Der nächste Datenskandal, bitte …
Wednesday, 26. November 2008
Bei der Telekom kommt man nicht zur Ruhe. Wirklich zu dumm, daß ich keine echten Alternativen für mich sehe.
Nachdem ich ja die Tage feststellen mußte, daß weiterhin Call-Center für die Telekom bei mir anrufen, obwohl diese meine Daten gar nicht (mehr) haben dürften, kam gestern noch ein Anruf von einem Call-Center herein, vermutlich vom selben. Und über den könnte man ja fast schon wieder lachen: Die Tussi meinte doch glatt, man habe meine Beschwerde wegen der häufigen Anrufe zur Kenntnis genommen. Dann fragte sie, ob man denn wenigstens zwei- bis dreimal im Jahr bei mir anrufen dürfe, um mich über Neuigkeiten zu informieren.
Sacht ma, Leute … was ist an dem Satz „Ich möchte nicht zu Werbezwecken angerufen werden” so unverständlich? Vor allem das Wörtchen nicht scheint da ein echtes Problem zu sein. (more…)
Telekom und die Call-Center
Monday, 24. November 2008
Also, so ganz klappt dat ja noch nich mit den Call-Centern und dem Datenschutz im Hause Telekom. Heute früh um kurz vor neun klingelte mein Telefon zum ersten Mal. Kaum stand ich am Hörer, war das Gespräch weg. Eine Stunde später klingelte es wieder, da habe ich das Gespräch dann erwischt: Ein Call-Center, angeblich im Auftrag der Telekom. Der Herr mit dem polnischen Akzent nannte seinen Namen nicht, wußte aber meinen und auch, was ich für einen Tarif habe.
Als ich ihn darauf hinwies, daß ich keine Werbeanrufe wünsche und das bei der Telekom auch bekannt ist, wurde er ein wenig pampig. Ich solle mich doch nicht darauf konzentrieren, wer mich anruft, sondern darauf, was mir die Telekom an tollen Tarifen zu bieten hätte. Es gäbe da jetzt eine schnellere Leitung für mich, und die Durchleitungsgebühren würden auch wegfallen. (more…)
Versatel schränkt sich ein
Friday, 14. November 2008
Der Telefon- und Internetprovider Versatel möchte die Neukundengewinnung einschränken, angeblich mit der Berufung auf die „allgemeine Situation auf den Kapitalmärkten”. Ich sehe das allerdings nur aus vorgeschobene Begründung. Denn Versatels Neukundenwerbung besteht ja bekanntermaßen zumindest teilweise aus illegalem Telefonspam. Hat man es also endlich eingesehen, daß man sich damit tierisch unbeliebt macht? Das wäre ja mal ein echter Fortschritt.
Versatel ausgepfiffen
Tuesday, 4. November 2008
Versatel gehört anscheinend genauso wie IP69 zu den völlig Unbelehrbaren, nur daß sie sich rein auf Telefonspam spezialisiert haben. Gerade habe ich wieder so eine Call-Center-Tussi aus meiner Telefonleitung gepfiffen, die was von Versatel blubberte.
Da unser toller Gesetzgeber ja nicht wirklich was von Datenschutz hält (denn woher die Spammer die Daten haben, bleibt regelmäßig deren Geheimnis) und sich die Spammer regelmäßig unwissend stellen, was § 7 UWG angeht, bleibt es nun also an mir, Versatel gegenüber eine Abmahnung zu schreiben und mit Kostennoten zu drohen, wenn das nicht aufhört.
Übrigens haben ansonsten die meisten Telefonspammer aufgehört (oder wurden aufgehört, je nachdem). Von LottoTeam habe ich länger nichts mehr gehört, ich bin auch nicht mehr „in eine Warteschleife geraten”, Freenet hat auch aufgegeben, und UnityMedia versucht’s derzeit lieber an der Haustüre. Eigentlich bespammt mich am Telefon nur noch Perversatel. Das sollte denen zu denken geben (falls das rein technisch überhaupt möglich ist, daß man dort denkt).
LottoTeam ausgepfiffen
Tuesday, 5. August 2008
Sie können’s nicht lassen. Gerade eben hatte ich wieder so eine Dame vom LottoTeam am Telefon. Sie stotterte ziemlich herum, ohne überhaupt erstmal die Firma zu nennen (nur ihren Namen, falls der denn echt war), ich sei ja noch in ihrer Lottokartei. Und ich hätte doch bestimmt mal „irgendwann” Lotto gespielt — das übliche Gesülze halt. Dann fragte ich nach dem Firmennamen, und sie stotterte erstmal weiter. Dann rückte sie heraus: LottoTeam.
Ich erklärte ihr nochmal sehr nachdrücklich, daß ich LottoTeam bereits davor gewarnt habe, hier noch einmal anzurufen. Dann machte ich der Dame klar, daß die Firma bereits vorbestraft ist. Plötzlich kam eine leisere, andere Frauenstimme: Das sei ja überhaupt nicht wahr. Ich schoß gleich nach: Ich habe schon einmal mit der Trillerpfeife gedroht. Als sie einfach weiterhin behauptete, man sei nicht vorbestraft, kam das erste Mal die Trillerpfeife gegen einen Menschen zum Einsatz. Ich hoffe, es war gehirnreinigend.
Kabinett schützt Telefonspammer
Wednesday, 30. July 2008
Bei Heise (Bundeskabinett beschließt gesetzliche Regelungen zum Schutz vor Telefon-Werbung) und der Tagesschau (Hohe Strafen für illegale Telefonwerbung) wurde heute bekanntgegeben, daß das Kabinett illegale Telefonwerbung mit 50.000 Euro Strafe belegen will. Das Unterdrücken der eigenen Rufnummer soll 10.000 Euro kosten. Derartig zustandegekommene Verträge müssen weiterhin schriftlich durch die Belästigten widerrufen werden.
Begründet wird dieser lasche Beschluß damit, daß die Wirtschaft nicht mit „unpraktikablen Regelungen belastet” werden solle. Unter anderem blubbert Frau Zypries da was von Pizzabestellungen. Hallo? Also ich ruf den Pizzadienst an, nicht der mich! Und schon gar nicht, ohne daß ich dem vorher zugestimmt hätte. (more…)
Telefonspammer Alpenkönig
Monday, 16. June 2008
Und da waren sie wieder, die Telefonspammer von der Firma Alpenkönig in Österreich, die sich ach so sicher wähnen vor Drohungen mit Datenschutzbeauftragten und gerichtlichen Klagen. Diesmal wollte man mir weismachen, ich hätte meine Daten selbst angegeben, und entblödete sich sogar zu der Aussage, ich sollte doch bitte drauf achten, wem ich meine Daten gebe. Beweisen konnten sie mir das natürlich mal wieder nicht (wie auch?).
Diese Spamkönige aus den Alpen sind im Netz keine Unbekannten. Bei antispam.de kennt man den Alpenkönig schon seit Februar.
Ich habe nun sowohl die österreichische Datenschutzkommission als auch den Datenschutzbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen über die Spammerei informiert, und aus NRW bekam ich auch schon eine Eingangsbestätigung. Pikantes Detail: Die österreichische Datenschutzkommission kennt kein PGP/GnuPG. Ich bin mal gespannt, ob da jenseits meiner Trillerpfeife noch was passiert, um diesen Laden zur Vernunft zu bringen.
Die linke und die rechte Hand … der Telekom
Thursday, 15. May 2008
Kürzlich hatte ich doch mal wieder einen Werbeanruf der Telekom mit einem Bestandskundenangebot (dürfen sie zwar bei mir laut Datensatz nicht, aber gut). Angeboten wurde zum gleichen Preis wie bisher eine Erhöhung der DSL-Geschwindigkeit auf 16 mBit, ein E-Mail-Sicherheitspaket (von dem ich dem Anrufer mindestens 10mal sagen mußte, daß mich Windows-Software nicht interessiert) und ein „Entertainment-Paket”, das mich auch nicht interessiert, weil ich kein Fernsehen mehr nutze. Am meisten störte mich daran die 24-Monats-Bindung. Ich erklärte, mir das überlegen zu wollen, er wollte mich eine Woche später wieder anrufen.
Hat er dann auch getan; verpeilterweise erzählte er mir den ganzen Sermon nochmal, inklusive seiner ständigen Betonung des E-Mail-Sicherheits-Pakets. Ich fragte nach: Wenn es zum gleichen Preis wie bisher eine höhere Leistung gibt, kann ich dann die bisherige Leistung zu einem geringeren Preis haben?
Telefonwerbung für Strom
Friday, 9. May 2008
Nun reicht es offenbar schon nicht mehr, daß hier das Telefon klingelt, weil mir jemand einen Telefon- oder Internetvertrag andrehen oder was von irgendwelchen Gewinnen vorfaseln will, nun wird auch Telefonwerbung für Stromtarife gemacht. Zumindest die Firma e-primo hält das so. Die Dame wollte mir mal wieder weismachen, ich hätte „irgendwo mal meine Daten freigegeben”. Telefonspammer konnten schonmal besser lügen. Von mir gab’s die übliche Drohung: Noch ein Anruf — Trillerpfeife.
IP69 kann’s nicht lassen
Tuesday, 6. May 2008
Nachdem ich am Sonntag gegen 12:00 Uhr nun auch einmal den bekannten Werbeanruf von nachbarschaftspost.com bekam, trudelte gestern Spam für die nächste Runde ein. Beworben wurde auf der Kontaktadresse des Chaosdorfs die Domain direkt-noch-spass.net, deren whois zunächst auf den bekannten „Whois-Protection-Service” in Belize zeigt. Der hat mittlerweile wohl einen neuen Nameserver bekommen: ns1.mail2consumer.net — dieser wiederum ist zwar ebenfalls auf die Briefkastenfirma in Belize angemeldet, hat jedoch als Nameserver — ns1.ip69.de. Nein, es fällt ja überhaupt nicht auf …
Macht Spammen eigentlich süchtig? Und wer schickt die Merkbefreiten von IP69 auf Entziehungskur?
Organisierte Kriminalität ist der Polizei egal?!?
Monday, 21. April 2008
Scheint tatsächlich so. Während andere wegen Pipifax oder inkompetenter Ermittlungen durchsucht, überwacht und abgehört werden, können die Abzocker von und hinter nachbarschaftspost.com und bei IP69 unbehelligt weitermachen. So sagt es zumindest eine Pressemitteilung der Polizei NRW.
Liebe Polizei NRW, „nicht strafrechtlich relevant” heißt noch lange nicht „erlaubt”! Wir reden hier von bereits seit Jahren laufenden Betrugsmaschen, von millionenfachem Spam, von illegaler Telefonwerbung, und die Hintermänner von alledem sind schon länger bekannt! Trotzdem wird diese Organisierte Kriminalität ungefähr so wichtig genommen wie ein Gehsteigparker: Überhaupt nicht.
Nein, so leicht kommt Ihr mir nicht davon.
Ist heut Telefon-Spam-Tag?
Wednesday, 16. April 2008
Um etwa 9:00 Uhr herum kam der erste. Eine Bandansage: „Sie sind in unsere Warteschleife geraten.” Geraten, is klar. Ganz aus Versehen. Ich hab gleich wieder aufgelegt.
Der nächste kam so um halb drei. Wieder ein Band, warum ich denn immer noch nicht meinen Reisegewinn eingelöst habe (die kamen schon ein paarmal). Ich sollte „ja” aufs Band sprechen, wenn ich mich für die Reise registrieren möchte. Statt dessen sagte ich „blöde Telefonspam-Arschlöcher!” Aber ich glaub, die sind merkbefreit, und in ein paar Tagen hab ich die wieder dran.
Irgendwann am frühen Abend dann: Rheinische Post. Alle paar Monate wollen die mir ein Probe-Abo anbieten. Die Daten sind angeblich direkt von der RP, angerufen hat ein Call-Center. Beschwerde an die Landesdatenschutzbeauftragte NRW ist raus, denn die RP ist diesbezüglich merkbefreit bzw. interessiert sich nicht dafür, was ihr Vertrieb so treibt. Daß die NRZ genauso vorgeht und mich letztens belästigt hat, habe ich auch gleich noch mit reingeschrieben.
Und schließlich, viertel vor acht, mal wieder Versatel. Nach Meinung der Anruferin sei dieser Anruf nicht illegal, weil sie ja keine Werbung oder Umfrage macht, sondern mir etwas verkaufen will. Is klar. Die Daten sind mal wieder angeblich von der derzeitigen Telefongesellschaft. Dumm nur, daß ich mittlerweile eine schriftliche Bestätigung der Telekom habe, daß sie meine Daten nicht herausgeben. Warum auch sollten sie die Daten ihrer Kunden der Konkurrenz zur Verfügung stellen? So dumm ist man nicht mal bei der Telekom. Auch das hab ich bei der Gelegenheit gleich der Landesdatenschutzbeauftragten gemeldet. Der Versatel-Vertrieb ist mir ja auch schon länger als merkbefreit bekannt.
Idioten, alle miteinander.
IP69, Neuauflage
Wednesday, 2. April 2008
gulli.com berichtete gestern unter der Überschrift Trickbetrüger Nutzen automatisierte Anrufe über eine eigentlich andere Art von Spam, aber mir fielen in dem Artikel sofort die genannten Domainnamen ins Auge. Also mal eben ein whois auf nachbarschaftspost.com gemacht, da taucht erstmal ein scheinbarer Whois-Anonymisierungsdienst auf:
admin-organization: MCMS “Whois Protection Service Belize” Limited
admin-fname: Whois
admin-lname: Protected
admin-street: Mountainview Boulevard
admin-city: City of Belmopan
admin-zip: 0000
admin-country: BZ
admin-phone: +501 845 8671698
admin-fax: +501 845 0204259
admin-email: protect@whois-protection.net
NRZ-Spammer
Friday, 8. February 2008
Es bleibt leider modern, Menschen am Telefon mit Werbung zu belästigen. Eben gerade rief jemand an, der behauptete, von der NRZ (Neue Rhein-Zeitung) zu sein. Er schien ein Handy zu benutzen, jedenfalls war die Verbindung nicht gerade optimal. Nur komisch, als ich ihn fragte, woher er meine Daten hat und wer ihm erlaubt habe, mich anzurufen, wollte er nicht mehr mit mir sprechen und legte auf. Nun ja, daß Spammer feige sind, ist ja nichts Neues.
Freenet spammt wieder
Monday, 28. January 2008
… und zwar am Telefon. „Aber ich wollte Ihnen doch nur ein Angebot machen.” Sie hat nicht kapiert, daß sie sich illegal verhält. Anscheinend stellen diese Call-Center, die solche „Werbeaktionen” durchführen, nur die dümmsten Dummchen ein und erzählen ihnen dann in der Vorbereitungsschulung die größte Scheiße. Nein, Freenet, so kommen wir nicht ins Geschäft.
