Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Macht Vodafone jetzt auch in Telefonspam?

Mittwoch, 22. September 2010

Gerade rief mich eine Dame mit osteuropäischem Akzent an. Sie kannte meinen offiziellen Namen und behauptete, für die Firma Vodafone anzurufen. Man möchte Altkunden der Telekom dabei helfen, Telefonkosten zu sparen. Ich unterbrach sie harsch und fragte, woher die Daten stammen. Sie behauptete, man habe diese direkt von der Telekom gekauft.

Na, damit ist sie bei mir aber ganz falsch. Ich informierte sie darüber, daß ich Kontakt zu den Datenschützern der Telekom habe (da gibt es tatsächlich einen über einen alten Bekannten aus Mailboxzeiten) und daher sicher weiß, daß die Telekom keine Kundendaten verkauft — zumindest nicht zu dem Zweck, daß die Konkurrenz ihr die Kunden abwerben kann. Wäre ja auch irgendwie ein bissel dumm.

Jedenfalls hüllte sie sich erstmal verblüfft (?) in Schweigen. Das Problem ist nämlich, daß diese Cold-Call-Fuzzies Ärger mit ihrem Sklaventreiber Arbeitgeber kriegen, wenn sie selbst zu schnell wieder auflegen. Da mußte sie wohl erstmal überlegen. Als ich dann jedoch nach ihrem Vorgesetzten verlangte, wurde es ihr wohl zu heikel, und sie legte doch auf.

Und ich ärgere mich mal wieder drüber, daß ich die eingehenden Nummern nicht sehe. Da muß ich wohl doch mal 'ne ISDN-Karte aktivieren und an den NTBA klemmen.


Zensursula filtert das Netz

Donnerstag, 16. April 2009

von der Leyen und Provider: Wir filtern das Netz

Morgen will Bundesfamilienministerin Zensursula von der Leyenhaftigkeit verkünden, daß mehrere große deutsche Zugangsprovider ihren unsäglichen und vermutlich sogar verfassungswidrigen Zensurvertrag unterschreiben. Dabei hat man ihr seit November mehr als einmal gesagt, daß das völliger Blödsinn ist, daß deswegen kein einziges Kind weniger vergewaltigt oder anderweitig mißbraucht wird, und daß daher für nichts und wieder nichts eine Zensur-Infrastruktur installiert wird, auf die ganz andere Klientel schielen. Das zeigt insbesondere ein hervorragender Artikel der c't: Argumente für Internet-Sperren sind fragwürdig. Aber wenn man Bundesministerin ist, muß man ja nicht mehr auf Experten hören. Hey, die könnten ja recht haben! Ihr ist sogar egal, was Mißbrauchsopfer selbst dazu zu sagen haben. Morgen findet als Protestveranstaltung eine Mahnwache in Berlin statt, zu der mehrere Gruppen aufrufen. Meine Haushaltslage läßt die Teilnahme derzeit leider nicht zu, sonst säße ich jetzt schon im Zug. Ich hoffe, es kommen viele Leute dahin und zeigen der Leyenhaftigkeit in Person, daß sie gerade ganz großen Mist baut.

Wehret den Anfängen!

Keine Zensur!

Nochmal als Hinweis: Auf dieser Zensurliste werden alle Provider aufgeführt mit der Einstufung, ob und unter welchen Umständen sie zensieren oder nicht. Ich habe heute als Kundin bei der Telekom im Kundenforum eine Anfrage gestellt, ob mir für den Internet-Zugang aufgrund des Vertrages ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt wird. Es ist nicht einzusehen, daß ich mir wegen der langfristigen Tarifbindung einen zensierten Internetzugang aufzwingen lassen muß. Die Anfrage werde ich mitsamt der Antwort, sofern eine kommt, in den nächsten Tagen verbloggen.

Update: Die ersten Zensursula-T-Shirts gibt's im Spreadshirt-Shop von Simon Columbus (JavaScript erforderlich). Die Provision daraus geht an den CCC und den Foebud.


Mahnwache: Keine Scheuklappen

Samstag, 11. April 2009

Unter dem Motto Keine Scheuklappen fürs Netz ruft wetterfrosch via netzpolitik.org zu einer Mahnwache am 17. April 2009 in Berlin auf. An diesem Tag wollen fünf große Zugangsprovider in Deutschland den unsäglichen Zensurvertrag von Ursula von der Leyen unterschreiben. Mit Scheuklappen, Laptops und kreativen Aktionen soll den Unterzeichnern gezeigt werden, daß sie auf einem falschen Weg sind.

Kommt zahlreich. Seit kreativ. Spread the word!

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Will die Telekom zensieren?

Mittwoch, 25. März 2009

Heise berichtet heute, daß die meisten großen Internet-Provider in Deutschland bereit seien, sich den Sperrwünschen der leyenhaften Familienministerin zu beugen (Familienministerin: Mehrheit der großen Provider macht mit bei Kinderporno-Sperren). Nun wollte ich mal wissen, wie die sich das vorstellen.

Also rief ich erstmal bei T-Home an (0800/330-1000). Die Dame fühlte sich nicht zuständig, weil es ja um Internet geht (OK, soweit verständlich), und verband mich weiter. Über eine sehr schlechte Verbindung (analog oder was?) teilte mir der Mitarbeiter mit, daß er von diesen Sperren wegen Kinderpornografie noch nie was gehört hat. WTF??? (mehr …)


Telekom Informations-Management?

Freitag, 27. Februar 2009

In den access.log zu diesem Blog und zu meiner statischen Website fallen mir seit ein paar Wochen interessante Zugriffe auf. Da kommt ein Dialin mit dynamischer IP aus dem Telekom-Netz aus dem Raum Hamburg immer wieder mit bestimmten Suchbegriffen an. Die Suchbegriffs-Kombinationen und der immer wieder gleiche IP-Bereich lassen darauf schließen, daß es sich um immer die selbe Person (oder vielleicht Abteilung) handelt, die diese Suchen durchführt.

Der IP-Bereich ist 91.16.* oder p5B10????.dip0.t-ipconnect.de, die Einwahlknoten haben den IP-Bereich 87.186.240.*, und die gesuchten Begriffe sehen etwa so aus: (mehr …)


Der nächste Datenskandal, bitte …

Mittwoch, 26. November 2008

Bei der Telekom kommt man nicht zur Ruhe. Wirklich zu dumm, daß ich keine echten Alternativen für mich sehe.

Nachdem ich ja die Tage feststellen mußte, daß weiterhin Call-Center für die Telekom bei mir anrufen, obwohl diese meine Daten gar nicht (mehr) haben dürften, kam gestern noch ein Anruf von einem Call-Center herein, vermutlich vom selben. Und über den könnte man ja fast schon wieder lachen: Die Tussi meinte doch glatt, man habe meine Beschwerde wegen der häufigen Anrufe zur Kenntnis genommen. Dann fragte sie, ob man denn wenigstens zwei- bis dreimal im Jahr bei mir anrufen dürfe, um mich über Neuigkeiten zu informieren.

Sacht ma, Leute ... was ist an dem Satz „Ich möchte nicht zu Werbezwecken angerufen werden” so unverständlich? Vor allem das Wörtchen nicht scheint da ein echtes Problem zu sein. (mehr …)


Telekom und die Call-Center

Montag, 24. November 2008

Also, so ganz klappt dat ja noch nich mit den Call-Centern und dem Datenschutz im Hause Telekom. Heute früh um kurz vor neun klingelte mein Telefon zum ersten Mal. Kaum stand ich am Hörer, war das Gespräch weg. Eine Stunde später klingelte es wieder, da habe ich das Gespräch dann erwischt: Ein Call-Center, angeblich im Auftrag der Telekom. Der Herr mit dem polnischen Akzent nannte seinen Namen nicht, wußte aber meinen und auch, was ich für einen Tarif habe.

Als ich ihn darauf hinwies, daß ich keine Werbeanrufe wünsche und das bei der Telekom auch bekannt ist, wurde er ein wenig pampig. Ich solle mich doch nicht darauf konzentrieren, wer mich anruft, sondern darauf, was mir die Telekom an tollen Tarifen zu bieten hätte. Es gäbe da jetzt eine schnellere Leitung für mich, und die Durchleitungsgebühren würden auch wegfallen. (mehr …)


T-Online Spamschutz

Dienstag, 18. November 2008

T-Online meint mal wieder, seinen Kunden was Gutes tun zu müssen, und aktiviert ungefragt einen sogenannten Spamschutz. Darüber informiert mich heute ein T-Home Servicebrief (E-Mail). Die Voreinstellung sieht so aus, daß als Spam eingeordnete Mail gebounct wird.

Da eingehende und ausgehende Mail bei T-Online bekanntermaßen über unterschiedliche Maschinen laufen, heißt das vermutlich, daß die Mail erst angenommen, dann geprüft und schließlich an den Absender aus dem SMTP-Envelope zurückgeschickt wird, wenn die dafür eingesetzte Software meint, es sei Spam. Da diese Absender im allgemeinen gefälscht sind, heißt das, daß die Bounces entweder ins Nirwana laufen oder unbeteiligte Dritte belästigen. Ich hatte selbst schon auf verschiedenen Accounts ganze Bounce-Wellen mit locker mal über 1000 Stück in wenigen Stunden, und weiß also, was das für den Besitzer einer mißbrauchten Adresse bedeuten kann.

Kurz: T-Online will zwar etwas für die eigenen Kunden tun, aber auf Kosten anderer. Da sage ich doch: Nein danke. Ich habe diese Einstellung natürlich umgehend geändert.

Kleiner Gag am Rande: Nach der Änderung kommt noch ein Bestätigungsdialog, und wenn man darin auf OK klickt, kommt eine nahezu leere Seite, die nur noch den üblichen Kopf mit den magentafarbenen Punkten und dem T zeigt. Logout-Möglichkeit? Navigation? Ach was. Wir lassen den Kunden einfach im Nichts stehen.


BigBrotherAwards 2008

Samstag, 25. Oktober 2008

Da konnte ich doch einen Wink mit dem Zaunpfahl einer Freikarte nicht übersehen und leistete mir ein NRW-Ticket nach Bielefeld. Dort wurden gestern Abend die BigBrotherAwards 2008 vergeben.

Der einzige Preisträger, der sich traute, den Preis auch entgegenzunehmen, war die Telekom, vertreten durch ihren höchsten Datenschutzbeauftragten. Der gab sich auf der Bühne auch heftig zerknirscht; allerdings gehe ich davon aus, daß der Mann, wie üblich, mit seinem Ressort hinter finanziellen und persönlichen Interessen des Konzerns und seiner Geschäftsführung bzw. Manager zurückstehen muß. Seine Aussagen klangen denn auch wie von der Marketing-Abteilung vorbereitet: Natürlich werde man mehr für den Datenschutz tun usw. Von Schulungen und Kontrollen sprach er allerdings nicht, ich hörte da nur technische Maßnahmen heraus. Die genügen natürlich hinten und vorne nicht, wenn ein Insider die Datenbank ausliest.

Am perversesten fand ich persönlich die Weitergabe der Krankenakten von 200.000 chronisch kranken Menschen durch die DAK an die Firma Healthcare. Daher habe ich hier auch mein Kreuzchen für den Publikumspreis gesetzt. Ich bin ja selbst chronisch krank und würde meiner Krankenkasse was husten, wenn sie solche sensiblen Informationen irgendeiner — und dann auch noch ausländischen! — Firma übergeben würde, um damit dann auch noch Telefonspam betreiben zu können!

Gewählt wurde dann allerdings mit großer Mehrheit der EU-Ministerrat für die Terrorliste. Genaugenommen häten aber alle Big Brothers diesen zusätzlichen Tritt in den Hintern verdient, und erst die Kombination macht das ganze Ausmaß deutlich.


Im Netz aufgefischt #3

Sonntag, 5. Oktober 2008

Heute: Cooles und völlig uncooles.

Und zum Schluß noch ein cooler Werbelink: T-Shirts (nicht nur) für Rollstuhlfahrer von Alex Schestag bei Spreadshirt. Viel Spaß beim Stöbern. 🙂


DSL wieder schnell

Mittwoch, 9. Juli 2008

Ist schon interessant. Seit letzter Nacht hatte ich die Störungen, und kaum melde ich sie, sind sie auch schon vorbei. Nun gut, wenn es so bleibt, soll mir das recht sein ...


Langsames DSL

Mittwoch, 9. Juli 2008

Ich weiß ja nicht, ob das mit der Wassergeschichte von gestern zusammenhängt, zumal das Baustellenloch unten noch offen steht (es ist aber kein Bauarbeiter weit und breit mehr zu sehen), aber seit letzter Nacht ist meine Internetverbindung ziemlich langsam. Seiten im WWW brauchen ewig zum Laden oder kommen gar nicht, der Nameserver von T-Online antwortet nicht auf jeden ping, beim Abholen der Mails von den Servern bekomme ich auch schonmal einen Timeout.

Zwischen 09:15 und 09:30 Uhr hing ich heute schonmal in der Warteschleife mit der nervtötenden Dudelmusik der Telekom (0800/330-2000), ohne daß ich verbunden wurde; danach mußte ich erstmal zu einem Arzttermin. ... Nein, nicht deswegen! 😉 — Nun werd ich mich nochmal reinhängen, bin mal gespannt, wie lange ich mir das Gedudel diesmal anhören darf ...


Telekom-Bespitzelung

Donnerstag, 29. Mai 2008

Nun sind auf einmal alle ganz überrascht, entsetzt, erschüttert, seitdem bekannt wurde, daß die Telekom ihre Manager und Aufsichtsräte sowie Journalisten bespitzelt hat. Warum so überrascht? Wo Daten gesammelt werden können, werden sie auch gesammelt, und wo sie gesammelt werden, werden sie ausgewertet. Ja denkt denn irgendwer, im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung passiert irgendwas anderes? Wie naiv sind die Leute?


Die linke und die rechte Hand … der Telekom

Donnerstag, 15. Mai 2008

Kürzlich hatte ich doch mal wieder einen Werbeanruf der Telekom mit einem Bestandskundenangebot (dürfen sie zwar bei mir laut Datensatz nicht, aber gut). Angeboten wurde zum gleichen Preis wie bisher eine Erhöhung der DSL-Geschwindigkeit auf 16 mBit, ein E-Mail-Sicherheitspaket (von dem ich dem Anrufer mindestens 10mal sagen mußte, daß mich Windows-Software nicht interessiert) und ein „Entertainment-Paket”, das mich auch nicht interessiert, weil ich kein Fernsehen mehr nutze. Am meisten störte mich daran die 24-Monats-Bindung. Ich erklärte, mir das überlegen zu wollen, er wollte mich eine Woche später wieder anrufen.

Hat er dann auch getan; verpeilterweise erzählte er mir den ganzen Sermon nochmal, inklusive seiner ständigen Betonung des E-Mail-Sicherheits-Pakets. Ich fragte nach: Wenn es zum gleichen Preis wie bisher eine höhere Leistung gibt, kann ich dann die bisherige Leistung zu einem geringeren Preis haben?

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T-Online filtert E-Mails

Dienstag, 1. April 2008

Auch wenn sie es anders nennen: T-Online filtert E-Mails. Erfahren habe ich davon nicht etwa durch T-Online selbst, nein, das wäre ja zu einfach. Statt dessen stand es gestern so nebenbei in einem Artikel des Heise-Newstickers unter Sinkendes Spamaufkommen erfreut E-Mail-Anwender.

Aber selbst wenn mir das auch noch so viel Spam erspart, so wird mir hier die Freiheit genommen, darüber zu entscheiden, was meine Mailadresse annehmen darf und was nicht. Jeder kleinere Provider hätte schon längst die Rechtsanwälte seiner Kunden am Hals, denn ein Provider darf ohne Auftrag nicht einfach Mails unterdrücken (§ 206 StGB). Wenn ich das auf meinem Rootserver mache oder mich vorher mit einem Filter einverstanden erklärt habe, ist das eine Sache. Von einem Mailprovider muß ich aber erwarten können, daß er mir die freie Wahl läßt und nicht einfach von sich aus filtert. (mehr …)