Froschs Blog http://blog.atari-frosch.de Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat Sun, 21 Dec 2014 17:59:26 +0000 en-US hourly 1 Im Netz aufgefischt #192 http://blog.atari-frosch.de/2014/12/21/im-netz-aufgefischt-192/ http://blog.atari-frosch.de/2014/12/21/im-netz-aufgefischt-192/#comments Sun, 21 Dec 2014 15:36:26 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11652 Ausländerfeindlichkeit / Pegida & Co.

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Umgeroutet http://blog.atari-frosch.de/2014/12/20/umgeroutet/ http://blog.atari-frosch.de/2014/12/20/umgeroutet/#comments Sat, 20 Dec 2014 21:16:03 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11688 … oder warum es keine so gute Idee ist, seinem Router Tee zu geben. ;-)

Ich hatte mir kurz nach 19:00 Uhr einen feinen Tee gekocht, und auf dem Weg von der Küche ins Zimmer mit der sehr vollen Tasse im Flur ein wenig davon, ähm, verloren. Kein Problem, kann man ja wieder aufwischen. Aufgefangen hatte den Tee-Schluck allerdings nicht der Fußboden, sondern mein Draytek Vigor 2600 (Router mit DSL-Modem). Und offenbar steht der nicht so auf Tee.

Jedenfalls fiel um 19:12 Uhr mein Internet-Zugang aus. Ich hatte erst das OpenVPN und damit meinen Server in Verdacht, aber auch nach dem Abschalten des OpenVPN-Clients war nichts mehr erreichbar. Also sah ich draußen im Flur nach und fand die Bescherung.

Es war nicht mal viel gewesen, was er abgekriegt hatte, aber offenbar genug, daß es ins Innere des Gehäuses gelaufen war. Als Router funktionierte er sogar überwiegend noch, aber das DSL-Modem wollte sich nicht mehr verbinden.

Obwohl ich schon von der Installation dieses Routers vor ein paar Jahren her wußte, daß der eigentlich nicht mit dem originalen DSL-Modem der Telekom, einem schon recht betagten Teledat 300 LAN, sprechen will, das ich noch habe, schaltete ich über die Konfiguration das interne Modem ab und klemmte das Telekom-Modem zwischen Router und Splitter. An der Abneigung des Draytek gegen das Teledat hatte sich aber offenbar nichts geändert: Am Modem gingen nur zwei Lichter an, das für die Verbindung zum LAN blieb aus.

Zum Glück lag hier aber noch ein Router herum, und zwar ein D-Link DI-524. Den hatte ich mal vor längerer Zeit bekommen, um WLAN zu testen, war nie dazu gekommen und hatte den auch schon fast vergessen. Nun war es Zeit, sich dran zu erinnern. Ich klemmte also den Draytek ab und schloß dafür den D-Link an. Nach kurzem Herumprobieren stellte ich fest, daß er auf die übliche IP 192.168.0.1 reagierte. Allerdings nicht ganz so, wie ich erhofft hatte: Er hatte nämlich noch ein gesetztes Paßwort.

Jetzt hätte ich Internet gebraucht, um nach dem Default-Paßwort bzw. danach zu suchen, wie man das Ding in den Auslieferungszustand (factory settings) zurücksetzt. Etwas ungünstig, wenn man genau dazu den Zugang zu diesem Router braucht. ;-)

Ich rief schließlich LadyLoria an, die mir nicht nur die Information heraussuchte, wie man den D-Link zurücksetzt, sondern auch, daß er dann gar kein Admin-Paßwort mehr hat. Dazu war es nötig, das, was sich an dem Gerät Reset-Schalter nennt, für 10 Sekunden einzudrücken und dann kurz zu warten, bis er sich rebootet hat. Der „Reset-Schalter“ am D-Link ist so ein Büroklammer-Reset, das heißt, man muß mit einer aufgebogenen Büroklammer in ein Loch reinpieken und darin einen winzigen Schalter eindrücken.

Die Prozedur war zweimal notwendig, dann endlich konnte ich mit dem Browser aufs Interface. Der Rest war einfach.

Der kleine, angenehme Nebeneffekt dabei: Ich habe jetzt auch noch mein eigenes WLAN. :-)

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Netflix mit Linux http://blog.atari-frosch.de/2014/12/15/netflix-mit-linux/ http://blog.atari-frosch.de/2014/12/15/netflix-mit-linux/#comments Sun, 14 Dec 2014 23:03:09 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11657 Diesen Abend wollte ich eigentlich damit verbringen, einen Film zu sehen. Und nachdem ich eine entsprechende Empfehlung bekommen hatte, meldete ich mich bei Netflix an. Der erste Monat ist ja kostenlos, und wenn ich nichts finden würde oder die Geschwindigkeit meiner Leitung nicht ausreichen sollte, kann ich mich ja wieder abmelden.

Nach der Anmeldung sollte ich dann aus einer recht geringen Auswahl drei Filme bzw. Serien markieren, um Netflix mal so grob meine Interessen anzuzeigen, damit man mir passende Vorschläge unterbreiten könne. Bei diesen Vorschlägen war der „Hobbit“ dabei, der mir nach einer Änderung der Spracheinstellung auch auf Englisch angeboten wurde. Dabei stellte ich schon den ersten Mangel fest: Die Spracheinstellung der Seite und der Filme wird nicht getrennt; will ich Filme/Serien in englischer Sprache haben, dann bekomme ich auch alle Menüs und Hilfen auf Englisch angezeigt. Aber es wäre ja viel zu einfach, wenn das das einzige Problem geblieben wäre.

Beim Versuch, den „Hobbit“ abzuspielen, landete ich auf einer Seite, die mir was von System-Voraussetzungen erzählte. Erst an dieser Stelle erfuhr ich, daß man hier von Linux eigentlich so gar nichts wissen wollte: Präsentiert wurden nur Voraussetzungen für Windows Vista, Windows 7 und Mac OS X. Ähm, ja. Das hättet Ihr ja eigentlich mal früher sagen können, zumal ich meine Browser- und Betriebssystemkennung nicht verberge.

OK, dachte ich, vielleicht gibt es da ja einen Trick, der nicht so offensichtlich ist. In der Hilfe fand ich dann viele, viele Hinweise auf die Extension „Silverlight“ von Microsoft. Erstmal davon ausgehend, daß ich das hier eher nicht ins System integriert bekomme, sah ich mich weiter um und entdeckte eine Chat-Funktion. Das sah doch mal interessant aus, also wollte ich mal wissen, was man mir da zum Thema Linux zu sagen hatte.

Nach kurzer Zeit meldete sich ein Mensch (doch, tatsächlich, kein Bot!) namens Izzy. Diesem legte ich das Problem dar, auf das ich gerade gestoßen war:

Izzy: Hi there, thanks for contacting Netflix. My name is Izzy. Who do I have the pleasure of chatting with?

Sabine: My name is Sabine.

Sabine: I just registered and now I find that it seems to be impossible to use Netflix with a Linux system. Is that true?

Izzy brauchte ein paar Minuten, um auf die Frage zu reagieren. Scheint also zumindest keine übliche Frage gewesen zu sein.

Izzy: :O! All right Sabine, no problem. I’m sure I can help you out clearing all your doubts. Right now Linux doesn’t support Netflix as Linux-based browsers do not have the premium video extensions required to allow our HTML5 player to stream movies and TV shows.

Mein erster Gedanke war: Ja, warum baut bzw. portiert Ihr die nicht bzw. warum benutzt Ihr überhaupt was Proprietäres? Aber ich wollte erstmal abwarten, ob Izzy vielleicht Alternativen kennt.

Sabine: Well, basically my browsers can handle HTML5.

Izzy: Yup, many Linux browsers handle HTML5 but not with all the necessary extensions and plugins. No worries though, there are many other device you can stream in and I can also send a recommendation to push to get Linux to support Netflix.

Sabine: There is no other device I have available.

Sabine: This PC, or not at all.

Schon lustig, daß alle Welt mittlerweile davon ausgeht, daß man mehrere unterschiedliche, internetfähige Geräte besitzt. Im Support sollte man wissen, daß man sowas nie voraussetzen darf. Der Vorschlag, die Linux-Unterstützung intern mal ein wenig anzuschubsen („to push“), wäre ja ein netter Anfang, hilft mir jetzt im Moment aber nicht so wirklich weiter. Ich wollte ja eigentlich jetzt einen Film gucken.

Die Antwort dauerte wieder ein wenig:

Izzy: Got it, well I can personally say that a friend of mine with Linux has been able to get Netflix (because of the customizable nature of Linux). As a Netflix rep, all I can say is that this is possible but might or might not work as it is not officially supported..

Also: Es könnte irgendwie gehen, weil man in Linux ja so viel selber machen kann, aber vorgesehen ist es von Netflix’ Seite aus nicht; es kann also funktionieren oder auch nicht. Das ist etwas unbefriedigend.

Sabine: So what can I do?

Sabine: If it helps: This is Debian GNU/Linux 7 (wheezy).

Izzy: I see, which browser did you tried to stream with?

Sabine: iceweasel (Firefox), Version … wait a moment

Sabine: Version 31.3.0. It’s the version from the Debian repo, not from the Mozilla website.

Er meinte dann, ich möge doch mal den aktuellen Chrome testen – und niemandem verraten, daß er mir das gesagt hätte. Chrome ist nun nicht unbedingt etwas, was ich im System haben wollte, und das sagte ich ihm auch.

Izzy: I understand, but Firefox is still using Silverlight as a streaming plug in instead of HTML5, hence the inability to stream.

Er behauptet also, Firefox könne kein HTML5? Das glaub ich ja nun nicht.

Silverlight hatte ich als reine Microsoft-Veranstaltung in Erinnerung. Die entsprechende Seite bei Microsoft klärte mich jedoch darüber auf, daß das Ding auch auf Linux laufen würde. Ich klickte mich entsprechend durch und landete auf der Website von Moonlight.

Ich korrigierte mich also Izzy gegenüber und teilte mit, daß es da wohl doch was für Linux gibt.

Izzy: Exactly, as I just said, Firefox uses Silverlight to stream. Linux doesn’t have Silverlight, so the only option is to use a browser that uses HTML5, in this case: Chrome.

Jetzt sind wir wieder bei HTML5 – das alleine aber offenbar gerade nicht genügt. Denn sowohl iceweasel als auch Chromium in Debian sprechen schon seit einer Weile HTML5; das allein löst das Problem aber gerade nicht. Also waren meine Schlußfolgerungen:

Sabine: Just learned that Microsoft says it can also be used on Linux. OK, that’s what I’ll do: At first I’ll try chromium (not Chrome). If it does not work, I’ll try to get Silverlight running with iceweasel (could be funny). And if all this does not work, I’ll try to get Chrome.

Sabine: I didn’t think that I have to do such a lot of work to get this thing running :-/

Izzy: Usually someone else would have just leave it at "Linux doesn’t support Netflix", but I really want you to stream :).

Sabine: Would be really nice of you guys to offer a out-of-the-box solution for Linux users, as there are not only a few dozens out here.

Sabine: OK, I don’t know whether I can do all that tonight, for actually I wanted to watch a movie … but I’ll call back when I’m stuck again. ;-)

Izzy: Totally, let me go ahead and write a feedback memo on this so we can push to get supported on Linux :D.

Nach ein paar Höflichkeitsfloskeln wurde ich noch gebeten, den Dialog zu bewerten, dann konnte ich mir das Ganze per Mail zuschicken lassen. Wenn ich allerdings gewußt hätte, daß das völlig verHTMLisiert kommt (eine durchgehende, unstrukturierte HTML-Suppe mitsamt Angaben zu Fonts und Fontgrößen), hätte ich lieber eine Copy-Paste-Version direkt aus dem Chatfenster gezogen, das geht nämlich. Na gut, nächstes Mal.

So nebenbei stellte ich dann noch fest, daß sie mir die vierstellige Kindersicherungs-PIN, die ich vorher einstellen mußte, im Klartext per Mail zugeschickt hatten. Hmja, kannste schon so machen.

Also ging ich an die Arbeit: Chromium (Version 37.0.2062.120 aus dem Debian-Repo) kam beim Versuch, den Film abzuspielen, ein winziges bißchen weiter: Er landete nicht mehr auf der Seite mit den System-Voraussetzungen. Stattdessen versuchte er offenbar tatsächlich, etwas abzuspielen; ich bekam ein Standbild und einen kurbelnden Kreis, das dann jedoch von einer Fehlerseite abgelöst wurde.

Der Hilfe nach besagte der Fehlercode („Playback Error M7083-2107“), daß ich alle Extensions ausschalten sollte. Das brachte jedoch keine Änderungen.

So würde ich also nicht weiterkommen.

Die Moonlight-Website verwies für Debian direkt ins Repository, also konnte ich genauso den direkten Weg gehen:

# apt-get install mono-complete

zog mir locker-flockige 45 MB an Zeugs auf die Platte, warf beim Installieren dann aber massenweise mit Zeilen, die mit dem häßlichen Wort „Problem:“ anfingen. Trotzdem wurde die Installation nicht abgebrochen, sondern lief durch.

Weder in iceweasel noch in Chromium konnte ich von der Moonlight-Extension danach irgendetwas entdecken. Das hatte dann wohl nicht geklappt. Auch weiterhin konnte ich in beiden Browsern nichts von Netflix abspielen.

Also nächster Schritt: Ich zog mir Chrome für Debian/Ubuntu 64bit von der Google-Website. Nochmal 45 MB. Beim Versuch, das .deb zu installieren, wurden allerdings gleich zwei angeblich fehlende libs angemeckert: Er hätte dann doch gern libappindicator1 und libcurl3 gehabt. OK, ich bin ja gar nicht so:

# apt-get install libappindicator1 libcurl3

Reading package lists… Done

Building dependency tree

Reading state information… Done

You might want to run ‘apt-get -f install’ to correct these:

The following packages have unmet dependencies:

libappindicator1 : Depends: libdbusmenu-glib4 (>= 0.4.2) but it is not going to be installed

Depends: libdbusmenu-gtk4 (>= 0.4.2) but it is not going to be installed

Depends: libindicator7 (>= 0.4.90) but it is not going to be installed

Recommends: indicator-application (>= 0.2.93) but it is not going to be installed

E: Unmet dependencies. Try ‘apt-get -f install’ with no packages (or specify a solution).

Leck mich doch in de Täsch. :-(

Ich wollte jetzt dann doch nicht so weit gehen, mir das komplette System zu verbiegen.

Allerdings erzählt mir Heise Open, daß es ohne Google Chrome wohl wirklich nicht laufen wird. Und nicht nur das: Im Artikel Netflix uneingeschränkt unter Linux findet sich auch die wahre Begründung dafür.

Voraussetzung für das Videostreaming ist noch immer Googles Chrome-Browser, der die Encrypted Media Extensions (EME) unterstützt. Firefox fehlt die Unterstützung für diesen umstrittenen DRM-Standard des W3C bislang.

Ah, daher weht also der Wind: Digital Rights Management (DRM). Mozilla hat ja möglicherweise gar kein Interesse daran, diesen Standard einzubauen, wenn der – vermutlich zu recht – umstritten ist.

Aber selbst, wenn ich dieses Problem ignoriere, will Chrome mir offenbar einen Abhängigkeits-Knoten ins System bauen. Oder gibt es da auch einen Trick, um Google Chrome ohne Gedöns auf einem aktuellen Debian Wheezy laufen zu lassen?

Wäre ja doof, wenn ich den „Kostenlos“-Monat ohne eine Lösung herumgehen lassen und dann kündigen müßte, ohne das eigentliche Angebot mal ausprobieren zu können. Danach kann ich nämlich natürlich keinen weiteren kostenlosen Test-Monat in Anspruch nehmen, wenn ich den Stream dann mal empfangen kann.

Hat das jemand schon am Laufen und kann mir vielleicht den einen oder anderen Tip hier abwerfen?

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Im Netz aufgefischt #191 http://blog.atari-frosch.de/2014/12/14/im-netz-aufgefischt-191/ http://blog.atari-frosch.de/2014/12/14/im-netz-aufgefischt-191/#comments Sun, 14 Dec 2014 11:15:15 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11617 Asyl

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Im Netz aufgefischt #190 http://blog.atari-frosch.de/2014/12/07/im-netz-aufgefischt-190/ http://blog.atari-frosch.de/2014/12/07/im-netz-aufgefischt-190/#comments Sun, 07 Dec 2014 10:44:48 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11576 Autismus

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Handlungsunfähigkeit #NotJustSad http://blog.atari-frosch.de/2014/12/03/handlungsunfaehigkeit-notjustsad/ http://blog.atari-frosch.de/2014/12/03/handlungsunfaehigkeit-notjustsad/#comments Wed, 03 Dec 2014 16:50:21 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11587 Ich hatte schon mehrfach erwähnt, daß akute Depressionen mich handlungsunfähig machen können. Das klingt seltsam, wenn man doch weiß, daß ich die meiste Zeit am Computer verbringe. Wie paßt das dennoch?

Es gibt Aufgaben, die muß man einfach erledigen. Manche davon haben eine Deadline, aber auch alle anderen werden nicht einfacher oder weniger, wenn man sie liegenläßt. Ein paar wenige davon machen richtig Probleme, wenn man sie ignoriert. Und um diese geht es.

Dann entsteht nämlich eine Art innere Lähmung. Das fühlt sich an wie eine Kombination aus Eiswasser in den Adern, einem Amboß auf der Brust und einer Erschöpfung, als hätte ich gerade ohne vorheriges Training einen Marathon absolviert. Je dringlicher eine Aufgabe wird und je schlimmer die Folgen sind, desto höher ist der Druck, desto stärker die Unfähigkeit, die Aufgabe zu bewältigen. Die Konzentration ist völlig im Eimer, die Gedanken springen ständig und können nicht mehr geradeaus gehen, ich vertippe mich viel öfter, mir fällt alles runter usw.

Zunächst gehen noch andere Beschäftigungen, die solchen Druck nicht erzeugen – und ich finde es immer besser, etwas angenehmes zu tun als gar nichts oder mich damit abzuquälen, etwas anzufangen, von dem klar ist, daß ich sowieso nicht weiterkomme, nicht einmal in winzigen Schritten. Aber irgendwann ist die Lähmung so stark, daß sie auf alle Bereiche übergeht. Das sind die Zeiten, in denen schon Aufstehen und Duschen zur Schwerstarbeit werden und bereits der normale Lebensmitteleinkauf eine Tortur ist. Das ist dann, wenn mir der Tagesrhythmus komplett in die Nacht umkippt, weil ich tagsüber ständig müde bin und nachts relativ wach und innerlich ruhiger.

Es ist einige Jahre her, daß ich diesen Zustand zuletzt hatte. Nun ist er wieder da, dank der Existenzvernichtungsversuche des ARGE. Und alle Verantwortlichen behaupten wieder, es werde ja kein Schaden angerichtet.

Aber sagt Ihr nur weiter, „die macht einfach nur, was ihr gefällt“ oder behauptet weiterhin „wenn Du das eine machen kannst, kannst Du auch das andere“.

If it all was in my head, don't you think I would choose to be healthy, happy and rich instead of sick, sore, miserable and unable to work?

(Quelle: @MarcelDykiert)

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Im Netz aufgefischt #189 http://blog.atari-frosch.de/2014/11/30/im-netz-aufgefischt-189/ http://blog.atari-frosch.de/2014/11/30/im-netz-aufgefischt-189/#comments Sun, 30 Nov 2014 15:42:02 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11540 Armut

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Im Netz aufgefischt #188 http://blog.atari-frosch.de/2014/11/23/im-netz-aufgefischt-188/ http://blog.atari-frosch.de/2014/11/23/im-netz-aufgefischt-188/#comments Sun, 23 Nov 2014 13:30:25 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11490 Armut

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Im Netz aufgefischt #187 http://blog.atari-frosch.de/2014/11/16/im-netz-aufgefischt-187/ http://blog.atari-frosch.de/2014/11/16/im-netz-aufgefischt-187/#comments Sun, 16 Nov 2014 06:56:04 +0000 http://blog.atari-frosch.de/?p=11455 Autismus

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