Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Die Würde des Menschen

Montag, 6. Februar 2017

Svenja Eck schrieb gestern auf Twitter: Eine Bamf-Entscheiderin im Interview mit dem @neon_mag. Ich lass das Mal so stehen. #Asyl

Dazu ein Foto mit einem Textauszug:

INGA ZEMPEL: „Ich denke nicht, dass ich über das Schicksal von jemandem entscheide. Schicksal ist ein krasser Begriff. Ich entscheide über einen Asylantrag. Natürlich ist der in dem Moment entscheidend für das weitere Leben des Antragstellers. Ich bin aber nur eine Sachbearbeiterin. Asylbewerber haben das Recht, gegen meine Entscheidung vorzugehen.“

Der Widerspruch in sich scheint ihr schonmal nicht aufzufallen: Sie entscheidet angeblich nicht über das Schicksal eines Menschen, aber ihre Entscheidung ist gleichzeitig eine über das weitere Leben des Antragstellers. (mehr …)


Wo ist die Grenze?

Samstag, 5. November 2016

Mein Fallmanager (also der, der dafür zuständig ist bzw. war, daß ich aus der Statistik falle) hatte mir im Januar 2015 erklärt: „Mit der Leistungsabteilung haben Sie einfach Pech gehabt. Die sind dafür da, Ihnen den Rücken freizuhalten.“

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Rechte sind nicht nur für diejenigen da, die „Glück haben“, und dürfen genauso wenig unter den Tisch fallen für diejenigen, die „Pech haben“. Glück und Pech haben bei Grund- und Menschenrechten nämlich mal einfach gar nichts zu suchen. Aber das ist gerade nicht der Punkt. (mehr …)


Entmenschlichung

Montag, 1. Februar 2016

FrauMaja @FrauMaja
Rücknahme. Als wären Menschen nen Fehlkauf aus dem Winterschlussverkauf. Meine Fresse. 🙁 https://twitter.com/zeitonline_pol/status/694186122826641410

5:04pm · 1 Feb 2016

Atari-Frosch @AtariFrosch
@FrauMaja Entmenschlichung hilft dabei, die Probleme zu überdecken. Dann muß man sie nicht mehr lösen.

5:09pm · 1 Feb 2016

Und das gilt keineswegs nur für Menschen auf der Flucht. Auch im Bereich Hartz IV spricht kaum jemand von Menschen, stattdessen geht es um Antragsteller, „Fälle“, „Arbeitslosigkeit“, „Bedarfsgemeinschaften“, „Haushalte“, Akten und Papier – um Probleme. Aber nicht die Probleme von Menschen, sondern von Menschen als Problem. (mehr …)


#WirSchweigenNicht

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Mein Beitrag zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung.

Gestern berichtete Aleksander Knauerhase („QuerDenkender“) von seinem Treffen mit „Aktion Mensch“. Der Bericht gebietet schon in einer gewissen Weise Schweigen – nämlich fassungslose Sprachlosigkeit angesichts dieses Umgangs einer angeblichen Hilfsorganisation für Behinderte mit den Menschen, die sie behauptet zu vertreten.

Aber wir dürfen nicht schweigen, ganz im Gegenteil. (mehr …)


Wo ist die Hoffnung?

Dienstag, 18. August 2015

(Ja, das wird wieder so ein #mimimi-Artikel. Wen das nervt, einfach weglesen und weitermachen.)

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es einen Ort, an dem ich mich mit dem einbringen kann, was ich kann, statt ständig genötigt zu werden, um die Existenz zu kämpfen?

14:19 - 18. Aug. 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es so einen Ort, wo nicht die Normalität, sondern die Individualität zählt? Where is the hope?

14:19 - 18. Aug. 2015

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Im Netz aufgefischt #201

Sonntag, 22. Februar 2015

Armut

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Armenhäuser

Dienstag, 16. September 2014

Im Juni schrieb ich:

Auf die Lager, in welche die „Überflüssigen“ zusammengetrieben werden, kann man allerdings durchaus warten, sofern die nächsten zwei, drei Bundesregierungen wieder aus asozialen Wirtschaftslobbyisten zusammengesetzt werden.

Nun fängt es an. Noch nicht in Deutschland, und noch nicht in Gesetzesform, aber als Vorschlag eines Abgeordneten – außerhalb des Sommerlochs. Und quasi vor unserer Haustüre, in Österreich: (mehr …)


Im Netz aufgefischt #178

Sonntag, 7. September 2014

Asyl

Autismus

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Im Netz aufgefischt #177

Sonntag, 31. August 2014

Autismus

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Faschismus

Mittwoch, 4. Juni 2014

Immer wieder stören sich Leute daran, daß ich insbesondere im Zusammenhang mit dem sogenannten „Sozialamt“ nicht nur den Ausdruck Repressionsamt benutze, sondern es auch faschistisch nenne. Und nicht nur das Amt, sondern die ganze dahinterstehende Gesetzgebung. Ich möchte an dieser Stelle ausführen, warum.

Der Begriff des Faschismus ist in der Wikipedia ausführlich definiert und in seinen verschiedenen Ausprägungen erklärt. Was dort allerdings nicht steht, ist, wie und wo faschistische Strukturen und Denkweisen anfangen. Der Faschismus ist erklärt, aber nicht der Weg dahin.

Wann und wie fängt Faschismus an?

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Im Netz aufgefischt #154

Sonntag, 23. März 2014

Abmahnwahn

Armut

Bundestagsabgeordnete

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Es war wichtig!!!1!!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Die Berichte um den Tod von Osama bin Laden bleiben unvollständig, und es ist zu befüchten, daß wir nie erfahren werden, was dort in der Villa in Abottabad in Pakistan wirklich geschah. Zuerst hieß es, Osama bin Laden sei bewaffnet gewesen, dann später, es sei es doch nicht gewesen und habe nur drohende Bewegungen gemacht. Na, das ist natürlich hochgefährlich. Und es genügte offenbar, um die (von höchster Stelle) gegebene Autorisierung, bin Laden zu töten, auch zu benutzen:

The authority here was to kill bin Laden. And obviously, under the rules of engagement, if he had in fact thrown up his hands, surrendered and didn't appear to be representing any kind of threat, then they were to capture him. But they had full authority to kill him.

(CIA-Chef Panetta laut Telepolis, Seltsame Informationspolitik des Weißen Hauses)

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber noch etwas anderes. Genauso erschreckend wie die „Freude” und das Lob von Angela Merkel und anderen für diesen Mord ist, daß sich die Republikanische Partei der USA dafür lobt, die Informationen zum Auffinden von Bin Laden erfoltert zu haben. Begründung: Die Informationen waren wichtig! Und dann darf man schonmal foltern, das muß die Welt doch verstehen, weil es doch soooo wichtig war!

Hier entwickelt sich etwas wahnsinnig Gefährliches. Und ich fürchte, auch wenn man mich dafür als Verschwörungstheoretiker abtun mag, daß sich diese grauenhafte Tendenz von den USA aus auch auf Europa übertragen wird. So, wie Angela Merkel Obama gelobt hat, ist das wirklich abzusehen. Die findet das toll, wie die das hingekriegt haben, das müßte hier doch auch zu schaffen sein?

Tötung von Verdächtigen ohne Gerichtsverhandlung.

Folter, um „wichtige” Informationen zu erlangen.

Unfaßbar.


Tag der Menschenrechte

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Heute wird die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 60 Jahre alt. In der Realität ist in vielen Bereichen nicht viel davon zu spüren. Eine umfangreiche Dokumentation bietet DW-World unter 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Solange Menschen gefoltert werden, Kinder Schwerstarbeit leisten müssen, Frauen beschnitten oder zwangsverheiratet werden, Zwangsprostitution und Menschenhandel blühen und vieles mehr, und sogar im ach so reichen Deutschland Menschen ausgegrenzt werden, sind die Menschenrechte nicht verwirklicht, sondern nur bedrucktes Papier.

Wir leben weiterhin in interessanten Zeiten ...

(„Mögest Du in interessanten Zeiten leben” ist in China eine Verwünschung oder ein Fluch, siehe Chinesische Sprichwörter bei Wikiquotes.)