Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Cold Call zur Arbeitnehmerüberwachung

Mittwoch, 6. Mai 2009

Es war heute nicht das erste Mal, daß mich jemand anrief und nachfragen wollte, ob denn irgendwelche Anzeigenblättchen oder Werbesprospekte immer schön regelmäßig in unseren Hausgang gekippt werden. Das scheint jetzt eine komplett neue Mode zu werden: Die Firmen picken sich beliebige Leute an der Austrage-Strecke aus dem Telefonbuch und rufen da an, um ihre (meist sehr schlecht bezahlten) Angestellten zu kontrollieren. Sie mißachten also gleich zweierlei Rechte: Die der Arbeitnehmer und die der Angerufenen. Denn ich glaube nicht, daß die Austräger das wissen, daß sie auf diese Weise überprüft werden. (mehr …)


Pseudo-Verbraucherschutz

Donnerstag, 26. März 2009

Heute hat der Bundestag einen Gesetzesentwurf gegen unerwünschte Telefonwerbung verabschiedet. Oder sagen wir, er hat so getan, als ob er etwas gegen unerwünschte Telefonwerbung unternehmen würde. Wenigstens schaffen sie es diesmal, ihren sinnlosen Aktionismus ohne Grundrechtseinschränkungen durchzuziehen, dafür darf man ja bei dieser Regierung schon dankbar sein.

Ändern wird es freilich nichts: Solange man als Belästigter aktiv gegen einen solchermaßen zustandegekommenen Vertragsabschluß vorgehen muß und die Strafen für das unerlaubte Eindringen in die Privatsphäre dermaßen niedrig sind, juckt das doch keinen. Da kann ich Karin Binder (Die Linke) nur zustimmen, wenn sie sagt, das sei eine Aufforderung an die Belästiger, einfach weiterzumachen. (mehr …)


Per-Versatel telefon-spammt wieder

Montag, 9. März 2009

Ich hatte ja echt schon Hoffnung gehabt, daß Versatel es endlich mal begreift, daß Telefonspam böse ist. Nee, dat war nix, die spammen immer noch. Wo lag doch gleich meine Trillerpfeife ...? Oh, war runtergefallen, hab sie länger nicht mehr gebraucht.

Stattdessen hab ich der Tussi einfach gesagt, daß sie doof ist. Ich müsse doch nicht gleich beleidigend werden, meinte sie. Tja, wer beleidigt wen durch Mißachtung der Privatsphäre? Sie rief dann noch dreimal an, zweimal bekam sie nochmal zu hören, daß sie doof ist, beim letzten Mal bin ich nicht mehr drangegangen. Ist ja echt nicht zu fassen, so viel Doofheit.


Wieder mehr Telefonspam

Donnerstag, 15. Januar 2009

Zumindest gefühlt nimmt der Telefonspam seit Dezember wieder zu. Da war diese angebliche Umfrage der Bahn unter ihren Kunden (von dort nie Antwort erhalten), ein oder zwei Telekom-Werbeanrufe (bis ich dort mal Rabatz gemacht habe), und Primacom (auch von da warte ich noch auf Antwort, muß wohl mal nachtreten). Und dann war da noch letzte Woche der Typ mit dem französischen Akzent, der behauptete, aus Paris anzurufen, um „Sie und Ihre Partner zu eine Veranstaltung in Düsseldorf einzuladen”.

Heute um 11 war es ein Call-Center, das für eine Firma „Top 200” anzurufen behauptete, deren Kundin ich sei. Als ich anmerkte, daß ich davon gar nichts weiß, wurde gleich aufgelegt. Werden da etwa gekaufte oder geklaute Datensätze durchgecheckt? Ah ja, offenbar richtig vermutet: antispam.de kennt die schon. Das sind Kontodaten-Sammler. Da muß ich jetzt wohl fast dankbar sein, daß mein Konto dank A-Sozialamt im Minus steht, denn dann können sie mir wenigstens nichts abbuchen 😉

Mein Eindruck: Durch den Gaza-Krieg und die Wirtschaftskrise fällt das Thema Datenschutz wieder aus den Medien heraus. Prompt wird das ausgenutzt und wieder volle Kanne überall angerufen, um fleißig weiter Daten zu sammeln und zu mißbrauchen.


Primacom Telefonspam

Donnerstag, 8. Januar 2009

Der Nächste bitte. Diesmal darf mir die Datenschutzabteilung der Firma Primacom erklären, woher sie meinen Namen und meine Telefonnummer haben und wer sie auf die hirnrissige Idee gebracht hat, mich zu Werbezwecken anzurufen. Die Anruferin kannte mal wieder das Bundesdatenschutzgesetz nicht, aber ihre Abteilungsleiterin meinte, wenn ich das wünsche, könnte ich die Quelle der Daten erfahren, aber aus Datenschutzgründen (sehr witzig) nicht bei ihr, denn die wisse sie selbst nicht. Die Datenschutzabteilung werde sich bei mir melden, aber erst nächste Woche, denn es sei ja schon bald Wochenende und so.

Offenbar werden gezielt Telekom-Kunden angesprochen, man möchte sich als Drittanbieter plazieren. Nur dumm für Primacom, daß ich bei Spammern nie kaufe. Natürlich wird auch die Datenschutzabteilung der Telekom davon erfahren. Auf die Ausreden der Primacom-Datenschutzabteilung bin ich denn auch mal gespannt.


Telefonumfrage bei Bahnkunden

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Die Bahn hat wegen der BahnCard natürlich meine Telefonnummer. Genauso natürlich hat sie keine Erlaubnis von mir, diese zu Werbezwecken oder Umfragen zu nutzen; zumindest weiß ich nichts davon. Trotzdem rief eben ein Call-Center an, das eine solche Umfrage für die Bahn durchzuführen behauptete. Man wolle insbesondere Kunden befragen, die in den letzten 12 Monaten nach London gefahren seien. Wie sie dann auf mich kommen, ist unverständlich.

Muß übrigens ein ziemlich schlechter Laden sein; ich hörte erstmal bestimmt eine halbe Minute lang Durcheinandergeplauder und dachte schon, ich sei in eine versehentliche Zusammenschaltung verschiedener Gespräche geraten. Dann meldete sich doch noch jemand, aber weil die Hintergrundgeräusche kaum abnahmen, war die Frau nicht optimal zu verstehen. Das klang dann etwa so, als befände sie sich auf einer gut besuchten Party.

Auf meine klare Ansage, daß die Bahn keine Erlaubnis habe, mich telefonisch zu befragen, reagierte sie zwar etwas verblüfft, aber immerhin versuchte sie nicht, mich in der Leitung zu halten und umzustimmen. Das Gespräch war denn auch ziemlich schnell beendet.

Und nu frag ich mal direkt bei der Bahn nach, was dieser Datenmißbrauch jetzt sollte.


Der nächste Datenskandal, bitte …

Mittwoch, 26. November 2008

Bei der Telekom kommt man nicht zur Ruhe. Wirklich zu dumm, daß ich keine echten Alternativen für mich sehe.

Nachdem ich ja die Tage feststellen mußte, daß weiterhin Call-Center für die Telekom bei mir anrufen, obwohl diese meine Daten gar nicht (mehr) haben dürften, kam gestern noch ein Anruf von einem Call-Center herein, vermutlich vom selben. Und über den könnte man ja fast schon wieder lachen: Die Tussi meinte doch glatt, man habe meine Beschwerde wegen der häufigen Anrufe zur Kenntnis genommen. Dann fragte sie, ob man denn wenigstens zwei- bis dreimal im Jahr bei mir anrufen dürfe, um mich über Neuigkeiten zu informieren.

Sacht ma, Leute ... was ist an dem Satz „Ich möchte nicht zu Werbezwecken angerufen werden” so unverständlich? Vor allem das Wörtchen nicht scheint da ein echtes Problem zu sein. (mehr …)


Telekom und die Call-Center

Montag, 24. November 2008

Also, so ganz klappt dat ja noch nich mit den Call-Centern und dem Datenschutz im Hause Telekom. Heute früh um kurz vor neun klingelte mein Telefon zum ersten Mal. Kaum stand ich am Hörer, war das Gespräch weg. Eine Stunde später klingelte es wieder, da habe ich das Gespräch dann erwischt: Ein Call-Center, angeblich im Auftrag der Telekom. Der Herr mit dem polnischen Akzent nannte seinen Namen nicht, wußte aber meinen und auch, was ich für einen Tarif habe.

Als ich ihn darauf hinwies, daß ich keine Werbeanrufe wünsche und das bei der Telekom auch bekannt ist, wurde er ein wenig pampig. Ich solle mich doch nicht darauf konzentrieren, wer mich anruft, sondern darauf, was mir die Telekom an tollen Tarifen zu bieten hätte. Es gäbe da jetzt eine schnellere Leitung für mich, und die Durchleitungsgebühren würden auch wegfallen. (mehr …)


Versatel schränkt sich ein

Freitag, 14. November 2008

Der Telefon- und Internetprovider Versatel möchte die Neukundengewinnung einschränken, angeblich mit der Berufung auf die „allgemeine Situation auf den Kapitalmärkten”. Ich sehe das allerdings nur aus vorgeschobene Begründung. Denn Versatels Neukundenwerbung besteht ja bekanntermaßen zumindest teilweise aus illegalem Telefonspam. Hat man es also endlich eingesehen, daß man sich damit tierisch unbeliebt macht? Das wäre ja mal ein echter Fortschritt.


Versatel ausgepfiffen

Dienstag, 4. November 2008

Versatel gehört anscheinend genauso wie IP69 zu den völlig Unbelehrbaren, nur daß sie sich rein auf Telefonspam spezialisiert haben. Gerade habe ich wieder so eine Call-Center-Tussi aus meiner Telefonleitung gepfiffen, die was von Versatel blubberte.

Da unser toller Gesetzgeber ja nicht wirklich was von Datenschutz hält (denn woher die Spammer die Daten haben, bleibt regelmäßig deren Geheimnis) und sich die Spammer regelmäßig unwissend stellen, was § 7 UWG angeht, bleibt es nun also an mir, Versatel gegenüber eine Abmahnung zu schreiben und mit Kostennoten zu drohen, wenn das nicht aufhört.

Übrigens haben ansonsten die meisten Telefonspammer aufgehört (oder wurden aufgehört, je nachdem). Von LottoTeam habe ich länger nichts mehr gehört, ich bin auch nicht mehr „in eine Warteschleife geraten”, Freenet hat auch aufgegeben, und UnityMedia versucht's derzeit lieber an der Haustüre. Eigentlich bespammt mich am Telefon nur noch Perversatel. Das sollte denen zu denken geben (falls das rein technisch überhaupt möglich ist, daß man dort denkt).


LottoTeam ausgepfiffen

Dienstag, 5. August 2008

Sie können's nicht lassen. Gerade eben hatte ich wieder so eine Dame vom LottoTeam am Telefon. Sie stotterte ziemlich herum, ohne überhaupt erstmal die Firma zu nennen (nur ihren Namen, falls der denn echt war), ich sei ja noch in ihrer Lottokartei. Und ich hätte doch bestimmt mal „irgendwann” Lotto gespielt — das übliche Gesülze halt. Dann fragte ich nach dem Firmennamen, und sie stotterte erstmal weiter. Dann rückte sie heraus: LottoTeam.

Ich erklärte ihr nochmal sehr nachdrücklich, daß ich LottoTeam bereits davor gewarnt habe, hier noch einmal anzurufen. Dann machte ich der Dame klar, daß die Firma bereits vorbestraft ist. Plötzlich kam eine leisere, andere Frauenstimme: Das sei ja überhaupt nicht wahr. Ich schoß gleich nach: Ich habe schon einmal mit der Trillerpfeife gedroht. Als sie einfach weiterhin behauptete, man sei nicht vorbestraft, kam das erste Mal die Trillerpfeife gegen einen Menschen zum Einsatz. Ich hoffe, es war gehirnreinigend.


Kabinett schützt Telefonspammer

Mittwoch, 30. Juli 2008

Bei Heise (Bundeskabinett beschließt gesetzliche Regelungen zum Schutz vor Telefon-Werbung) und der Tagesschau (Hohe Strafen für illegale Telefonwerbung) wurde heute bekanntgegeben, daß das Kabinett illegale Telefonwerbung mit 50.000 Euro Strafe belegen will. Das Unterdrücken der eigenen Rufnummer soll 10.000 Euro kosten. Derartig zustandegekommene Verträge müssen weiterhin schriftlich durch die Belästigten widerrufen werden.

Begründet wird dieser lasche Beschluß damit, daß die Wirtschaft nicht mit „unpraktikablen Regelungen belastet” werden solle. Unter anderem blubbert Frau Zypries da was von Pizzabestellungen. Hallo? Also ich ruf den Pizzadienst an, nicht der mich! Und schon gar nicht, ohne daß ich dem vorher zugestimmt hätte. (mehr …)


Telefonspammer Alpenkönig

Montag, 16. Juni 2008

Und da waren sie wieder, die Telefonspammer von der Firma Alpenkönig in Österreich, die sich ach so sicher wähnen vor Drohungen mit Datenschutzbeauftragten und gerichtlichen Klagen. Diesmal wollte man mir weismachen, ich hätte meine Daten selbst angegeben, und entblödete sich sogar zu der Aussage, ich sollte doch bitte drauf achten, wem ich meine Daten gebe. Beweisen konnten sie mir das natürlich mal wieder nicht (wie auch?).

Diese Spamkönige aus den Alpen sind im Netz keine Unbekannten. Bei antispam.de kennt man den Alpenkönig schon seit Februar.

Ich habe nun sowohl die österreichische Datenschutzkommission als auch den Datenschutzbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen über die Spammerei informiert, und aus NRW bekam ich auch schon eine Eingangsbestätigung. Pikantes Detail: Die österreichische Datenschutzkommission kennt kein PGP/GnuPG. Ich bin mal gespannt, ob da jenseits meiner Trillerpfeife noch was passiert, um diesen Laden zur Vernunft zu bringen.


Die linke und die rechte Hand … der Telekom

Donnerstag, 15. Mai 2008

Kürzlich hatte ich doch mal wieder einen Werbeanruf der Telekom mit einem Bestandskundenangebot (dürfen sie zwar bei mir laut Datensatz nicht, aber gut). Angeboten wurde zum gleichen Preis wie bisher eine Erhöhung der DSL-Geschwindigkeit auf 16 mBit, ein E-Mail-Sicherheitspaket (von dem ich dem Anrufer mindestens 10mal sagen mußte, daß mich Windows-Software nicht interessiert) und ein „Entertainment-Paket”, das mich auch nicht interessiert, weil ich kein Fernsehen mehr nutze. Am meisten störte mich daran die 24-Monats-Bindung. Ich erklärte, mir das überlegen zu wollen, er wollte mich eine Woche später wieder anrufen.

Hat er dann auch getan; verpeilterweise erzählte er mir den ganzen Sermon nochmal, inklusive seiner ständigen Betonung des E-Mail-Sicherheits-Pakets. Ich fragte nach: Wenn es zum gleichen Preis wie bisher eine höhere Leistung gibt, kann ich dann die bisherige Leistung zu einem geringeren Preis haben?

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Telefonwerbung für Strom

Freitag, 9. Mai 2008

Nun reicht es offenbar schon nicht mehr, daß hier das Telefon klingelt, weil mir jemand einen Telefon- oder Internetvertrag andrehen oder was von irgendwelchen Gewinnen vorfaseln will, nun wird auch Telefonwerbung für Stromtarife gemacht. Zumindest die Firma e-primo hält das so. Die Dame wollte mir mal wieder weismachen, ich hätte „irgendwo mal meine Daten freigegeben”. Telefonspammer konnten schonmal besser lügen. Von mir gab's die übliche Drohung: Noch ein Anruf — Trillerpfeife.