Bundesregierung schützt weiterhin Telefonspammer
Tuesday, 15. November 2011
Ich geb’s zu, sie drücken es anders aus. Nämlich so:
Künftig ist es Anrufern nicht mehr erlaubt, sich hinter umgeleiteten, nicht rückverfolgbaren Rufnummern zu verstecken. Das hat der Bundestag am 27. Oktober beschlossen, als er zahlreiche Änderungen am Telekommunikationsgesetz verabschiedete.
(Quelle: „Verbleibende Schlupflöcher haben wir geschlossen”)
Es gilt also auch weiterhin: Einbrechern ist es untersagt, Handschuhe zu tragen. Das neue daran: Sie dürfen auch nicht die Handschuhe anderer Leute verwenden.
Auf die Idee, daß am Telefon abgeschlossene Verträge schriftlich bestätigt werden müssen, bevor sie gültig werden, wenn der Anbieter angerufen hat, sind sie immer noch nicht gekommen. Warum auch, das wäre ja mal wirklich verbraucherfreundlich.
Späte Erkenntnis bei Telefonwerbung
Thursday, 21. July 2011
Der Bundesrat hat feststellt, daß die bisherigen gesetzlichen Regelungen und ihre Verschärfungen nicht dazu beigetragen haben, unerlaubte Telefonwerbung einzudämmen. ACH! Das merken die auch schon?
Nur mal zur Erinnerung: Es war der Bundesrat selbst, der diesen Pseudo-Verbraucherschutz vor gut zwei Jahren durchgewunken hat, genauso wie vorher schon der Bundestag, damals noch mit Justizministerin „was ist nochmal ein Browser” Zypries. Und bereits damals hatte nicht nur ich gesagt, daß das nichts bringen wird. (more…)
Vodafone bestätigt: Telefonspam ist OK
Monday, 9. May 2011
Mal wieder das leidige Thema Telefonspam bzw. Cold-Call. Vorhin rief mich eine Frau an für eine Firma Telefonservice Berlin-Brandenburg (oder ähnlich). Sie wollte mir ganz doll günstige Vodafone-Tarife verkaufen. Meine Nachfrage nach meiner schriftlichen Einverständniserklärung für den Werbeanruf konnte sie natürlich nicht beantworten, und natürlich wollte sie mir auch nicht sagen, woher sie die Daten hat. Leider habe ich bei einem Suchmaschinenlauf keinen passenden Eintrag gefunden.
Daraufhin rief ich bei Vodafone direkt hier in Düsseldorf an. Ich dachte, es könne ja nicht im Sinne von Vodafone sein, wenn ihre Vermittler sich illegaler Methoden bedienen. Ich sollte mich geirrt haben. (more…)
Telefonspammer Energieservice Deutschland AG
Monday, 28. February 2011
Vor zwei Wochen erhielt ich einen Werbeanruf von einer Dame, die behauptete, für eine Firma „Energieservice Deutschland AG” zu telefonieren. Sie wollte mir einen günstigen Stromtarif „ausrechnen”. Ich schrieb also eine Mail an die Kontaktadresse dieser Firma, die auf deren Website zu finden ist (kein Link für Spammer):
(more…)
Macht Vodafone jetzt auch in Telefonspam?
Wednesday, 22. September 2010
Gerade rief mich eine Dame mit osteuropäischem Akzent an. Sie kannte meinen offiziellen Namen und behauptete, für die Firma Vodafone anzurufen. Man möchte Altkunden der Telekom dabei helfen, Telefonkosten zu sparen. Ich unterbrach sie harsch und fragte, woher die Daten stammen. Sie behauptete, man habe diese direkt von der Telekom gekauft.
Na, damit ist sie bei mir aber ganz falsch. Ich informierte sie darüber, daß ich Kontakt zu den Datenschützern der Telekom habe (da gibt es tatsächlich einen über einen alten Bekannten aus Mailboxzeiten) und daher sicher weiß, daß die Telekom keine Kundendaten verkauft — zumindest nicht zu dem Zweck, daß die Konkurrenz ihr die Kunden abwerben kann. Wäre ja auch irgendwie ein bissel dumm.
Jedenfalls hüllte sie sich erstmal verblüfft (?) in Schweigen. Das Problem ist nämlich, daß diese Cold-Call-Fuzzies Ärger mit ihrem Sklaventreiber Arbeitgeber kriegen, wenn sie selbst zu schnell wieder auflegen. Da mußte sie wohl erstmal überlegen. Als ich dann jedoch nach ihrem Vorgesetzten verlangte, wurde es ihr wohl zu heikel, und sie legte doch auf.
Und ich ärgere mich mal wieder drüber, daß ich die eingehenden Nummern nicht sehe. Da muß ich wohl doch mal ‘ne ISDN-Karte aktivieren und an den NTBA klemmen.
Telefonspammer “Institut für Kosmetikforschung” IfK
Saturday, 18. September 2010
Bereits zweimal heute wurde ich von Anrufern belästigt, die behaupteten, für die Gewinnabteilung des Instituts für Kosmetikforschung anzurufen. Die Anrufe kommen hörbar aus einem Call-Center, das wohl eine schlechte VoIP-Anbindung oder sowas hat, jedenfalls ist die Sprachqualität etwa die einer schlechten Analogverbindung aus den frühen 80ern.
Die eingehende Telefonnummer, falls denn überhaupt eine durchkam, konnte ich leider nicht sehen, weil sich meine Telefonanlage und mein Telefon darüber generell nicht verständigen können. Daher kann ich die Nummer auch nicht der Bundesnetzagentur melden. Wer von diesem „Institut” oder generell von Telefonspammern belästigt wird und die Nummer sehen kann: Immer gleich melden!
Ein Suchmaschinenlauf brachte mir die Erkenntnis, daß es sich hierbei um Konto-Diebe handelt. Sie versprechen eine Überweisung und erlangen damit die Kontendaten der Angerufenen, aber statt zu überweisen, buchen sie sich erstmal schön was ab. Merke: Nie die Kontendaten am Telefon herausgeben!
Telefonspammer Primacall
Friday, 26. March 2010
Es hört wohl nie auf mit dem Telefonspam. Zum Glück war ich vorhin wenigstens schon wach genug, als das Telefon mal wieder klingelte. Als der Anrufer den Namen seiner Firma nannte, klingelte bei mir allerdings auch was: Primacall. Primacall? Hatte ich von denen nicht erst kürzlich was gelesen?
Witzigerweise wollte der nicht zu mir, sondern fragte nach meinem ehemaligen Mitbewohner. Die ausgewerteten Telefonbucheinträge müssen demnach schon ziemlich alt sein, der wohnt ja schon seit Jahren nicht mehr hier. Als ich ihm das sagte, sprach er mich prompt mit dem Nachnamen des früheren Mitbewohners an. Gemeldet hatte ich mich wie üblich mit Engelhardt, das muß er wohl überhört haben
Die Frage nach der Herkunft der Daten wurde mit der altbekannten Lüge „Gewinnspiel” beantwortet. Ja ne is klar.
Außerdem: Ich sei doch Telekom-Kundin. Das sei eine Aktion nur für Telekom-Kunden. Damit versuchen sie, die Angerufenen glauben zu lassen, die Deutsche Telekom stünde hinter der Anruf-Aktion. Tut sie natürlich nicht, schließlich wären sie ja schön blöd, ihre Kundendaten an die Konkurrenz zu geben, damit die besser ihre eigenen Verträge verkaufen kann.
Nunja, nach kurzem Hin und Her durfte er sich von mir noch kräftig beleidigen lassen, und ich warnte vor weiteren Anrufen. Die Trillerpfeife liegt bereit. Und dummerweise gibt es jetzt noch einen negativen Artikel im WWW über Primacall, den sie nicht via Spreeblick verschwinden lassen können.
Belästigung wegen Belästigung
Wednesday, 13. January 2010
Telefonanruf heute gegen halb eins:
/me: Engelhardt.
Anrufer: Guten Tag, Frau … Becker?
/me: Ja.
Anrufer: Werden Sie noch mit Anrufen wegen Glücksspiel oder Lotterien belästigt?
/me: Nein, derzeit nicht. Wer sind Sie eigentlich?
Anrufer: Dann ist es ja gut. Einen schönen Tag wünsche ich noch.
*klick*
Wie darf ich das jetzt verstehen? Man belästigt mich, um mich zu fragen, ob ich belästigt werde?
Pseudo-Verbraucherschutz (2)
Friday, 15. May 2009
Der Gesetzesentwurf, über den ich vor knapp zwei Monaten kritisch gebloggt hatte und der Bürger (nicht) vor Telefonspammern schützen soll, ist heute endgültig vom Bundesrat verabschiedet worden, nachdem er im März bereits den Bundestag passiert hatte. Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen nutzlosen Entwurf hat es dabei nicht gegeben, und somit bleibt es ein Feigenblatt: (more…)
Cold Call zur Arbeitnehmerüberwachung
Wednesday, 6. May 2009
Es war heute nicht das erste Mal, daß mich jemand anrief und nachfragen wollte, ob denn irgendwelche Anzeigenblättchen oder Werbesprospekte immer schön regelmäßig in unseren Hausgang gekippt werden. Das scheint jetzt eine komplett neue Mode zu werden: Die Firmen picken sich beliebige Leute an der Austrage-Strecke aus dem Telefonbuch und rufen da an, um ihre (meist sehr schlecht bezahlten) Angestellten zu kontrollieren. Sie mißachten also gleich zweierlei Rechte: Die der Arbeitnehmer und die der Angerufenen. Denn ich glaube nicht, daß die Austräger das wissen, daß sie auf diese Weise überprüft werden. (more…)
Pseudo-Verbraucherschutz
Thursday, 26. March 2009
Heute hat der Bundestag einen Gesetzesentwurf gegen unerwünschte Telefonwerbung verabschiedet. Oder sagen wir, er hat so getan, als ob er etwas gegen unerwünschte Telefonwerbung unternehmen würde. Wenigstens schaffen sie es diesmal, ihren sinnlosen Aktionismus ohne Grundrechtseinschränkungen durchzuziehen, dafür darf man ja bei dieser Regierung schon dankbar sein.
Ändern wird es freilich nichts: Solange man als Belästigter aktiv gegen einen solchermaßen zustandegekommenen Vertragsabschluß vorgehen muß und die Strafen für das unerlaubte Eindringen in die Privatsphäre dermaßen niedrig sind, juckt das doch keinen. Da kann ich Karin Binder (Die Linke) nur zustimmen, wenn sie sagt, das sei eine Aufforderung an die Belästiger, einfach weiterzumachen. (more…)
Per-Versatel telefon-spammt wieder
Monday, 9. March 2009
Ich hatte ja echt schon Hoffnung gehabt, daß Versatel es endlich mal begreift, daß Telefonspam böse ist. Nee, dat war nix, die spammen immer noch. Wo lag doch gleich meine Trillerpfeife …? Oh, war runtergefallen, hab sie länger nicht mehr gebraucht.
Stattdessen hab ich der Tussi einfach gesagt, daß sie doof ist. Ich müsse doch nicht gleich beleidigend werden, meinte sie. Tja, wer beleidigt wen durch Mißachtung der Privatsphäre? Sie rief dann noch dreimal an, zweimal bekam sie nochmal zu hören, daß sie doof ist, beim letzten Mal bin ich nicht mehr drangegangen. Ist ja echt nicht zu fassen, so viel Doofheit.
Wieder mehr Telefonspam
Thursday, 15. January 2009
Zumindest gefühlt nimmt der Telefonspam seit Dezember wieder zu. Da war diese angebliche Umfrage der Bahn unter ihren Kunden (von dort nie Antwort erhalten), ein oder zwei Telekom-Werbeanrufe (bis ich dort mal Rabatz gemacht habe), und Primacom (auch von da warte ich noch auf Antwort, muß wohl mal nachtreten). Und dann war da noch letzte Woche der Typ mit dem französischen Akzent, der behauptete, aus Paris anzurufen, um „Sie und Ihre Partner zu eine Veranstaltung in Düsseldorf einzuladen”.
Heute um 11 war es ein Call-Center, das für eine Firma „Top 200” anzurufen behauptete, deren Kundin ich sei. Als ich anmerkte, daß ich davon gar nichts weiß, wurde gleich aufgelegt. Werden da etwa gekaufte oder geklaute Datensätze durchgecheckt? Ah ja, offenbar richtig vermutet: antispam.de kennt die schon. Das sind Kontodaten-Sammler. Da muß ich jetzt wohl fast dankbar sein, daß mein Konto dank A-Sozialamt im Minus steht, denn dann können sie mir wenigstens nichts abbuchen
Mein Eindruck: Durch den Gaza-Krieg und die Wirtschaftskrise fällt das Thema Datenschutz wieder aus den Medien heraus. Prompt wird das ausgenutzt und wieder volle Kanne überall angerufen, um fleißig weiter Daten zu sammeln und zu mißbrauchen.
Primacom Telefonspam
Thursday, 8. January 2009
Der Nächste bitte. Diesmal darf mir die Datenschutzabteilung der Firma Primacom erklären, woher sie meinen Namen und meine Telefonnummer haben und wer sie auf die hirnrissige Idee gebracht hat, mich zu Werbezwecken anzurufen. Die Anruferin kannte mal wieder das Bundesdatenschutzgesetz nicht, aber ihre Abteilungsleiterin meinte, wenn ich das wünsche, könnte ich die Quelle der Daten erfahren, aber aus Datenschutzgründen (sehr witzig) nicht bei ihr, denn die wisse sie selbst nicht. Die Datenschutzabteilung werde sich bei mir melden, aber erst nächste Woche, denn es sei ja schon bald Wochenende und so.
Offenbar werden gezielt Telekom-Kunden angesprochen, man möchte sich als Drittanbieter plazieren. Nur dumm für Primacom, daß ich bei Spammern nie kaufe. Natürlich wird auch die Datenschutzabteilung der Telekom davon erfahren. Auf die Ausreden der Primacom-Datenschutzabteilung bin ich denn auch mal gespannt.
Telefonumfrage bei Bahnkunden
Thursday, 18. December 2008
Die Bahn hat wegen der BahnCard natürlich meine Telefonnummer. Genauso natürlich hat sie keine Erlaubnis von mir, diese zu Werbezwecken oder Umfragen zu nutzen; zumindest weiß ich nichts davon. Trotzdem rief eben ein Call-Center an, das eine solche Umfrage für die Bahn durchzuführen behauptete. Man wolle insbesondere Kunden befragen, die in den letzten 12 Monaten nach London gefahren seien. Wie sie dann auf mich kommen, ist unverständlich.
Muß übrigens ein ziemlich schlechter Laden sein; ich hörte erstmal bestimmt eine halbe Minute lang Durcheinandergeplauder und dachte schon, ich sei in eine versehentliche Zusammenschaltung verschiedener Gespräche geraten. Dann meldete sich doch noch jemand, aber weil die Hintergrundgeräusche kaum abnahmen, war die Frau nicht optimal zu verstehen. Das klang dann etwa so, als befände sie sich auf einer gut besuchten Party.
Auf meine klare Ansage, daß die Bahn keine Erlaubnis habe, mich telefonisch zu befragen, reagierte sie zwar etwas verblüfft, aber immerhin versuchte sie nicht, mich in der Leitung zu halten und umzustimmen. Das Gespräch war denn auch ziemlich schnell beendet.
Und nu frag ich mal direkt bei der Bahn nach, was dieser Datenmißbrauch jetzt sollte.
