Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Bahn'

Screening

Mittwoch, 4. Februar 2009

Eigentlich wäre mir eher nach Screaming (schreien). Gestern gab es ein heftiges Twitter-Gewitter, als bekannt wurde, daß die Bahn den bekannten Netzaktivisten und Blogger Markus Beckedahl abgemahnt hat, weil er ein Dokument der Bahn veröffentlicht hat, das diese lieber geheimhalten würde. Wäre ja auch noch schöner, wenn jeder wüßte, was mit dem Geld aus den überteuerten Fahrpreisen so angestellt wird!

Rechtsanwalt Stadler hatte wohl bei Twitter mitgelesen und gleich mal so ganz unverbindlich eine Einschätzung veröffentlicht. Fazit: Die Bahn schießt sich hier gerade ganz gewaltig selbst in den Fuß. (mehr …)


Ausfall der Bahn-Logik

Donnerstag, 15. Januar 2009

Gestern hatte die Bahn Spaß mit ihren Fahrscheinautomaten und überhaupt ihrem Netzwerk, und zunächst war was von einem Stromausfall in einem Rechenzentrum in Berlin erzählt worden. Heute heißt es nun:

Was hinter dem Ausfall von Fahrkartenverkauf, Fahrplanauskunft und elektronischen Zuginformationen steckte, blieb aber zunächst mysteriös, wie ein Sprecher sagte. Vorrang habe zunächst die Normalisierung des Betriebs gehabt. „Aber wir arbeiten an der Ursachenaufklärung”, hieß es. Dass sich die Probleme wiederholen könnte, schloss der Sprecher aber aus.

(Quelle: Bahn ist nach Computerfehler weiter ratlos bei tagesschau.de)

Aaaaah ja. Also mit anderen Worten: Wir haben zwar keine Ahnung, was passiert ist, aber es passiert bestimmt nie wieder. Is' klar. Der kleine Widerspruch fällt ja gar nicht auf.


Aufzüge

Freitag, 2. Januar 2009

Ort: Berlin, Bahnhöfe Potsdamer Platz und Friedrichstraße (und möglicherweise noch an weiteren). Zeit: Silvesternacht bzw. Neujahrsmorgen, kurz nach Mitternacht. Wir waren zu dritt unterwegs, einer von uns ist Rollstuhlfahrer. Das heißt, an Bahnhöfen waren wir zwingend auf die Fahrstühle angewiesen.

Die angeheiterte Menge insbesondere an der Friedrichstraße interessierte das wenig. Da die Treppen verstopft waren, quetschten sie sich massenweise in die Fahrstühle, ohne darauf zu achten, daß bereits drei Rollstuhlfahrer davorstanden, ohne eine Chance, wegzukommen. (mehr …)


Telefonumfrage bei Bahnkunden

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Die Bahn hat wegen der BahnCard natürlich meine Telefonnummer. Genauso natürlich hat sie keine Erlaubnis von mir, diese zu Werbezwecken oder Umfragen zu nutzen; zumindest weiß ich nichts davon. Trotzdem rief eben ein Call-Center an, das eine solche Umfrage für die Bahn durchzuführen behauptete. Man wolle insbesondere Kunden befragen, die in den letzten 12 Monaten nach London gefahren seien. Wie sie dann auf mich kommen, ist unverständlich.

Muß übrigens ein ziemlich schlechter Laden sein; ich hörte erstmal bestimmt eine halbe Minute lang Durcheinandergeplauder und dachte schon, ich sei in eine versehentliche Zusammenschaltung verschiedener Gespräche geraten. Dann meldete sich doch noch jemand, aber weil die Hintergrundgeräusche kaum abnahmen, war die Frau nicht optimal zu verstehen. Das klang dann etwa so, als befände sie sich auf einer gut besuchten Party.

Auf meine klare Ansage, daß die Bahn keine Erlaubnis habe, mich telefonisch zu befragen, reagierte sie zwar etwas verblüfft, aber immerhin versuchte sie nicht, mich in der Leitung zu halten und umzustimmen. Das Gespräch war denn auch ziemlich schnell beendet.

Und nu frag ich mal direkt bei der Bahn nach, was dieser Datenmißbrauch jetzt sollte.


Mißverhältnis

Montag, 15. Dezember 2008

Wie ich kürzlich eher zufällig erfuhr, kostet die Strecke von Köln nach Berlin und zurück im Flugzeug 79 Euro. Für die Bahnstrecke Düsseldorf - Berlin habe ich zuletzt 97 Euro bezahlt, allerdings schon mit BahnCard 50. Im Normalfall würde das also das Doppelte kosten. Und die Reservierungen kommen auch noch obendrauf (4 Euro am Schalter, 2 Euro beim Online-Kauf und, soweit ich weiß, auch am Automaten, pro Richtung, versteht sich).

Die BahnCard 50 alleine kostete dieses Jahr im Normalfall 220 Euro, als Rentnerin bezahle ich die Hälfte. Das heißt also, damit sie sich lohnt, muß ich neben einer Fahrt nach Berlin noch mindestens eine weitere Fahrt unternehmen, ergo Fahrscheine kaufen. Der Flugzeugpreis versteht sich ohne Rabatte oder Anbieter-Bindungen

Und weil das anscheinend immer noch zu billig ist, wird Bahnfahren im neuen Jahr nochmal teurer.

Also: Wenn ich mich für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn entscheide, löhne ich (ohne Rabatte) mehr als doppelt so viel, als wenn ich mich für einen Inlandsflug entscheide, der nun wirklich nicht als umweltfreundlich bezeichnet werden kann.

Eine Politik, die das akzeptiert und unterstützt, kann mir nicht erzählen, daß sie etwas für den Klimaschutz tun will.


Mitgefühl nur nach Paragrafen

Sonntag, 9. November 2008

Twister schrieb heute einen erstklassigen Artikel darüber, warum Mitgefühl heute nicht mehr gewünscht ist. Dem ist nichts hinzuzufügen.


Bahn läßt Kunden frieren

Freitag, 5. September 2008

Heute habe ich es endlich geschafft, nach Hause zu fahren, nachdem ein Antibiotikum die Angina einigermaßen in den Griff gekriegt hatte. Aber auch nur einigermaßen. Die Bahn gab sich denn allerdings alle Mühe, das wieder zunichte zu machen.

Ich saß im Wagen 21 im ICE 848 (Berlin Ostbahnhof — Düsseldorf Hauptbahnhof), und von Anfang an war es recht kühl im Wagen. In Hannover mußte der Zug wegen eines Unfalls (im Ausfahrtsbereich) eine halbe Stunde lang warten, und ab da wurde es richtig kalt. Ich deckte mich mit meinem Mantel zu und hoffte, das werde sich bald wieder einpegeln. (mehr …)


Preiserhöhungen bei der Bahn

Montag, 1. September 2008

Wir kennen das ja schon. Gründe finden sich immer welche, mal sind's die hohen Tarifabschlüsse, mal die gestiegenen Energiekosten, aber eigentlich ist es egal. Jedes Jahr steigen die Preise der Bahn, egal wie viel Gewinn der Konzern so einfährt. Übrigens nicht nur die reinen Fahrpreise, sondern auch die Preise für die BahnCards. Die ermäßigte BahnCard 50 liegt jetzt schon bei 110 €, nach der Euro-Umstellung lag sie noch bei runden 100.

Was mich dabei wirklich ärgert, ist die neue Schaltergebühr von 2,50 €. Wenn man ein 29-Euro-Ticket kauft, zahlt man jetzt schon am Schalter 5 Euro mehr als am Automaten, und das nur, weil man vielleicht noch eine kleine Frage hat, die einem der Automat nun mal nicht beantworten kann. (mehr …)


Bahnfahrt mit kleinen Pannen

Montag, 25. August 2008

Um es gleich vorwegzunehmen: Diesmal war es überwiegend meine Verpeilung, die zu den kleinen Pannen führte. Es muß ja nicht immer die Bahn schuld sein. 😉

Zunächst fing der Tag eigentlich gut an. Ich hatte nicht verschlafen, konnte mir noch in Ruhe die letzten Teile fürs Gepäck zusammensuchen und hatte danach sogar noch ein wenig Zeit für ein Viertelstündchen im IRCNet. Um 11:38 Uhr, so hatte ich mir gemerkt, sollte mein Zug nach Berlin fahren. Also ging ich kurz nach elf ganz gemütlich los, holte mir beim Bäcker nebendran noch zwei belegte Brötchen und wartete auf die Straßenbahn. (mehr …)


Die Bahn mag’s umständlich

Mittwoch, 20. August 2008

Nun stand ich mal wieder eine halbe Stunde lang in der Warteschlange am Düsseldorfer Hauptbahnhof — muß ich groß erwähnen, daß von den acht Schaltern für 2.-Klasse-Fahrscheine nur vier offen waren? Immerhin wurden noch welche aufgemacht, kurz bevor ich dann drankam. Und dann mußte ich erfahren, daß ich meine angesammelten Bonus-Punkte nicht am Schalter für eine Freifahrt einsetzen kann. Nein, das wäre ja viel zu einfach!

Stattdessen müßte ich mich auf der Website einloggen und mich da durch ein paar Menüs klicken, um den Gutschein für diese Freifahrt zu bekommen. Mit dem dürfte ich dann mein Ticket abholen. Ich fragte noch nach, was denn dann ein Mensch ohne Internetzugang macht? Ja, der kann dann bei einer (natürlich kostenpflichtigen) Telefonnummer anrufen und seinen Gutschein bestellen. Und egal, welchen Weg man wählt: Es dauert sieben Tage. Kurzfristige Reisepläne sind damit also auch nicht möglich.

Wenn ich dann jedoch dieses per Gutschein gekaufte Ticket aus irgendwelchen Gründen (zum Beispiel Krankheit, Terminänderungen) zurückgeben müßte, verfiele der Gutschein komplett — Pech gehabt!

Ach ja — ich sammle ausschließlich wegen der Freifahrten. Alle anderen Angebote sind für mich völlig uninteressant.


Manche Tage … (Update)

Samstag, 19. Juli 2008

Was ich noch vergaß zu erwähnen: Während der Zeit im Amphitheater wurden wir auch noch kräftig eingequalmt. Es war zwar Open Air, aber natürlich stand ein ganzer Pulk Dauer-Raucher genau in unsere Windrichtung.

Heute hatten wir so nebenbei nochmal „Spaß”: Wir wollten in der Nähe vom Bilker Bahnhof frühstücken. Weil's bequemer ist und auch schneller, fuhren wir mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof aus zum Bilker Bahnhof. Dort erlebten wir jedoch eine Pleite: Der Fahrstuhl war außer Betrieb. Randalierer haben ihn angeblich zerstört. Der Hammer: Da ab September sowieso umgebaut werden sollte (Fertigstellung Dezember), wurde der Fahrstuhl „aus wirtschaftlichen Gründen” nicht mehr repariert. Die Kosten sollten 3000 € betragen (was ich recht günstig finde, wenn ich bedenke, daß meine neue Gastherme meinen Vermieter den gleichen Betrag gekostet hat).

Aus wirtschaftlichen Gründen bleibt also die S-Bahn-Station monatelang für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Mütter mit Kinderwagen kaum oder gar nicht benutzbar? Das können die nicht ernst meinen, oder? BTW, wieso funktioniert das eigentlich in Berlin, daß an jeder S-Bahn-Station festes Personal ist, und sonst nirgendwo? Dann wäre nämlich auch das Vandalismus-Problem gleich mit gelöst.

Also mußten wir mit der nächsten S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof und fuhren von dort aus mit der 707 wieder zum Bilker Bahnhof. Ist unbequemer, dauert länger, dafür ist es ebenerdig (sofern man einen niederflurigen Straßenbahnwagen erwischt).

Das Frühstück war allerdings lecker. Empfehlung des Tages: Miss Moneypenny, Brunnenstraße 2a, Nähe Bilker Bahnhof.


Manche Tage …

Samstag, 19. Juli 2008

... könnte man fast wegwerfen, wenn es nicht doch noch so kleine Lichter gäbe ...

Freitag, 18. Juli. Eigentlich sollte es ein guter Tag werden. Ein gutes Frühstück mit Alex (Rollstuhlfahrer), dann zusammen nach Gelsenkirchen zum Runrig-OpenAir im Amphitheater. Soviel zur Theorie.

Es fing damit an, daß ich in der Nacht nicht gut geschlafen hatte. Mir ging es denn auch psychisch nicht sonderlich gut, als mein Wecker klingelte. Da bei mir in so einem Zustand alles ein wenig langsamer geht, mußte ich nach dem Duschen feststellen, daß ich etwas zu spät dran war, und in der Eile knallte ich mit dem kleinen Zeh des linken Fußes volle Kanne an die Schmalseite einer Tür. Als der Schmerz nachgelassen hatte, schlüpfte ich in Socken und Schuhe — die fehlten nämlich noch — und ging los. Dabei wurde ich zum Hinkebein, denn eingeengt im Schuh wurde mein kleiner Zeh zu einem etwas größeren Zeh, sprich, er schwoll an. (mehr …)


Peinlich für die Bahn

Dienstag, 24. Juni 2008

Heute nachmittag, auf der Rückfahrt von Mannheim im IC 2112, wir waren schon kurz vor Düsseldorf und ich stand bereits mit meinem Gepäck an der Tür, sprach mich ein Kontrolleur an: Ob er mal die Rückseite meines T-Shirts lesen dürfte. Ich trug das offizielle Club-T-Shirt des CCC Düsseldorf, und was den Herrn so interessierte, war dieser Aufdruck:

Art. 20 Abs. 4 GG

Gegen jeden, der
es unternimmt,
diese Ordnung zu
beseitigen, haben
alle Deutschen das
Recht zum Widerstand,
wenn andere Abhilfe
nicht möglich ist.

Chaos Computer Club Düsseldorf e.V.

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Karma++ / Für ein Morgen in Freiheit

Samstag, 15. März 2008

Heute habe ich kräftig mein Karma aufgemöbelt. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof: „Wo ist denn hier der nächste Briefkasten?” — „Drüben am Fürstenplatz.” — „Danke!”.

Im EuroCity nach Köln waren zwei Ausländer, die kein Deutsch verstanden, aber sich einigermaßen auf Englisch verständigen konnten. Eigentlich wollten sie in die S-Bahn nach Düsseldorf-Benrath. Ich vermute mal, daß sie in den EC gestiegen waren, weil außen SBB draufstand und den Zug deshalb für eine S-Bahn gehalten hatten. Der Schaffner ließ sie ausnahmsweise bis Köln mitfahren, ohne den Fahrpreis zu berechnen (sie hatten nur A-Tickets für Düsseldorf). In Köln half ich den beiden dann, eine S-Bahn zurück zu finden und sich am Fahrscheinautomaten die richtigen Tickets für die Rückfahrt nach Benrath zu ziehen.

Dadurch schaffte ich es nur gerade noch rechtzeitig auf einen anderen Bahnsteig, um Alex abzuholen, der aus Heidelberg angereist war. Nach einem kleinen Mittagessen kam dann das große Karma++: Die Demo Für ein Morgen in Freiheit. (mehr …)


Pünktlichkeit der Bahn

Donnerstag, 24. Januar 2008

Ob die Bahn pünktlich ist, scheint vor allem eine Frage der Wahrnehmung zu sein. Warentest sagt: Sie sind es nicht; sie überprüften im Herbst letzten Jahres 94.136 Züge und stellten fest, gut ein Drittel davon hat 4 Minuten oder mehr Verspätung. Die Bahn sagt: 93 % unserer Züge im Personenverkehr sind pünktlich.

In der Praxis habe ich den Eindruck, daß die Bahn Verspätungen von wenigen Minuten gar nicht mehr registriert. Verspätungen unter 5 Minuten werden meist gar nicht durchgesagt; bei Verspätungen von 10 Minuten werden oft 5 Minuten durchgesagt (gilt bei längeren Verspätungen entsprechend). Und ich vermute einfach mal, genauso werden die Verspätungen bei der Bahn selbst dann auch für die Statistik erfaßt. Gerade bei Fernverkehrszügen gilt oft: Sie kommen frühestens dann an, wenn sie eigentlich schon wieder abfahren sollten.

Warum solche Verspätungen eingefahren werden, ist für den Fahrgast oft gar nicht ersichtlich: Da fährt man pünktlich am Startbahnhof los, unterwegs passiert nichts Auffälliges, und am Zielbahnhof hat man plötzlich 10 oder mehr Minuten Minus. Ich vermute, das liegt daran, daß die Züge wegen Wartungsmängeln sowohl an den Zügen selbst als auch an den Strecken nicht in voller Geschwindigkeit fahren können. So ist das halt, wenn man am Personal spart, weil man uuuunbedingt an die Börse will ...