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Froschs Blog

Computer und was das Leben einer Frau sonst noch so zu bieten hat

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Im Netz aufgefischt #44

Sunday, 22. January 2012

SOPA / PIPA / ACTA / PCIPA


Im Netz aufgefischt #41

Sunday, 1. January 2012

Hartz IV & Co.

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Im Netz aufgefischt #18

Sunday, 26. June 2011

Sorry, diesmal nicht ausführlich zur Atompolitik. In der einen Woche, in der ich in Mannheim war, ist mir zu viel durch die Lappen gegangen.

Überwachung und Zensur


Millionengeschäft Kinderpornografie

Thursday, 7. October 2010

Da man nun ums Verrecken kein Millionen- oder gar Milliardengeschäft mit „Kinderpornografie” im Internet finden konnte, muß man dem deutschen Unterschichten-TV-Gucker mal klar zeigen, wie sowas funktioniert:

„Tatort Internet” – Kinderschänderjagd auf RTL2

Aus der Ankündigung bei DWDL.de:

Und das auf ungewöhnliche Art: Triebtäter und potentielle Kinderschänder werden mit fiktiven Profilen von minderjährigen Jungen und Mädchen in die Falle gelockt. Das Format dokumentiert die Kontaktaufnahmen im Internet bis zum geplanten Treffen, wo die potentiellen Straftäter dann vor laufenden Kameras zur Rede gestellt werden.

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Auf Augenhöhe

Friday, 2. July 2010

Bei Heise Online heißt es heute: Websperren: EU-Kommission will schnell handeln. Mit den altbekannten Zensursula-Lügen soll wieder einmal versucht werden, Zensur in diesem viel zu freien Internet einzurichten.

Die Peinlichkeit besteht diesmal gleich in zwei Äußerungen:

Malmström antwortete auf diese Fragen nur zurückhaltend und brachte ihre Haltung auf eine simple Formel: „Wir wissen nicht, was wir nicht wissen”. Zwar sei der Umfang des Handels mit Kinderpornografie nicht bekannt, man wisse aber, dass es ihn gebe.

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Zum Urteil gegen Jörg Tauss

Friday, 28. May 2010

Zur Erinnerung: Mein erster Gedanke, nachdem ich von der Durchsuchung bei Jörg Tauss erfahren hatte, war: Da soll doch einer abgeschossen werden. Derjenige hat sein Ziel jetzt wohl erstmal erreicht. Heute wurde Jörg Tauss wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornografie zu 18 15 Monaten (15 stimmt, da hatte ich mich verguckt) Haft auf Bewährung plus einer Geldstrafe (gesprochen wurde von 6000 €) verurteilt (Ja, lieber SWR, ich weiß aus persönlicher Erfahrung, daß Jörg Tauss nicht so einfach zu fotografieren ist. Aber trotzdem: Ein noch bekloppteres Foto habt Ihr nicht gefunden?).

Allein aufgrund des Vorgehens der Staatsanwaltschaft und der massiven negativen Beeinflussung der Öffentlichkeit (und damit auch des Gerichts) kann ich dieses Urteil nicht ernst nehmen. Es ist für mich ein weiterer Hinweis dafür, daß es mit der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland nicht mehr so weit her ist. Der Grundsatz „in dubio pro reo” (im Zweifel für den Angeklagten) gilt offenbar nicht, wenn es um ein Thema geht, bei dem bei vielen Leuten scheinbar der Verstand ausgeklinkt wird. Denn: Hat das Gericht, hat die Staatsanwaltschaft irgendwie den persönlichen Gebrauch der Dateien durch Jörg Tauss bewiesen? — Nein. Im Gegenteil: Laut @tauss hat das Gericht ihm ausdrücklich bestätigt, daß es nicht glaubt, er habe ein sexuelles Interesse an dem Material gehabt.

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Der Balken im eigenen Auge

Wednesday, 7. April 2010

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte ich über den „Spammer-Dreisprung” berichtet. Da war mir aufgefallen, daß Spammer (vermutlich) Material über dokumentierten Kindesmißbrauch über Link-Ketten in Foren und Blogs beworben hatten. Die meisten dieser Foren verwende(te)n eine als recht löchrig bekannte Forensoftware in einer dann auch noch meist veralteten Version und waren schlecht bis gar nicht gepflegt worden.

Einen Teil dessen, was so bei mir an Links aufschlug, hatte ich damals mit entsprechenden Hinweisen an die Betreiber löschen lassen können; wie lange der Rest noch online blieb, konnte ich nicht verfolgen.

Dabei hat es pikanterweise auch ein ganz besonderes Forum getroffen: Save the Children Finland pflegten ihr Forum wohl auch nicht so richtig und fingen sich von August bis September 2009 entsprechende Einträge ein, ohne sie schnellstens zu entfernen. So berichtet Matti Nikki auf seiner sperrkritischen Site lapsiporno.info in Save the Children Finland involved in distribution of child porn davon, daß nachweislich im Forum dieser Site zwei Monate lang entsprechende Links plaziert waren. Zum Nachweis verwendete Matti das Fund-Datum in Google und den Google-Cache.

Da möchte man dieser Organisation, einem Bibelwort entsprechend, doch dringend anraten, erst einmal den Balken aus dem eigenen Auge zu ziehen, bevor sie sich um die Splitter in den Augen anderer kümmert. Oder, ganz unbiblisch: Kehrt doch erstmal vor der eigenen Türe.


Zensursula reloaded

Tuesday, 30. March 2010

Nach der Verkündung der EU-Kommissarin für Innenpolitik, Cecilia Malmström, sie wolle EU-weit Internetsperren gegen die sogenannte „Kinderpornografie” (dokumentierten sexuellen Kindesmißbrauch) einführen, frage ich mich jetzt wirklich, ob wir die letzten anderthalb Jahre gegen weiße Klowände geredet haben. OK, den Eindruck hatte man sowieso die meiste Zeit über, aber wenigstens hat man hier in Deutschland im letzten Moment wenigstens noch so halbwegs die Kurve gekriegt.

Nun scheint sich dasselbe Verfahren abzuzeichnen, das sich auch schon bei der Vorratsdatenspeicherung scheinbar bewährt hat (auch wenn hier das Bundesverfassungsgericht mittlerweile ein Machtwort gesprochen hat): Was sich in Deutschland national nicht durchsetzen läßt, das schleusen wir eben über die EU ein. Dann können wir uns den Wählern gegenüber hinstellen und schulterzuckend sagen: „Das ist aber doch eine EU-Vorgabe, da können wir gar nix machen, wir müssen umsetzen …”

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Jaaaaaa, noch mehr Zensur!

Saturday, 6. June 2009

Ja super, jetzt werden hier mal Nägel mit Köpfen gemacht, damit endlich auch dem letzten Bürger klar wird, daß es um Zensur geht. Dieter „Tralafitti” Wiefelspütz gibt bekannt:

„Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte Wiefelspütz der “Berliner Zeitung” (Samstagsausgabe). „Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.”

Quelle: AFP-Meldung bei Google News (more…)


Zensursula begeht Volksverhetzung

Sunday, 26. April 2009

Nun packt sie aber die ganz große Keule aus, unsere Zensursula. Mittlerweile sind für sie bereits alle „versierten Internetbenutzer”, sie schätzt diese Gruppe auf 20 % aller Internetnutzer, verdächtig, „schwerstkriminelle Pädophile” zu sein. Hört Euch das Interview bei Radio Eins mal an (7:11 min), besonders die Antwort auf die Frage ab 2:52: Kopf der Woche: Ursula von der Leyen.

Abgesehen davon, daß sie mit Worten wie „grauenvoll” und „widerwärtig” nicht spart, fällt mir da nur noch eins ein: (more…)


Zensursula filtert das Netz

Thursday, 16. April 2009

von der Leyen und Provider: Wir filtern das Netz

Morgen will Bundesfamilienministerin Zensursula von der Leyenhaftigkeit verkünden, daß mehrere große deutsche Zugangsprovider ihren unsäglichen und vermutlich sogar verfassungswidrigen Zensurvertrag unterschreiben. Dabei hat man ihr seit November mehr als einmal gesagt, daß das völliger Blödsinn ist, daß deswegen kein einziges Kind weniger vergewaltigt oder anderweitig mißbraucht wird, und daß daher für nichts und wieder nichts eine Zensur-Infrastruktur installiert wird, auf die ganz andere Klientel schielen. Das zeigt insbesondere ein hervorragender Artikel der c’t: Argumente für Internet-Sperren sind fragwürdig. Aber wenn man Bundesministerin ist, muß man ja nicht mehr auf Experten hören. Hey, die könnten ja recht haben! Ihr ist sogar egal, was Mißbrauchsopfer selbst dazu zu sagen haben. Morgen findet als Protestveranstaltung eine Mahnwache in Berlin statt, zu der mehrere Gruppen aufrufen. Meine Haushaltslage läßt die Teilnahme derzeit leider nicht zu, sonst säße ich jetzt schon im Zug. Ich hoffe, es kommen viele Leute dahin und zeigen der Leyenhaftigkeit in Person, daß sie gerade ganz großen Mist baut.

Wehret den Anfängen!

Keine Zensur!

Nochmal als Hinweis: Auf dieser Zensurliste werden alle Provider aufgeführt mit der Einstufung, ob und unter welchen Umständen sie zensieren oder nicht. Ich habe heute als Kundin bei der Telekom im Kundenforum eine Anfrage gestellt, ob mir für den Internet-Zugang aufgrund des Vertrages ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt wird. Es ist nicht einzusehen, daß ich mir wegen der langfristigen Tarifbindung einen zensierten Internetzugang aufzwingen lassen muß. Die Anfrage werde ich mitsamt der Antwort, sofern eine kommt, in den nächsten Tagen verbloggen.

Update: Die ersten Zensursula-T-Shirts gibt’s im Spreadshirt-Shop von Simon Columbus (JavaScript erforderlich). Die Provision daraus geht an den CCC und den Foebud.


WWW ohne Links?

Monday, 30. March 2009

Laut Landgericht Karlsruhe (Strafkammer Pforzheim) macht sich ein Webseitenbetreiber bereits dann strafbar oder zumindest verdächtig, wenn er einen Link auf eine Webseite setzt, die wiederum über weitere Links indirekt auf eine Linkliste mit kinderpornografischen Seiten verweist (Beschluß vom 23.03.2009 [PDF] bei Rechtsanwalt Stadler). Konkret gemeint sind damit die Sperrlisten ausländischer Provider bzw. Regierungen, die derzeit bei wikileaks.org publiziert werden. Der Beschuldigte gibt an, er sei das vierte Glied in einer Verlinkungskette und mache sich die Inhalte der Listen nicht zu eigen. (more…)


Leyenhafte Lügen greifen

Friday, 27. March 2009

Toll, die Lügen der merkbefreiten Bundesfamilienministerin greifen. Bei der Tagesschau ergab eine (nicht repräsentative) Umfrage, daß 42,2 % der Abstimmenden für die Zensurmaßnahmen (die da natürlich nicht so genannt werden) sind, und 1,8 % haben „keine Meinung”. Diese Ahnungslosigkeit ist nicht nur Folge einer miserablen Bildungspolitik, sondern auch der gebetsmühlenartigen Wiederholungen der immer gleichen Lügen und nicht nachweisbaren Zahlen durch die Laienhaftigkeit in Person im Rang einer Bundesministerin.

Beschämend ist so nebenbei, daß selbst die Tagesschau die Zensur nicht beim Namen nennt, sondern die beschönigenden Begriffe Filter und Sperren verwendet. Waren deren Journalisten etwa bei der KiPo-Vorführung der sauberen Frau Ministerin dabei?


Frau von der Laien ist unerträglich!

Thursday, 26. March 2009

Ja, die Schreibweise ist beabsichtigt. So viel Inkompetenz tut ja weh! Ich lese gerade das offizielle Plenarprotokoll des Bundestages [PDF] von gestern zum Thema Internet-Sperren. Aua, aua, AUHAUAHA!!!!111 (more…)


Will die Telekom zensieren?

Wednesday, 25. March 2009

Heise berichtet heute, daß die meisten großen Internet-Provider in Deutschland bereit seien, sich den Sperrwünschen der leyenhaften Familienministerin zu beugen (Familienministerin: Mehrheit der großen Provider macht mit bei Kinderporno-Sperren). Nun wollte ich mal wissen, wie die sich das vorstellen.

Also rief ich erstmal bei T-Home an (0800/330-1000). Die Dame fühlte sich nicht zuständig, weil es ja um Internet geht (OK, soweit verständlich), und verband mich weiter. Über eine sehr schlechte Verbindung (analog oder was?) teilte mir der Mitarbeiter mit, daß er von diesen Sperren wegen Kinderpornografie noch nie was gehört hat. WTF??? (more…)