars/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:24:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>

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		<description><![CDATA[So in etwa spielt sich derzeit Bahnchef Rüdiger Grube auf. Nun sollen es auf einmal die Hersteller der Züge gewesen sein, die für die schlimmen Zustände bei der Bahn verantwortlich sind. Ja ne is klar.
Also wenn ich was bei einem Hersteller bestelle, und die Ware entspricht nicht dem, was ich bestellt und bezahlt habe, dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So in etwa spielt sich derzeit Bahnchef Rüdiger Grube auf. Nun sollen es auf einmal die <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn1238.html">Hersteller der Züge</a> gewesen sein, die für die schlimmen Zustände bei der Bahn verantwortlich sind. Ja ne is klar.</p>
<p>Also wenn ich was bei einem Hersteller bestelle, und die Ware entspricht nicht dem, was ich bestellt und bezahlt habe, dann mach ich den Hersteller rund — und zwar nicht erst dann, wenn es geknallt hat, sondern direkt nach der Lieferung. Hat man bei der Bahn dafür schon kein Personal mehr? Oder ist man vor Siemens &amp; Co. zu feige?</p>
<p><span id="more-2743"></span></p>
<p>Ich meine — allein die Probleme mit Rädern und Achsen sind doch nun schon seit Jahren bekannt! Warum wurde Siemens noch nicht mit Nachbesserungen beauftragt? Oder woanders bestellt und Siemens die Differenz in Rechnung gestellt, wie es jede andere Firma auch macht? Da will die Bahn ein Wirtschaftsunternehmen sein und benimmt sich bei Reklamationen wie ein dummer Anfänger.</p>
<p>Und daß die Klimaanlagen in echten Sommern nichts taugen, wußte man bereits nach dem heißen Sommer 2003. Man hat also sieben Jahre lang bezüglich der Klimaanlagen rein gar nichts unternommen. Arbeitet man da nach dem Prinzip Hoffnung — es wird schon nicht nochmal so heiß werden? Aber nein, viel schöner: Man hat es dermaßen verdrängt, daß der relativ neue Bahnchef Grube davon <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/Bahnchef-voellig-ueberrascht-von-ICE-Problemen-id3245710.html">völlig überrascht</a> wurde. Ach so, ich vergaß: Kommunizieren kann die Bahn ja nicht. Offenbar auch nicht intern.</p>
<p>Hinterher dann aber solche Behauptungen aufzustellen und dabei alle <a href="http://www.tagesschau.de/inland/bahn1186.html">anderen Hinweise</a> zu ignorieren, ist nicht mehr nur stümperhaft. Das ist fahrlässige Körperverletzung und Tötung. Die Verantwortung für all das tragen die Bahn und die Verkehrspolitik. All das passiert nur, weil ein paar Vollpfosten der <a href="http://www.tagesschau.de/inland/bahn1190.html">Meinung waren</a>, man müsse eine unserer wichtigsten Infrastrukturen privatisieren und an die Börse bringen, gerne auch auf Kosten der Reisenden.</p>
<p>Herr Grube, das ist Ihre Verantwortung. So billig kommen Sie nicht davon.</p>
<p><strong>[Update 2010-07-21 15:15]</strong> Holger hat da auch mal noch <a href="http://rz.koepke.net/2010/07/21/bahn-ag-entschadigt-und-ihr-chef-heult/">ein paar Takte</a> zu geschrieben. Das Zitat aus der FTD hat&#8217;s in sich. <strong>[/Update]</strong></p>
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		<title>Kaputte Bahn</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/11/kaputte-bahn/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 18:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Zu besichtigen sind die Trümmer eines aus Geltungsdrang und Habgier kaputtgesparten, ehemals funktionierenden öffentlichen Verkehrsmittels”, erklärte XiongShui vor einer Stunde auf Twitter. Ja, so ist das.
Wir hatten mal eine gute, zuverlässige, pünktliche und sichere Bahn. Bis so ein paar Hornochsen auf die Schnapsidee kamen, es sei doch eine tolle Sache, die Bahn zu privatisieren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Zu besichtigen sind die Trümmer eines aus Geltungsdrang und Habgier kaputtgesparten, ehemals funktionierenden öffentlichen Verkehrsmittels”, erklärte <a href="https://twitter.com/XiongShui/status/18279007227">XiongShui</a> vor einer Stunde auf Twitter. Ja, so ist das.</p>
<p>Wir hatten mal eine gute, zuverlässige, pünktliche und sichere Bahn. Bis so ein paar Hornochsen auf die Schnapsidee kamen, es sei doch eine tolle Sache, die Bahn zu privatisieren und an die Börse zu bringen. Die Deutsche Bahn. Eine unserer wichtigsten Infrastruktur-Einrichtungen. Wie bescheuert muß man sein?</p>
<p>Trotz jährlicher, teils massiver Fahrpreiserhöhungen scheint es mittlerweile eher die Ausnahme als Normalzustand zu sein, daß ein Zug pünktlich kommt — und das längst nicht mehr nur an besonders heißen oder kalten Tagen.</p>
<p><span id="more-2702"></span></p>
<p>Schlimmer ist jedoch, daß sich Ausfälle wie Unfälle aufgrund von schlechter Wartung, Personalmangel usw. häufen. Dabei geschehen teilweise regelrechte Katastrophen, die hätten vermieden werden können, wenn man nicht der Meinung gewesen wäre, die Bahn müsse nicht mehr primär Menschen und Güter transportieren, sondern vor allem Gewinne abwerfen. Die Bahn als Gesellschaftsaufgabe sei nicht mehr zeitgemäß, heute müsse alles privat gemacht werden. Spätestens seit den letzten zwei Jahren wissen wir, daß wir alle, als Gesellschaft, für diese idiotische Entscheidung immer wieder werden bezahlen müssen:</p>
<ul>
<li> Am 9. Juli 2008 <a href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,564922,00.html">entgleist ein ICE in Köln</a> — bei Schrittgeschwindigkeit kurz nach der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof. Grund: Bruch einer Radsatzwelle. Wäre dasselbe bei Höchstgeschwindigkeit geschehen, dann hätte daraus eine <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article2222525/ICE_Unfall_waere_fast_zur_Katastrophe_geworden.html">Wiederholung</a> des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ICE-Unglück_von_Eschede">Unglücks von Eschede</a> werden können.</li>
<li class="text"> Mitte November 2008 stellt ein Untersuchungsbericht zu einem ICE-Unfall mit einer Schafherde fest: <a href="http://www.zeit.de/bahn-schafherde-untersuchungsbericht">Das Katastrophenmanagement der Bahn war ein Desaster.</a></li>
<li class="text"> Am 1. Mai 2009 <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/s-bahn-prueft-nach-unfall-konsequenzen/1502874.html">entgleist eine S-Bahn</a> in Berlin mit einem Riß im Radreifen. Der Wartungszyklus des Zuges war vorher um zwei Jahre verlängert worden.</li>
<li class="text"> Am 8. September 2009 berichtet die Tagesschau, daß die Berliner S-Bahn drei Viertel ihrer Züge wegen <a href="http://www.tagesschau.de/inland/sbahnberlin110.html">eventuell defekter Bremsen</a> aus dem Verkehr ziehen muß, bis alle Züge überprüft sind.</li>
<li class="text"> Im Januar 2010 fallen massenweise Züge aus: Der NDR berichtet am 30. Januar 2010 von <a href="http://www.ndr.de/nachrichten/winterverkehr108.html">Schneeverwehungen</a>, die in Norddeutschland auch den Bahnverkehr zusammenbrechen lassen.</li>
<li class="text"> Am 26. Februar 2010 berichtet RBB Online, daß es schon wieder <a href="http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_02/junge_reyer_will_bahn.html">Ausfälle bei der Berliner S-Bahn</a> gibt. Diesesmal geht es bei einer älteren Zugreihe um Risse in den Rädern.</li>
<li class="text"> Am 17. April 2010 verliert ein ICE in voller Fahrt <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article7223475/ICE-verliert-Tuer-bei-voller-Fahrt-sechs-Verletzte.html">eine Tür</a>, die beim entgegenkommenden Zug einschlägt wie eine Bombe.</li>
<li class="text"> Die Zeit meldet am 4. Juli 2010, daß in diesem Jahr bereits <a href="http://www.zeit.de/news-nt/2010/7/4/iptc-bdt-20100704-350-25428266xml">neun Güterzüge entgleist</a> sind — und die Bahn keine Zusammenhänge sehen will.</li>
</ul>
<p>Und aktuell? Am bis dahin heißesten Tag des Jahres kollabierten gestern in einem ICE neun Schüler und eine hochschwangere Frau, weil die <a href="http://www.wdr.de/themen/panorama/wetter02/sommer_2010/100711.jhtml">Klimaanlage ausgefallen</a> ist. Aber die Bahn läßt heute bei weiterhin hohen Temperaturen ihre Fahrgäste trotz defekter Klimaanlagen in überfüllte Züge steigen: Eine Journalistin der Rheinischen Post berichtet heute laufend von einer Fahrt in einem ICE von Berlin nach Düsseldorf, daß — die <a href="http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Unsere-Redakteurin-schwitzt-im-Pannen-Zug_aid_880380.html">Klimaanlagen in den Zügen ausfallen</a>. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen <a href="http://www.express.de/news/panorama/bundespolizei-ermittelt-gegen-die-bahn/-/2192/4401732/-/index.html">Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung</a>.</p>
<p>Wieviele Menschen sind wohl heute in den Zügen zusammengeklappt? Wieviele werden ins Krankenhaus müssen? Wer bezahlt dafür? Die Bahn verspricht Entschädigungen; vermutlich sind Entschädigungen billiger, als dafür zu sorgen, daß die Klimaanlagen einfach mal funktionieren und die Züge nicht überfüllt werden.</p>
<p>Herr Bundesverkehrsminister! Machen Sie Schluß mit diesem Wahnsinn, erkennen Sie die Bahn wieder als das, was sie ist: Als Gesellschaftsaufgabe, die von allen, also vom Staat zu erfüllen ist! Ja, das kostet etwas. Aber diese Kosten sollen dann bitte alle tragen und nicht immer nur die Betroffenen von Ausfällen und die Opfer teils schwerer Unfälle!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bahntickets nur noch per Handy?</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/05/bahntickets-nur-noch-per-handy/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 12:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzfahrer]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese, &#8216;tschuldigung, durchgeknallte Idee ließ Bahnchef Rüdiger Grube laut der Süddeutschen verlauten. Danach sollten Kundenschalter und Fahrscheinautomaten abgeschafft werden.
Herr Grube setzt also voraus, daß jeder, der mit der Bahn fahren möchte, gefälligst ein passendes Smartphone zu besitzen hat. Und natürlich, daß der Mobilfunk-Empfang überall gut genug ist, um damit zuverlässig Fahrscheine buchen zu können. Schließlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese, &#8216;tschuldigung, durchgeknallte Idee ließ Bahnchef Rüdiger Grube laut der Süddeutschen <a href="http://www.sueddeutsche.de/C5J38C/3433367/Bahn-Fahrkarten-nur-noch-per-Handy.html">verlauten</a>. Danach sollten Kundenschalter und Fahrscheinautomaten abgeschafft werden.</p>
<p>Herr Grube setzt also voraus, daß jeder, der mit der Bahn fahren möchte, gefälligst ein passendes Smartphone zu besitzen hat. Und natürlich, daß der Mobilfunk-Empfang überall gut genug ist, um damit zuverlässig Fahrscheine buchen zu können. Schließlich hat natürlich auch jeder einen Internetzugang, um sich über Tarife und Fahrzeiten zu informieren, denn am Schalter soll das ja nicht mehr gehen.</p>
<p><span id="more-2664"></span></p>
<p>Nun haben Smartphones und Internetzugänge ja eigentlich gar nichts mit der Bahn zu tun. Es ist sicher vorteilhaft insbesondere für Vielfahrer, wenn man sich seine Fahrscheine auf diese bequeme Weise über das Handy oder online bestellen kann. Aber selbst ich als doch recht geübte Bahn-Kundin benötige hin und wieder eine Auskunft am Schalter, die ich auf der Website nicht bekomme — entweder, weil sie zu gut versteckt ist, oder weil sie da einfach gar nicht steht. Deutlich schwieriger dürfte das für (potentielle) Kunden sein, die nicht wissen, wo sie nachsehen können.</p>
<p>Ich stelle mir das schön bildlich vor: An einem gottverlassenen Kleinstadt-Bahnhof steht da nun ein Fahrgast und braucht einen Fahrschein. Online bestellen war nicht drin, weil die Fahrt zu kurzfristig notwendig wurde. Der Schalter in dem dringend renovierungsbedürftigen Gebäude ist schon seit Jahren geschlossen, nun wurde auch der Fahrscheinautomat abgebaut. Der Handy-Empfang ist unter aller Kanone, oder unser Fahrgast hat gar kein Handy (soll es tatsächlich noch geben). Wenn er den Fahrschein im Zug nicht vorweisen kann, wird ihm automatisch das &bdquo;erhöhte Beförderungsentgelt” aufgebrummt. Und nu?</p>
<p>So nebenbei frage ich mich, wie das dann mit dem Datenschutz funktioniert &#8230;</p>
<p>Die Nahverkehrsbetriebe machen es schon seit Jahren vor: Man baut die Automaten ab, Schalter gibt es schon seit 20 Jahren keine mehr oder nur in ganz wenigen „Kunden-Centern”, in welchen man lange Wartezeiten einplanen muß. Die Automaten in den Bahnen nehmen nur Münzgeld oder Geldkarten, sofern sie überhaupt funktionieren; wer nur Scheine hat, hat Pech gehabt. Und die Fahrer verkaufen nur noch Einzelfahrscheine zum sofortigen Antritt; man bekommt dort weder die günstigeren Mehrfahrten-Karten noch irgendwelche Zeitkarten (bis auf Tages- bzw. 24-Stunden-Tickets) oder Gruppenkarten.</p>
<p>Was uns da als Sparmaßnahmen verkauft wird, kann ich eigentlich nur noch als eine Aufforderung zum Schwarzfahren ansehen — oder als Aufforderung dazu, gar nicht mehr einzusteigen. Wie sollen die Kunden denn noch legal mit der Bahn fahren können, wenn ihnen der Fahrscheinkauf dermaßen erschwert wird?</p>
<p>Ach so, die umweltfreundliche Bahn will gar keine Kunden? Stören die etwa nur den Betrieb? Dann soll Herr Grube das doch bitte gleich sagen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist immer etwas &#8230;</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/04/ist-immer-etwas/</link>
		<comments>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/04/ist-immer-etwas/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 17:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[BahnCard]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[Laserdrucker]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; damit nicht wird langweilik”, pflegte meine ungarisch-stämmige Gesangslehrerin vor 20&#160;Jahren zu sagen. Das dekliniere ich hier grade mal wieder durch.
Der UMTS-Stick läuft ja jetzt, und auch für meinen defekten Infrarot-Kopfhörer habe ich ein funkendes Ersatzexemplar gefunden, und sogar eines, das dieselben Akkus verwendet.

Dann stellte sich allerdings heraus, daß meinen beiden Akkus die vier Wochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; damit nicht wird langweilik”, pflegte meine ungarisch-stämmige Gesangslehrerin vor 20&nbsp;Jahren zu sagen. Das dekliniere ich hier grade mal wieder durch.</p>
<p>Der <a href="/2010/06/18/wenn-so-gar-nix-mehr-geht/">UMTS-Stick</a> läuft ja jetzt, und auch für meinen <a href="https://twitter.com/AtariFrosch/status/15580722684">defekten Infrarot-Kopfhörer</a> habe ich ein funkendes Ersatzexemplar gefunden, und sogar eines, das dieselben Akkus verwendet.</p>
<p><span id="more-2645"></span></p>
<p>Dann stellte sich allerdings heraus, daß meinen beiden Akkus die vier Wochen ohne Betrieb wohl geschadet haben; schafften sie bislang noch zwei bzw. vier Stunden, so liegen jetzt beide bei maximal noch 1,5 Stunden Laufzeit. Der Akku, der beim Funkkopfhörer dabei war, hält 5,5 Stunden lang. Die Aufladezeit dieser Akkus liegt bei schätzungsweise acht Stunden. Für einen längeren Hörgenuß reichen mir 5,5 Stunden nicht aus. Ich werde mir also wohl noch einen zusätzlichen Akku kaufen müssen; immerhin liegen die mittlerweile bei 6,80 € und nicht mehr, wie zu der Zeit, als ich mir den ersten Ersatz-Akku kaufte, bei wenigstens&nbsp;20.</p>
<p>Dann war da noch die Sache mit dem <a href="/2010/06/24/drucker-mit-altersschwaeche/">alten Drucker</a>. Den kann sich mittlerweile gern jemand, der meint, den Papiereinzug hinbekommen zu können und kräftig genug ist, hier abholen; er wiegt ohne Toner und Papiercassette 22,5 kg und muß aus dem 5.&nbsp;Stock nach unten getragen werden. Wenn er bis Herbst nicht weg ist, muß ich ihn wohl doch irgendwie zum Elektroschrott geben. Ach ja, das Druckwerk ist noch in Ordnung, und es ist eine volle Kartusche dabei.</p>
<p>Der LaserJet IIIp <a href="http://twitpic.com/20893d">wellt</a> mir allerdings weiterhin das Papier, und ich werde wohl in eine neue Tonerkartusche investieren müssen. Kostenpunkt: 23,50 € bei eBay. Wenn ich Pech habe, war&#8217;s nicht die Tonerkartusche, dann würde ich den Drucker auch entsorgen und müßte mir dann einen anderen gebrauchten Laserdrucker kaufen. Nein, mit Tintenstrahlern fange ich gar nicht erst an. Bei meinem Bedarf kaufe ich dann alle halbe Jahre die Kartuschen nach, weil sie eingetrocknet sind.</p>
<p>Ja, und weil das alles offenbar noch nicht genügt, hat jetzt auch noch meine Luftmatratze ein Loch. Als ich aus dem Urlaub zurückkam, fiel mir auf, daß ich gar keine verspannten Beine mehr habe, wie sonst seit bald zwei Jahren fast ununterbrochen. Ich hatte in den zwei Wochen, die ich unterwegs war, überall auf meiner Luftmatratze geschlafen. Nach wenigen Tagen im eigenen Bett war das Laufen schon wieder mit Schmerzen verbunden.</p>
<p>Naheliegende Schlußfolgerung: Die Luftmatratze tut mir besser als mein olles Bett. Daß dessen Rost und Matratze fällig sind, weiß ich ja schon seit Jahren, aber das, was mir wirklich helfen würde, kann ich mir nicht leisten. Sonderangebote in Bettenläden, bei Ikea oder auch mal Aldi helfen mir da gar nichts, weil das Zeug da üblicherweise für Erwachsene bis etwa 80&nbsp;kg ausgelegt ist. Ich hab da doch ein <em>bißchen</em> mehr. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wie auch immer, jedenfalls habe ich vor einer Woche mein Bett abgebaut und schlafe seitdem auch hier auf der Luftmatratze. Heute Mittag, als ich mich nochmal hingelegt hatte, machte es plötzlich pfffffft. Vorhin habe ich dann das Loch gefunden: Ein Riß von einem guten Millimeter Länge im Kopf-Bereich. Wie der da hinkommt &mdash; keine Ahnung, wohl aber wie er rauskommen soll: Zu der Matratze gehört ein Flick-Set.</p>
<p>Also, nach Anleitung schön die Luft zumindest mal ein gutes Stück weit rausgelassen (zum Suchen mußte ich ja wieder voll aufpumpen), dann den Flicken großzügig zurechtgeschnitten. Dann öffnete ich die kleine Tube mit dem Vinylkleber. Die sah allerdings irgendwie schon seltsam aus, als wäre sie schon fast leer. Was dann rauskam, war nur noch ein eingetrockneter Rest, der natürlich auch nicht mehr klebte.</p>
<p>Nun habe ich mir bei eBay ein Flickzeug geschossen (mit Versand gut 5&nbsp;&euro;), das eigentlich für Wasserbetten gedacht ist, aber wohl auch einen passenden Vinyl-Klebstoff enthalten soll. Hier wieder das gleiche wie mit dem Drucker: Wenn das dann auch nicht hilft, kann ich die Luftmatratze entsorgen und mir eine neue beschaffen. Unter 25&nbsp;&euro; wird das nicht laufen &mdash; ohne Pumpe; mit Pumpe nicht unter 40&nbsp;&euro;. Eine Pumpe habe ich, allerdings weiß ich nicht, ob die dann überall paßt, da es die ursprünglich innen eingebaute Pumpe meiner <a href="/2009/08/16/aufgepumpt/">vormaligen Luftmatratze</a> ist. Die ist ja eher eine Notlösung (funktioniert aber immer noch!). Generell habe ich aber eigentlich keine Lust, mir jedes Jahr eine neue Luftmatratze zu kaufen.</p>
<p>So nebenbei muß ich jetzt wohl für die BahnCard&nbsp;50 den vollen Preis hinlegen, weil ich ja derzeit keinen gültigen Rentenausweis habe. 230 statt 118&nbsp;&euro; sind schon ein Wort. Aber ohne bin ich doch ziemlich immobil. Ja, es gibt die 29-Euro-Tickets. Nein, die nützen mir nichts, wenn ich das Pech habe, krank zu werden oder sich an meinen Reiseplänen sonst irgendwas ändert. Denn diese Tickets unterliegen einer absoluten Zugbindung. Zug nicht erreicht &mdash; Pech gehabt. Und dann möchte ich nicht, wie im August 2008, <a href="/2008/08/30/krank-im-urlaub/">krank in Berlin</a> sitzen und erst Tage später zurück fahren können, dann müßte ich nämlich mal eben 100&nbsp;&euro; auftreiben.</p>
<p>Ach ja, eine CF-Karte war auch fällig, weil meine 2-GB-Karte ja nicht mehr wollte und ich mit der 512-MB-Karte nicht weit komme. Lauter so Kleinigkeiten.</p>
<p>Eigentlich wollte ich mir ein paar dringend benötigte Sommerhosen kaufen, aber ich fürchte, das wird nix&nbsp;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Silvester ganz anders</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/01/04/silvester-ganz-anders/</link>
		<comments>http://blog.atari-frosch.de/2010/01/04/silvester-ganz-anders/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 10:47:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Silvester]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollten Alex und ich nach dem CCC-Congress am 31. Dezember nach Hamburg fahren, um uns das Feuerwerk an den Landungsbrücken anzusehen. Danach wollten wir die Nacht durchmachen und mit den ersten Zügen wieder jeweils nach Heidelberg bzw. Düsseldorf heimfahren. Aber dann kam alles ganz anders.

Denn am zweiten Congress-Tag brach sich Alex ein Bein und mußte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollten Alex und ich nach dem CCC-Congress am 31. Dezember nach Hamburg fahren, um uns das Feuerwerk an den Landungsbrücken anzusehen. Danach wollten wir die Nacht durchmachen und mit den ersten Zügen wieder jeweils nach Heidelberg bzw. Düsseldorf heimfahren. Aber dann kam alles ganz anders.</p>
<p><span id="more-2039"></span></p>
<p>Denn am zweiten Congress-Tag brach sich Alex ein Bein und mußte erstmal ins Krankenhaus. Damit war die Fahrt nach Hamburg natürlich erledigt; alleine wollte ich das dann auch nicht machen.</p>
<div class="picright"><img src="/bilder/2009/1231-schnee.jpg" alt="Reinickendorf im Schnee" width="133" height="200" /></div>
<p>Stattdessen stapfte ich an Silvester vom Haus meiner Gastgeberin in Reinickendorf durch etwa 20 cm Schnee zur U-Bahn, um ins Virchow-Klinikum zu fahren. Diese Verbindung klappt recht gut: U8 von Reinickendorf Rathaus bis Osloer Straße, dann in die Tram 50 oder in die Metrotram M13 bis Virchow-Klinikum (Endstelle). Da ich keine S-Bahn benötigte, mußte ich auch nicht mit Ausfällen rechnen. Im Gegenteil, die Bahnen fuhren sehr zuverlässig und in einem angenehm dichten Takt.</p>
<p>An der Osloer Straße versorgte ich uns dann noch mit Saft, denn im Krankenhaus bekommen die Patienten ja nur Mineralwasser hingestellt, was auf Dauer nicht jeder mag, und die Getränke dort im Automaten sind ziemlich teuer. Außerdem brauchte ich für den Tag ja auch noch was zu essen. Zumindest an einigen U-Bahn-Stationen betreibt die BVG &mdash; ich vermute mal, mit Franchise-Nehmern &mdash; kleine Läden unter dem Titel &bdquo;Fahrscheine und mehr&rdquo;. Diese Läden sind vom Angebot her mit Tankstellen-Shops vergleichbar, nur daß es auch frische belegte Brötchen gibt und eben Fahrscheine statt Benzin und Diesel.</p>
<p>Immerhin hatten wir statt Ausharren bei Minusgraden ein angenehm warmes Zimmer. Später kam dann auch meine Gastgeberin dazu, und so verbrachten wir den Nachmittag und den Abend mit reden, erzählen, quatschen, Witze reißen. Das Krankenhauspersonal hatte Erlaubnis gegeben, daß Besucher bis Mitternacht bleiben dürften, solange keiner gestört wird; normalerweise endet die Besuchszeit um 20&nbsp;Uhr.</p>
<p>Den ganzen Abend lang knallten Feuerwerkskörper. Anscheinend können die Berliner es nicht abwarten &mdash; oder müssen alles vorher ausprobieren, damit&#8217;s auch funktioniert. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Um Mitternacht gab es statt Sekt ein paar Knuddels, wir verschickten und empfingen liebe SMS &mdash; teils schon Stunden vorher, denn bekanntermaßen sind die Mobilfunknetze in der Silvesternacht <em>etwas</em> überlastet.</p>
<p>Obwohl wir leider keinen Blick in Richtung Brandenburger Tor hatten, bekamen wir dann um Mitternacht doch ein recht nettes Silvesterfeuerwerk zu sehen.</p>
<p class="center">
<img src="/bilder/2010/0101-feuerwerk.jpg" width="400" height="267" alt="Feuerwerk in Berlin" />
</p>
<p>Am Ende hat es sich immerhin als klug erwiesen, nicht nach Hamburg gefahren zu sein. Denn wir wären vermutlich am Neujahrsmorgen nicht oder zumindest nicht ohne Weiteres nach Hause gekommen, weil die Bahn doch nicht so winterfest ist, wie sie gern wäre (Tagesschau: <a href="http://www.tagesschau.de/inland/wetter226.html">Vereiste Oberleitungen behindern IC-Strecken weiter</a>). Allerdings waren es keineswegs nur die Oberleitungen; wie an diversen Bahnhöfen und in den Zügen zu hören war, waren auch Weichen eingefroren. So ist das halt, wenn man bei der Wartung spart.</p>
<p>Stattdessen fuhr ich gestern von Berlin aus direkt nach Hause. Im Buchungssystem der Bahn war mir der ausgewählte ICE zwar als &bdquo;stark ausgelastet&rdquo; angezeigt worden, und ich bekam offiziell nur einen Platz im Gang statt am Fenster, aber die anderen Reservierungen am selben Tisch wurden gar nicht wahrgenommen, sodaß ich dann doch am Fenster sitzen konnte. So voll wie befürchtet wurde es dann auch insgesamt nicht. Eventuell haben nicht wenige Fahrgäste ihre Reisen umgeplant, ohne daß die Reservierungen gelöscht wurden, denn die Winterprobleme der Bahn waren ja schon vorher bekannt geworden.</p>
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		<title>Bahn goes ARGE</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2009/12/15/bahn-goes-arge/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 16:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Internetausdrucker]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mir heute — endlich — mein Ticket nach Berlin zum CCC-Congress geholt. Das kann ich mir nur leisten, weil ich über die BahnCard genügend Punkte für eine Freifahrt gesammelt hatte. Aber die Bahn gestaltet die Einlösung der Punkte so umständlich, daß man glauben könnte, sie habe sich das bei der ARGE abgeguckt.
Zunächst einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir heute — endlich — mein Ticket nach Berlin zum <a href="https://events.ccc.de/congress/2009/wiki/Main_Page">CCC-Congress</a> geholt. Das kann ich mir nur leisten, weil ich über die BahnCard genügend Punkte für eine Freifahrt gesammelt hatte. Aber die Bahn gestaltet die Einlösung der Punkte so umständlich, daß man glauben könnte, sie habe sich das bei der ARGE abgeguckt.</p>
<p>Zunächst einmal kann man die Punkte nicht direkt beim Fahrscheinkauf im Internet einlösen. Das wäre doch viel zu einfach! Nein, man muß sich einen Gutschein anfordern (das geht immerhin noch online). Ein paar Tage später bekommt man einen Brief mit einem Gutschein-Code. Mit dem muß man dann zum Bahnschalter, um sich den eigentlichen Fahrschein rauszusuchen und abzuholen.</p>
<p><span id="more-1940"></span></p>
<p>An diesen Fahrschein ist man dann absolut gebunden. Wer also beispielsweise krank wird, hat verloren: Umtausch oder Erstattung werden ausgeschlossen.</p>
<p>Mehr noch: Bei der Einlösung dieser Freifahrt muß mindestens ein Teilstück im IC/EC oder ICE gefahren werden, aber die dafür meistens sinnvolle und notwendige Reservierung ist nicht enthalten, die muß man extra kaufen. Und das, obwohl Zugnummer, Datum und Abfahrtszeit auf dem Fahrschein aufgedruckt sind! Nach der kürzlichen jährlichen Preiserhöhung kostet die Reservierung am Schalter jetzt 4,50 €.</p>
<p>Die Bahn hat sich aber, zumindest im Düsseldorfer Hauptbahnhof, noch mehr von der ARGE abgeguckt als nur die Bürokratie. Nach dem Umbau des Hauptbahnhofs ist das Reisezentrum zumindest optisch ein wenig kleiner geworden. Wer jetzt an einen Schalter möchte, stellt sich nicht mehr einfach in eine der Schlangen, sondern zieht eine Wartenummer. Auf zwei Anzeigetafeln kann man dann ablesen, wann man dran ist und an welchem Schalter. Diese Masche kann allerdings natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, daß weiterhin zu wenig Schalter besetzt sind. Als ich meine Nummer zog, waren nur zwei von 15 (?) Schaltern besetzt und 30 Kunden vor mir. Immerhin merkten sie dann relativ schnell, daß es vielleicht eine gute Idee wäre, doch ein paar Schalter mehr zu besetzen. Voll besetzt waren die Schalter aber die ganze Zeit über nicht — aber das kennen wir ja schon von vorher.</p>
<p>Es gibt zwar ein paar Sitzplätze, aber die sind natürlich mehr oder weniger ständig voll. Zwei extra für „Seh- und Gehbehinderte” reservierte Plätze stehen so, daß man von dort aus die Anzeigetafeln nicht sehen kann; die hat man dann nämlich im Rücken. Das ist dann natürlich besonders, ähm, behindertenfreundlich.</p>
<p>So nebenbei frage ich mich, ob dem Betriebsrat der Bahn aufgefallen ist, daß mit dem Nummernsystem überprüft werden kann, welcher Bedienstete wie lange braucht, um einen Kunden abzufertigen. Denn wenn ein Schalter wieder frei wird, drückt die/der dortige Angestellte einen Knopf, damit auf den Tafeln die nächste Nummer für ihren/seinen Schalter angezeigt wird. Das aber nur so nebenbei.</p>
<p>Beim Warten fiel mir dann noch ein Plakat auf: Die Städte-Fahrpläne, die bislang kostenlos auch in dieser Schalterhalle auslagen, muß man jetzt für 1 € „Schutzgebühr” in der Bahnhofsbuchhandlung kaufen.</p>
<p>Bahn-Service: #fail.</p>
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		<title>Wir gucken doch nur</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2009/10/01/wir-gucken-doch-nur/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 10:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolizei]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ruhrnachrichten (entdeckt via @terrorzicke) berichten heute, daß die Bundespolizei in Dortmund einfach mal so alle Spinde durchsucht hat. Begründung:
„Da der Dortmunder Bahnhof ein Platz der Öffentlichkeit ist, haben wir das Recht die Schränke zu öffnen.“
Ähm, bitte? Wenn ich ein Schließfach miete, ist es für die Mietdauer Teil meiner Privatsphäre, auch wenn es in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ruhrnachrichten (entdeckt via @terrorzicke) berichten heute, daß die <a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Dortmund-Spinde-im-Hauptbahnhof-durchsucht;art930,687354">Bundespolizei in Dortmund einfach mal so alle Spinde durchsucht</a> hat. Begründung:</p>
<blockquote><p>„Da der Dortmunder Bahnhof ein Platz der Öffentlichkeit ist, haben wir das Recht die Schränke zu öffnen.“</p></blockquote>
<p>Ähm, bitte? Wenn ich ein Schließfach miete, ist es für die Mietdauer Teil meiner Privatsphäre, auch wenn es in einem öffentlichen Bereich steht. Ich könnte da ja statt Bomben auch wichtige persönliche Unterlagen deponiert haben, oder Unterlagen mit Betriebsgeheimnissen.</p>
<p>Pakete werden übrigens auch im öffentlichen Straßenraum transportiert, müssen wir da auch damit rechnen, daß sie gelegentlich mal geöffnet werden? Und Häuser stehen auch im öffentlichen Bereich, da kann man dann ja auch mal unverbindlich in die Wohnungen gucken.</p>
<p>Selbstverständlich braucht es für das Eindringen in die Privatsphäre nicht einfach eine &bdquo;erhöhte abstrakte Gefahrenlage&rdquo; (Begründung von Bundespolizisten, warum sie derzeit an Bahnhöfen und Flughäfen mit Maschinenpistolen herumlaufen). Dafür braucht es einen konkreten Verdacht und einen richterlichen Durchsuchungsbeschluß. Kann diesen Bundespolizisten das mal einer ins Hirn hämmern?</p>
<p>Ich werde es jedenfalls erstmal vermeiden, Bahnhofs-Schließfächer zu benutzen. Ich bezahle doch nicht dafür, mein Gepäck durchwühlen zu lassen.</p>
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		<title>Und wieder Spaß mit einem Fahrstuhl</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 20:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrstuhl]]></category>
		<category><![CDATA[Kundendienst]]></category>
		<category><![CDATA[Rollstuhlfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[S-Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich holte Alex vormittags am Hotel ab, und wir testeten die Verbindung von Pankow aus in Richtung Innenstadt. Die Bushaltestelle (155) ist so weit weg vom S-/U-Bahnhof Pankow, daß man erstmal suchen muß, wo nun eigentlich der Bahnhof ist. Aber dann kamen wir mit der S2 problemlos weg und fuhren bis Friedrichstraße. Wir gingen eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich holte Alex vormittags am Hotel ab, und wir testeten die Verbindung von Pankow aus in Richtung Innenstadt. Die Bushaltestelle (155) ist so weit weg vom S-/U-Bahnhof Pankow, daß man erstmal suchen muß, wo nun eigentlich der Bahnhof ist. Aber dann kamen wir mit der S2 problemlos weg und fuhren bis Friedrichstraße. Wir gingen eine Kleinigkeit frühstücken und wollten später nach Hohenschönhausen weiterfahren, um rechtzeitig zum Feengeburtstag zu kommen.</p>
<p>Wir waren allerdings erst noch mit einem Fahrstuhl (immer noch an der Friedrichstraße) zum WC-Center hinuntergefahren, und als wir wieder nach oben wollten, war dieser Fahrstuhl kaputt. Die Toilettenfrau schickte mich zum Service-Point der Bahn, aber der ältere Angestellte dort meinte, er sei alleine, die Putzkolonne (was auch immer die damit zu tun haben soll) sei auch grade weg, und er könne nichts machen. Auf die Idee, jemanden anzurufen, kam er nicht, stattdessen meinte er, ich solle mir halt kräftige Passanten schnappen. Abgesehen davon, daß ich niemanden „passendes” fand (es waren vor allem Familien und Ältere unterwegs), kann das allerdings auch versicherungstechnisch ein Problem werden, falls was schiefgeht. Davon, daß dieses Verhalten unterlassene Hilfeleistung oder Nötigung sein könnte, reden wir dabei noch gar nicht.</p>
<p>Eine jüngere Angestellte im S-Bahn-Kundenzentrum war schon hilfsbereiter. Sie empörte sich richtig über ihren Kollegen am Service-Point, nachdem ich ihr die Situation geschildert hatte, und kam gleich mit mir runter zum WC-Center, um sich selbst ein Bild zu machen. Dann rief sie bei der Sicherheit an; bis da jemand kam, dauerte allerdings. Die beiden Herren brachten uns dann über einen Notausgang zu einem Lastenaufzug, der uns auf Straßenebene brachte. Da der defekte Fahrstuhl auch der gewesen wäre, den wir zur S-Bahn gebraucht hätten, wurden wir auf den Bahnsteig für die Regionalbahnen gelotst und die Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer angefordert. Mit einem Umweg kamen wir dann eine gute halbe Stunde später als geplant in Hohenschönhausen an.</p>
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		<title>Ausgestrahlt-Demo in Berlin</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2009/09/05/ausgestrahlt-demo-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 21:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tag begann mit einer bösen Überraschung am S-Bahnhof Hohenschönhausen: Die S75 fuhr nicht, weil hier am Bahnhof Reparaturen (vermutlich an den Gleisen) durchgeführt wurden. Am Tag vorher waren darüber keine Hinweise am Bahnhof angebracht worden. Ein Ersatzbus wurde zwar erwähnt, war aber nicht ausgeschildert. Also wartete ich lieber auf die nächste Regionalbahn bis Lichtenberg. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag begann mit einer bösen Überraschung am S-Bahnhof Hohenschönhausen: Die S75 fuhr nicht, weil hier am Bahnhof Reparaturen (vermutlich an den Gleisen) durchgeführt wurden. Am Tag vorher waren darüber keine Hinweise am Bahnhof angebracht worden. Ein Ersatzbus wurde zwar erwähnt, war aber nicht ausgeschildert. Also wartete ich lieber auf die nächste Regionalbahn bis Lichtenberg. Witzigerweise kommen diese Bahnen zwar zweimal pro Stunde, aber die zweite nur 10 Minuten nach der ersten, und die restlichen 50 Minuten gar nichts. Super Timing. Von Lichtenberg aus kam ich dann mit der S7 zum Hauptbahnhof; am  Washingtonplatz sollte sich die Demo sammeln.</p>
<p><span id="more-1621"></span></p>
<p>Dort sah man dann vor allem viel Grün — so viel, daß Alex nur meinte: „Owned”. Tatsächlich stellten die Grünen mit Abstand die größte Gruppe. Das Wetter meinte es fast <em>zu</em> gut, die Sonne brannte kräftig auf uns herunter. Alex wollte sich eine Fahne der Grünen an den Rollstuhl klemmen lassen, aber das klappte leider nicht. Dafür hatte ihm jemand eine fantasievolle Kopfbedeckung aus diesen wurstförmigen, formbaren Ballons in grün und orange aufgesetzt. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Zug setzte sich deutlich später als angekündigt in Bewegung. Die Polizei blieb die ganze Zeit über angenehm unauffällig, allerdings ließ sich mehrfach ein schwarzer Hubschrauber über dem Demo-Zug sehen. Am Ziel des Demonstrationszuges stand eine Bühne, von der aus in Abwechslung mit Musikauftritten Reden gehalten wurden. Unter anderem sprachen der Vorsitzende des BUND und ein Vertrauensmann von VW in Wolfsburg, außerdem wurde auf einer großen Leinwand ein Video mit einer Grußbotschaft von einer parallel laufenden Gewerkschaftsveranstaltung in Frankfurt/Main eingespielt.</p>
<p>Die Kombination aus Musik- und Redebeiträgen fand ich ungünstig, sie zog das Ganze für diejenigen, die sich für die Musik nicht interessierten, unnötig heraus. Ein richtiger Schluß der Redebeiträge war auch nicht zu erkennen. Wir mußten die Veranstaltung dann aber sowieso verlassen, weil Alex einen Anruf bekam und dann dringend einen Shellzugang benötigte, um ein Problem auf einem Server zu beheben.</p>
<p>Am Rande sei noch bemerkt, daß bei der in der Nähe befindlichen „City-Toilette” der Münzeinwurfschlitz mit verkeilten Münzen verstopft war. Zum Glück funktionierte der Zugang per Euro-Schlüssel (für Behinderte); für alle anderen standen Dixie-Klos in der Nähe, auf die aber nicht hingewiesen wurde; die mußte man erstmal finden.</p>
<p>Noch eine Randbemerkung: Von Anti-AKW-Demonstranten hätte ich eigentlich schon erwartet, daß sie es fertigbringen, ihren Müll wieder mitzunehmen oder zumindest in Mülleimer zu deponieren. Aber von der Zigarettenkippe bis zur Getränkeflasche flog so einiges in die Gegend, nach dem Motto, soll sich doch die Müllabfuhr drum kümmern. Irgendwie paßt das in meinen Augen nicht zusammen.</p>
<p>Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl hinterher auf etwa 50.000, während die Polizei von etwa 36.000 sprach. Die Wahrheit dürfte wie üblich irgendwo dazwischen liegen.</p>
<p>Wir marschierten dann also erstmal zur nächsten Station und fuhren nach Hohenschönhausen, weil Alex kein Notebook in Berlin dabeihatte und ich meines natürlich nicht zur Demo mitgeschleppt hatte. Dabei stellten wir fest, daß auf der M4 nach Falkenberg samstags grundsätzlich keine barrierefreien Fahrzeuge fahren. Wir nahmen also erstmal eine M4 in Richtung Zingster Straße und stiegen dann am Prerower Platz in die barrierefreie M17 um. Generell fahren nach Zingster Straße praktisch ständig Bahnen, während Falkenberg am Wochenende nur im 20-Minuten-Takt angebunden ist.</p>
<p>Nachdem das Serverproblem gelöst war, suchten wir eine Verbindung zu Alex&#8217; Hotel in Pankow heraus. Theoretisch fährt da der Expreßbus X54, aber am Wochenende macht der um halb neun abends schon Feierabend, und es war schon nach halb neun. Wir ermittelten dann eine Verbindung mit dem Bus 154 bis Krugstege, dann weiter mit dem Bus 150 bis Heinrich-Mann-Straße. Vor Ort stellten wir dann fest, daß die Station Krugstege zwei Haltestellen hat und der 154 an beiden Stationen hält. Die Durchsagen für die Haltestellen sind identisch; wer von außerhalb kommt, könnte meinen, daß die Haltestellenansage geklemmt hat. Aber man muß wissen, daß der 150er-Bus nur an der zweiten Krugstege-Haltestelle hält. Anscheinend sind diese Bushaltestellen nur für Insider gedacht.</p>
<p>An der Haltestelle Heinrich-Mann-Straße dachte ich erst, da kann was nicht stimmen. Wir landeten quasi in der Pampa: Der Fußweg an der Haltestelle, die nur aus einem Haltestellenschild mit Fahrplan (immerhin!) besteht, ist unbefestigter Waldweg, und die ganze Straßenseite ist unbebaut. Gegenüber ist auch nicht allzu viel zu sehen. Die Straße selbst heißt Hermann-Hesse-Straße. Ein freundlicher Fahrradfahrer wies uns schließlich den Weg, und wir stellten fest, daß die Haltestelle direkt vorm Hotel, die Alex eigentlich gemeint hatte, Heinrich-Mann-<em>Platz</em> heißt —  und der 150 da nicht hält, sondern der 155. Der hat wiederum laut Plan eigentlich keinen Umsteige-Kontakt zum 154 von Hohenschönhausen her, jedoch halten beide an der Piesporter Straße (der eine „Piesporter Straße”, der andere an „Darßer Straße/Piesporter Straße”). Verwirrung pur!</p>
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