Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

Zur Website | Impressum

Fehlerbehebung à la Vodafone (2)

3. Dezember 2020 um 15:46 Uhr von Atari-Frosch

Mein Zugang ist weiterhin stabil, und das sollte jetzt laut Vodafone-Techniker auch so bleiben.

schrieb ich am 30. November. Well. Es blieb nicht so. Und ich lernte, daß interne wie externe Kommunikation für Vodafone (so als Telekommunikationsunternehmen) offenbar ein Fremdwort ist. Das Drama ging also weiter:

01.12.2020 ca. 12:30 Uhr: Ich schalte den PC ein, schau gleich mal zum Router rüber (den ich im Sichtbereich, aber nicht im direkten Sichtfeld stehen habe) und sehe: Da blinkt was. Kurz drauf geht auch die rote Lampe an, was, wie ich in den letzten Tagen gelernt habe, das Signal dafür ist, daß die Verbindung seit mehr als einer Stunde weg ist. Also nochmal das ganze von vorne …

12:45: Uhr Vodafone 0800-Nr. für Business-Kunden angerufen. 10 Minuten Warteschleife. Man werde nochmal einen Techniker schicken. Kurz drauf (12:52 Uhr) Bestätigungs-SMS, daß der Auftrag eingegangen sei.

19:00 Uhr Anruf (auf Mobiltelefon) von einem Vodafone-Techniker, diesmal der Vorwahl nach aus Bochum. Er läßt mich den Router kurz vom Strom nehmen, nur um festzustellen, daß der danach mit der Power/Cable-Lampe munter weiterblinkt und – nicht verbindet. Morgen früh solle ich einen Anruf von der schon bekannten externen Firma erhalten, da müsse nochmal ein Techniker kommen, der müsse dann sowohl im Keller an den Verteiler als auch in die Wohnung an die Anschlußdose.

02.12.2020: Internet wieder stabil seit 6:20 Uhr (laut Router). Es kam weder ein Anruf noch eine SMS noch ein Techniker.

12:25 Uhr: Auf Twitter mal bei @vodafoneservice nachgefragt, was jetzt eigentlich der Grund für die Störung bzw. mit welcher Begründung das Ticket geschlossen worden war. Die überraschende Antwort: Das Ticket sei noch offen, es sei eine Streustrahlung am Straßen-Verteiler festgestellt worden (also dasselbe, was Techniker Nr. 2 am Montag Abend erzählt hatte). Man suche noch. Die Verbindung kann mir demnach jederzeit wieder wegbrechen.

ca. 13:50 Uhr: Downstream ist tot, Router blinkt aber nicht; ab 13:52 Uhr Verbindung ganz weg und Router blinkt; neu verbunden 13:56 Uhr.

14:26 Uhr SMS von Vodafone:

Liebe Kundin, lieber Kunde, um Ihre Störung zu beheben, müssen Tiefbauarbeiten durchgeführt werden. Sobald wir Neuigkeiten haben, melden wir uns erneut bei Ihnen. Wir bitten um Ihre Geduld und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Ihr Vodafone Team

Arghs …

03.12.2020, ca. 12:15 Uhr Anruf von der bereits bekannten externen Firma, Terminankündigung Techniker Nr. 3, „zwischen jetzt und 16:00 Uhr“. Sie erklärten nochmal, daß der Techniker auf jeden Fall sowohl in den Keller als auch an den Anschluß in meiner Wohnung müsse. Und an die Fritzbox. Ob ich das Telefonbuch auf der Fritzbox nutzen würde, wollten sie noch wissen. (Nö.) Denn das könnte eventuell verloren gehen – ich vermute, im Zusammenhang mit einem Komplett-Reset des Gerätes.

13:34 Uhr SMS: Der Techniker soll „in ca. 4 min“ bei mir sein. Heizung im Zimmer abgedreht, Fenster aufgemacht, Strickjacke angezogen, Maske aufgesetzt, gewartet. Er kam dann ca. 30 min später – und wollte erstmal in den Keller. OK, damit hatte ich gerechnet.

ca. 14:30 Uhr: Der Techniker hat ein Bauteil aus dem Verteiler im Keller rausgenommen, welches seiner Erklärung nach das Signal zeitweise zu stark gedämpft hatte, etwa vergleichbar mit einem elektrischen Widerstand. Die Werte seien jetzt wieder in Ordnung, es sollte keine Unterbrechungen mehr geben. Er meinte dann, das hätten eigentlich auch schon die beiden anderen Techniker vor ihm machen können, und er verstehe nicht, warum sie das nicht gemacht haben. 🤦‍♀️ Klingt für nach einer notwendigen Nachschulung für die ersten beiden Techniker.

Ich fragte noch, warum das Bauteil da überhaupt drin war, wenn es doch Probleme macht? Jaaaa, es sei wohl mal notwendig gewesen, aber jetzt hätte sich die Signalstärke vom Verteiler auf der Straße verändert, und deshalb könne es jetzt einfach ersatzlos raus.

Von Tiefbauarbeiten war übrigens keine Rede mehr. In meine Wohnung wollte er auch nicht; die Werte am Anschluß hatte er von unten aus mit seinem Tablet abgerufen.

14:45 Uhr: Im Zimmer sind 18 °C, weil das Fenster unnötigerweise eine ganze Stunde lang offen stand. Fenster geschlossen und Heizung wieder aufgedreht.

Also hatten wir bisher:

  • 2 Anrufe bei der 0800-Nr. für Business-Kunden von Vodafone,
  • 3 Techniker an 3 verschiedenen Tagen,
  • 14 SMS von Vodafone,
  • 6 Telefonate mit der externen Firma,
  • und ich friere, weil das jetzt ein paar Stunden dauern kann, bis das Zimmer wieder auf für mich angenehmer Temperatur ist.

Mein Löffel-Pegel sagt, daß das eindeutig zu viele „Sozialkontakte“ in den letzten Tagen waren. Und ich habe die ganze Woche verloren.

Weil: Als Single-Tasker hat das bei mir ordentlich reingehauen, denn ich konnte währenddessen nichts anderes machen. Dabei stehen so einige Dinge mit hoher Dringlichkeit an. Und nein, ich kann jetzt nicht einfach so wieder weitermachen. Ich brauch jetzt erstmal noch den Rest von heute und so einen bis zwei Tage, bis ich den Kopf frei (genug) habe, um wieder „normal“ weitermachen zu können. Also, was bei mir halt so normal ist. Und auch nur, wenn inzwischen nicht die nächste Störung reinflattert …

Fehlerbehebung à la Vodafone

30. November 2020 um 18:02 Uhr von Atari-Frosch

28.11.2020, ca. 23:40 Uhr: Ich schalte den PC aus, alles normal.

29.11.2020, 11:30 Uhr: Ich schalte den PC ein, Thunderbird sagt mir, er kann die Mailserver nicht erreichen. ping auf meinen Server: nix. ping auf Router: Anwesend. Aber die rote Lampe am Router ist an, und eine grüne Lampe, die eigentlich dauerhaft an sein sollte, blinkt. Ich kontaktiere @vodafoneservice auf Twitter, die schreiben mir – nach einer zweiten öffentlichen Beschwerde einige Stunden später – per DM, daß ich eine 0800-Nummer für Business-Kunden anrufen soll, weil sie selbst nur für private Kunden zuständig sind.

ca. 15:30 Uhr: Ich versuche, diese Nummer über Festnetz anzurufen, bekomme aber nur besetzt. Ich rufe anschließend die Nummer mit einem Mobiltelefon an, 10 Minuten Warteschleife, dann heißt es, am Folgetag werde sich ein Techniker einer externer Firma bei mir melden für einen Termin. weiterlesen →

Zitat des Tages: Corona-Tote

11. November 2020 um 11:52 Uhr von Atari-Frosch

Corona-Tote sterben in Intensivbetten. Das letzte "Piep" der Beatmungsmaschine gibt keine spannenden Medienbilder.

Peter Jakobs zu der Frage, warum Menschen die Corona-Toten nicht wahrhaben wollen, obwohl derzeit allein in Deutschland jeden Tag so viele Menschen daran sterben wie durchschnittlich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen.

Spaß mit MariaDB unter Devuan

22. Oktober 2020 um 16:29 Uhr von Atari-Frosch

Gestern erst motzte mich der Server wegen Jitsi-Meet und Let's Encrypt an, heute gab es schon wieder Ärger. Diesmal betraf es MariaDB, ein doch recht wichtiges Stück Software auf diesem Host.

Ich lasse früh morgens automatisch das Programm cron-apt laufen, damit ich mich um Standard-Update-Kram nicht mehr kümmern muß. Das schickt mir dann eine Mail mit dem Ablauf. Darin stand heute unter anderem das hier:

Preparing to unpack .../mariadb-server-core-10.3_1%3a10.3.25-0+deb10u1_amd64.deb ...
Unpacking mariadb-server-core-10.3 (1:10.3.25-0+deb10u1) over (1:10.3.23+maria~stretch) ...
dpkg: error processing archive /var/cache/apt/archives/mariadb-server-core-10.3_1%3a10.3.25-0+deb10u1_amd64.deb (--unpack):
trying to overwrite '/usr/bin/my_print_defaults', which is also in package mariadb-server-10.3 1:10.3.23+maria~stretch
dpkg-deb: error: paste subprocess was killed by signal (Broken pipe)
Errors were encountered while processing:
/var/cache/apt/archives/mariadb-server-core-10.3_1%3a10.3.25-0+deb10u1_amd64.deb
E: Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1)

weiterlesen →

Jitsi-Meet, nginx, Let’s Encrypt und die Zertifikats-Erneuerung

21. Oktober 2020 um 17:46 Uhr von Atari-Frosch

Während mein Jitsi-Meet immer noch nicht so richtig funktioniert, wie es soll, kam gestern früh Let's Encrypt angeschlappt und erklärte, es könne das Zertifikat für die Site nicht erneuern, weil:

Attempting to renew cert (meet.atari-frosch.de) from /etc/letsencrypt/renewal/meet.atari-frosch.de.conf produced an unexpected error: Failed authorization procedure. meet.atari-frosch.de (http-01): urn:ietf:params:acme:error:unauthorized :: The client lacks sufficient authorization :: Invalid response from http://meet.atari-frosch.de/.well-known/acme-challenge/$CODE [2a01:4f8:150:81e4::2]: "<html>\r\n<head><title>404 Not Found</title></head>\r\n<body bgcolor=\"white\">\r\n<center><h1>404 Not Found</h1></center>\r\n<hr><center>". Skipping.

Öhm. weiterlesen →

Einschläge

18. Oktober 2020 um 17:39 Uhr von Atari-Frosch

<Auskotz-Modus>

Die Einschläge kommen (wieder) näher. Also, bei mir.

Das Erbgeld schmilzt jeden Monat um mindestens 1.000 €. Das sind meine Grundkosten (Miete, Strom, Gas, Krankenkasse, Internet, Server, Lebensmittel). Aber ich hatte auch noch weitere Kosten: Nachholbedarf, kaputte Geräte, und die letzten zwei Monate einen Angestellten, um die Wohnung wenigstens soweit in Schuß zu bringen, damit ich an einen Umzug überhaupt denken kann.

Nun stelle ich fest, daß die Mieten an meinem Zielort (Greifswald und Umgebung) doch nicht so günstig sind, wie ich dachte. Oder sie sind in den letzten zwei Jahren gestiegen und der Miet-Regelsatz wurde dem nicht angepaßt. Sollte ich dorthin umziehen und mir dann das Geld ausgehen, stehe ich wieder vor dem gleichen Problem wie hier bis vor zwei Jahren, nämlich daß das ARGE mich mit allen Mitteln und Tricks obdachlos kriegen will.

Das ist aber nicht das einzige Umzugs-Hindernis: weiterlesen →

Die verflixten 40 GB

16. Oktober 2020 um 17:41 Uhr von Atari-Frosch

Nachdem ich mir kürzlich mit ausführlicher Beteiligung von Murphy ein Testsystem gebaut hatte, war ich in den letzten Tagen unter anderem damit beschäftigt, an diesem System IDE-Festplatten zu testen. Nach ein paar Tests hatte ich dem Test-PC zusätzlich eine der kleineren bereits getesteten Festplatten eingebaut (IDE primary slave), um die genaueren Plattendaten abspeichern zu können. Die sollten auf Dauer in mein Hardware-Wiki wandern. Ein Teil davon sind mittlerweile auch schon drin.

Nun habe ich fast alle Platten durch, und irgendwann fiel auf, daß Platten einer bestimmten Größe grundsätzlich nicht vom BIOS erkannt werden, obwohl sie physisch laufen. Der Erkennungsprozeß kann auch nicht übersprungen werden; auf die entsprechende Taste (F4) reagiert das System nicht. Wenn ich ins BIOS gehe und dort explizit die IDE-Geräte checken lasse, passiert dasselbe: Die alleine an den Secondary IDE angehängte Festplatte wird nicht erkannt, der Erkennungsprozeß kann nicht abgebrochen werden. weiterlesen →

Spaß mit alter Hardware

2. Oktober 2020 um 13:40 Uhr von Atari-Frosch

Da nach dem „Großen Aufräumen“ mit der Hilfe eines Angestellten wieder so einigermaßen Platz ist hier, konnte ich mich endlich daranmachen, die ganze alte Hardware, die sich hier stapelt, mal durchzutesten. Also, dachte ich. Aber Murphy* hatte wohl echt eine gute Woche gehabt und sich hier ausführlich ausgetobt.

Um Computerteile zu testen, die teils deutlich vor 2010 produziert worden waren, brauchte ich natürlich ein angemessen älteres System. Außerdem wollte ich das ganze gleich nochmal richtig inventarisieren, weil meine Liste auf der statischen Website hoffungslos veraltet ist und weil das arg unübersichtlich werden würde, wenn ich alles, was ich da noch nicht draufgepackt habe, da auch noch mit reinschreibe. Deshalb setzte ich mir erstmal als Zwischenziel, ein MediaWiki aufzusetzen. Denn da kann ich bei Rechnern direkt verlinken, welche Teile gerade darin verbaut sind, und die Teile selbst wiederum ausführlicher beschreiben – Fotos inclusive. Ja, und dann kam Murphy.

* Murphy's Law: Was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. weiterlesen →

Spaß mit iptables

10. September 2020 um 16:44 Uhr von Atari-Frosch

Mit iptables kann man auf einem Linux-System festlegen, welche IP bzw. welche IP-Bereiche auf welche Ports bzw. überhaupt auf einen Host zugreifen dürfen. Nun hatte ich vor einiger Zeit festgestellt, daß es sozusagen Port-Sucher gibt, die – schön langsam, damit sie unterm Radar bleiben – nach und nach alles an denkbaren Ports an einem Host abklappern, um zu gucken, ob da vielleicht ein sshd läuft. Denn mittlerweile legt man den sshd nicht auf den üblichen Port 22, sondern auf einen anderen, meist einen so genannten hohen Port (> 1024).

Wenn diese Port-Sucher fündig werden, schicken sie eine ganze Ladung anderer Hosts los, um diesen sshd zu, ähm, belästigen. Das fand ich etwas störend, also wollte ich etwas dagegen unternehmen.

Zu diesem Zweck definierte ich eine Regel, die den Zugang auf den Port des sshd auf ein paar wenige IP-Adressen einschränkt. Auf diesen Server hier kommen seitdem nur noch die Hosts, auf denen ich selbst wiederum einen Shell-Zugang habe, und eben die IP, die mir mein ISP hier zu Hause zugewiesen hat. Praktischerweise schien die letztgenannte IP quasi-fest zu sein; ich meine, die hat sich seit zwei Jahren oder so nicht mehr geändert.

Von Montag auf Dienstag änderte sie sich nun doch. Und damit fing der Spaß an. weiterlesen →

DHL-Paket-App

27. August 2020 um 11:46 Uhr von Atari-Frosch

Erst kürzlich habe ich mir den Zugang zu den Packstationen zusammengeklickt. Ich fand den Anmeldeprozeß unglaublich kompliziert – noch komplizierter war es dadurch geworden, daß ich mittendrin den Tarif bei blau.de von Prepaid auf Vertrag wechselte, weil das endlich günstiger geworden war als Prepaid, und dadurch eine neue Nummer zugeteilt bekam. Das hatte ich nicht beabsichtigt gehabt und war mir bei der Bestellung des Tarifs auch nicht angezeigt worden, daß die Mitnahme der bisherigen Nummer nicht vorgesehen ist. Nun denn. Seit Ende letztem Monats ging das also, und ich konnte Lieferungen an die Packstation bestellen und sie dort mit Kundenkarte und App abholen.

Heute nun bekam ich über die App erst eine Mitteilung darüber, daß eine Lieferung für mich heute ins Zustellfahrzeug geladen worden sei. Das ist eine kleine Bestellung bei Ikea, wo man es offensichtlich nicht für nötig hält, Kunden die Angabe einer Packstation zu erlauben – auch wenn man keine Möbelstücke bestellt. Als ich die Mitteilung öffnete, landete ich jedoch nicht auf der Website von DHL, sondern bekam angezeigt, daß die App ein Update haben möchte. weiterlesen →

Ein Frosch auf dem Fahrrad

12. August 2020 um 14:11 Uhr von Atari-Frosch

Letzten Monat „packte mich der Rappel“, wie man in manchen Gegenden sagt, und ich nahm mir vor, wieder mit dem Radfahren anzufangen. Ja, in Düsseldorf. Ich denke dabei an kurze Strecken von wenigen Kilometern, um zum Beispiel Mahlzeiten via TooGoodToGo von etwas weiter weg zu „retten“ (für größere Transporte wie die Obst-/Gemüse-Tüten vom Real ist dieses Fahrrad eher nicht geeignet), aber auch an die Möglichkeit, mit der Straßenbahn oder der Bahn ein bißchen weiter rauszufahren, um dort ungestört(er) ein wenig auf Strecke zu trainieren.

Allerdings stand mein Fahrrad 17 Jahre lang im Keller, und das tut so einem Fahrrad ja jetzt nicht unbedingt gut. Also suchte ich mir erst einmal eine Fahrradwerkstatt und landete schließlich bei der Fahrradstation der „Zukunftswerkstatt Düsseldorf“ (ZWD), einem städtischen Betrieb, hinter dem Hauptbahnhof. Dort arbeiten Menschen, die auf dem normalen Arbeitsmarkt relativ chancenlos sind. Also eine gute Sache. weiterlesen →

Vom Zeugen zum Beschuldigten

13. Juli 2020 um 15:14 Uhr von Atari-Frosch

Heute mittag öffnete ich die Briefe von kurz vorm Wochenende – weil ich vor einem Wochenende keine Briefe aufmache; man will sich ja nicht das Wochenende versauen. Einer der Briefe kam von der Staatsanwaltschaft Kleve. Und darin stand, daß ein Ermittlungsverfahren gegen mich wegen „Betrug als Mitglied einer Bande u.a.“ gemäß § 153 Abs. 1 StPO eingestellt worden war. Äh, wie bitte?

Zunächst glaubte ich an eine Verwechslung. Aber dann dämmerte es mir: Moment mal, Kleve? Da war doch was gewesen. In Kleve war ich im Januar 2018 als Zeuge vor Gericht zu einem größeren Strafverfahren geladen, allerdings nicht gegen mich, sondern gegen eine Schlüsseldienst-Firma, für die ich 2013 einige Monate lang auf Minijob-Basis gearbeitet hatte. Der Betreiber der Firma hatte mir nicht von Anfang an gesagt, was er vorhatte, sondern immer herumlarviert, und war auf Nachfragen ausgewichen. Als mir klar wurde, wofür er mich einspannen wollte, kündigte ich. Und nun auf einmal erfuhr ich, daß ich unter den Beschuldigten geführt wurde, wegen bandenmäßigen Betrugs. weiterlesen →

Veganen Joghurt selber machen

10. Juli 2020 um 18:52 Uhr von Atari-Frosch

Vor anderthalb Jahren schrieb ich darüber, daß ich meinen Joghurt selbst mache. Nun hat sich in meinen Ernährungsgewohnheiten in den letzten Monaten etwas Wesentliches verändert: Ich versuche, mich – nicht absolut, aber weitgehend – vegan zu ernähren. Der Tönnies-Skandal war da für mich der letzte Stups dafür gewesen, um das zu tun, was ich eigentlich schon länger für richtig halte.

Das heißt unter anderem auch, daß ich keine Kuhmilch mehr kaufe. Zunächst hatte dies wiederum bedeutet, daß ich keinen Joghurt mehr zubereiten konnte. Denn durch Subvention und den Unterschied in der Mehrwertsteuer ist Pflanzenmilch deutlich teurer als Kuhmilch. Dazu kommt, daß ich auf den häufig recht „erdigen“ Geschmack von Sojamilch, die günstiger angeboten wird als andere Pflanzenmilchsorten, oft nicht klarkomme; ich finde ihn einfach unangenehm. Und aus Hafermilch, die so leicht und billig selbst hergestellt werden kann, könne man keinen Joghurt produzieren, hieß es aus diversen Quellen. weiterlesen →

E-Mail an den Bundespräsidenten: IPReG nicht unterschreiben!

2. Juli 2020 um 22:33 Uhr von Atari-Frosch

Ich habe soeben eine E-Mail an den Bundespräsidenten abgeschickt (Kontaktdaten). Grund ist die Verabschiedung des seit Monaten diskutierten IPReG, entgegen aller Proteste durch Betroffene, entgegen verfassungsgemäßer Rechte, entgegen der UN-Behindertenrechts-Konvention.

Und ich bitte Euch, das ebenfalls zu tun, möglichst in eigenen Worten, aber Ihr dürft auch gern meine Version kopieren. Wer es mehr mit akustischer Sprache hat: Ruft bitte an, laßt die Telefone und Ohren im Bundespräsidialamt glühen! Das IPReG darf keine Gültigkeit erlangen. weiterlesen →

Leerlauf mit Au

25. Juni 2020 um 16:12 Uhr von Atari-Frosch

Seit Beginn der Corona-Maßnahmen – deren Richtigkeit ich nicht anzweifle! – ist mein Leben quasi im Leerlauf. Frühjahr, vor Beginn der jetzigen Hitze, das wäre die perfekte Zeit gewesen, um weiterzukommen. Aber nachdem ich zweimal von Minijobbern verarscht und hängen gelassen worden war und ich während der Maßnahmen erstmal niemanden neu einstellen wollte, geht hier einfach gar nichts mehr weiter. Im Gegenteil.

Denn schon seit längerem zeichnet sich ab, daß ich mal wieder Probleme mit meinem Bett habe. Ich war mir erst nicht sicher: Ist es die Matratze, der Lattenrost, oder beides? Probleme mit dem Bett, das heißt: Aufstehen mit buchstäblich täglich schlimmer werdenden Verspannungen, von den Händen bis in die Unterschenkel. Besonders betroffen: Arme, Schultern, Nacken und Knie. Alle paar Tage habe ich leichte, dumpfe Kopfschmerzen. Und ich kann eine Teekanne mit 1,4 l Inhalt nicht mehr mit einer Hand hochheben, ohne daß mir sofort der Arm wehtut. Wohin das führt, wenn ich das nicht stoppen kann, ist absehbar. weiterlesen →