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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Verkehr'

Aufzüge

Friday, 2. January 2009

Ort: Berlin, Bahnhöfe Potsdamer Platz und Friedrichstraße (und möglicherweise noch an weiteren). Zeit: Silvesternacht bzw. Neujahrsmorgen, kurz nach Mitternacht. Wir waren zu dritt unterwegs, einer von uns ist Rollstuhlfahrer. Das heißt, an Bahnhöfen waren wir zwingend auf die Fahrstühle angewiesen.

Die angeheiterte Menge insbesondere an der Friedrichstraße interessierte das wenig. Da die Treppen verstopft waren, quetschten sie sich massenweise in die Fahrstühle, ohne darauf zu achten, daß bereits drei Rollstuhlfahrer davorstanden, ohne eine Chance, wegzukommen. (more…)


Ein bißchen Nichtraucherschutz

Tuesday, 23. December 2008

Das ist jetzt wohl die neueste Mode bei den Verkehrsbetrieben. Gesehen habe ich es nicht nur bei der Rheinbahn, sondern auch bei meinem kürzlichen Besuch in Mannheim an den dortigen Haltestellen. Da klebt an den Kästen innerhalb der Haltestellenhäuschen, in welchen die Fahrpläne hängen, ganz unten ein verschämtes Streifchen. Darauf steht, man bitte darum, in diesem Häuschen nicht zu rauchen.

Es ist schon nervig, wenn man insbesondere bei schlechtem Wetter in ein Haltestellenhäuschen geht, um nicht klatschnaß zu werden, und da sitzt oder steht auch nur ein einziger Raucher: Schon ist der Gestank in dem Häuschen unerträglich. Diese verschämt angebrachten Streifchen werden aber am unverschämten Verhalten der Raucher genau gar nichts ändern, wie ich gerade heute wieder in den Haltestellenhäuschen am Düsseldorfer Hauptbahnhof beobachten durfte. Ein bißchen mehr Nichtraucherschutz darf es denn schon sein, liebe Verkehrsbetriebe.


Telefonumfrage bei Bahnkunden

Thursday, 18. December 2008

Die Bahn hat wegen der BahnCard natürlich meine Telefonnummer. Genauso natürlich hat sie keine Erlaubnis von mir, diese zu Werbezwecken oder Umfragen zu nutzen; zumindest weiß ich nichts davon. Trotzdem rief eben ein Call-Center an, das eine solche Umfrage für die Bahn durchzuführen behauptete. Man wolle insbesondere Kunden befragen, die in den letzten 12 Monaten nach London gefahren seien. Wie sie dann auf mich kommen, ist unverständlich.

Muß übrigens ein ziemlich schlechter Laden sein; ich hörte erstmal bestimmt eine halbe Minute lang Durcheinandergeplauder und dachte schon, ich sei in eine versehentliche Zusammenschaltung verschiedener Gespräche geraten. Dann meldete sich doch noch jemand, aber weil die Hintergrundgeräusche kaum abnahmen, war die Frau nicht optimal zu verstehen. Das klang dann etwa so, als befände sie sich auf einer gut besuchten Party.

Auf meine klare Ansage, daß die Bahn keine Erlaubnis habe, mich telefonisch zu befragen, reagierte sie zwar etwas verblüfft, aber immerhin versuchte sie nicht, mich in der Leitung zu halten und umzustimmen. Das Gespräch war denn auch ziemlich schnell beendet.

Und nu frag ich mal direkt bei der Bahn nach, was dieser Datenmißbrauch jetzt sollte.


Mißverhältnis

Monday, 15. December 2008

Wie ich kürzlich eher zufällig erfuhr, kostet die Strecke von Köln nach Berlin und zurück im Flugzeug 79 Euro. Für die Bahnstrecke Düsseldorf – Berlin habe ich zuletzt 97 Euro bezahlt, allerdings schon mit BahnCard 50. Im Normalfall würde das also das Doppelte kosten. Und die Reservierungen kommen auch noch obendrauf (4 Euro am Schalter, 2 Euro beim Online-Kauf und, soweit ich weiß, auch am Automaten, pro Richtung, versteht sich).

Die BahnCard 50 alleine kostete dieses Jahr im Normalfall 220 Euro, als Rentnerin bezahle ich die Hälfte. Das heißt also, damit sie sich lohnt, muß ich neben einer Fahrt nach Berlin noch mindestens eine weitere Fahrt unternehmen, ergo Fahrscheine kaufen. Der Flugzeugpreis versteht sich ohne Rabatte oder Anbieter-Bindungen

Und weil das anscheinend immer noch zu billig ist, wird Bahnfahren im neuen Jahr nochmal teurer.

Also: Wenn ich mich für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn entscheide, löhne ich (ohne Rabatte) mehr als doppelt so viel, als wenn ich mich für einen Inlandsflug entscheide, der nun wirklich nicht als umweltfreundlich bezeichnet werden kann.

Eine Politik, die das akzeptiert und unterstützt, kann mir nicht erzählen, daß sie etwas für den Klimaschutz tun will.


Mitgefühl nur nach Paragrafen

Sunday, 9. November 2008

Twister schrieb heute einen erstklassigen Artikel darüber, warum Mitgefühl heute nicht mehr gewünscht ist. Dem ist nichts hinzuzufügen.


Bahn läßt Kunden frieren

Friday, 5. September 2008

Heute habe ich es endlich geschafft, nach Hause zu fahren, nachdem ein Antibiotikum die Angina einigermaßen in den Griff gekriegt hatte. Aber auch nur einigermaßen. Die Bahn gab sich denn allerdings alle Mühe, das wieder zunichte zu machen.

Ich saß im Wagen 21 im ICE 848 (Berlin Ostbahnhof — Düsseldorf Hauptbahnhof), und von Anfang an war es recht kühl im Wagen. In Hannover mußte der Zug wegen eines Unfalls (im Ausfahrtsbereich) eine halbe Stunde lang warten, und ab da wurde es richtig kalt. Ich deckte mich mit meinem Mantel zu und hoffte, das werde sich bald wieder einpegeln. (more…)


Preiserhöhungen bei der Bahn

Monday, 1. September 2008

Wir kennen das ja schon. Gründe finden sich immer welche, mal sind’s die hohen Tarifabschlüsse, mal die gestiegenen Energiekosten, aber eigentlich ist es egal. Jedes Jahr steigen die Preise der Bahn, egal wie viel Gewinn der Konzern so einfährt. Übrigens nicht nur die reinen Fahrpreise, sondern auch die Preise für die BahnCards. Die ermäßigte BahnCard 50 liegt jetzt schon bei 110 €, nach der Euro-Umstellung lag sie noch bei runden 100.

Was mich dabei wirklich ärgert, ist die neue Schaltergebühr von 2,50 €. Wenn man ein 29-Euro-Ticket kauft, zahlt man jetzt schon am Schalter 5 Euro mehr als am Automaten, und das nur, weil man vielleicht noch eine kleine Frage hat, die einem der Automat nun mal nicht beantworten kann. (more…)


Bahnfahrt mit kleinen Pannen

Monday, 25. August 2008

Um es gleich vorwegzunehmen: Diesmal war es überwiegend meine Verpeilung, die zu den kleinen Pannen führte. Es muß ja nicht immer die Bahn schuld sein. ;-)

Zunächst fing der Tag eigentlich gut an. Ich hatte nicht verschlafen, konnte mir noch in Ruhe die letzten Teile fürs Gepäck zusammensuchen und hatte danach sogar noch ein wenig Zeit für ein Viertelstündchen im IRCNet. Um 11:38 Uhr, so hatte ich mir gemerkt, sollte mein Zug nach Berlin fahren. Also ging ich kurz nach elf ganz gemütlich los, holte mir beim Bäcker nebendran noch zwei belegte Brötchen und wartete auf die Straßenbahn. (more…)


Die Bahn mag’s umständlich

Wednesday, 20. August 2008

Nun stand ich mal wieder eine halbe Stunde lang in der Warteschlange am Düsseldorfer Hauptbahnhof — muß ich groß erwähnen, daß von den acht Schaltern für 2.-Klasse-Fahrscheine nur vier offen waren? Immerhin wurden noch welche aufgemacht, kurz bevor ich dann drankam. Und dann mußte ich erfahren, daß ich meine angesammelten Bonus-Punkte nicht am Schalter für eine Freifahrt einsetzen kann. Nein, das wäre ja viel zu einfach!

Stattdessen müßte ich mich auf der Website einloggen und mich da durch ein paar Menüs klicken, um den Gutschein für diese Freifahrt zu bekommen. Mit dem dürfte ich dann mein Ticket abholen. Ich fragte noch nach, was denn dann ein Mensch ohne Internetzugang macht? Ja, der kann dann bei einer (natürlich kostenpflichtigen) Telefonnummer anrufen und seinen Gutschein bestellen. Und egal, welchen Weg man wählt: Es dauert sieben Tage. Kurzfristige Reisepläne sind damit also auch nicht möglich.

Wenn ich dann jedoch dieses per Gutschein gekaufte Ticket aus irgendwelchen Gründen (zum Beispiel Krankheit, Terminänderungen) zurückgeben müßte, verfiele der Gutschein komplett — Pech gehabt!

Ach ja — ich sammle ausschließlich wegen der Freifahrten. Alle anderen Angebote sind für mich völlig uninteressant.


Manche Tage … (Update)

Saturday, 19. July 2008

Was ich noch vergaß zu erwähnen: Während der Zeit im Amphitheater wurden wir auch noch kräftig eingequalmt. Es war zwar Open Air, aber natürlich stand ein ganzer Pulk Dauer-Raucher genau in unsere Windrichtung.

Heute hatten wir so nebenbei nochmal „Spaß”: Wir wollten in der Nähe vom Bilker Bahnhof frühstücken. Weil’s bequemer ist und auch schneller, fuhren wir mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof aus zum Bilker Bahnhof. Dort erlebten wir jedoch eine Pleite: Der Fahrstuhl war außer Betrieb. Randalierer haben ihn angeblich zerstört. Der Hammer: Da ab September sowieso umgebaut werden sollte (Fertigstellung Dezember), wurde der Fahrstuhl „aus wirtschaftlichen Gründen” nicht mehr repariert. Die Kosten sollten 3000 € betragen (was ich recht günstig finde, wenn ich bedenke, daß meine neue Gastherme meinen Vermieter den gleichen Betrag gekostet hat).

Aus wirtschaftlichen Gründen bleibt also die S-Bahn-Station monatelang für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Mütter mit Kinderwagen kaum oder gar nicht benutzbar? Das können die nicht ernst meinen, oder? BTW, wieso funktioniert das eigentlich in Berlin, daß an jeder S-Bahn-Station festes Personal ist, und sonst nirgendwo? Dann wäre nämlich auch das Vandalismus-Problem gleich mit gelöst.

Also mußten wir mit der nächsten S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof und fuhren von dort aus mit der 707 wieder zum Bilker Bahnhof. Ist unbequemer, dauert länger, dafür ist es ebenerdig (sofern man einen niederflurigen Straßenbahnwagen erwischt).

Das Frühstück war allerdings lecker. Empfehlung des Tages: Miss Moneypenny, Brunnenstraße 2a, Nähe Bilker Bahnhof.


Manche Tage …

Saturday, 19. July 2008

… könnte man fast wegwerfen, wenn es nicht doch noch so kleine Lichter gäbe …

Freitag, 18. Juli. Eigentlich sollte es ein guter Tag werden. Ein gutes Frühstück mit Alex (Rollstuhlfahrer), dann zusammen nach Gelsenkirchen zum Runrig-OpenAir im Amphitheater. Soviel zur Theorie.

Es fing damit an, daß ich in der Nacht nicht gut geschlafen hatte. Mir ging es denn auch psychisch nicht sonderlich gut, als mein Wecker klingelte. Da bei mir in so einem Zustand alles ein wenig langsamer geht, mußte ich nach dem Duschen feststellen, daß ich etwas zu spät dran war, und in der Eile knallte ich mit dem kleinen Zeh des linken Fußes volle Kanne an die Schmalseite einer Tür. Als der Schmerz nachgelassen hatte, schlüpfte ich in Socken und Schuhe — die fehlten nämlich noch — und ging los. Dabei wurde ich zum Hinkebein, denn eingeengt im Schuh wurde mein kleiner Zeh zu einem etwas größeren Zeh, sprich, er schwoll an. (more…)


Peinlich für die Bahn

Tuesday, 24. June 2008

Heute nachmittag, auf der Rückfahrt von Mannheim im IC 2112, wir waren schon kurz vor Düsseldorf und ich stand bereits mit meinem Gepäck an der Tür, sprach mich ein Kontrolleur an: Ob er mal die Rückseite meines T-Shirts lesen dürfte. Ich trug das offizielle Club-T-Shirt des CCC Düsseldorf, und was den Herrn so interessierte, war dieser Aufdruck:

Art. 20 Abs. 4 GG

Gegen jeden, der
es unternimmt,
diese Ordnung zu
beseitigen, haben
alle Deutschen das
Recht zum Widerstand,
wenn andere Abhilfe
nicht möglich ist.

Chaos Computer Club Düsseldorf e.V.

(more…)


Lufthansa spähte auch Kundendaten aus

Saturday, 7. June 2008

Hat ernsthaft jemand geglaubt, es würde aufhören? Beim Ausspähen von Kundendaten geht es längst nicht mehr nur darum, jeden bei jeder unpassenden Gelegenheit mit „angepaßter” Werbung zu nerven. Vorratsdatenspeicherung stoppen, alle Daten löschen, jetzt und überall!


Radwegparker

Friday, 18. April 2008

Auf dem Heimweg vom Chaosdorf-Clubraum komm ich an die Einmündung der Pionierstraße in den Fürstenwall, schon auf Höhe des Fürstenplatzes. Dort vorm Hotel bzw. gegenüber des Hotels stand der ganze Radweg mal wieder voller Autos. Sag ich laut vor mich hin: „Klar, ist ja nur Radweg, kann man ja zuparken.” Blafft mich ein Mann neben einem der Autos an, ob ich denn hier irgendwo einen Radfahrer sehe und daß ich selbst nicht wie ein Radfahrer aussehen würde, und daß ich daher den Mund halten sollte. Is klar. Weil ich nicht direkt betroffen bin, soll ich still sein. Vermutlich soll ich auch wegschauen, wenn er auf offener Straße verprügelt wird.


Baustellenlärm

Monday, 14. April 2008

Wie kürzlich berichtet, habe ich eine Baustelle vor der Nase. OK, nicht ganz vor der Nase, aber 12 m tiefer. Angekündigt waren nächtliche Arbeiten an den Straßenbahngleisen von Mittwoch auf Donnerstag. Das fand auch statt. Den Krach von Donnerstag auf Freitag Nacht haben sie aber genausowenig angekündigt wie die zehn Stunden nahezu durchgehenden, heftigen Lärm am Samstag (8 bis 18 Uhr). Und daß sie heute früh um drei wieder Schweißarbeiten durchführen, muß man ja auch nicht ankündigen. Sie sind zwar jetzt ein Stück weiter, auf der Kreuzung Helmholtz-/Hüttenstraße, aber das ändert nichts daran, daß ich den Krach höre. Erst recht morgens um drei, wenn ich schlafen will. Mit der entsprechenden Ankündigung vorher hätte ich vielleicht reagieren können, um für ein paar Tage irgendwo hinzufahren, aber nein, muß man ja nicht sagen …