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	<title>Froschs Blog &#187; Verkehr</title>
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	<description>Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat</description>
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		<title>Höhere Ticketpreise bei der Bahn</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 09:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[BahnCard]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bahn erhöhte ja kürzlich die Ticketpreise. Nicht daß zu dieser Jahreszeit etwas anderes zu erwarten war, sie finden ja jedes Jahr neue Gründe, warum das Reisen jetzt wieder teurer werden muß. An den Leistungen dagegen muß sich natürlich nichts ändern, auch wenn die Bahn bis 2014 angeblich 330 Millionen Euro investieren will &#8212; in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bahn erhöhte ja kürzlich die Ticketpreise. Nicht daß zu dieser Jahreszeit etwas anderes zu erwarten war, sie finden ja jedes Jahr neue Gründe, warum das Reisen jetzt wieder teurer werden muß. An den Leistungen dagegen muß sich natürlich nichts ändern, auch wenn die Bahn bis 2014 angeblich <a href="http://www.bahn.de/regional/view/regionen/niedersa/info/qualitaetsoffensive.shtml">330 Millionen Euro investieren</a> will &mdash; in ganz selbstverständliche Dinge, die man eigentlich kaum gesondert erwähnen müßte.</p>
<p>Und damit sich die Preiserhöhungen bei den Tickets auch wirklich lohnen, muß natürlich auch die BahnCard teurer werden. Die Marketingabteilung schreibt an ihre Kunden: <span id="more-5740"></span></p>
<blockquote><p>
Wir sind dennoch überzeugt, dass wir Ihnen mit der BahnCard 50 trotz der Preisanpassung zum 11.12.2011 auf 240,- Euro (2. Klasse) sowie der BahnCard 50 ermäßigt und der BahnCard 50 Partnerkarte auf 122,- Euro (2. Klasse) auch weiterhin ein umweltgerechtes und preisgünstiges Mobilitätsprodukt anbieten können. So profitieren Sie gerade als Vielfahrer bei jeder Fahrt von 50% Rabatt auf den Normalpreis. Damit rechnet sich Ihre BahnCard 50 oft schon ab der dritten Reise!
</p></blockquote>
<p>Nach der Euro-Umstellung kostete die BahnCard 50 genau 200&nbsp;&euro; (ermäßigt 100&nbsp;&euro;), liebe Bahn. Damit habt Ihr den Preis für die BahnCard in den letzten 10&nbsp;Jahren um satte 20&nbsp;% bzw. 22&nbsp;% erhöht.</p>
<p>Bei den Ticketpreisen ist es noch heftiger: 2001 kostete die Fahrt von Düsseldorf nach Berlin 75&nbsp;&euro;, mittlerweile sind wir bei 102&nbsp;&euro;. Das sind 36&nbsp;% Preiserhöhung! Es gab aber keine 20 bzw. 36&nbsp;% Leistungserhöhung bei der Bahn, <a href="/2010/10/13/wohin-mit-den-bahn-milliarden/">ganz im Gegenteil</a>!</p>
<p>Das Einkommen der Durchschnittsverdiener ist in dieser Zeit nicht um 20&nbsp;% bzw. 36&nbsp;% gestiegen. Vom Mobilitätsanteil im Sozialleistungssatz reden wir dabei noch gar nicht. Aber schon klar, Ihr wollt nur die reichen Geschäftsreisenden haben, die 1.&nbsp;Klasse buchen können, alle anderen sollen doch sehen, wie sie vom Fleck kommen.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=5740&amp;md5=eb21997b2a0ac2bba4cffd78f7832313" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zuständigkeit für eine Baustelle (5)</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2011/04/06/zustaendigkeit-fuer-eine-baustelle-5/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 14:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Gleisbauarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Drama um die Kommunikations(un)fähigkeit der Rheinbahn setzt sich fort, wenn auch sehr spät. Auf meine E-Mail vom 9.&#160;März erhielt ich gestern einen Brief, der das Datum 23.&#160;März trägt, aber den Poststempel 4.&#160;April; das ist ja eine wirklich blitzartige Bearbeitung dieser ach so unbequemen Anfrage. In diesem Brief wiederum zeigt mir die Rheinbahn mit schönen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Drama um die <a href="/2011/03/09/zustaendigkeit-fuer-eine-baustelle-4/">Kommunikations(un)fähigkeit der Rheinbahn</a> setzt sich fort, wenn auch sehr spät. Auf meine E-Mail vom 9.&nbsp;März erhielt ich gestern einen Brief, der das Datum 23.&nbsp;März trägt, aber den Poststempel 4.&nbsp;April; das ist ja eine wirklich blitzartige Bearbeitung dieser ach so unbequemen Anfrage.</p>
<p>In diesem Brief wiederum zeigt mir die Rheinbahn mit schönen Worten, daß ihr mein eigentliches Anliegen scheißegal ist, daß sie mich über die Ursachen der Probleme nicht informieren will und daß ich doch bitte froh sein solle, die Straßenbahn direkt vor der Türe nutzen zu können. Und das sieht dann so aus: <span id="more-3599"></span></p>
<blockquote><p>
<strong>Baumaßnahme &bdquo;Fürstenplatz&rdquo;</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau Becker,</p>
<p>es tut uns Leid, dass Sie mit unserer Antwort unzufrieden sind. Ihre erneute E-Mail haben wir erhalten. Ihre Verärgerung über die durchgeführten notwendigen Baumaßnahmen, bedauern wir sehr. Gerne gehen wir noch einmal auf Ihre Fragen ein.
</p></blockquote>
<p>&#8230; um genau das nicht zu tun. Und das mit der Kommasetzung haben sie immer noch nicht gelernt. Das allein ist ja schon peinlich.</p>
<blockquote><p>
Dass wir die Anwohnerinformation &bdquo;direkt in den Altpapier Container gekippt&rdquo; haben, weisen wir ausdrücklich zurück. Ebenso, wie dass unsere Antwort &bdquo;durch einen Praktikanten aus Textbausteinen irgendwie zusammengesucht&rdquo; wurde.
</p></blockquote>
<p>Altpapier-Container schreibt man mit Bindestrich oder zur Not ganz zusammen, aber nicht in zwei Worten. Ich habe doch gar nicht behauptet, daß die Rheinbahn selbst die Infozettel da reingekippt haben könnte. Mir war aber gesagt worden, daß die Verteilung im Auftrag der Rheinbahn gemacht worden sei, also eben gar nicht von der Rheinbahn selbst. Und daß solche Aufträge an externe Firmen gern schonmal mehrfach an nach immer schwächere Marktteilnehmer durchgereicht werden, sodaß am Ende vielleicht noch ein Schüler oder ein Rentner die Arbeit macht, ist ja nun auch nichts Neues und sollte auch der Rheinbahn bekannt sein, auch wenn sie ihre Sub-sub-sub-Unternehmer vermutlich nicht weiter überprüft (wer macht das schon).</p>
<p>Wenn diese Briefe nicht von Angelernten geschrieben werden, sind der Mangel an Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie die Pauschalität der Aussagen umso peinlicher für eine Abteilung, die sich &bdquo;Kundendialog&rdquo; nennt.</p>
<blockquote><p>
Eine Aussage zur Telefoninformation bei der Stadt Düsseldorf können wir nicht treffen. Die Stadt Düsseldorf ist ein eigenständiges Haus.
</p></blockquote>
<p>Zur eigenen Telefonzentrale, die nicht wußte, wer zuständig ist und wohin sie mich verbinden sollte, sagt man einfach mal gar nichts. Auch eine Methode.</p>
<blockquote><p>
Sie können aber versichert sein, dass die Arbeiten immer durch unsere Ingenieure begleitet werden. Diese Fachleute kümmern sich darum, dass keine Probleme an den Mauern der Häuser entstehen oder &mdash;wie Sie es nennen&mdash; &bdquo;Mist&rdquo; gebaut wird.
</p></blockquote>
<p>Das erklärt noch lange nicht den Grund. Daß die beanstandeten Vibrationen bei den letzten Gleisarbeiten nicht vorkamen, wird hier mal locker unter den Tisch fallen gelassen. Das klingt eher so nach dem Motto, unsere Fachleute wissen Bescheid, und Du Bürger kannst das sowieso nicht verstehen, also vertrau denen einfach, die wissen schon, was sie tun. Wenn ich dem vertrauen würde, hätte ich dann nachgehakt?</p>
<blockquote><p>
Sie haben Recht, dass Schäden am Gleis nicht vom Himmel fallen. Die Schienen unterliegen durch die Nutzung einer Abnutzung. Sie müssen zeitweilig, möglicherweise auch durch Aufwalzungen, repariert werden und in Abständen von Jahren auch gewechselt werden.
</p></blockquote>
<p>Sagte ich nicht schon, daß ich das weiß? Es gibt sogar gesetzliche Regelungen dazu, wie oft Gleise ausgetauscht werden müssen. Wenn bekannt ist, daß die Gleise eine so hohe Abnutzung haben, dann sollte man vielleicht doch mal drüber nachdenken, ob die eingesetzte Kombination aus Fahrzeugen und Gleismaterial sinnvoll zusammenpaßt, oder ob man vielleicht an einer Stelle etwas ändern sollte. Wie gesagt, einen etwa jährlichen Austausch von Gleisen kann mir insbesondere nach fünf Jahren ohne derartige Arbeiten niemand erklären! Es gab auch keine Anschaffung von deutlich schwereren Fahrzeugen in dieser Zeit.</p>
<blockquote><p>
Für den Ihnen versprochenen Flüsterasphalt hat unser Haus keine Zuständigkeit.
</p></blockquote>
<p>Dann sollte ich doch nochmal bei den Grünen Bilk nachfragen, woher die Information mit dem <a href="/2009/11/13/die-rheinbahn-informiert-nicht/#comment-4079">Flüsterasphalt</a> kommt. Denn auch dabei wurden die Gleise rausgerissen, was für eine Asphalt-Neu-verlegung doch eigentlich gar nicht nötig sein sollte. Außerdem wurde Flüsterasphalt im Gegensatz zu dem, was Christine in dem verlinkten Kommentar schreibt, bereits seit 2007 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flüsterasphalt#Offenporiger_Asphalt">testweise eingesetzt</a>, muß also im April 2008 bereits bekannt gewesen sein.</p>
<blockquote><p>
Für die Ihnen entstandene Belästigung in den beiden Bauphasen, aber auch für Ihre Sorgen, können wir uns bei Ihnen nur noch vielmals entschuldigen. Wir hoffen, dass Sie jetzt in aller Ruhe auch wieder die Vorteile der Bahnstrecke vor Ihrer Haustüre nutzen können.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Rheinbahn AG</p>
<p>(zwei Unterschriften)
</p></blockquote>
<p>Was die Rheinbahn weiterhin unterschlägt, ist die Tatsache, daß auch bei den vorherigen Baumaßnahmen keine Informationen an die Anwohner verteilt wurden. Da wurde wohl immer der gleiche externe Auftragnehmer beauftragt, der die Infozettel immer auf die gleiche Weise &bdquo;verlor&rdquo;?</p>
<p>Übrigens stimmte auch die Aussage aus dem letzten Schreiben nicht, wo es hieß:</p>
<blockquote><p>
Durch die Gleisarbeiten werden wir eine sehr hohe Geräuschminderung erzielen.
</p></blockquote>
<p>An der Lärmentwicklung der vorbeifahrenden Straßenbahnen, nicht nur auf der Gleiskreuzung Helmholtz-/Hüttenstraße, hat sich genau gar nichts geändert.</p>
<p>Ich denke mal, nächstes Mal spare ich mir die Mails an die Rheinbahn und schreibe nur noch Blogeinträge. Die Rheinbahn hat ja jetzt sehr ausführlich gezeigt, daß kritische Anfragen nur stören und man sie auf keinen Fall erschöpfend beantworten möchte. Wie heißt es so schön? Danke für&#8217;s Gespräch.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3599&amp;md5=09e25aee58053b6a22c325f02847e0e3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zuständigkeit für eine Baustelle (4)</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2011/03/09/zustaendigkeit-fuer-eine-baustelle-4/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 13:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Gleisbauarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[In Teil 4 dieses Dramas lernen wir die Presseabteilung der Rheinbahn kennen sowie deren Fähigkeit, mit Textbausteinen zu werfen. Auf die Nachricht hin, die ich dort ins Kontaktformular eingeworfen hatte, kam mittlerweile eine Antwort &#8212; per Post. Als Kontakt-Telefonnummer stand im Briefkopf wieder einmal die 01803-504030, wo man mir bereits gesagt hatte, daß man eben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Teil 4 dieses Dramas lernen wir die Presseabteilung der Rheinbahn kennen sowie deren Fähigkeit, mit Textbausteinen zu werfen. Auf die <a href="/2011/02/26/zustaendigkeit-fuer-eine-baustelle-3/">Nachricht</a> hin, die ich dort ins Kontaktformular eingeworfen hatte, kam mittlerweile eine Antwort &mdash; per Post.</p>
<p>Als Kontakt-Telefonnummer stand im Briefkopf wieder einmal die 01803-504030, wo man mir bereits gesagt hatte, daß man eben <em>nicht</em> zuständig sei. Als Anlage liegt dem Brief das Infoblatt bei, das bereits Anfang Februar hätte in unserem Hausgang hängen sollen, vermutlich nach dem Motto &bdquo;besser spät als nie&rdquo;.</p>
<p>Und das hier stand drin:<span id="more-3501"></span></p>
<blockquote><p>
Sehr geehrte Frau Becker,</p>
<p>für Ihre Mitteilung über nächtliche Arbeiten im Bereich Fürstenplatz, danken wir Ihnen. Nur durch solche Mitteilungen haben wir die Möglichkeit Kenntnis von geschilderten Sachverhalten zu erlangen und der Sache nachzugehen.</p>
<p>Dass Ihnen durch diese Lärmbelästigung Unannehmlichkeiten entstanden, bedauern wir sehr. Wir haben unsere Fachabteilung auf Ihre Nachricht aufmerksam gemacht. Für die von Ihnen genannten Baumaßnahmen wurde von der Stadt Düsseldorf ein Ausnahmegenehmigung für die Arbeiten am Wochenende und in der Nacht ausgestellt.</p>
<p>Bauarbeiten im Rahmen des technisch machbaren werden wir so gut es geht über Tag verrichten und die Nachtarbeiten versuchen wir weitestgehend zu vermeiden. Die von Ihnen angesprochenen Arbeiten waren dringend notwendig, da der Streckenabschnitt Unebenheiten aufwies. Durch die Gleisarbeiten werden wir eine sehr hohe Geräuschminderung erzielen.</p>
<p>Wir möchten natürlich mit den Anliegern unserer Strecken in guter Nachbarschaft leben. Falls Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns an, wir kümmern uns individuell um Ihr Anliegen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Rheinbahn AG</p>
<p>(zwei Unterschriften)
</p></blockquote>
<p>Das mit der Kommasetzung und der Grammatik bzw. den Wortformen üben wir auch mal noch, das aber nur nebenbei.</p>
<p>Auf den letzten Absatz bezogen muß ich vermuten, daß man sich mit dieser Antwort eben <em>nicht</em> individuell um mein Anliegen kümmern wollte. Dafür soll ich dann bitte eine Nummer anrufen, die auch garantiert unzuständig ist. Ja ne is klar.</p>
<p>Stattdessen wählte ich die angegebene Mailadresse. kundendialog@, das klingt doch mal sehr, äh, viel versprechend (und wenig haltend, wenn ich so bedenke, was in letzter Zeit alles &bdquo;Dialog&rdquo; genannt wurde), und schrieb:</p>
<blockquote><p>
Sehr geehrter Herr &#8230;,</p>
<p>ich muß mich über Ihre Antwort doch sehr wundern. Für mich sieht das danach aus, als hätte ein Praktikant meine Beschwerde maximal überflogen und dann ein paar Textbausteine zusammengesucht, um &bdquo;irgendwie&rdquo; antworten zu können und darauf zu hoffen, daß das Thema damit erledigt sei. So einfach mache ich es Ihnen nicht. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Lärmbelästigung durch die Baustelle war nämlich gerade NICHT das primäre Anliegen meiner Beschwerde, wenn auch eine zusätzliche unangenehme Begleiterscheinung. Das wäre leicht herauszufinden gewesen, hätte man meine Beschwerde (richtig bzw. überhaupt) gelesen.</p>
<p>Ich wiederhole mich ja ungern, aber offenbar ist es nötig:</p>
<p>1. Es ging um mangelnde Information.</p>
<p>[Eigenzitat]<br />
vor dem Haus, in dem ich wohne, wird gerade die Straße aufgerissen. Es gab entgegen der Behauptung der Leute an der Baustelle KEINE Information der Anwohner. Die angeblich 500 Infoblätter hat dann wohl der beauftragte Sub-sub-sub-sub-Unternehmer direkt in die Altpapier-Container gekippt?</p>
<p>[...] Ich mußte mehrfach herumtelefonieren (es gab ja keine Information) und landete schließlich beim Umweltamt der Stadt Düsseldorf (494949), wo man sich &bdquo;erkundigen&rdquo; wollte &mdash; und sich dann nicht mehr meldete.<br />
[Ende Eigenzitat]</p>
<p>Darauf sind Sie nicht eingegangen. Daß Sie mir das Informationsblatt jetzt, also quasi hinterher, per Post geschickt haben, nützt mir herzlich wenig. Das hätte VORHER in unserem Hausgang hängen müssen. In unserem Haus ist es üblich, daß solche Aushänge hängengelassen werden, oft sogar über den Termin hinaus (z.&nbsp;B. auch bei Schornsteinfeger-Ankündigungen). Es gab aber nichts, was hätte hängenbleiben können.</p>
<p>2. Es ging um Vibrationen.</p>
<p>[Eigenzitat]<br />
Im Gegensatz zu den vorherigen Baustellen wackelt diesmal hier buchstäblich das Haus. Die Vibrationen gehen bis in den 5. Stock, und hintenraus wackeln noch die Fenster und außen die Regenrinnen. Niemand kann mir erzählen, daß das der Bausubstanz guttut. Ich habe hier noch kein Erdbeben erlebt, das dermaßen stark ausfiel! Das ging doch auch bei den letzten Malen ohne Wackelei, wenn auch mit viel Gedröhn, warum muß diesmal alles wackeln?</p>
<p>Seit 23:30 Uhr geht das jetzt schon, aber es ist nicht das erste Mal. Schon als vorletzte Wochenende am Fürstenplatz aufgerissen wurde, hat hier alles vibriert, schon stark genug, um mir Sorgen um das Mauerwerk des Hauses zu machen. [...]<br />
[Ende Eigenzitat]</p>
<p>Auch darauf sind Sie mit keinem Wort eingegangen. Ich bestehe jedoch auf einer Antwort.</p>
<p>Schließlich bekam ich auf die Frage, warum die Arbeiten nötig sein sollten, zwei Antworten. Eine direkt von Ihnen:</p>
<p>[Zitat]<br />
Die von Ihnen angesprochenen Arbeiten waren dringend notwendig, da der Streckenabschnitt Unebenheiten aufwies.<br />
[Ende Zitat]</p>
<p>(Und wo kamen die her? Vom Himmel gefallen?)</p>
<p>Und eine mit einem Umweg über die Grünen Bilk:</p>
<p>Ein Herr A[...] von der Rheinbahn schrieb an einen Herrn S[...] von der Stadt Düsseldorf:</p>
<p>[Zitat]<br />
die Erneuerung der Gleise wurde aufgrund von Tragfähigkeits- und Oberflächenschäden des Gleises notwendig. Die Maßnahme wird in zwei Bauschnitten [sic] umgesetzt; der erste Bauabschnitt erfolgte 2010 und in diesem Monat folgt nun das Gleis in Fahrtrichtung Hauptbahnhof aufgrund der Freihaltung von Straßenraum für Rettungsdienste.<br />
[Ende Zitat]</p>
<p>Insbesondere aus dem zweiten Zitat muß ich schließen: Die Rheinbahn hat bei der Planung des letzten Umbaus dieser Gleise* an irgendeiner Stelle schlicht Mist gebaut bzw. zu kurz gedacht, weshalb es so kurzfristig erneut notwendig wurde, die Gleise schon wieder herauszureißen.</p>
<p>* Laut Grüne Bilk wurde 2009 Flüsterasphalt verlegt, was im April 2008 natürlich eine noch völlig unbekannte Technologie war (wer Ironie findet, darf sie behalten). Also wurden 2008 Gleise ausgetauscht, 2009 nochmal dasselbe, um den &bdquo;vergessenen&rdquo; Flüsterasphalt zu verlegen, das aber mit schlechter Planung, um 2010/11 die Schäden daraus (vielleicht) wieder auszubügeln?</p>
<p>Allein aufgrund des kurzen Abstandes seit dem letzten Gleisaustausch hatte ich genau das &mdash; nämlich schlechte Planung &mdash; bereits stark vermutet. Dann ist mir auch klar, warum ständig die Fahrpreise erhöht werden müssen.</p>
<p>So, und nun hätte ich bitte gern noch eine Antwort OHNE Textbausteine.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen
</p></blockquote>
<p>&#8230; Fortsetzung folgt.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3501&amp;md5=be66120baf26eb1a78aeeb8251443909" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zuständigkeit für eine Baustelle (3)</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2011/02/26/zustaendigkeit-fuer-eine-baustelle-3/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 02:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Gleisbauarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag Mittag um 12:00 Uhr herum gab es nochmal für ca. 20&#160;Minuten Vibrationen. Der Mensch vom Umweltamt hat sich derweil nicht zurückgemeldet. Warum auch&#160;&#8230; Dafür vibriert Freitag auf Samstag ab 23:30&#160;Uhr wieder das Haus, noch stärker als zuvor. Daß an diesem Wochenende nochmal durchgearbeitet wird, war natürlich wieder nicht angekündigt, warum auch, sind ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag Mittag um 12:00 Uhr herum gab es nochmal für ca. 20&nbsp;Minuten Vibrationen. Der Mensch vom Umweltamt hat sich derweil nicht zurückgemeldet. Warum auch&nbsp;&#8230;</p>
<p>Dafür vibriert Freitag auf Samstag ab 23:30&nbsp;Uhr wieder das Haus, noch stärker als zuvor. Daß an diesem Wochenende nochmal durchgearbeitet wird, war natürlich wieder nicht angekündigt, warum auch, sind ja nur Anwohner. Rheinbahn, ich werde langsam ernsthaft sauer. Wann ich schlafen soll, ist Euch natürlich auch egal.<span id="more-3479"></span></p>
<p>01:00 Uhr. Ich gehe zur Baustelle runter, weil mittlerweile auch hintenraus die Fenster vibrieren. Dabei stelle ich fest, daß jetzt die Schienen in der Helmholtzstraße herausgerissen werden, also direkt vor meiner Haustüre. Eine Frau, die angeblich für die Baustelle zuständig ist, behauptet, es seien 500 Infozettel in die Häuser verteilt worden, und das schon letztes Wochenende. Hier waren keine zu sehen. Die wurden dann wohl vom Sub-sub-sub-sub-sub-Unternehmer direkt in den nächsten Altpapier-Container gekippt? &mdash; Sie bietet mir ein Hotelzimmer an. Bei meinem derzeitigen Tagesrhythmus nützt mir das genau gar nichts, kein Hotel läßt mich bis 12 oder 13&nbsp;Uhr schlafen. Außerdem hilft das den Häuserwänden nichts. Die Frage, warum die Gleise schon wieder getauscht werden müssen, wird mir nicht beantwortet.</p>
<p>ca. 01:30 Uhr: Das Vibrieren nimmt weiter zu. Ich schalte den PC ab. Das wird mir für die Festplatten zu gefährlich.</p>
<p>ca. 02:00 Uhr: Ich gehe nochmal runter, schon ziemlich mit den Nerven fertig. Das Vibrieren hat weiterhin zugenommen. Man bietet mir nochmal ein Hotelzimmer an. Die Frage, warum die Gleise schon wieder getauscht werden müssen, kann man mir immer noch nicht beantworten. Ich will die Telefonnummer wissen, die auf diesem angeblichen Infozettel steht. Das sei die der Pressestelle der Rheinbahn, die habe die Baustelle beauftragt. ACH? Und in der Zentrale dort weiß man von nichts, kann mich nicht richtig verbinden und schickt mich zur Stadt Düsseldorf? Natürlich kann ich jetzt nicht dort anrufen, abgesehen davon, daß die Nummer nicht auf der Website steht. Jedenfalls nicht auffindbar.</p>
<p>02:30 Uhr: Mail an die Rheinbahn, mit dem Notebook, über Kontaktformular:</p>
<blockquote><p>
Guten Tag,</p>
<p>vor dem Haus, in dem ich wohne, wird gerade die Straße aufgerissen. Es gab entgegen der Behauptung der Leute an der Baustelle KEINE Information der Anwohner. Die angeblich 500 Infoblätter hat dann wohl der beauftragte Sub-sub-sub-sub-Unternehmer direkt in die Altpapier-Container gekippt?</p>
<p>Im April 2008, im November 2009, im Mai 2010 (nur Fürstenplatz) und jetzt schon wieder wurde/wird hier die Straße aufgerissen, um Gleise auszutauschen. Niemand kann mir erzählen, daß das so häufig nötig ist. Ich möchte bitte eine qualifizierte Begründung dafür!</p>
<p>Im Gegensatz zu den vorherigen Baustellen wackelt diesmal hier buchstäblich das Haus. Die Vibrationen gehen bis in den 5.&nbsp;Stock, und  hintenraus wackeln noch die Fenster und außen die Regenrinnen. Niemand kann mir erzählen, daß das der Bausubstanz guttut. Ich habe hier noch  kein Erdbeben erlebt, das dermaßen stark ausfiel! Das ging doch auch bei den letzten Malen ohne Wackelei, wenn auch mit viel Gedröhn, warum muß diesmal alles wackeln?</p>
<p>Seit 23:30 Uhr geht das jetzt schon, aber es ist nicht das erste Mal. Schon als vorletzte Wochenende am Fürstenplatz aufgerissen wurde, hat hier alles vibriert, schon stark genug, um mir Sorgen um das Mauerwerk des Hauses zu machen. Ich mußte mehrfach herumtelefonieren (es gab ja keine Information) und landete schließlich beim Umweltamt der Stadt Düsseldorf (494949), wo man sich &bdquo;erkundigen&rdquo; wollte &mdash; und sich dann nicht mehr meldete.</p>
<p>Ich verlange, daß diese Baustelle stillgelegt wird, bis Geräte eingesetzt werden können, mit denen Sie wie vorher auch die Straße aufreißen können, ohne die Häuser zum Wackeln zu bringen. Und ich verlange eine DEUTLICHE Verbesserung der Informationspolitik!</p>
<p>Keine Antwort ist übrigens auch eine Antwort. Ich werde dann drüber bloggen.</p>
<p>Mit schwer genervten Grüßen<br />
Sabine Becker
</p></blockquote>
<p>03:32 Uhr. Gerade ist es mal ruhig. Wer weiß, wie lange&nbsp;&#8230;</p>
<p><strong>[Update]</strong> Ganze 7 Minuten. Es dröhnt und wackelt wieder. <strong>[/Update]</strong></p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3479&amp;md5=2a883714b4343309eceaa1ac26052db8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zuständigkeit für eine Baustelle (2)</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2011/02/18/zustaendigkeit-fuer-eine-baustelle-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 22:57:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem sich am Mittwoch nicht klären ließ, wer für die Baustelle am Fürstenplatz zuständig ist, rief ich am Donnerstag also wie von der Zentrale der Stadt Düsseldorf vorgeschlagen beim Umweltamt an. Zunächst nahm ich dafür die Nummer, die mir die Dame von der Zentrale genannt hatte. Die war aber offensichtlich falsch; sie sieht zwar aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich am Mittwoch nicht klären ließ, wer für die Baustelle am Fürstenplatz <a href="/2011/02/16/zustaendigkeit-fuer-eine-baustelle/">zuständig ist</a>, rief ich am Donnerstag also wie von der Zentrale der Stadt Düsseldorf vorgeschlagen beim Umweltamt an. Zunächst nahm ich dafür die Nummer, die mir die Dame von der Zentrale genannt hatte. Die war aber offensichtlich falsch; sie sieht zwar aus wie eine Nummer der Stadt, endet aber seltsamerweise auf -00, und wenn man da anruft, stößt man erst auf längere Stille und dann auf ein Besetzt-Zeichen. Die konnte also nicht stimmen.<span id="more-3467"></span></p>
<p>Also zog ich mal wieder die Website der Stadt Düsseldorf zu Rate und holte mir dort die Nummer, die mit 0211/494949 völlig anders lautet als die üblichen Telefonnummern der städtischen Behörden. Der Herr dort erwies sich als sehr hilfsbereit. Ich erzählte ihm die Sache, und er meinte, wegen der Zuständigkeit oder überhaupt wegen der Baustelle müsse er sich erstmal erkundigen. Ich berichtete ihm auch, daß ich schon ein wenig herumtelefoniert hatte deswegen, und daraufhin meinte er, ich solle jetzt erstmal nicht weiter herumtelefonieren müssen, er werde sich schlau machen und mich noch am selben Nachmittag zurückrufen.</p>
<p>Der Rückruf kam dann heute vormittag und war recht kurz: Der Herr vom Umweltamt erkundigte sich nur nochmal nach den genauen Umständen. Immerhin sagte er zu, daß er sich das mal vor Ort ansehen werde. Allerdings hat es ja nur am Dienstag und Mittwoch vibriert, danach nicht mehr. Vielleicht bekommt er ja wenigstens heraus, welche Baumaschine das Vibrieren verursacht hat.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3467&amp;md5=c1fb9907e3b5224c464872e57ef4f704" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zuständigkeit für eine Baustelle</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 15:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit gestern bemerke ich hier im Haus ein unangenehmes Vibrieren, und es war nicht schwer, herauszufinden, daß es von einer Baumaschine am Fürstenplatz kommt, wo mal wieder irgendwas im Gleisbereich gemacht wird. Tatsächlich weist die Rheinbahn auch darauf hin, daß derzeit am Fürstenplatz Gleise erneuert werden. Die Frage, warum das schon wieder nötig sein soll, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gestern bemerke ich hier im Haus ein unangenehmes Vibrieren, und es war nicht schwer, herauszufinden, daß es von einer Baumaschine am Fürstenplatz kommt, wo mal wieder irgendwas im Gleisbereich gemacht wird. Tatsächlich weist die Rheinbahn auch darauf hin, daß derzeit am <a href="http://www.rheinbahn.de/Seiten/detail.aspx?Meldung=17796">Fürstenplatz Gleise erneuert</a> werden. Die Frage, warum das schon wieder nötig sein soll, stellt sich so nebenbei auch noch. Aber primär ging es mir um das Vibrieren; ich gehe mal davon aus, daß das weder der Bausubstanz der Gebäude noch meinen Festplatten besonders gut tut. <span id="more-3464"></span></p>
<p>Also rief ich als erstes bei der Rheinbahn an. Man sollte ja meinen, daß sie für Erneuerungen an ihren Gleisen zuständig ist. Da die Kundenzentren keine Telefon-, sondern nur Faxnummern haben und alle anderen auf der Website angegebenen Abteilungen mit Telefonummern unpassend erschienen, nahm ich die Nummer der Zentrale. Die Dame wußte nichts von den Gleisbauarbeiten, konnte aber gut verstehen, daß ich das Vibrieren als unangenehm empfinde. Sie meinte, für Beschwerden sei die 01803-504030 zuständig. Ich hatte diese Nummer zwar irgendwie als Fahrplanauskunft im Hinterkopf, aber OK, schau&#8217;n wir mal.</p>
<p>Der Herr, der unter dieser Nummer antwortete, fühlte sich erwartungsgemäß unzuständig. Er vermutete, daß da vielleicht einfach Straßenbauarbeiten gemacht würden, die zufällig auch den Gleisbereich blockieren. Außerdem sei er ja nur die Fahrplanauskunft (wußte ich es doch). Er könne zwar eine Beschwerde annehmen, aber es sei zweifelhaft, ob ich da eine Rückmeldung bekommen würde. Eigentlich sei für solche Baustellen das Bauamt der Stadt Düsseldorf zuständig, und er könne da gar nichts machen.</p>
<p>Anruf Nr. 3 galt damit der Bauverwaltung der Stadt Düsseldorf; die Nummer fand ich auf der Website der Stadt. Ich war positiv überrascht, daß 7&nbsp;Minuten vor Feierabend tatsächlich noch jemand ans Telefon ging. Die Dame wirkte zwar sogar recht engagiert, gestand allerdings ein, daß sie eigentlich gar nicht wußte, wer für diese Baustelle zuständig ist. Auch sie vermutete, daß es Straßenbauarbeiten sein könnten, die nur zufällig die Schienen blockierten. Ihre erste Idee war, ich sollte mich vielleicht mal mit dem Amt für Verkehrsmanagement in Verbindung setzen. Da sie dort direkt niemanden mehr erreichte, stellte sie mich zur Zentrale durch, ich sollte dort die Beschwerdestelle beim Amt für Verkehrsmanagement verlangen.</p>
<p>Gespräch Nr. 4 innerhalb des Anrufs Nr.&nbsp;3 galt dann also der Zentrale der Stadt Düsseldorf. Diese Dame meinte erst, verstanden zu haben, daß ich mich über Baulärm beschweren wolle. Ich korrigierte das; der Baulärm stört mich zwar auch, aber das Vibrieren macht mir deutlich mehr Sorgen. Daraufhin meinte sie, das Amt für Verkehrsmanagement sei da falsch, ich solle es doch eher beim Umweltamt versuchen. Da sei aber heute niemand mehr da, die machen schon um halb vier Feierabend.</p>
<p>Also gut. Morgen gibt es dann Anruf Nr. 4 mit Gespräch Nr.&nbsp;5. Man darf gespannt sein.</p>
<p>Ist das echt so schwer, festzustellen, wer für diese verdammte Baustelle zuständig ist?</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3464&amp;md5=44f459d3dfb9870ac62b3e30eac97bb9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Signalstörung</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/12/10/signalstoerung/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 19:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hatte ich mal wieder ein gutes (eigentlich: schlechtes) Beispiel dafür, wie die Bahn ihre Infrastruktur pflegt und was passiert, wenn diese es dann wagt, tatsächlich auszufallen. Ich war für eine Woche in Mannheim und wollte heute zurückfahren. Schon am Bahnhof Waldhof (ein Vorort-Haltepunkt) wurde es lustig. Ich wartete auf einen Regionalzug zum Hauptbahnhof, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich mal wieder ein gutes (eigentlich: schlechtes) Beispiel dafür, wie die Bahn ihre Infrastruktur pflegt und was passiert, wenn diese es dann wagt, tatsächlich auszufallen.</p>
<p>Ich war für eine Woche in Mannheim und wollte heute zurückfahren. Schon am Bahnhof Waldhof (ein Vorort-Haltepunkt) wurde es lustig. Ich wartete auf einen Regionalzug zum Hauptbahnhof, als auf dem Gegengleis ein R2 einfuhr, der mit (dem in der Gegenrichtung liegenden) Biblis beschriftet war, aber in Richtung Hauptbahnhof stand. Das sollte wohl eigentlich der Zug sein, den ich nehmen wollte. Direkt danach kam eine Durchsage, daß dieser Zug nach Biblis zurückfahren würde, außerdem könne derzeit kein Zug nach Mannheim Hauptbahnhof durchfahren, weil es dort eine Störung gebe. Ich ahnte fürchterliches.<span id="more-3264"></span></p>
<p>Zum Glück gibt es eine Alternative, um von Bahnhof Waldhof nach Mannheim Hauptbahnhof zu kommen. Die Straßenbahn braucht zwar länger, aber fuhr immerhin. Allerdings war sie natürlich relativ voll, weil da wohl noch mehr Leute eigentlich mit diesem Regionalzug fahren wollten. Ich stellte mich mit meinem Riesen-Trolly so halb in die Eingangstür, denn woanders bekam ich den nicht unter. Damit stand ich natürlich die ganze Fahrt über, etwa 20&nbsp;Minuten, schön im Weg.</p>
<p>Am Hauptbahnhof schaute ich natürlich als erstes auf die große Anzeigetafel. Hinter fast jedem Zug gab es eine Laufschrift, wo dann so lustige Dinge standen wie &bdquo;75&nbsp;Minuten Verspätung&rdquo;, &bdquo;fällt aus&rdquo;, &bdquo;40&nbsp;Minuten Verspätung&rdquo;, &bdquo;fällt aus&rdquo;, &bdquo;fällt aus&rdquo;&nbsp;&#8230;</p>
<p>Mein Zug &mdash; IC&nbsp;2014 um 12:58&nbsp;Uhr &mdash; war noch nicht auf der Tafel; trotzdem reihte ich mich schonmal in die zum Glück nicht gar so lange Schlange am Infotresen ein. Noch bevor ich dran war, sagte mir die Anzeigetafel das Befürchtete: Der IC&nbsp;2014 gehörte zu denen, die ganz ausfielen.</p>
<p>Am Infotresen erklärte ich dann, daß ich irgendwann heute bitteschön nach Düsseldorf möchte, und das, wenn&#8217;s geht, mit Sitzplatz, da ich mit meiner Klaustrophobie keine drei Stunden oder so in einem überfüllten Zug stehen kann, wenn wegen der ganzen Hektik eh schon die Nerven so ein bißchen blank liegen. Die Dame druckte mir die nächsten beiden vorgesehenen Zugverbindungen aus und schickte mich wegen einer Reservierung ins Reisezentrum.</p>
<p>Dort zog ich eine Nummer und wartete nochmal so etwa eine Viertelstunde, bis ich aufgerufen wurde. Am Schalter hieß es jetzt: &bdquo;Reservierung? Na Sie sind ja lustig. Ich weiß ja noch nicht mal, wann hier überhaupt irgendetwas irgendwohin fährt.&rdquo; Eine Reservierung sei völlig sinnlos, denn die fahrenden Züge erfahre man erst immer kurz vor deren Abfahrt. Na suuuper.</p>
<p>Ich holte mir bei einer Bäckerei erstmal Stärkung und stellte mich dann essend in die Bahnhofshalle vor die große Anzeigetafel, um abzuwarten, was da kommen möge. Dann wurde ein Regionalexpreß nach Mainz angezeigt. Mainz liegt quasi auf der Strecke, und von dort aus, so hoffte ich, würde ich vielleicht einen sinnvollen Anschluß bekommen. Also zog ich meinen Trolly an Gleis&nbsp;5, Die Anzeigetafel dort erklärte: &bdquo;S1, bitte nicht einsteigen&rdquo;. Der Regionalexpreß, der um 13:10&nbsp;Uhr abfahren sollte, wurde dann um etwa 13:15&nbsp;Uhr überhaupt erstmal angezeigt und fuhr ein paar weitere Minuten später ein. Ich dachte, das soll wohl ein Witz sein: Was da reinkam, war ein Züglein, eine Lok mit zwei Waggons dahinter. Der ganze Bahnsteig stand voller Leute, und selbst wenn der Zug völlig leer eingefahren wäre, hätten nicht einmal 1/5 der Leute da reingepaßt. Das war also nix.</p>
<p>Zurück in der Bahnhofshalle rief ich erstmal meine Mutter an, um kurz mitzuteilen, daß es da so ein kleines Problem gibt. Ich setzte mir eine Deadline auf 18:00&nbsp;Uhr: Würde ich bis dahin nicht wegkommen, dann wollte ich zu ihr zurückfahren und es morgen wieder versuchen.</p>
<p>Noch während des Gesprächs tauchte auf der Anzeigentafel ein ICE nach Köln auf, ICE&nbsp;508 um 13:35&nbsp;Uhr ab Gleis&nbsp;3. Also machte ich mich wieder auf den Weg. Auf dem Bahnsteig war es nicht übervoll, und der Zug kam auch nur wenige Minuten zu spät (natürlich ohne entsprechende Information durch die Bahn, warum auch&nbsp;&#8230;). Erst im letzten Moment erwischte ich dann noch einen Bahn-Menschen, der mir bestätigte, daß ich in diesem Fall auch wirklich den ICE benutzen darf, obwohl ich nur ein Ticket für den IC habe.</p>
<p>Im Zug waren zwar viele Plätze als reserviert markiert, aber es kam niemand. Jemand hob meinen Trolly auf die Gepäckablage, denn der Gepäck-Abstellplatz in der Wagenmitte war natürlich voll (genauso, wie die Bahn immer völlig davon überrascht wird, daß es im Winter schneit, sind sie auch immer wieder davon überrascht, daß Fernreisende größere Koffer dabei haben). Ich nahm mir also einen Platz in der Nähe meines Trollys, obwohl der offiziell reserviert war. Dann hieß es jedoch, der Zug würde etwas später abfahren, weil man noch auf einen anderen ICE aus Berlin warte. Damit war fast schon klar, daß ich diesen Platz nicht würde halten können. Ich fand dann jedoch einen Gangplatz ohne Reservierung ein paar Reihen weiter hinten.</p>
<p>Abgesehen davon, daß der Zugbegleiter es nicht bis zu mir schaffte, weil er in den Wagen vorher an jeder Sitzreihe so zehn Minuten lang aufgehalten wurde, um über Weiterfahrmöglichkeiten zu informieren, verlief die Fahrt problemlos. Statt des Zugbegleiters schaffte es aber immerhin die Dame mit dem Imbißwagen zu mir, und ich konnte mir einen Kaffee und einen Schokoriegel gönnen.</p>
<p>In Köln sollte es zwar theoretisch direkten Anschluß zu einem Regionalexpreß in Richtung Düsseldorf geben, aber vor Köln mußte der ICE länger warten als geplant, sodaß ich den RE nicht mehr erreichte. Ich suchte mir auf dem gelben Fahrplan die nächste Möglichkeit heraus, die kein ICE war, und ging dann einen Bahnsteig weiter nach vorn, wo ein IC nach Düsseldorf fahren sollte. Auf dem Bahnsteig fiel mir dann auf, welcher IC das sein sollte: IC&nbsp;2014. Ja, genau der. Der, für den ich eine Reservierung in der Tasche hatte. Ab Mannheim, in Wagen&nbsp;9. Allerdings fehlten laut Anzeigetafel dieser und ein weiterer Wagen an diesem Zug. Also mußte ich, da der Zug recht voll war, von Köln bis Düsseldorf stehen. Im Gang, vor der Toilettentür. Woanders war kein Platz bzw. mit dem Trolly auch kein Durchkommen.</p>
<p>Insgesamt kam ich etwa eine Viertelstunde später in Düsseldorf an als geplant. Die Informationspolitik war wie üblich katastrophal; darüber kann auch der zufällig ergatterte Sitzplatz im ICE nicht hinwegtrösten. Eine ordentlich geplante Signalanlage hätte ein Backup-System gehabt. Stattdessen hat man da wohl aus Kostengründen einen &bdquo;single point of failure&rdquo; gebaut; eine Todsünde, wenn man wichtige Infrastruktur baut. Aber wir müssen ja unbedingt an die Börse&nbsp;&#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3264&amp;md5=ec858e2e638c10cb672fe74253d85fd5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wohin mit den Bahn-Milliarden?</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/10/13/wohin-mit-den-bahn-milliarden/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 21:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[DirekteAktion startete eine Blogparade Wohin mit den Bahn-Millarden? und stellt die Frage: Nehmen wir mal an, die (derzeit) vorsichtig geschätzten 6,9 Mrd. Euro ständen zur Verfügung: Was ist wäre eurer Meinung damit zu tun? Die Leistungs-Defizite der Bahn, die dringend zu beheben wären, sind meiner Ansicht nach: Massive Investitionen in den Nahverkehr. Im Nahverkehr hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DirekteAktion startete eine Blogparade <a href="http://direkteaktion.over-blog.de/article-blogparade-wohin-mit-den-bahn-milliarden-58793321.html">Wohin mit den Bahn-Millarden?</a> und stellt die Frage:</p>
<blockquote><p>Nehmen wir mal an, die (derzeit) vorsichtig geschätzten 6,9 Mrd. Euro ständen zur Verfügung: Was ist wäre eurer Meinung damit zu tun?</p></blockquote>
<p>Die Leistungs-Defizite der Bahn, die dringend zu beheben wären, sind meiner Ansicht nach:</p>
<ul>
<li> Massive Investitionen in den Nahverkehr. Im Nahverkehr hat die Bahn wesentlich mehr Kunden als im Fernverkehr, trotzdem wird er nachrangig behandelt. Züge kommen zu spät oder fallen ganz aus, und in Berlin (S-Bahn) haben sie sogar sicherheitstechnische Mängel. Die Taktungen insbesondere an Wochenenden und nachts sind unter aller Kanone.<span id="more-3047"></span></li>
<li class="text"> Was die Sicherheit angeht, sind die Wartungsintervalle für die Züge wieder soweit zu verkürzen, daß man nicht bei jeder Fahrt mit dem Schlimmsten rechnen muß. Außerdem sind die Züge und die Strecken (Weichen etc.) winterfest zu betreiben. Dafür ist entsprechend Personal einzustellen und auszubilden. Außerdem ist dafür zu sorgen, daß die Klimaanlagen die zu erwartenden Sommer-Temperaturen aushalten und abfangen; aufgrund des Klimawandels ist bekanntermaßen mit weiterhin steigenden Temperaturen in den Sommern zu rechnen.</li>
<li class="text"> Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr ist endlich dafür zu sorgen, daß Einstiegshilfen für Rollstuhlfahrer etc. direkt an den Zügen und von den Betroffenen selbst bedienbar eingerichtet werden. Bisher gibt es an wenigen Regionalzügen Rampen, die jedoch vom Bahnpersonal bedient werden müssen. Um Mißbrauch zu vermeiden, könnte beispielsweise der bereits für Behinderten-Toiletten ausgegebene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Euroschlüssel">Euroschlüssel</a> zur Bedingung gemacht werden. Es kann jedoch nicht sein, daß ein Rollstuhlfahrer spät abends oder nachts nur deshalb nicht reisen kann, weil am Zielbahnhof kein Personal mehr anwesend ist, um die Rollstuhlrampe heranzufahren, und dann vielleicht ein Hotelzimmer buchen oder auf die Fahrt ganz verzichten muß.</li>
<li class="text"> Aus dem gleichen Grund ist eine wesentlich bessere Wartung der <a href="/2009/06/29/aufzuege-in-berlin-mal-wieder/">Aufzüge</a> an den Bahnhöfen notwendig. Barrierefreie Züge nützen gar nichts, wenn sie dann doch nicht erreichbar sind.</li>
<li class="text"> Was bei der Bahn ebenfalls nicht funktioniert, ist die Kommunikation mit den Kunden. Verspätungen sind sicher nicht immer vermeidbar, werden aber oft erst dann durchgesagt und angezeigt, wenn der Zug eigentlich schon im Gleis stehen sollte. Außerdem werden — zum <a href="/2008/01/24/puenktlichkeit-der-bahn/">Schönen der Statistik</a>? — Verspätungen oft zu gering angegeben. Bei angesagten 5 min Verspätung kann man sich generell auf 10 min einstellen, bei 10 auf bis zu 20. Gerade bei Verspätungen klappt außerdem die Information über Anschlußzüge nicht immer.</li>
<li class="text"> Im Fernverkehr (insbesondere ICE) sollten die Sitze in der 2. Klasse neu angeordnet werden. Es kann doch nicht sein, daß man, um seine Beine nicht verknoten zu müssen, 1. Klasse buchen muß. Ich bin nun nicht gerade sehr groß, habe aber im Verhältnis recht lange Beine. An einem Reihenplatz weiß ich nicht mehr, wohin damit, wenn vor mir auf dem Boden auch noch mein Handgepäck Platz finden soll, und an den Tischplätzen stößt man ständig mit den Beinen des Gegenübers aneinander. So nebenbei sind manche „Fensterplätze” zwar an der Fensterseite, aber man sieht trotzdem nichts, weil an der Stelle eine breitere Wand ist. Dann soll man mir das bitte auch nicht als Fensterplatz, sondern maximal noch als Außenplatz verkaufen.</li>
<li class="text"> Außerdem ist in den Fernzügen zu wenig Platz für Gepäck vorhanden. Nicht jeder kann es sich leisten bzw. nicht für jeden ist es möglich, sein Gepäck mit Hermes zu verschicken. Wenn ich komplett gepackt habe, habe ich einen großen Trolly, meine Gitarre und Handgepäck (Stofftasche, Kameratasche, Notebook) dabei. Schon mehr als einmal mußte ich mich von anderen Fahrgästen anpampen lassen, weil die Gepäckablage voll war und mindestens der Trolly im Weg stand. Merke: Die meisten Fernreisenden sind eben nicht Geschäftsleute mit Aktenköfferchen, sondern Leute mit richtig Gepäck. Und seine Jacke kann man oft auch nicht vernünftig aufhängen.</li>
<li class="text"> Dann wären da noch so Kleinigkeiten wie deutlich mehr Steckdosen, und nicht mehr nur eine pro 4er-Tischplatz in den ICEs (teilweise ist das sogar in den neueren ICs besser)  und endlich mal WLAN mindestens für alle ICE, und zwar nicht über überteuerte und <a href="http://www.gregel.com/6362/t-mobile-hotspot-fail-bit-ly-gesperrt/">zensierte</a> (!) T-Online-Hotspots, sondern einfach frei für alle.</li>
<li class="text"> Wo der Service auch nicht funktioniert, ist in den Schalterhallen. Um im Düsseldorfer Hauptbahnhof am Schalter ein Ticket zu kaufen und/oder eine Information zu bekommen, muß man tagsüber, egal zu welcher Zeit, 20 bis 30 Minuten Wartezeit einplanen. Im Stehen, natürlich. Die Einführung eines Systems mit Nümmerchenziehen <a href="/2009/12/15/bahn-goes-arge/">wie bei der ARGE</a> hat daran nichts geändert. Wohl dem, der seine Tickets online kaufen oder am Automaten ziehen kann und keine extra Auskunft benötigt. Und daß man auf die Einlösung seiner Bonuspunkte für einen Freifahrschein mindestens eine Woche lang warten muß und das eben nicht einfach (mit der BahnCard) am Automaten oder am Schalter geht, ist auch so ein Unding.</li>
<li class="text"> Die Preissteigerungen der letzten Jahre sind wegen der ständig steigenden Mängel mit nichts mehr begründbar. Sie sind daher zurückzunehmen. Die Fahrt von Düsseldorf nach Berlin stieg von etwa 75,00 € in 2001 auf mittlerweile 100,00 €, und die Reservierung für mindestens jetzt 2,50 € ist quasi Pflicht, weil die Züge meistens sehr voll sind. Die BahnCard 50, die mal für 200,00 € zu haben war, liegt jetzt schon bei 230,00 €. Und jedes Jahr werden im September neue Steigerungen angekündigt. Das alles offenbar nicht, um die Leistungsfähigkeit der Züge zu erhalten und zu verbessern, sondern einzig und allein zu dem Zweck, einen möglichst großen Finanzpuffer für den geplanten Börsengang anzulegen.</li>
</ul>
<p>Ich kann nicht einschätzen, wieviel die geforderten Maßnahmen kosten. Aber mit knapp 7 Mrd. Euro läßt sich doch sicher einiges anfangen &#8230;</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=3047&amp;md5=da8199a0f7870cb091e1d6acc87db140" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kann ja mal passieren</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/24/kann-ja-mal-passieren/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 15:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[Kundendienst]]></category>
		<category><![CDATA[peinlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bahn verliert derzeit bei Reklamationen wohl gern mal den einen oder anderen im Original eingereichten Fahrschein. Deshalb ermittelt jetzt das Eisenbahn-Bundesamt, ob hier eine bewußte Schlamperei vorliegt. Offenbar kann man der Bahn keine Originale von Belegen anvertrauen, gerade dann nicht, wenn man von ihr aufgrund dieser Belege Geld zu bekommen hat. Also: Immer Fotokopien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bahn verliert derzeit bei Reklamationen wohl gern mal den einen oder anderen im Original eingereichten <a href="http://www.n-tv.de/panorama/Schikanen-bei-Reklamationen-article1125731.html">Fahrschein</a>. Deshalb ermittelt jetzt das Eisenbahn-Bundesamt, ob hier eine bewußte Schlamperei vorliegt.</p>
<p>Offenbar kann man der Bahn keine Originale von Belegen anvertrauen, gerade dann nicht, wenn man von ihr aufgrund dieser Belege Geld zu bekommen hat. Also: Immer Fotokopien einschicken. Originale kann man immer noch am Schalter zur Einsichtnahme vorlegen. Das Original kriegen sie erst dann, wenn das Geld geflossen ist oder der Fall sonstwie abgeschlossen wurde.</p>
<p>Ich fühlte mich bei dieser Meldung gleich an gewisse Behörden erinnert. Die können das nämlich auch sehr gut.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2760&amp;md5=bc0175be32b666d16c25d48de899a1ae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Spar-Experten</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/07/23/spar-experten/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 11:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Rollstuhlfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Es haben sich mal wieder „Experten” zusammengesetzt. Beauftragt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Und natürlich geht es nicht darum, wie man Menschen ohne Arbeit eine bessere Zukunft bieten könnte, sondern darum, wie man sie noch besser zum Sparen mißbrauchen kann. Irgendwelche Fachkenntnisse über Grundrechte oder ähnliches müssen diese „Experten” natürlich nicht besitzen, das würde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es haben sich mal wieder „Experten” zusammengesetzt. Beauftragt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Und natürlich geht es nicht darum, wie man Menschen ohne Arbeit eine bessere Zukunft bieten könnte, sondern darum, wie man sie noch besser zum Sparen mißbrauchen kann. Irgendwelche Fachkenntnisse über Grundrechte oder ähnliches müssen diese „Experten” natürlich nicht besitzen, das würde bestimmt nur stören.</p>
<p>Die „Experten” haben sich also so ein paar <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:radikaler-sparvorschlag-hartz-iv-empfaengern-droht-mietschock/50147739.html">Sachen ausgedacht</a>, mit denen man an den Zwangsverarmten noch weiter sparen könnte (ich warte nur auf den Tag, an dem sie darüber beraten, wie man sich die Zwangsverarmten an sich sparen könnte).</p>
<p><span id="more-2752"></span></p>
<p>Dazu gehört beispielsweise der grandiose Vorschlag, daß alleinstehende Hartzer zukünftig auch mit 25 statt bisher 45 qm Wohnfläche zufrieden sein müßten. 25 qm reichen gerade mal zum Essen und Schlafen aus, das ist ein Schlaf-Wohn-Klo, mehr nicht. Je nach Schnitt der Wohnung kann man nicht mal genügend Möbel stellen, um ein Minimum an Besitz unterzubringen (aber der gemeine Hartzer hat ja eh nichts mehr zu besitzen, nicht wahr, also was soll das Geschrei &#8230;). Ich hatte zwei Wohnungen von unter 30 qm, einmal sogar mit Partner, weiß also, wovon ich rede.</p>
<p>Wer zahlt dann übrigens so Kleinigkeiten wie den Waschsalon (der definitiv teurer ist als die eigene Waschmaschine), wenn Waschmaschine und/oder Wäscheständer nicht mehr reinpassen? Oder die „gesunde Ernährung” die anderweitig doch immer so hervorgehoben wird? Frisches Gemüse kann man so nicht vorrätig halten — nicht alles gehört in den Kühlschrank (in dem sowieso kaum Platz ist). Aber wie gesagt, das sind dann nur so Kleinigkeiten.</p>
<p>Aber vielleicht schwebt den &bdquo;Experten&rdquo; da ja noch was ganz anderes vor. Der Witz ist nämlich: Es gibt gar nicht so viele dermaßen winzige Wohnungen. Woran denkt man denn dann? Förderung der Bauwirtschaft durch die Errichtung von Wohnheimen für alleinstehende Hartzer? Wär doch toll, man schlüge zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Bauwirtschaft wird subventioniert (gibt ja vielleicht vorübergehend sogar ein paar Arbeitsplätze), und dann hat man diese faulen Säcke endlich mal schön an zentralen Stellen unter Kontrolle. Woran erinnert mich das nur?</p>
<p>Der andere herausgehobene Punkt ist, daß Behinderte nicht mehr kostenlos mit dem ÖPNV fahren können sollen. Das gilt derzeit für Schwerbehinderte mit bestimmten Merkmalen im Ausweis, also schon nicht grundsätzlich. Den Ausweis bekommt man überhaupt erst ab einem bestimmten GdB; meiner von 30 reicht dafür noch nicht aus. Die Vergünstigung wird bislang damit begründet, daß Schwerbehinderte einen Nachteilsausgleich haben sollen, weil sie sowieso schon in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.</p>
<p>Abgesehen davon, daß sich die Ersparnisse dabei doch sehr in Grenzen halten dürften, wäre es ja vielleicht sogar noch akzeptabel, wenn sich bei den Betreibern der öffentlichen Verkehrsmittel mal die Idee durchsetzen würde, daß Barrierefreiheit nicht nur eine nette Option ist.</p>
<p>Wie sieht es zum Beispiel mit funktionsfähigen <a href="/2009/06/29/aufzuege-in-berlin-mal-wieder/">Fahrstühlen</a> aus? Oder damit, daß Busse Rollstuhlfahrer an der Haltestelle zurücklassen, weil sich schon zu viele andere Leute rücksichtslos und ohne Beachtung durch den Fahrer reingedrängt haben? Was ist mit Einstiegshilfen für Rollstuhlfahrer in Bussen, die, wenn überhaupt vorhanden, häufig nicht funktionieren? Oder so Kleinigkeiten wie nicht funktionierende oder versetzt laufende Haltestellenansagen, auf die blinde und sehbehinderte Menschen angewiesen sind? Niederflur-Straßenbahnen und erhöhte Bahnsteige? Und Busfahrer, die, weil sie nochmal zurücksetzen müßten, um gerade an den Bordstein heranzufahren, damit ein Rollstuhlfahrer einsteigen kann, lieber direkt weiterfahren?</p>
<p>Auch am Umgang mit den behinderten Kunden müßte man gehörig feilen. Ich erinnere mich an einen Bahn-Angestellten, der uns vor zwei Jahren erklärte, man müsse <a href="/2008/07/19/manche-tage/">&bdquo;den Rollstuhl umladen&rdquo;</a> (gemeint war: wir müßten umsteigen); auch eine interessante Sichtweise, der Rollstuhlfahrer sozusagen als Gepäckstück seiner Begleitung.</p>
<p>Aber was hieße es wirklich, wenn Schwerbehinderte dann selbst bezahlen müßten? Es ist ja heute nicht so, daß die Verkehrsbetriebe nichts dafür bekämen. Die Regelungen dafür, wie sie diese Leistungen abrechnen können, stehen in <a href="http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/09/index.php?norm_ID=0900001">Kapitel&nbsp;13 von SGB&nbsp;IX</a>. Wenn die Schwerbehinderten dann also selbst bezahlen müßten, hätten die Verkehrsbetriebe mit ordentlich Dampf zu rechnen. Denn wer zahlt, will auch eine entsprechende Leistung!</p>
<p>Und das hieße für viele Verkehrsbetriebe, daß sie ihre Fahrzeuge, Busse wie Bahnen, behindertengerecht nachrüsten oder gleich ganz neue Fahrzeuge anschaffen müßten, daß mehr Haltestellen auf ebenerdige Lage umgebaut werden müßten, daß die Wartungsintervalle für beispielsweise Rollstuhlrampen und Fahrstühle verkürzt werden müßten usw., dazu käme eine ordentliche Nachschulung des Personals. Das wäre zwar in vielen Fällen sowieso nötig; durch einen Wegfall der &bdquo;kostenlosen&rdquo; Beförderung von Schwerbehinderten ist die Finanzierung solcher Maßnahmen aber nicht einmal ansatzweise gesichert.</p>
<p>Also stellen wir fest: Die gesetzlich vorgeschriebene Beförderungspflicht für Schwerbehinderte wird schon heute nicht zufriedenstellend umgesetzt. Statt diese vielfältigen Mängel zu beheben, will man von den Schwerbehinderten (direkt) Geld einnehmen. Ob die Mängel danach behoben werden, ist massiv zu bezweifeln, aber darauf kommt es ja offenbar gar nicht an.</p>
<p>Ist aber alles nicht so schlimm, es geht ja nur um Asoziale, Faulpelze und andere Unnütze. Außerdem darf es doch keine Denkverbote geben, wenn es ums Sparen geht.</p>
<p>Oh, außer bei Reichen, natürlich. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Man könnte zwar denken: Naja, zum einen ist Sommerloch, zum anderen wird alles nicht so heiß gegessen, wie&#8217;s gekocht wird. Gerade die &bdquo;Überflüssigen&rdquo; und Zwangsverarmten wissen aber, daß es manchmal sogar noch heißer kommt. Spätestens, wenn die BILD und ähnliche Medien solche &bdquo;Vorschläge&rdquo; aufgreifen und wieder mit der Hetze anfangen.</p>
 <p><a href="http://blog.atari-frosch.de/?flattrss_redirect&amp;id=2752&amp;md5=0c22fbd545e9e1ad9b99c11c6c8b12b6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blog.atari-frosch.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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