Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Die Würde des Menschen

Montag, 6. Februar 2017

Svenja Eck schrieb gestern auf Twitter: Eine Bamf-Entscheiderin im Interview mit dem @neon_mag. Ich lass das Mal so stehen. #Asyl

Dazu ein Foto mit einem Textauszug:

INGA ZEMPEL: „Ich denke nicht, dass ich über das Schicksal von jemandem entscheide. Schicksal ist ein krasser Begriff. Ich entscheide über einen Asylantrag. Natürlich ist der in dem Moment entscheidend für das weitere Leben des Antragstellers. Ich bin aber nur eine Sachbearbeiterin. Asylbewerber haben das Recht, gegen meine Entscheidung vorzugehen.“

Der Widerspruch in sich scheint ihr schonmal nicht aufzufallen: Sie entscheidet angeblich nicht über das Schicksal eines Menschen, aber ihre Entscheidung ist gleichzeitig eine über das weitere Leben des Antragstellers. (mehr …)


Wo ist die Grenze?

Samstag, 5. November 2016

Mein Fallmanager (also der, der dafür zuständig ist bzw. war, daß ich aus der Statistik falle) hatte mir im Januar 2015 erklärt: „Mit der Leistungsabteilung haben Sie einfach Pech gehabt. Die sind dafür da, Ihnen den Rücken freizuhalten.“

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Rechte sind nicht nur für diejenigen da, die „Glück haben“, und dürfen genauso wenig unter den Tisch fallen für diejenigen, die „Pech haben“. Glück und Pech haben bei Grund- und Menschenrechten nämlich mal einfach gar nichts zu suchen. Aber das ist gerade nicht der Punkt. (mehr …)


Zusammenhänge

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Beim Durchstöbern des Polizeitickers fällt auf, daß sich gefühlt etwa die Hälfte der Meldungen um Einbrüche, Aufbrüche, Diebstähle, Raub und Betrug drehen. Die Polizei führt derzeit bundesweit eine Kampagne „Riegel vor“ durch, um darüber zu informieren, wie Hausbesitzer, Wohnungs- und Ladenmieter ihre Räume besser schützen können. Außerdem fordern Innenpolitiker „natürlich“ mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum, auch gegen Diebstähle und Überfälle.

Über die Ursachen dieser Steigerungen macht sich dabei offenbar niemand Gedanken, zumindest nicht öffentlich wahrnehmbar. Denn Menschen kommen ja nicht von alleine auf die Idee, den Unterschied zwischen „mein“ und „Dein“ zu ignorieren und sich das Eigentum anderer oder deren Geld anzueignen. Oder das zumindest zu versuchen. Ich habe mir da so meine eigenen Gedanken gemacht. (mehr …)


Geschenke und Entscheidungen

Freitag, 10. Juni 2016

Auch wenn die Zahlen nicht mit meinem gefühlten Alter übereinstimmen: Ich bin jetzt 48 Jahre alt. Es fühlt sich wirklich nicht so an. Ich habe eher das Gefühl, immer noch so etwa 32 zu sein, wie ich war, als ich Ende 2000 nach Düsseldorf kam. Das liegt wohl auch daran, daß ich viele Erfahrungen und Erlebnisse, die andere in diesem Zeitraum machen oder die man einfach erwarten kann, einfach nicht machen konnte – weil mich Depressionen, Armut und Repressionsämter im Griff hatten und haben, während das Leben an mir vorbeizieht und ich es nicht leben kann.

Drei Bücher von Jean M. Auel

Die letzten paar Geburtstage habe ich mehr oder weniger ignoriert. Diesmal habe ich Anfang des Monats mal einfach auf meine Wunschliste hingewiesen. Prompt gab es diesmal richtig viele Geschenke, dazu noch Dinge, die gar nicht auf der Liste standen. Aber es gab auch zwei Entscheidungen. (mehr …)


Ausgebrannt.

Mittwoch, 6. April 2016

Es passiert schon seit Wochen. Und ich wundere mich fast, daß es „erst“ seit ein paar Wochen passiert. Es kommt in Schüben, und jeder Schub ist härter. Und länger. Und ich kann nur hilflos auf den Totalzusammenbruch warten.

Ich bin ausgebrannt. (mehr …)


Entfremdung

Montag, 18. Januar 2016

Man muß derzeit nicht im Autismus-Spektrum sein, um sich wie auf dem falschen Planeten zu fühlen. Als ich vor ein paar Tagen auf Twitter schrieb, die derzeitige Gesamtsituation fühle sich absurd und surreal an, schlossen sich dem auch neurotypische Menschen an.

Georg Diez schrieb gestern in seiner SpOn-Kolumne S.P.O.N. - Der Kritiker: Verrückter Blödsinn oder Wirklichkeit?: „Die Wirklichkeit zerlegt sich gerade vor unseren Augen, und wir müssen sie neu zusammensetzen.“ Ich glaube, das trifft es ganz gut. Nur, daß zu meiner Entfremdung noch weitere Meldungen als die dort genannten und außerdem meine persönliche Lage beitragen. (mehr …)


Jahresrückblick 2015

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Eigentlich möchte ich auf dieses Jahr gar nicht zurückschauen. In gewisser Weise war es ein schlechter Abklatsch von 2014, das auch schon ein ziemliches Horror-Jahr für mich gewesen war. Trotzdem, um es abzuschließen, ist so ein Rückblick vielleicht doch gar nicht so schlecht.

Am 2. Januar erschien ein Artikel von mir zum Thema Hartz IV in der Reihe „#Leere Versprechungen – Hartz IV und die Folgen“ auf dem Blog der Piratenpartei NRW: Zynismus in Gesetzesform. Die Nachwirkungen der dort geschilderten Ereignisse kosteten mich nochmal etwa drei Monate Erholungszeit. Ja, ich brauche da halt länger; für mich ist so ein Angriff auf meine Existenz und Menschenwürde nicht dann schon vorbei, wenn sie rein technisch erledigt ist. (mehr …)


Kurze Statusmeldung 2015-12-28

Montag, 28. Dezember 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
ARGE heißt „Amt für Repression, Grundrechtsentzug und Existenzvernichtung“. Erwartet keine Hilfe. Lügen und Nötigung sind normal. #hartz4

3:18pm · 28 Dec 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Das „Sozialamt“ ist auch nicht sozial, im Gegenteil. Wie beim ARGE ist das erste Ziel, Bedürftige loszuwerden, egal wie. #hartz4

3:20pm · 28 Dec 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Kurz: Ich bin offiziell immer noch ohne Geld, weil Repressionsämter trotz Gerichtsbeschluß weiter rumzicken & überlebe nur durch Vernetzung.

3:22pm · 28 Dec 2015 ·

Atari-Frosch @AtariFrosch
Wer ohne Vernetzung von Sozialleistungen abhängig ist, ist ein leichtes Opfer. Sie werden fleißig an Eurer Obdachlosigkeit arbeiten.

3:22pm · 28 Dec 2015


Hilfe, die keine ist

Freitag, 4. Dezember 2015

Es ist eine Erfahrung, die sich mittlerweile durch alle sozialen Bereiche incl. Gesundheitswesen zieht: Hilfen werden offiziell angeboten, dann jedoch mit massenhaft Hürden versehen, und bekommt man sie schließlich doch, sind sie maximal halbherzig und man darf froh sein, wenn sie nicht so nebenbei noch zusätzlichen Schaden anrichten. Dabei entsteht der Eindruck, daß sowohl die Hürden aufgebaut als auch die Hilfen schlecht bis gar nicht ausgeführt werden, damit Menschen ja nicht auf die seltsame Idee kommen, die offiziell vorhandenen Möglichkeiten auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. (mehr …)


Systematische Menschenverachtung

Sonntag, 29. November 2015

Letzte Nacht konnte ich mal wieder nicht gut schlafen. Mir war etwas in den Sinn gekommen, was sich bereits vor drei Wochen abgespielt hat, dessen Bedeutung mir aber zunächst nicht voll bewußt geworden war. Vor knapp drei Wochen hatte ich den Sozialhilfe-Antrag mitsamt Eilantrag gestellt, wie mir meine Anwältin geraten hatte. Und dann schrieb sie mir noch, daß sie eine Woche später einen neuen Antrag beim Gericht einreichen werde, diesmal gegen die Stadt Düsseldorf.

Ich hatte erst gar nicht verstanden, warum. Stadt Düsseldorf? Das ARGE ist nicht Stadt Düsseldorf, jedenfalls nicht nur. Nein, es ging um den Sozialhilfe-Antrag. (mehr …)


Das Fenster

Dienstag, 17. November 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Das andere Repressionsamt hat umgehend wegen Unzuständigkeit abgelehnt, noch bevor alle Unterlagen da waren.

10:09 - 17. Nov. 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Das Fenster wird langsam zu einer ernsthaften Option. Diese Gesellschaft will Menschen wie mich nicht leben lassen.

10:11 - 17. Nov. 2015

(Für die, die's nicht verstehen: Ich wohne im 5. Stock. Der Abstand von meinem Fensterbrett zur Straße runter beträgt etwa 14 Meter.) (mehr …)


Shutdown

Freitag, 13. November 2015

Was passiert, wenn !autismus und chronische Depression auf Repressionsämter und ihren Papierkrieg stoßen: Heute zum ersten Mal in meinen eigenen vier Wänden einen Overload bis kurz vom Shutdown gehabt. Overloads hatte ich hier schon, von Shutdown waren die aber weit entfernt. 🙁

schrieb ich vorhin auf GNUsocial. (!autismus ist da eine Gruppe, die ich dort vor einiger Zeit angelegt hatte.)

Nachdem ich gestern Vormittag beim anderen Repressionsamt war, um den Sozialhilfeantrag zu stellen, kam ich bereits mit einem Overload nach Hause. Dem ersten für den Tag. Es wird mal wieder eine Menge Papier verlangt, das teils von Dritten zu beschaffen ist, und außerdem hätte ich den falschen Antragsvordruck heruntergeladen und ausgefüllt. Es wäre sonst vermutlich mal wieder zu einfach. (mehr …)


Im Netz aufgefischt #194

Sonntag, 4. Januar 2015

Autismus

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Soziales Ping-Pong

Montag, 8. Juli 2013

Frau P. ist eine nette Mittfünfzigerin, die aus Bosnien stammt und trotz einer „richtigen“ Ausbildung fast immer nur als Putz- und Haushaltshilfe gearbeitet hatte. Seit ein paar Jahren spielt nun die Gesundheit nicht mehr mit. Zuletzt wurde sie von Freunden und Familie mit durchgefüttert, aber das geht jetzt nicht mehr. Da sie sich mit den Behörden nicht so auskennt, wandte sie sich an den Verein Wir gehen mit e. V. und landete damit letztendlich bei mir.

Ursprünglich lautete der Auftrag „Hilfe beim Ausfüllen des Antrags auf ALG II“, aber nachdem sie mir sagte, daß sie bestimmt keine drei Stunden pro Tag mehr arbeiten könnte, war mir klar, daß sie diese Leistung nicht bekommen würde. Also schlug ich ihr vor, sich erst einmal bei der Rentenversicherung nach der Erwerbsminderungsrente zu erkundigen. (mehr …)


Im Netz aufgefischt #114

Sonntag, 9. Juni 2013

PRISM

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