Archiv der Rubrik 'Zensur'
Blackout against SOPA
Sunday, 15. January 2012
Am 18. Januar, in drei Tagen, wird dieses Blog für etwa 12 Stunden dichtgemacht. Damit nehme ich am Protest gegen SOPA teil.

Warum?
Darum:
(more…)
EU-Fischereiausschuß
Sunday, 18. December 2011
Als die Meldung durch den Blätterwald rauschte, daß ACTA vom Fischereiausschuß der EU beschlossen worden sei, dachte ich mir — nicht zum ersten Mal — WTF? Denn der EU-Fischereiausschuß ist mir schon einmal als Durchwinke-Parlament für rechtliche Schweinereien aufgefallen. Markus Beckedahl schreibt dazu:
Ganz einfach: Der tagte gerade und taugte als formales Beschlußgremium. Und man wollte das noch vor der WTO-Sitzung, die bis Morgen läuft, abgestimmt haben, um bei der WTO-Runde ACTA zu unterzeichnen.
Ah, der war also grad zufällig da, also nehmen wir mal den, auf Fachkenntnisse kommt es dabei ja nicht an. Zwar soll das ganze noch durch das EU-Parlament, aber dessen Meinung zum Thema Datenschutz und Grundrechte war schon in der Vergangenheit, sagen wir, umstritten. (more…)
New Agora
Friday, 22. July 2011
English version below
Die jüngeren kennen den Dienst vermutlich gar nicht mehr, die älteren erinnern sich vielleicht: In den frühen 90ern, also in einer Zeit, in der es noch nicht für jeden selbstverständlich war, einen (vollwertigen) Internetzugang zu haben, gab es einen Dienst namens agora. Der hatte den Zweck, Webseiten per E-Mail abzurufen. Man schickte eine formalisierte Anforderung mit einem Anforderungsbefehl im Betreff und maximal drei URLs in der E-Mail an so einen Dienst, und bald darauf kam für jeden URL eine Antwort-Mail zurück, die die angeforderte Webseite enthielt. (OK, „bald darauf” ist relativ — es konnte durchaus schonmal 24 bis 48 Stunden dauern.)
Mittlerweile hat man ja einen mehr oder weniger schnellen Internetzugang und kann alle IP-basierten Dienste frei nutzen. Daher braucht man diese umständliche Methode heute eigentlich nicht mehr. Oder vielleicht doch? (more…)
The Strange Case of Josef Oehmen
Tuesday, 15. March 2011
Dies ist eine aus dem Google-Cache entnommene Kopie (entdeckt via @sixtus). Der Original-Artikel stand bei geniusnow.com, und da heißt es mittlerweile, der User sei „suspended”. Macht das mal mit mir auf meinem eigenen Server. :->
Ich hatte den Artikel, auf den sich dieser Autor bezieht, gestern selbst gelesen, und mir waren dabei schon einige Dinge seltsam vorgekommen. Daß der Account des Autors mitsamt diesem Artikel verschwunden ist, macht die Sache noch seltsamer.
Sorry, keine Übersetzung, nur der Originaltext. Die Übersetzung ist mir grad zu viel. (more…)
Walk Like An Egyptian (3)
Tuesday, 1. February 2011
Und noch eine Ladung Tweets und Retweets zu den Vorgängen in Ägypten.
(more…)
Walk Like An Egyptian (2)
Tuesday, 1. February 2011
Teil 2 meiner Tweet- und Retweet-Sammlung über die Vorgänge in Ägypten: (more…)
Walk Like An Egyptian (1)
Tuesday, 1. February 2011
Ich hab hier mal meine gesammelten Tweets und Retweets zum Thema Ägypten der letzten Tage zusammengeschrieben. Das meiste habe ich aus dem Livestream von Al Jazeera English rausgepickt. Nur mal so als Verlaufsübersicht … (more…)
Helfen mit „altmodischer Technik”
Saturday, 29. January 2011
Eines der größten Probleme, die die protestierenden Ägypter derzeit haben, ist, daß die Internet-Zugänge größtenteils gekappt wurden. Seit heute bauen Aktivisten Funkstrecken und Fido-Mailboxen (wieder) auf, um Alternativen zu bieten, damit die Menschen dort sich sowohl selbst auf dem aktuellen Stand halten als auch den Rest der Welt über ihre Situation informieren können. Auch Faxverbindungen werden wohl gelegentlich genutzt. Wir können helfen, die Situation zu verbessern! (more…)
Zitat des Tages: Freiheiten
Friday, 28. January 2011
In arabischen Ländern erkämpfen sich Menschen die Freiheiten, die hier aus Angst vor den Religionen arabischer Länder eingeschränkt werden.
(@Felicea am 28. Januar 2011, 00:13 Uhr)
Fritz goes Streisand
Friday, 21. January 2011
Bei Radio Fritz hatte eine Journalistin ihre Meinung zur schwangeren Familienministerin Schröder und deren Aussagen dazu aufgeschrieben. Diesen Artikel nahm die Redaktion kurze Zeit später wieder offline mit der Begründung, es seien Persönlichkeitsrechte von Kristina Schröder verletzt worden.
Äh, hallo?
Diese Frau ignoriert wie alle anderen Mitglieder der Bundesregierung konsequent das Grundgesetz und verhöhnt Hartzer, und das soll man sich brav gefallen lassen? Ich meine nein, und deshalb re-publiziere ich wie andere auch den Artikel hier, denn verdammt nochmal, die Frau hat recht!
(more…)
Grüne Abgeordnete verarschen ihre Basis
Monday, 29. November 2010
Grüne Landtagsfraktionen haben gerade gleich in zwei Bundesländern für den unsäglichen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) gestimmt. In Hamburg zerbrach zwar gerade die schwarz-grüne Koalition; die GAL hatte diese aufgekündigt. Das hinderte sie jedoch nicht, im letzten Moment mal eben noch für den Vertrag zu stimmen. Völlig ohne Sinn und Verstand. Und bislang, soweit mir bekannt, ohne Begründung.
Die Grünen in NRW haben heute aber den Vogel abgeschossen. Eigentlich hatten sie eine wunderschöne Begründung dafür geschrieben, warum sie den JMStV nicht haben wollen. Und dann kommt so ein Ding hier: (more…)
Was DerWesten zensiert: ARGE und Strafbarkeit
Monday, 29. November 2010
Beim „Westen” berichtete man zwar überraschenderweise tatsächlich mal darüber, daß Hartzer zu Unrecht sanktioniert werden. Weiter — in dem Sinne, daß Konsequenzen bei den Behörden gefordert werden — mag man jedoch nicht gehen, und auch Kommentatoren sollen keine näheren Umstände aufzeigen dürfen. Wenn doch, wird der Kommentar halt wegzensiert.
Ein Kommentator hatte dort beim Artikel Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs (sorry, das war mißverständlich; hatte diesen Link hier vergessen; updated 2010-11-29 16:39) gefragt, was eigentlich mit ARGE-Mitarbeitern passiert, die sich strafbar machen (Screenshot von 14:51 Uhr): (more…)
Dieses Video enthält Content von …
Friday, 29. October 2010
Chris de Burgh hat 1986 auf dem Album „Into The Light” einen Dreiteiler veröffentlicht, der unter den Fans als die „Leader-Trilogie” bekannt ist. Die drei zusammengehörigen Tracks heißen „The Leader”, „The Vision” und „What About Me?” und erzählen von einer Vision über einen Atomkrieg, teils getragen von Bibelzitaten. Das Album „Into The Light” erschien damals unter dem Label von A & M Records Ltd., London; die Distribution übernahm die Firma Polydor. Polydor gehört mittlerweile nach diversen Übernahmen zur Universal Music Group (UMG). Soweit zur Vorgeschichte.
20 Jahre später produzierte ein Fan aus Liverpool namens Steve Bennett ein Video zur „Leader-Trilogie”, von dem auch Chris de Burgh so begeistert war, daß er es während seiner Konzerte in den Jahren 2006 und 2007 auf einer Großleinwand zeigte, während die drei Stücke gespielt wurden. Das Video setzt die Texte gelungen in Bilder um und wurde auch von den Fans in den höchsten Tönen gelobt. Zwar stand es ab 2008 auf Youtube, war aber mindestens in Deutschland nicht zugänglich. (more…)
Warnschilder vor Kostenfallen
Thursday, 8. July 2010
Das wird jetzt wohl erst richtig modern, Verkehrsschilder im Internet aufstellen zu wollen, oder was? Nachdem Zensursula mit ihren Stopschildern grandios gescheitert ist, versucht es ausgerechnet Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nun mit Warnschildern vor Abo- und Kostenfallen.
Jaaa, wir haben Sommerloch. Aber Frau Leutheusser-Schnarrenberger muß sich nicht auf Teufel komm’ raus wie so ein Polit-Hinterbänkler mit so einem Quatsch ins selbige fallen lassen, will sie den Internet-Profis gegenüber glaubwürdig bleiben. Denn: Seriöse Anbieter geben natürlich alle Kosten an, und die unseriösen werden sich wohl kaum freiwillig ein Schild vor das Bestellformular pappen. Das ist wieder mal so eine Maßnahme in dem Sinne „Einbrechern soll es verboten werden, Handschuhe zu tragen”.
Also, wie soll das dann gehen? Mal wieder per DNS-Manipulation durch die Zugangsprovider? Danke, hatten wir schon. Der nächste, bitte.
Auf Augenhöhe
Friday, 2. July 2010
Bei Heise Online heißt es heute: Websperren: EU-Kommission will schnell handeln. Mit den altbekannten Zensursula-Lügen soll wieder einmal versucht werden, Zensur in diesem viel zu freien Internet einzurichten.
Die Peinlichkeit besteht diesmal gleich in zwei Äußerungen:
Malmström antwortete auf diese Fragen nur zurückhaltend und brachte ihre Haltung auf eine simple Formel: „Wir wissen nicht, was wir nicht wissen”. Zwar sei der Umfang des Handels mit Kinderpornografie nicht bekannt, man wisse aber, dass es ihn gebe.
