Froschs Blog http://blog.atari-frosch.de Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat Tue, 18 Aug 2015 13:23:15 +0000 de-DE hourly 1 Wo ist die Hoffnung? http://blog.atari-frosch.de/2015/08/18/wo-ist-die-hoffnung/ http://blog.atari-frosch.de/2015/08/18/wo-ist-die-hoffnung/#comments Tue, 18 Aug 2015 13:10:31 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=13132 (Ja, das wird wieder so ein #mimimi-Artikel. Wen das nervt, einfach weglesen und weitermachen.)

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es einen Ort, an dem ich mich mit dem einbringen kann, was ich kann, statt ständig genötigt zu werden, um die Existenz zu kämpfen?

14:19 – 18. Aug. 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es so einen Ort, wo nicht die Normalität, sondern die Individualität zählt? Where is the hope?

14:19 – 18. Aug. 2015

Ich bin – mal wieder – so dermaßen müde.

Was allein in diesem Land alles falsch läuft, habe ich ja schon ein Stück weit aufgedröselt. Die Folgen davon bekommt man selten mit; Medien berichten nicht darüber, mal hier und da eine Statistik, ja, aber wer liest schon Berichte über Statistiken …

Wo ist die Hoffnung?

Als „empathielose“ Autistin dürfte mich das nach dem allgemeinen Bild von unserer Art ja eigentlich gar nicht berühren, nicht wahr? Tut es aber, auch wenn es mich persönlich nicht betrifft, und ich gewinne immer öfter den Eindruck, daß es mich sogar mehr und stärker berührt als neurotypische Menschen, die mit ihren Filterfähigkeiten einfach alles wegdrücken, was sie irritieren könnte. Ich bin ja zum Beispiel kein Flüchtling.

Oder vielleicht doch?

Ich würde manchmal gern flüchten. Flüchten aus einer Stadt, deren Repressionsämter mir jetzt schon 15 Jahre meines Lebens gestohlen haben und die keinerlei Anstalten machen, an diesem Verhalten etwas zu verändern oder gar, sich dafür zu entschuldigen. Die mich zwischen sich hin- und herschubsen, wie sie gerade Lust haben, und sich regelmäßig neue Schikanen ausdenken, damit Menschen wie ich auch ja nicht zur Ruhe kommen können. Die davon ausgehen, daß ich „wie jeder“ sein müßte, also autoritätshörig und gehorsam, extrovertiert, neurotypisch – eben „normal“.

Flüchten vielleicht sogar aus einem Land, das mir aufgrund von Krankheit und Andersartigkeit und deshalb wiederum Armut die Grundrechte aberkennt, per einfacher Gesetzgebung, die es „Sozialgesetzbuch“ nennt und das doch besser „Zwangsarbeits- und Zwangsverarmungsgesetz“ heißen sollte.

Aber wohin? Wo ist die Hoffnung?

Gibt es in diesem Land oder sonstwo ein Fleckchen, wo Menschen Menschen sein dürfen? Wo nicht Geld das allererste Kriterium für alles ist? Wo die Begriffe Menschenwürde, Grund- und Menschenrechte, Gerechtigkeit, Inklusion und Freiheit keinen hohlen Klang bekommen, sobald sie jemand ausspricht, und nicht zu Hohn und Spott führen, wenn man sie einfordert? Wo es selbstverständlich ist, daß jeder eine gesicherte Existenz hat, weil er nur dann auch etwas zur Gesellschaft beitragen kann?

Ich sehe keinen solchen Ort, nirgends auf der Welt. Wo ist die Hoffnung?

Zur Zeit sehe ich nur, daß ich auch die nächsten 15 Jahre, so ich sie denn überlebe, immer wieder nur um meine Existenz und ein bißchen restliche Würde werde kämpfen müssen. Aber ich kann nicht mehr, ich habe keine Kraft mehr dafür.

Frau Katzenblum @Frau_Katzenblum
Könnten wir bitte damit anfangen, es ernst zu nehmen, wenn jemand sagt, dass er nicht mehr kann?

15:55 – 11. Aug. 2015

Aber schon klar, es geht hier ja nur um so eine faule Sozialschmarotzerin, die rumheult, weil ihr nicht alles hinten und vorne reingeschoben wird. Die kann gerne aufgeben, kostet ja sonst nur unsere Steuergelder. Wenn sie weg ist, umso besser.

Wo ist die Hoffnung?

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Im Netz aufgefischt #226 http://blog.atari-frosch.de/2015/08/16/im-netz-aufgefischt-226/ http://blog.atari-frosch.de/2015/08/16/im-netz-aufgefischt-226/#comments Sun, 16 Aug 2015 13:13:29 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=13073 Die Nachrichten aus den Bereichen Asylpolitik, Flüchtlinge, Asylunterkünfte, „besorgte Bürger“, Nazis, rechte Gewalt usw. findet Ihr hier: Besorgte Nachrichten KW 33/2015.

Autismus

  • 11.08.2015 TED ideas: Susan Cain On Why It’s OK To Eat Alone (via @Felicea; nicht explizit zu Autismus, aber ihre Beschreibung der Introvertiertheit hat für mich viel von Asperger, und ihre Schlußfolgerungen passen für mich ins Bild. Das verlinkte Video des TED-Talks von 2012 ist ebenfalls sehr sehenswert.)

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Twitter-DMs verschlüsseln http://blog.atari-frosch.de/2015/08/13/twitter-dms-verschluesseln/ http://blog.atari-frosch.de/2015/08/13/twitter-dms-verschluesseln/#comments Thu, 13 Aug 2015 12:11:53 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=13094 Twitter hat gerade bekanntgegeben, daß seit gestern bei den Accounts sukzessive die 140-Zeichen-Grenze bei DMs (Direktnachrichten) fallen soll. Mein erster Gedanke war ja: Oh, schön, dann erfahren sie noch mehr über ihre Nutzer. Aber dann wurde mir auch klar: Das Wegfallen der Grenze bringt gerade dahingehend einen Vorteil.

@AlexSchestag und ich probierten deshalb gestern Abend ein wenig herum, und voilà: Heraus kamen GnuPG-verschlüsselte DMs. Zugegeben, es ist ein wenig umständlich, aber es geht.

Möchte man eine verschlüsselte DM an jemanden schicken, braucht man natürlich dessen öffentlichen Schlüssel. Den kann man sich, falls er noch nicht im lokalen Schlüsselbund vorhanden ist, von Keyservern holen, und zwar mit

 

:~$ gpg –fetch-keys $URIs KeyID/Mailadresse

 

wobei $URIs durch die Adresse mindestens eines Keyservers (zum Beispiel pool.sks-keyservers.net, pgp.cs.uu.nl, pgp.mit.edu) ersetzt werden muß. Und natürlich muß man angeben, für welche Mailadresse oder zu welcher Key-ID man den Schlüssel haben will.

Im Editor schreibt man dann erstmal seine Nachricht und speichert sie – zum Beispiel als dm.txt – ab. Der nächste Schritt ist die Verschlüsselung:

 

:~$ gpg -e -a -r user@mailadress.se dm.txt

 

Die Parameter stehen für

  • -e – encrypt
  • -a – ASCII armored, sonst kommt Binärzeug raus
  • -r – mit dem öffentlichen Schlüssel dieser Mailadresse soll verschlüsselt werden.

Ohne den Parameter -r wird die User-ID abgefragt. „user@mailadres.se“ ist hier natürlich nur ein Platzhalter, da gehört die richtige Mailadresse des Empfängers hin.

Das Ergebnis ist eine neue Datei namens dm.txt.asc. Diese kann man jetzt im Editor öffnen und dann per Copy & Paste in das Nachrichtenfeld der DM einwerfen.

Der Empfänger macht das ganze jetzt umgekehrt: Inhalt der DM in einen Editor pasten, Datei abspeichern, und dann entschlüsseln mit

 

:~$ gpg -d dm.txt

 

Und dann kann die DM gelesen werden.

Der nächste Schritt wäre jetzt, daß die Twitter-Apps diese Funktion integrieren. Browser-Plugins, die das automatisieren, wären auch nett. :-)

Auf anderen Plattformen geht das natürlich genauso, solange zumindest private Nachrichten keine zu knappe Zeichengrenze haben. Und man kann solcherlei verschlüsselte Nachrichten natürlich nur jeweils mit genau einer Person teilen, nicht mit mehreren; in diesem Fall müßte man für jeden Empfänger separat verschlüsseln und die Nachrichten einzeln versenden.

Achja, natürlich kann man, wenn man schon Mailadresse und öffentlichen Schlüssel einer Person hat, auch eine „richtige“ E-Mail schreiben. Situationsbedingt ist es aber vielleicht gelegentlich praktischer, diesen anderen Weg zu gehen.

Und noch ein achja: Das funktioniert natürlich auch bei E-Mails an sich, wenn das heißgeliebte Mailprogramm keine PGP-basierte Verschlüsselung kennt oder wenn man Mails nur über ein Webinterface verschickt und empfängt.

Und noch ein letztes: Die Konsolenaufrufe sollten – ohne daß ich das jetzt getestet habe – genauso unter Mac OS X und Windows funktionieren.

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Im Netz aufgefischt #225 http://blog.atari-frosch.de/2015/08/09/im-netz-aufgefischt-225/ http://blog.atari-frosch.de/2015/08/09/im-netz-aufgefischt-225/#comments Sun, 09 Aug 2015 11:45:13 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=12977 Abzocke

Asyl

Die Nachrichten zum Thema Asyl sammle ich ab sofort mit @AlexSchestag zusammen auf Besorgte Bürger in den „besorgten Nachrichten“.

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Ich will das nicht! http://blog.atari-frosch.de/2015/08/02/ich-will-das-nicht/ http://blog.atari-frosch.de/2015/08/02/ich-will-das-nicht/#comments Sun, 02 Aug 2015 15:11:15 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=12982 Ein Deutschland, in dem Menschen frühestens dann zählen, wenn das, was sie tun, Geld bringt.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das Erwerbslosigkeit und Armut als selbst verschuldete Makel ansieht und die Betroffenen „Sozialschmarotzer“ nennt.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem jeder, der sich auf die Grundrechte beruft, verächtlich gemacht wird.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das einem Polizeihund pro Tag mehr Essensgeld zugesteht als einem Sozialleistungsbezieher.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das Zwangsverarmung und den Entzug der Menschenrechte auch anderen Ländern aufzwingt.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem knapp 350.000 Haushalten pro Jahr der Strom abgestellt wird, weil sie ihn bei rasant steigenden Preisen nicht mehr bezahlen können – und in welchem der Stromanteil im Sozialleistungs-Regelsatz rund 30 % unterhalb der realen Kosten liegt.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Menschen mit „unsichtbaren“ Krankheiten oder Behinderungen nicht ernst genommen, sondern als faul und unwillig eingestuft werden – teilweise sogar von Ärzten.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das in Inklusionsmaßnahmen nur einen überflüssigen Kostenfaktor sieht und meint, Behinderte würden damit bevorzugt.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Menschen mit anderer Hautfarbe oder Kultur, besonders, wenn sie aus ihrer Heimat flüchten mußten, mit Gewalt bedroht und ihre Wohnungen und Unterkünfte angezündet werden.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das lieber auf die „Schleuser“ schimpft und meint, wer als Flüchtling im Mittelmeer ersäuft, sei selbst schuld.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem die Wahrscheinlichkeit, an einem multiresistenten Keim in einem Krankenhaus zu sterben, fast doppelt so hoch ist wie die, bei einem Unfall im Straßenverkehr zu sterben.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Pflegepersonal in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen so schlecht verdient und so überlastet ist, daß es streikt – und in welchem dieser Streik systematisch ignoriert wird.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem es von der wirtschaftlichen Situation abhängt, ob man eine gute Gesundheitsversorgung bekommt, und wie schnell.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, dessen Einwohner sich von Boulevard-Medien verblöden lassen, statt ihren Verstand zu gebrauchen, und in welchem Vorurteile höher gewertet werden als Fakten.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in dem sich die überwiegende Mehrheit der Menschen von eigenen und fremden Geheimdiensten umfangreich und widerspruchslos überwachen läßt.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das unbedingt eine Vorratsdatenspeicherung einführen will, obwohl schon diverse höchste Gerichte und juristische Fachleute erkannt haben, daß diese weder verhältnismäßig noch nützlich ist.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Medien, die versuchen, investigativ zu arbeiten und politische Transparenz herzustellen, öffentlich niedergemacht (Abgeordnetenwatch) oder sogar mit Ermittlungen wegen Landesverrats überzogen werden (Netzpolitik.org).

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem umgekehrt Journalisten lieber Pressemeldungen abschreiben, anstatt zu recherchieren.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Amts- und Mandatsträger, die nachgewiesenermaßen korrupt sind und/oder gelogen haben, weder zurücktreten müssen noch rausgeworfen werden.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Abgeordnete, die mehr Zeit damit verbringen, anderweitig viel Geld zu verdienen, als im Parlament zu arbeiten, ihr Mandat nicht verlieren oder sogar wiedergewählt werden.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem der größte Teil der Berufspolitiker in Parlamenten und Regierungen überhaupt kein Wissen mehr davon haben, wie Durchschnittsmenschen in ihrem Land leben.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Solidarität auf allen Ebenen systematisch zerschlagen wird.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem seit 2007 die Suizidrate wieder steigt – und dann auch noch teilweise auf die „dummen und rücksichtslosen Selbstmörder“ geschimpft wird, statt nach Ursachen zu fragen.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem homosexuelle Menschen nicht „richtig“ heiraten dürfen.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Transmenschen massiv diskriminiert werden, sowohl von der Gesellschaft als auch vom Staat.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem Bildung von der wirtschaftlichen Situation des Einzelnen abhängt, statt jedem gleichermaßen offen zu stehen.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, in welchem die Schulen auseinanderfallen und Eltern selbst Hand anlegen müssen, während für überflüssige Prestige-Projekte eine Menge Geld locker gemacht wird.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das ohne mit der Wimper zu zucken Kriegsgerät an andere Länder liefert, obwohl diese bekanntermaßen Menschenrechtsverletzungen – auch mit Hilfe dieses Kriegsgeräts – begehen.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland, das lieber seine Bahn, seine Krankenhäuser und andere öffentliche Dienstleister privatisiert, statt einzusehen, daß diese Dienstleistungen öffentliche Aufgaben sind und bleiben müssen und gerade nicht dafür herhalten dürfen, Gewinne zu erwirtschaften.

Ich will das nicht!

Ein Deutschland … in welchem ich bestimmt noch einige Punkte vergessen habe, die genauso unfaßbar, falsch, asozial oder faschistisch sind.

Und schließlich: Ein Deutschland, das solche Politiker in seine Regierung wählt, die genau diese Ansichten stützen und entsprechende Gesetze machen, auch wenn diese später immer wieder vom Bundesverfassungsgericht gekippt werden. Und eine Regierung, die dieses höchste Gericht deswegen am liebsten abschaffen würde.

Ich will das nicht!

Die Reihenfolge der Aufzählung ist so halb zufällig und stellt keine Wertung einzelner Punkte gegenüber den anderen dar.

Ich frag mich jetzt nur eins:

  • Wollt Ihr denn das?
  • Wenn ja, warum seid Ihr so asozial?
  • Wenn nein, warum passiert praktisch nichts dagegen?

(Und jetzt kommt mir keiner mit Auswandern. Das ist keine Lösung.)

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Im Netz aufgefischt #224 http://blog.atari-frosch.de/2015/08/02/im-netz-aufgefischt-224/ http://blog.atari-frosch.de/2015/08/02/im-netz-aufgefischt-224/#comments Sun, 02 Aug 2015 11:58:32 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=12923 Asyl

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Im Netz aufgefischt #223 http://blog.atari-frosch.de/2015/07/26/im-netz-aufgefischt-223/ http://blog.atari-frosch.de/2015/07/26/im-netz-aufgefischt-223/#comments Sun, 26 Jul 2015 12:32:04 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=12878 Arbeitsmarkt

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Im Netz aufgefischt #222 http://blog.atari-frosch.de/2015/07/19/im-netz-aufgefischt-222/ http://blog.atari-frosch.de/2015/07/19/im-netz-aufgefischt-222/#comments Sun, 19 Jul 2015 12:31:02 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=12824 Asyl

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Offener Umgang mit dem Anderssein http://blog.atari-frosch.de/2015/07/14/offener-umgang-mit-dem-anderssein/ http://blog.atari-frosch.de/2015/07/14/offener-umgang-mit-dem-anderssein/#comments Tue, 14 Jul 2015 17:34:35 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=12839 Man kann’s nicht richtig und niemandem recht machen. Versteckt man Probleme, die von einer (unsichtbaren) Behinderung oder Krankheit herrühren, und es knallt irgendwann, heißt es: „Warum hast Du nichts gesagt?“ Zeigt man sie jedoch offen, bietet man sofort Angriffsfläche:

Atari-Frosch @AtariFrosch
@KatrinaR47 „nicht wundern was kommt wenn Du offen damit umgehst“ = „Du bist ein Opfer, darf jeder draufhauen“. Kenn ich von #NotJustSad.

16:52 – 18. Jan. 2015

Das denken sich wohl auch Menschen, die hier gelegentlich versuchen, ihre abwertenden, ableistischen, menschenverachtenden, hetzerischen Kommentare abzukippen, manchmal in Frageform. In Form solcher Fragen, die sich direkt selbst beantworten und eine andere als die unterstellte Antwort gar nicht zulassen.

Ich gebe solche Kommentare nicht frei, weil sie erfahrungsgemäß weitere gleichartige Kommentare nach sich ziehen, nach dem Motto, es ist ja eigentlich schon alles gesagt worden, aber halt noch nicht von jedem.

Außerdem sehe ich es generell nicht ein, anderen Leuten auf meinem eigenen Server ein Forum dafür zu bieten, mich zu diffamieren und substanzlos und auf BILD-Niveau anzugreifen.

Das heißt aber nicht, daß ich diese Kommentare nicht zur Kenntnis nehme.

So wollte eine Nina am 12. Juni dieses Jahres unter Eingemauert (ein Lebenszeichen) unter anderem kommentieren:

Und natürlich sehen Sie sich als den Ausnahmefall der Ausnahmefälle, denn IHRE SCHRECKLICHE „Depression“ lässt sich auf keinen Fall behandeln… Sie sind nichts als ein Sozialschmarotzer.

Frau Nina hat meine Erfahrungen nicht gemacht und sich auch gar nicht dafür interessiert, aber natürlich weiß sie besser als ich um die Ursachen und die Behandelbarkeit meiner Depressionen. Diese wiederum schreibt sie in Anführungszeichen, andeutend, daß ich mir diese Krankheit offenbar sowieso nur einbilde.

Ähnlich argumentiert Manu-1978 eine Woche später auf Zwangsverrentungsversuch des ARGE (Teilzitat):

Wenn ich sowas lese, schlackern mir nur die Ohren. Echt. Erstmal Autismus ist noch nicht mal diagnostiziert worden. Wie wäre es mal mit einer richtigen Diagnostik darauf, bevor man sich auf so eine Diagnose stürzt. Wahrscheinlich ist es nur eine Alibidiagnose für so eine Dummheit.

[…]

Ich würde mich mal an deiner Stelle auf paranoide Persönlichkeitsstörung untersuchen lassen, anstatt auf Autismus. Ich vergaß, Ärzte und Therapeuten sind ja alle böse. Manche Leute wollen gar nicht sich helfen lassen sondern lieber in ihren Sumpf sich weitersuhlen.

Dieser Kommentar ist übrigens besonders pikant: Manu-1978 ist nämlich geburtsblind. Ob sie ohne eine entsprechende ärztliche Diagnose wohl sehen könnte? Ob sie es akzeptieren würde, daß Ärzte eine offensichtliche Krankheit oder Behinderung einfach nicht erkennen wollen? Und ob sie sich dann ohne Gegenwehr vorhalten lassen würde, sie würde sich nur dumm anstellen?

Zur Klarstellung: Für die Depression habe ich seit fast von Anfang an immer wieder bestätigte Diagnosen. Für den Autismus nicht; ein Dutzend Psychiater hat ihn nicht erkannt, vor allem wegen Inkompetenz und extremem Schubladendenken. Daß Autisten eine Hochrisikogruppe für Depressionen sind (je nach Statistik 60 – 80 %, davon 50 % chronisch; Bevölkerungsschnitt: 10 – 20 %, davon 1/3 chronisch), sollte auch keine ganz so neue Erkenntnis sein.

Autismus wie Depressionen fragen allerdings nicht danach, ob sie offiziell diagnostiziert worden sind. Sie sind unverschämterweise einfach trotzdem da.

Uschi Obermaja @FrauMaja
Die Diffamierung von ‚kranken Menschen‘ macht mich traurig. 1. trifft das zu viele Freunde. 2. Who the fuck ist denn bitte normal?

21:00 – 30. März 2015

„Normal“ ist das, was die BILD dazu erklärt – das ist jedenfalls so mein Eindruck. Dazu kommt die Sichtbarkeit: Autismus und Depressionen sind unsichtbar, das heißt, es gibt kein äußerliches Merkmal, das zeigt: Diese Person ist Autist oder diese Person hat Depressionen.

Dazu mal eine Frage: Wie reagieren solche Menschen eigentlich auf eine Rollstuhlfahrerin, die sich, so als Beispiel, im Supermarkt abmüht, an ein Produkt auf einem hohen Regal zu kommen? Die Lähmung, die sie hat, sieht man nicht. Man sieht nur ein Hilfsmittel – den Rollstuhl – und geht davon aus, daß sie dieses auch wirklich benötigt. Trotzdem kommt (zum Glück!) keiner auf die Idee, daß sie ja nur zu faul sei, aufzustehen. (Rollstuhlfahrer dürfen sich dafür mit anderen Dingen herumschlagen, zum Beispiel mit einer falsch verstandenen Hilfsbereitschaft.)

Und käme jemand auf die Idee, einem Diabetiker zu sagen, er müsse sich nur genug anstrengen, dann ginge es auch ohne die Insulinspritzen? Nein?

Für Autismus, Depressionen wie auch AD(H)S und andere Einschränkungen gibt es im allgemeinen keine sichtbaren Hilfsmittel. Sind wir deshalb weniger eingeschränkt? Dürfen wir deshalb keine Probleme haben? (Nicht daß jemand wild darauf wäre …)

Oh, eins hab ich noch vergessen: Fatshaming. Mein Übergewicht kann ich ja nun nicht verstecken, selbst wenn ich es wollte. Damit ist es natürlich hervorragend dazu geeignet, die Hetze zu unterstreichen: Hurra, noch ein Anderssein, auf das man eindreschen kann! Woher das kommt und warum das so ist, spielt wieder keine Rolle. Auch frühere Kommentatoren rieben es mir schon unter die Nase, so dieser Klaus-Bärbel (Troll mit ständig wechselnden Namen und Mailadressen):

Abgesehen von den Studien gebühren ist Alg II eigentlich ein gute Sache, wer nix tut braucht kein Urlaub, wenn ich sie sehe auf Ihren Bildern würde ihnen weniger Essen nicht weh tun.

(mehr von diesem speziellen Kommentator hier: Schlichtes Weltbild eines Trolls)

Eine Marina wollte mir gestern unter REWE: Preiserhöhung x 3 erklären:

Klar, lass dir nur alles liefern.
Auf Staatskosten natürlich.
Und genau auf diese Kosten frisst du dir den Wanst voll, dabei hast du schon Proportionen, dass es für zwei reichen würde!

Und heute meinte dieselbe Dame dann noch:

Madame kann nicht kochen, Madame kann auch nicht einkaufen.
Alles viel zu anstrengend!
Madame kann nur das tun, was ihr Spaß macht, dafür reicht die Energie!

Dazu fiel mir direkt dieser Tweet hier ein:

Tad @AnonymerSchwabe
Was für manche einfach scheint, ist für wieder andere eine Hürde.

Trotz besseren Wissens ….

Man schämt sich ….

Es schmerzt ….

15:43 – 24. Feb. 2015

Im selben Kommentar forderte Marina dann noch:

Veröffentlichen Sie doch mal meine Kommentare, wäre interessant, was die
Allgemeinheit so dazu zu sagen hat!

Die Meinung der BILD-lesenden, lautstarken, angeblichen Allgemeinheit, liebe Frau Marina, ist mir seit langem bekannt. Sie lautet, daß jeder, der aus welchem Grund auch immer kein Geld erwirtschaftet, natürlich faul ist und daß man mit DENEN DA!!! Dinge tun sollte, die mit Grundrechten nichts mehr zu tun haben. Das brauchen wir hier nicht noch dutzende Male wiederzukäuen, weil es dadurch nämlich nicht richtiger wird.

Daß mit diesem DIE DA!!! eine Form von Faschismus anfängt, habe ich ja schon früher beschrieben.

Ich habe dazu mal eine Frage: Was würden Nina, Marina und die anderen denn tun, wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – auf einmal nicht mehr arbeiten könnten oder eben einfach keine (bezahlte) Arbeit mehr bekämen und dann, nach dem Aufbrauchen fast aller Ersparnisse, auf Staatskosten leben müßten? Sich aufhängen? Oder dann doch so langsam, wenn auch sehr spät, mal umdenken?

Das kann schneller gehen als gedacht. Ein Unfall, eine schwere Krankheit, ein behindertes Kind oder ein Pflegefall in der Familie – und dann? Ich habe manchmal den Eindruck, daß zumindest ein Teil der so privilegierten, gesunden Geldverdiener hinter all diesen Diffamierungen nur die Angst versteckt, selbst plötzlich unter den angeblich Überflüssigen und Wertlosen zu sein. Solidarität wäre also die sinnvollere Reaktion, würden sie nur mal drüber nachdenken – aber Vorurteile sind halt einfacher.

All das ist in unserer Gesellschaft das Ergebnis eines offenen Umgangs mit dem Anderssein – spätestens dann, wenn dieses Anderssein, dieses Herausfallen aus einer definierten Norm, dazu führt, daß jemand zeitweise oder ständig auf Sozialleistungen angewiesen ist: Diffamierung, Diskriminierung, Beleidigung, die da.

Schließlich ist ja schon bereits die Erwerbslosigkeit selbst, unabhängig von Krankheiten oder Behinderungen, ein unerwünschtes Anderssein, das offenbar einen Teil der nicht davon betroffenen Menschen dazu bringt, hemmungslos zu hetzen, immer mit dem geäußerten oder zu vermutenden Hintergedanken: ICH bin ja wertvoll! ICH arbeite und verdiene MEIN Geld selbst! ICH zahle Steuern!

Und wenn sich dann jemand das Leben nimmt, heißt es: „Oh, der hat nichts gesagt, hätte er doch mal!“ – Ja. Hättet Ihr mal zugehört, wenn es jemand versucht hat. Und hättet Ihr dann die Klappe gehalten und Euren Verstand bemüht, statt mit Vorurteilen herumzuätzen und alles noch viel schlimmer zu machen.

Christoph Butterwegge erklärte im Der Freitag vom 18. Februar 2015, daß das Ausgrenzen von Anders-Seienden und die (IMHO faschistische) Unterteilung von Menschen in „nützliche“ und „überflüssige“ nicht neu ist, aber mit dem Hartz-IV-System neu und systematisch etabliert wurde: Ein enormer Schub im Massenbewusstsein.

Es genügt also mittlerweile schon die Tatsache, in Hartz IV gelandet zu sein, dann braucht niemand mehr nach Gründen zu fragen. Die Tatsache allein berechtigt dann automatisch jeden nicht davon betroffenen Menschen dazu, beliebig auf die Betroffenen einzudreschen. Kommen dann noch (und dann auch noch unsichtbare!) Behinderungen und/oder Krankheiten dazu, wird die Dresche nur umso ätzender: Stinkfaul, selber schuld, Dich sollte man …!

Und wer dann auch noch offen mit Erwerbslosigkeit, Armut, Krankheit und Behinderung umgeht, wird direkt als Sündenbock gesehen und massiv persönlich angegangen. Wie kann ich es auch wagen, meine Erlebnisse und meine Gedanken dazu zu veröffentlichen, wenn ich doch schon bewiesenermaßen überflüssig und wertlos bin? Wie kann ich es unter diesen Umständen wagen, überhaupt noch eine Meinung zu haben und diese auch noch zu äußern?

Ulf Hundeiker @ulf_der_freak
Sich angreifbar zu machen gibt niemandem automatisch das Recht, anzugreifen.

19:50 – 5. Sep. 2014

So einfach ist das.

PS: Ich habe andere Eigenschaften von Menschen, die ebenfalls für Diffamierungen und Diskriminierung herangezogen werden, bewußt herausgelassen, weil das hier eh schon sehr lang zu werden drohte. Transmenschen, Homosexuelle, Migranten, Flüchtlinge und weitere kennen das aber mit Sicherheit auch; das Prinzip der Ausgrenzung und/oder der Wertlos-Erklärung, teils um sich selbst zu erhöhen, ist dasselbe.

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