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	<title>Froschs Blog</title>
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	<description>Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat</description>
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		<title>Selbstbewußte Erwerbslose</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/03/10/selbstbewusste-erwerbslose/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 15:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[ARGE]]></category>
		<category><![CDATA[Hannelore Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind Erwerbslose/Erwerbsunfähige Opfer oder Störfaktoren? Das hängt von ihrem Selbstbewußtsein ab. Wer sich die Grundrechte nehmen läßt, also dem entspricht, was ARGE und faschistisches Repressionsamt (AKA „Sozialamt”) verlangen, der ist klar ein Opfer, weil er sich zu einem solchen machen läßt. Wer dagegen seine Rechte kennt und diese einfordert, der ist sofort ein Störfaktor.
Das merkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind Erwerbslose/Erwerbsunfähige <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32222/1.html">Opfer oder Störfaktoren</a>? Das hängt von ihrem Selbstbewußtsein ab. Wer sich die Grundrechte nehmen läßt, also dem entspricht, was ARGE und faschistisches Repressionsamt (AKA „Sozialamt”) verlangen, der ist klar ein Opfer, weil er sich zu einem solchen machen läßt. Wer dagegen seine Rechte kennt und diese einfordert, der ist sofort ein Störfaktor.</p>
<p>Das merkt man auch schnell im Umgang mit den genannten Behörden. Es wäre fast lustig zu nennen, wie die Reaktionen auf so fürchterliche Begriffe wie „Rechte” oder gar „Grundrechte” ausfallen, wenn es nicht so traurig wäre. Bei solchen Wörtern kriegen die Herrschaften nervöse Zuckungen, gucken plötzlich weg, als sei man gar nicht vorhanden, oder machen das, was bei einem PC ein Reset wäre. Also kurz einen irritierten Gesichtsausdruck aufsetzen (Error!), dann weggucken (Reset), und nach ein paar Sekunden des Schweigens (Reboot) wieder von Pflichten faseln (weiter im Programm).</p>
<p>Das ist deshalb so traurig, weil sie damit jedesmal gegen ihren Amtseid aufs Grundgesetz verstoßen. Sie sind Meineider von Berufs wegen und haben nicht den Arsch in der Hose, dagegen aufzubegehren — aus lauter Angst, dann selbst bald auf der anderen Seite des Schreibtischs zu sitzen und sich ebenso die Grundrechte aberkennen lassen zu müssen, wie sie es mit ihren „Kunden” tun. Dann erniedrigt, belügt, betrügt und beleidigt man doch lieber die anderen, die gar keine Wahl haben.</p>
<p><span id="more-2289"></span></p>
<p>Es sind genau diese „Störfaktoren”, über die die ganzen Sarrazins, Kochs, Westerwelles und Bildzeitungs-„Reporter” öffentlich und ungestraft hetzen. Sie hetzen über diejenigen, die sich ihrer Menschenwürde noch bewußt sind und die für sich Wege suchen, wenigstens einen Teil davon noch zu retten. Und weil das unweigerlich früher oder später mit einfachem Gesetzbruch verbunden ist, sind wir dann gleich Sozialschmarotzer, auf den der Staat mit aller Macht draufhauen muß.</p>
<p>Das paßt dann überhaupt nicht in das Bild vom armen, hilflosen Arbeitslosen, das offenbar auch die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl hier in Nordrhein-Westfalen, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rPy77mH_8ak">Hannelore Kraft</a> (Youtube-Video), hat. Sie möchte den Unvermittelbaren „freiwillige”, öffentlich finanzierte Jobs anbieten. Freiwilligkeit ist hier aber ein Euphemismus: Wer hat denn eine echte Wahl, wenn der verfassungswidrig nach politischer Lust und Laune festgesetzte Regelsatz hinten und vorne nicht für ein menschenwürdiges Leben reicht?</p>
<p>Auch Frau Kraft kennt offenbar den § 1 SGB I nicht, der als Zweck der Sozialhilfe die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben definiert. Nicht nur das Überleben, nicht nur das Vegetieren, bis man vielleicht zufällig mal wieder für eine schlecht bezahlte Arbeit gebraucht werden könnte. Und auch nicht zu einem Minimum, oder so ein bißchen, oder unter Bedingungen oder vielleicht. Das steht da nicht. Das steht auch nicht in Art. 2 GG. Das mit dem „Minimum” ist eine Interpretation von Berufspolitikern, die sich selbst nie Gedanken darüber machen mußten und es wohl auch nie müssen, wie sie nächsten Monat Strom und Telefonkosten bezahlen, ohne hungern zu müssen, nur weil die Waschmaschine den Geist aufgegeben hat.</p>
<p>Ebenfalls unbekannt ist ihr offensichtlich, daß Menschenwürde in Deutschland als angeboren gilt und nicht als etwas, was man sich erst erarbeiten muß (oder darf, je nachdem).</p>
<p>In den Kommentaren finden sich auch diese Aussagen von Ozonia:</p>
<blockquote><p>Ich will, daß mich dieser Staat in Ruhe läßt, falls es keine Arbeit gibt. Falls nicht, soll mich der Staat töten und mich nicht einfach nur an einer sinnlosen menschenunwürdigen Existenz lassen.</p></blockquote>
<p>Dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen! Ich behaupte, das traut sich der Gesetzgeber nur deshalb nicht, weil das derzeit noch zu sehr nach Holocaust stinkt. <strong>Sonst würde man uns tatsächlich mindestens in Lager sperren!</strong> Nicht, daß alle anderen Zwangs- und Repressionsmaßnahmen gegen Erwerbslose/Erwerbsunfähige nicht faschistisch wären, aber dagegen schreien ja die Massenmedien nicht, im Gegenteil, die finden das cool.</p>
<p>Ozonia schreibt in einem weiteren Kommentar:</p>
<blockquote><p>Es geht darum hinter dem gutmütigen Schein einfach einen staatlichen 2. Arbeitsmarkt einzurichten, der dafür sorgen wird, daß die Löhne, reale Arbeitsplätze und schlußendlich das gesamte Land gespalten wird. Schon mal überlegt, wer die Löhne? der &#8220;neuen Arbeit&#8221; bezahlt ? ? ?</p>
<p>Das Problem liegt nicht bei den Millionen Menschen, die es nicht in den &#8220;realen&#8221; Arbeitsmarkt schaffen. Das Problem liegt bei Arbeitgebern, Staatsangestellten und vor allen Dingen: Politikern wie Hannelore.</p></blockquote>
<p>Eben. Ergebnis wäre, daß auf den öffentlich geförderten „Freiwilligen” wieder herumgehackt würde, weil für sie ja „Steuergelder verschwendet” würden (und nicht etwa für die „Rettung” von Banken, damit diese den Bankstern wieder Millionen-Boni ausbezahlen können, nein &#8230;).</p>
<p>Und wie die ARGEn „Freiwilligkeit” definieren, durfte ich ja im November selbst erleben. Da heißt es dann eben: Sie haben doch die freie Wahl, Sie können ja auch auf den Antrag verzichten. Klar, man hat die „freie” Wahl, auf seine Rechte zu verzichten oder zu verrecken. Wie war das, die Grundrechte sind unveräußerlich? Da hatte man bei der ARGE schon wieder so einen Reset-Effekt. Wie kann die nur.</p>
<p>Ich wünsche mir mehr selbstbewußte Erwerbslose/Erwerbsunfähige. Genauso wünsche ich mir aber auch Mitarbeiter bei den Sozialbehörden, die sich noch daran erinnern, welchen Zweck ihre Behörde eigentlich mal hatte, damit das faschistische Repressionsamt wieder zu einem Sozialamt wird und das Amt für Repression, Grundrechtsentzug und Erniedrigung wieder zu einer echten Hilfe für Erwerbslose. Und dann brauchen wir einen Gesetzgeber, der das Grundgesetz achtet. Derzeit haben wir das ja leider nicht.</p>
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		<title>ARGE, Teil 6</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/03/09/arge-teil-6/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[ARGE]]></category>

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		<description><![CDATA[In der geänderten Eingliederungsvereinbarung vom 4. Februar hatte ich mich dazu verpflichtet, bis Ende Februar eine amtsärztliche Untersuchung zu beantragen. Warum der Antrag schon wieder von mir ausgehen muß, obwohl die Behörde ihn doch verlangt, muß ich nicht verstehen, aber OK. Da ich immer noch mit akuten Depressions-Wellen kämpfte, schob ich das vor mir her, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der geänderten Eingliederungsvereinbarung vom 4. Februar hatte ich mich dazu verpflichtet, bis Ende Februar eine amtsärztliche Untersuchung zu beantragen. Warum der Antrag schon wieder von mir ausgehen muß, obwohl die Behörde ihn doch verlangt, muß ich nicht verstehen, aber OK. Da ich immer noch mit akuten Depressions-Wellen kämpfte, schob ich das vor mir her, und Ende Februar mußte ich ja auch noch eine Woche wegen Mandelentzündung daheim bleiben. Die AU hatte mir freundlicherweise jemand dort eingeworfen; ob sie bei der Akte ist, weiß ich nicht, bei der ARGE geht ja gern mal was verloren.</p>
<p><span id="more-2284"></span></p>
<p>Gestern kam dann ein Briefchen der Sachbearbeiterin — natürlich nicht mit einer einfachen Erinnerung, nein, man mußte natürlich sofort mit Kürzung drohen. Dabei ist der Frau bekannt, daß ich krankheitsbedingt Schwierigkeiten habe. Zum Beispiel damit, Dinge vormittags zu erledigen. Und ich sollte den Antrag unbedingt persönlich bei ihr abgeben, aber das geht „natürlich” nur vormittags.</p>
<p>Heute habe ich den Antrag schließlich abgegeben. Als ich hörte, daß im Zimmer gesprochen wird, blieb ich erst einmal höflich davor sitzen. Wenigstens gibt es an der Stelle Sitzgelegenheiten, das ist bei der ARGE ja nicht selbstverständlich. Nach einer Stunde — es saß immer noch derselbe „Kunde” drin — wurde es mir zu doof, und ich ging nach kurzem Anklopfen rein. Die Bemerkung, daß man nicht gleich drohen müsse, sondern eine Erinnerung genügt hätte, konnte ich mir denn aber doch nicht verkneifen. Nein, meinte sie, das sei schon nötig, ich hätte mich ja schließlich im Eingliederungsvertrag verpflichtet.</p>
<p>Die verfassungswidrige Behörde hat offenbar auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts immer noch nicht kapiert, daß sie auf individuelle Umstände zu reagieren hat. Aber so kennt man sie ja: Immer schön die unbequemen Fakten ignorieren.</p>
<p>Vielleicht sollte ich ihr mal aufzählen, was die Düsseldorfer Repressionsbehörden in den letzten knapp 10 Jahren schon an Unterlagen von mir verloren gehen ließen, um nicht helfen zu müssen, und das, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, bei Bekanntwerden von Hilfsbedürftigkeit umgehend zu helfen. Und wieviele Anträge sie schon „vergessen” haben, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, sie binnen drei Wochen zu bearbeiten. Was das angeht, müssen diese Behörden nämlich mir gegenüber ganz gewaltig den Ball flachhalten.</p>
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		<title>ALSA als CPU-Fresser</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/03/07/alsa-als-cpu-fresser/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 15:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[ALSA]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einigem Herumexperimentieren habe ich endlich den Radiostream auf dem Zweit-PC seefunk am Laufen. Allerdings gibt es da noch eine sehr störende Kleinigkeit. audacious scheint auf diesem System extrem hungrig nach CPU-Leistung zu sein:


Das ist ein P IV mit 2,6 GHz! Auf meinem Hauptrechner (1533 MHz, Soundkarte CMI8738) braucht audacious beim Abspielen eines MP3 unter 1 % [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einigem Herumexperimentieren habe ich endlich den Radiostream auf dem Zweit-PC <a href="http://www.atari-frosch.de/computer/pc/seefunk-medion.html">seefunk</a> am Laufen. Allerdings gibt es da noch eine sehr störende Kleinigkeit. audacious scheint auf diesem System extrem hungrig nach CPU-Leistung zu sein:</p>
<p><span id="more-2270"></span></p>
<p class="center"><img src="/bilder/2010/0307-audacious.png" alt="audacious benötigt über 50% CPU" width="495" height="221" /></p>
<p>Das ist ein P IV mit 2,6 GHz! Auf meinem Hauptrechner (1533 MHz, Soundkarte CMI8738) braucht audacious beim Abspielen eines MP3 unter 1 % CPU. Selbst darkice braucht hier weniger; normalerweise ist darkice auf einem streamenden PC der Haupt-CPU-Fresser. Der Stream lief während dieses Screenshots mit 128 kBit/s (MP3).</p>
<p>Eine Suche im Netz brachte mir erstmal nur <a href="https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/476702">diese Fehlermeldung aus Ubuntu</a>. Auch da scheint das Soundsystem überlastet zu sein, und zwar sowohl unter unterschiedlichen Audiosystemen als auch mit unterschiedlichen Soundkarten. Der dort genannte Kernel ist aktueller als meiner, bei mir ist es der Standard-Kernel aus Debian Lenny, 2.6.26-2-686 #1 SMP. Allerdings habe ich keine „hiccups”, so stark ist die Belastung dann auch nicht.</p>
<p>Trotzdem sind 50 % CPU-Last allein für einen Audio-Player auf so einer CPU einfach zu viel. Das gefällt mir nicht. Der soll ja nicht heißlaufen, nur weil da mal ein paar Stunden lang gestreamt oder auch einfach nur Musik gehört wird.</p>
<p>Schließlich fand ich noch das hier: <a href="http://bugs.xmms2.xmms.se/view.php?id=1991">xmms2d consuming too much CPU</a>. Der Fall wird schließlich geschlossen mit „Problem dissapeared. Kernel 2.6.26-gentoo and alsa-driver 1.0.17”. Ahja. In Lenny ist alsa auf Version 1.0.16.</p>
<p>Ich seh&#8217; schon, ich muß einen Bugreport bei Debian einreichen &#8230; vielleicht bau ich aber auch einen neuen Kernel. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>[Update 2010-03-07 19:38]</strong> Auch unter Kernel 2.6.33 benötigt audacious über 50&nbsp;% der CPU-Leistung. Nach kurzer Zeit schaukelt er sich sogar auf über 80&nbsp;% hoch, die abgespielte Musik hat alle paar Sekunden regelmäßigen Schluckauf. Damit ist das wohl kein Debian-, sondern ein echtes Kernelproblem. <strong>[/Update]</strong></p>
<p><strong>[Update 2010-03-07 21:50]</strong> von Kwadronaut aus identi.ca kam der Tip, im audacious mal den Sample Rate Converter auszuschalten. Das war&#8217;s. Die Last ist wieder normal. <strong>[/Update]</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Küche unter Wasser</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/03/06/kueche-unter-wasser/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 23:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt sicher schönere Möglichkeiten, das Wochenende zu beginnen. Ich hatte am Freitag nach einer Foto-Tour im Botanischen Garten der Universität noch eine Ladung Wäsche in die Maschine gestopft und gleich laufen gelassen, und nachdem die fertig und aufgehängt war, wollte ich mir eine Pizza holen und ins Chaosdorf gehen. Als ich nach dem Schleudergang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt sicher schönere Möglichkeiten, das Wochenende zu beginnen. Ich hatte am Freitag nach einer Foto-Tour im Botanischen Garten der Universität noch eine Ladung Wäsche in die Maschine gestopft und gleich laufen gelassen, und nachdem die fertig und aufgehängt war, wollte ich mir eine Pizza holen und ins Chaosdorf gehen. Als ich nach dem Schleudergang in die Küche kam, traf mich fast der Schlag: Der größte Teil des Fußbodens war mit Wasser bedeckt.</p>
<p>Also holte ich erstmal einen Eimer und alles an Lappen, was ich finden konnte, und putzte das Gröbste auf. Dann wollte ich die Wäsche aus der Maschine holen, öffnete das Bullauge, und prompt kam mir noch ein Schwall Wasser entgegen. Die Maschine hatte offenbar überhaupt nicht abgepumpt. Wieso sie trotzdem geschleudert hatte, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls durfte ich nach den ersten etwa sechs Litern nochmal etwa drei Liter aufputzen. Dann holte ich die Wäsche raus, stellte aber vorher eine große Wäscheschüssel drunter. Die Wäsche warf ich dann erstmal in die Badewanne.</p>
<p><span id="more-2262"></span></p>
<p>Nun standen da immer noch einige Liter Wasser in der Trommel, und ich traute mich erstmal nicht, die Maschine abpumpen zu lassen. Mit einem undichten Abwasserschlauch hätte ich mir dann die Küche ja gleich wieder unter Wasser gesetzt. Allerdings stellte ich fest, daß auch in der Spüle das Wasser nur sehr zögerlich ablief. Der Abwasserschlauch der Waschmaschine mündet in den Siphon der Spüle.</p>
<p>In einer Verschnaufpause meldete sich <a href="http://www.dunkelangst.org/">Dunkelangst</a> via Jabber und fragte nach, weil ich eigentlich gesagt hatte, daß ich zu einer bestimmten Zeit im Chaosdorf sein wollte. Als er von dem Malheur erfuhr, kam er sofort vom Clubraum rüber, um zu helfen. Er fand dann heraus, daß das Wasser am Siphon steckenbleibt.</p>
<p>Die Reinigung mit einem „Pömpel” brachte nur kurzfristig Erfolg. Danach kippten wir den Rest meines WC-Reinigers in den Spülenabfluß. Ich wollte das eigentlich erstmal vermeiden, weil der Siphon aus Kunststoff besteht, aber offenbar wurde der durch den WC-Reiniger nicht angegriffen. Danach lief das Wasser aus dem Spülbecken einwandfrei ab. Also startete ich die Maschine nochmal mit dem Programm „Kurzschleudern”, welches das Abpumpen enthält. Reines Abpumpen gibt es nicht. Danach lief zwar noch Wasser von unten ins Spülbecken, aber bei 2 cm blieb die Höhe, obwohl die Maschine weiter abpumpte. Nach dem Abpumpen floß das Wasser restlos ab. Hier nochmal ein großes Dankeschön an Dunkelangst für die prompte Hilfe <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Heute versuche ich dann nochmal eine komplette Wäsche, denn das, was jetzt in meiner Badewanne liegt, duftet nicht gerade nach Veilchen. Und am Montag werde ich dann wohl zusammen mit dem Sozialarbeiter die komplette Reinigung des Siphons angehen. Ich befürchte, wenn ich das allein versuche, krieg ich die Rohre hinterher nicht mehr zusammen. Ist ja schließlich kein PC. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wenigstens ist das jetzt die „billigste” aller möglichen Ursachen. Einen defekten Abwasserschlauch auszutauschen wäre zumindest sehr aufwendig gewesen, so wie der verläuft. Und eine andere Waschmaschine zu bekommen plus kräftige Leute, die die alte die fünf Stockwerke runter und die neue hochtragen &#8230; da möchte ich gar nicht dran denken. Dann lieber Siphon putzen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Compaq Spezial</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/03/03/compaq-spezial/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 17:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Compaq]]></category>
		<category><![CDATA[fail]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Compaq-PCs ist immer alles ein wenig anders. Das merke ich gerade wieder sehr ausführlich. Der sehr kompakte Deskpro&#160;EN, der 3,5&#160;Jahre lang mein dedizierter Server war, war zunächst einmal nicht aufzukriegen. Verschraubt ist das Gehäuse nicht; das ist bei Deskpros aber normal. Also hatte ich versucht, gleichzeitig mit dem Niederdrücken zweier seitlicher Klappteile den Deckel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Compaq-PCs ist immer alles ein wenig anders. Das merke ich gerade wieder sehr ausführlich. Der sehr kompakte <a href="http://www.atari-frosch.de/computer/pc/seeadler.html">Deskpro&nbsp;EN</a>, der 3,5&nbsp;Jahre lang mein dedizierter Server war, war zunächst einmal nicht aufzukriegen. Verschraubt ist das Gehäuse nicht; das ist bei Deskpros aber normal. Also hatte ich versucht, gleichzeitig mit dem Niederdrücken zweier seitlicher Klappteile den Deckel nach hinten wegzuziehen &mdash; wie bei Desktop-Gehäusen üblich. Nun ja, muzy und penma vom Chaosdorf fanden dann heraus, daß man den Deckel nach <em>vorne</em> wegziehen muß.</p>
<div class="picleft">
<img src="/bilder/2010/0303-schraube.jpg" width="150" height="171" alt="Schraube hinter einer Metallplatte" /></div>
<p>Aber so richtig Spaß habe ich jetzt mit dem Innenleben. Ich wollte die verbaute 10-GB-Festplatte gegen eine andere mit 30&nbsp;GB Kapazität austauschen. Zwei der drei Schrauben, die die Platte an ihrer Position halten, ließen sich auch ohne weiteres lösen. Die dritte ist aber ein echtes Problem: Die Schraube ist nämlich so angebracht, daß man sie mit dem Schraubendreher beim besten Willen nicht erreichen kann. Es ist scheint auch nicht möglich, den Metallrahmen weiter auszubauen, um anderweitig an die Schraube heranzukommen. Auch mit einer Flachzange ist die Schraube nicht greifbar, weil der Kopf dafür nicht weit genug herausragt.</p>
<p>Ich frage mich, was für ein Vollpfosten sich so einen Mist ausgedacht hat. Oder geht das nach dem Motto: Einmal zusammensetzen, nie mehr anfassen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>PiratInnen?</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/02/28/piratinnen/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 16:39:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Befremden las ich die Mitteilung von Lena Simon Klar machen zum Gendern. Meine erste Reaktion war: „Hä???”
Ich hielt ja schon die Häcksen im CCC für unnötig, für umso unnötiger halte ich eine abgetrennte Frauengruppe bei den Piraten. Mit Sexismus hatte ich in einem solchen Umfeld nämlich noch nie Probleme (deutlich anders sah das in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Befremden las ich die Mitteilung von Lena Simon <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Piratinnen/Pressemitteilungen">Klar machen zum Gendern</a>. Meine erste Reaktion war: „Hä???”</p>
<p>Ich hielt ja schon die Häcksen im CCC für unnötig, für umso unnötiger halte ich eine abgetrennte Frauengruppe bei den Piraten. Mit Sexismus hatte ich in einem solchen Umfeld nämlich noch nie Probleme (deutlich anders sah das in IT-Abteilungen von Firmen aus, aber das ist ‘ne andere Baustelle).</p>
<p>In der Politik sind Leute, die sich nicht trauen, ihre Meinung einzubringen, generell im Nachteil. Ich bezweifle aber stark, daß es sich dabei ausschließlich oder auch nur überwiegend um Frauen handelt; dazu habe ich in meinem Leben zu viele schüchterne Männer kennengelernt.</p>
<p><span id="more-2251"></span></p>
<p>Außerdem will ich gar nicht geschützt werden! Ich bin doch kein Kind mehr, ich bin selber groß. Ich muß mich nicht in einer Gruppe verstecken, die dann (vielleicht) meine Meinung nach außen trägt und verteidigt. Ich brauche keine „starke Frau”, die für mich spricht.</p>
<blockquote><p>Das bisherige Fortbleiben von Frauen, die nicht mit der geschlechterpolitischen Position der Partei einverstanden sind dazu, dass ihre Positionen von den männlichen Piraten kaum wahrgenommen werden.</p></blockquote>
<p>Ja sorry, Mädels, wenn Ihr wegbleibt, kann man Euch natürlich nicht zuhören. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Von Piraten, ob Männlein oder Weiblein, erwarte ich eigentlich, daß sie selbstbewußt und offen ihre Meinung sagen. Wer das nicht kann, sollte vielleicht eher mal an sich selbst arbeiten. Das Verstecken in einer Gruppe ändert daran nämlich nichts.</p>
<p>Gute Blogartikel dazu: dyfustifications: <a href="http://blog.addict.de/archives/1834-Im-Biotop.html">Im Biotop</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Margot Käßmanns Rücktritt</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/02/24/margot-kaessmanns-ruecktritt/</link>
		<comments>http://blog.atari-frosch.de/2010/02/24/margot-kaessmanns-ruecktritt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 19:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>

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		<description><![CDATA[Margot Käßmann trat heute von ihren Ämtern als Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Landesbischöfin von Hannover zurück. Sie war am letzten Wochenende mit 1,54 Promille Alkohol im Blut erwischt worden und hatte in dem Zustand auch noch eine rote Ampel überfahren. Verletzt wurde allerdings niemand.
Sie trat zurück, obwohl ihr vorher der EKD das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Margot Käßmann trat heute von ihren Ämtern als Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Landesbischöfin von Hannover zurück. Sie war am letzten Wochenende <a href="http://www.tagesschau.de/inland/kaessmann166.html">mit 1,54 Promille Alkohol im Blut</a> erwischt worden und hatte in dem Zustand auch noch eine rote Ampel überfahren. Verletzt wurde allerdings niemand.</p>
<p>Sie trat zurück, <em>obwohl</em> ihr vorher der EKD das Vertrauen ausgesprochen hatte:</p>
<p><span id="more-2240"></span></p>
<blockquote><p>Es tue ihr leid, dass sie viele enttäusche, die sie dringend gebeten hätten, im Amt zu bleiben.</p>
<p>Sie bezeichnete den Vorfall als „schweren Fehler” und sah ihre persönliche Überzeugungskraft nicht weiter als uneingeschränkt anerkannt: „Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben”, sagte Käßmann. „So manches, was ich lese in den letzten Tagen, ist mit der Würde des Amtes nicht vereinbar. Aber mir geht es neben dem Amt auch um Respekt und um Achtung vor mir selbst, und um meine eigene Geradlinigkeit, die mir viel bedeutet.”</p></blockquote>
<p>Ich finde es auch schade, daß Frau Käßmann zurückgetreten ist. Denn selten findet man einen Menschen, der, selbst außerhalb der Politik stehend, unseren Berufspolitikern öffentlich <a href=" http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/kaessmann2.html">dermaßen den Kopf wäscht</a>. Wobei sie das ja sicher auch außerhalb dieser Ämter tun könnte. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Indem sie zurücktritt, beschämt sie aber gleichzeitig viele andere, die trotz ihrer strafbaren oder zumindest strafwürdigen Aussagen oder Taten und/oder nachgewiesenen Lügen weiterhin in Amt und Würden sind, selbst wenn es teils massive Rücktrittsforderungen gab:</p>
<ul>
<li> Jürgen Rüttgers (CDU) läßt sich beim Landesparteitag NRW für persönliche Gespräche <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,679130,00.html">durch Sponsoren kaufen</a>. Es stellt sich heraus, daß die Praxis schon ein paar Jahre lang durchgezogen wird. <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Juergen-Ruettgers;art122,3040916">Der Zugang zur Macht darf nicht käuflich sein</a> — aber das stört niemanden. Keine Konsequenzen, nur ein Bauernopfer (Wüst), keine Rücktritte.</li>
<li class="text"> Joseph Ratzinger, mittlerweile besser bekannt als Papst Benedikt XVI., befahl 2001 den Bischöfen die <a href="http://www.malte-welding.com/2010/02/18/ratzinger-befahl-bischofen-die-systematische-vertuschung-sexuellen-missbrauchs/">systematische Vertuschung sexuellen Missbrauchs</a> in der katholischen Kirche. Hat da jemand was von Rücktritt gehört? Ich nicht.</li>
<li class="text"> Roland Koch forderte Zwangsarbeit (verboten nach GG!) für Hartzer, „damit niemand das Leben von Hartz IV als angenehme Variante ansieht”. Damit unterstellt er wider besseres Wissen, daß sich Hartzer ihr Schicksal ausgesucht haben und sich in einer „sozialen Hängematte” ausruhen wollten &mdash; <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/130.html">§ 130 StGB</a>. Aber natürlich passiert ihm nichts.</li>
<li class="text"> Außenminister Guido Westerwelle (FDP) schlägt in <a href="/2010/02/14/ach-westerwave/">dieselbe Kerbe</a> und hat „natürlich” auch keine Konsequenzen zu fürchten Im Gegenteil, die belogene Arbeiterschaft stimmt ihm noch zu.</li>
<li class="text"> Als Bundesfamilienministerin erzählte uns Zensursula diverse als solche nachgewiesene <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/">Lügen</a>, über Monate hinweg, unter penetranter Ignoranz aller Aufklärungsversuche. Als Dankeschön darf sie jetzt über <a href="/2010/01/17/die-aussichten-weiterhin-leyenhaft/">Hartzer lügen</a>.</li>
<li class="text"> Dieter Althaus (CDU) <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Dieter-Althaus-wirkt-schwer-gezeichnet_aid_670627.html">tötet fahrlässig</a> eine 41jährige Frau in einem von ihm verursachten Unfall. Danach stellt er sich, als sei nichts gewesen, zur Wiederwahl als Ministerpräsident in Thüringen.</li>
</ul>
<p>Und das sind nur ein paar Beispiele, ich könnte jetzt noch seitenlang weitermachen. Diese Menschen müßten eigentlich angesichts Käßmanns Rücktritt beschämt in den Staub sinken. Aber sie sind buchstäblich unverschämt.</p>
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		<title>Filmtabletten</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/02/23/filmtabletten/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 15:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
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Ich frage mich, was sich Pharmazeutiker dabei denken, Antibiotika, die auch gegen Mandelentzündung gegeben werden (hier: Amoxicillin AL1000), als so große Filmtabletten auszuliefern. Ist da keiner mal auf die Idee gekommen, daß man die vielleicht kleiner machen und dafür eben 40 statt 20 in die Packung stecken könnte? Wer soll das denn runterwürgen? Ich wundere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="picleft">
<img src="/bilder/2010/0223-tablette.jpg" width="150" height="98" alt="Filmtablette und Streichholz" />
</div>
<p>Ich frage mich, was sich Pharmazeutiker dabei denken, Antibiotika, die auch gegen Mandelentzündung gegeben werden (hier: Amoxicillin AL1000), als so große Filmtabletten auszuliefern. Ist da keiner mal auf die Idee gekommen, daß man die vielleicht kleiner machen und dafür eben 40 statt 20 in die Packung stecken könnte? Wer soll das denn runterwürgen? Ich wundere mich fast, daß &bdquo;Erstickungsgefahr&rdquo; bei den möglichen Nebenwirkungen nicht angegeben wird.</p>
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		<title>Gesundheit: unbezahlbar?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 13:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, noch nicht, aber teuer ist es schon, wenn man einfach mal so ganz normal krank wird. Ich meine jetzt nicht meine chronische Depression, sondern eine Erkältung. Ich hab mir nämlich mal wieder eine ordentliche Mandelentzündung zugelegt. Also suchte ich mir — diesmal nicht in Oberkassel, sondern schön in der Nähe — eine Praxis für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, noch nicht, aber teuer ist es schon, wenn man einfach mal so ganz normal krank wird. Ich meine jetzt nicht meine chronische Depression, sondern eine Erkältung. Ich hab mir nämlich mal wieder eine ordentliche Mandelentzündung zugelegt. Also suchte ich mir — diesmal <a href="/2010/01/26/diskriminierung-erlaubt/">nicht in Oberkassel</a>, sondern schön in der Nähe — eine Praxis für Allgemeinmedizin, und fand eine Ärztin zwei Straßenecken weiter. Die verschrieb mir nach der Untersuchung ein Antibiotikum und ein Spray.</p>
<p>Das Spray war auf ein grünes Rezept gedruckt statt auf ein rotes, das heißt: Selbst bezahlen. Nun dachte ich, das kann ja nicht so teuer sein, und außerdem habe ich dann neben den Praxisgebühren, die ich schon abgedrückt habe, bald die gut 40 Euro zusammen, ab derer ich für den Rest des Jahres Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragen kann. Meine Rechnung: Vielleicht 10 Euro für das Spray, ein paar Euro Zuzahlung für das Antibiotikum, und dann rechnete ich noch mit bis zu 20 Euro für ein Fieberthermometer, das ich mir wirklich mal langsam zulegen sollte. Also, ab zur Apotheke.</p>
<p><span id="more-2227"></span></p>
<p>Die Rechnung sah hinterher allerdings ganz anders aus: Das Spray kostete 12,95 €, zum Antibiotikum muß ich 5,00 € zuzahlen. Bei der Krankenkasse kann ich jetzt nicht etwa beides angeben, sondern nur die Zuzahlung zum Antibiotikum. Ach ja, das billigste war dann das Fieberthermometer: Das kostete nämlich nur 3,95 €.</p>
<p>Da frage ich mich langsam, ob meine Krankenversicherung nicht eigentlich bald nur noch eine Krankenhausversicherung ist. Daß ich ein Medikament verschrieben bekomme, das ich selbst bezahlen muß, passierte mir nämlich <a href="/2009/08/05/gemeine-steinchen/">schon letztes Jahr</a>. Die Brille muß ich schon seit Jahren selbst bezahlen.</p>
<p>Ich kann mich an eine Zeit erinnern, als ein Aufschrei durch Deutschland ging, weil die Rezeptgebühr eingeführt wurde. Das müßte in den späten 70ern gewesen sein und waren anfangs, glaube ich, 50 Pfennige. Dann gab es nochmal Theater, weil sie relativ schnell auf zwei Mark stieg. Zu der Zeit mußte ich zu einer Brille 20 Mark zuzahlen. Und heute?</p>
<p>Wenn das so weitergeht, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis gesetzliche Krankenversicherungen überflüssig werden, weil sie ja sowieso nichts mehr bezahlen dürfen. Das nennt sich dann auf neudeutsch „Eigenverantwortung” — eigentlich ist es Entsolidarisierung.</p>
<p>Auch wenn Gesundheitsminister Rösler die <a href="http://www.tagesschau.de/inland/arzneimittel106.html">Arzneimittelpreise senken</a> will, so bleibt doch der Wunsch der Bundesregierung nach einer <a href="http://www.bmg.bund.de/cln_169/nn_1168258/SharedDocs/Interviews/DE/12-01-10-roesler-neuepresse.html?__nnn=true">einkommensunabhängigen Kopfpauschale</a>. Wir dürfen dann jetzt schonmal raten, ob bei Transferleistungsempfängern die Zwangsverarmten oder die Steuerzahler dafür aufkommen müssen.</p>
<p>Diejenigen, die dann so Sprüche klopfen wie „warum soll ich für die Krankheiten anderer bezahlen?”, sollen mir übrigens bitte mal erklären, wieso ich für Autobahnen bezahlen soll, die ich nicht nutze. Ach ja, und von den Panzern der Bundeswehr hab&#8217; ich irgendwie auch nix. <img src='http://blog.atari-frosch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Politischer Schichtkäse</title>
		<link>http://blog.atari-frosch.de/2010/02/20/politischer-schichtkaese/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 14:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Bankster]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder was für einen Käse uns Berufspolitiker und Massenmedien zum Thema gesellschaftliche Schichten auftischen wollen
Ist das eigentlich niemandem aufgefallen? Zuerst wurde über die Unterschicht gehetzt, also über diejenigen, die durch Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder aus anderen Gründen wirtschaftlich nicht verwertbar sind und damit per politischem Willen automatisch zwangsverarmt und  aus der Gesellschaft herausgedrängt werden. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Oder was für einen Käse uns Berufspolitiker und Massenmedien zum Thema gesellschaftliche Schichten auftischen wollen</h4>
<p>Ist das eigentlich niemandem aufgefallen? Zuerst wurde über die <em>Unterschicht</em> gehetzt, also über diejenigen, die durch Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder aus anderen Gründen wirtschaftlich nicht verwertbar sind und damit <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2286229_Niedriglohnsektor-Der-Volltreffer-von-Schroeder.html">per politischem Willen</a> automatisch zwangsverarmt und  aus der Gesellschaft herausgedrängt werden. Hier wird nach <a href="http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~ECA3A106005EC4E5FB36CE210F4330FAA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Härte und Sanktionen</a> gerufen, um die Leute zu allen zumutbaren Arbeiten zu zwingen, die &#8230; äh &#8230; ja, die eigentlich gar nicht da sind. Und weil wir, die so Ausgegrenzten, uns da ja sauwohl fühlen, darf man uns dann auch &bdquo;spätrömische Dekadenz&rdquo; vorwerfen.</p>
<p>Die Bundesregierung, namentlich deren Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU), legt jetzt auch noch nach und teilt die sogenannte Unterschicht noch in <a href="http://www.ngz-online.de/politik/deutschland/Hoher-Migrantenanteil-an-Hartz-IV-Beziehern_aid_822602.html">Deutsche und Ausländer</a> auf, was bedeutet, daß die Unterschicht noch eine Unter-Unterschicht bekommt.</p>
<p><span id="more-2208"></span></p>
<p>Letzte Woche jammerte Westerwelle — und jammern mittlerweile auch andere Leute aus der FDP — über die ach so arme <em>Mittelschicht,</em> die nicht vergessen werden dürfe, über die „Arbeitnehmer, die als Deppen dastehen”. Damit kann man wohl bei genau diesen Arbeitnehmern <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-02/westerwelle-sozialstaatsdebatte">Quoten schinden</a>; die Wahrheit muß man ja nicht sagen (<a href=" http://www.n-tv.de/politik/Hartz-IV-trifft-kaum-Gutverdiener-article735037.html">„Absturz der Mittelschicht ist eine Mär”</a>).</p>
<p>Wenn wir dieses politische Schichtenmodell mal als gegeben annehmen, haben wir also eine Unterschicht und eine Mittelschicht. Irgendwann müßte doch dann mal auffallen, daß in diesem Modell eine Schicht fehlt: Was ist denn eigentlich mit der <em>Oberschicht?</em></p>
<p>Die Bundesregierung und die Parteien CDU und FDP spielen hier zwei Gruppen, nämlich Arbeitnehmer und Transferleistungsbezieher, gegeneinander aus, während sie ihre eigene Klientel, nämlich diejenigen, die allein dadurch Geld „verdienen”, daß sie mit vorhandenem Geld andere arbeiten lassen und damit ihr Einkommen mehren, völlig außen vor lassen. Regelrecht zynisch ist es, daß genau diese Leute dann auch noch als &bdquo;Leistungsträger&rdquo; bezeichnet werden, obwohl sie die Leistungen, derer sie sich rühmen, meistens durch andere erbringen lassen.</p>
<p>Wo bleibt denn der Ruf nach Verpflichtung dieser (wirtschaftlichen) Oberschicht gemäß Art. 14 Abs. 2 GG (Eigentum verpflichtet &#8230;), wo sind da Härte und Sanktionen, wenn diese Verpflichtung nicht eingehalten wird? Sicher, es gibt Steuern, aber es gibt auch Steuer-Schlupflöcher. Da wird aber nicht geschrien, wenn diese genutzt oder auch überdehnt werden, im Gegenteil: Große Steuersünder werden mit Samthandschuhen angefaßt, damit sie auch ja weiter die Mehrheit des Volkes kleinhalten können.</p>
<p>Aber eigentlich ist das ganze Schichtenmodell ziemlicher Käse. Auffällig unbeachtet blieb ein Artikel bei BBC Online, der eine Studie vorstellte, in welcher der Begriff &bdquo;Leistungsträger&rdquo; mal völlig anders bewertet wird: <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/8410489.stm">Cleaners &#8216;worth more to society&#8217; than bankers &#8211; study</a>. So heißt es beispielsweise über Elite-Banker:</p>
<blockquote><p>Paid between £500,000 and £80m a year, leading bankers destroy £7 of value for every pound they generate.</p></blockquote>
<p>und über Steuerberater:</p>
<blockquote><p>Every pound that a tax accountant saves a client is a pound which otherwise would have gone to HM Revenue. For a salary of between £75,000 and £200,000, tax accountants destroy £47 in value, for every pound they generate.</p></blockquote>
<p>Das sind also unsere &bdquo;Leistungsträger&rdquo;. Gesellschaftlich gesehen sollten <em>sie</em> eigentlich die Unterschicht darstellen, weil sie sich extrem antisozial verhalten. Aber das wird bei FDP und der ach so christlichen CDU natürlich nie jemand zugeben. Man müßte nämlich feststellen, daß Westerwelles &bdquo;spätrömische Dekadenz&rdquo; auf die eigene &bdquo;Schicht&rdquo; zurückfällt.</p>
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