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Maskenpflicht

14. Juni 2020 um 14:47 Uhr von Atari-Frosch

Emotionenlesen trotz Mundschutz - "Ich wurde nicht mehr richtig verstanden" sagte ein Wahrnehmungspsychologe im Interview mit dem ZDF.

Ooooh, mimimi.

Was die Maske für mich einschränkt: Das Gesichtsfeld. Meine Augen werden im Gehirn schon so meistens nur „getrennt“ ausgewertet, das heißt, ich gucke praktisch immer nur durch ein Auge, überwiegend das linke. Durch das Blick-Hindernis am oberen Ende der Nase schafft es mein Gehirn nun überhaupt nicht mehr, die Bilder der beiden Augen zu verbinden. Was sich weiter rechts von mir befindet, ist damit quasi aus meinem Blickfeld verschwunden, wenn ich den Mund-Nasen-Schutz trage. Ich muß meiner Umgebung also noch mehr Aufmerksamkeit = Konzentration widmen als sonst schon.

Was die Maske für mich auch einschränkt: Die Atmung. Ich bin absolut kein fitter Mensch, und ich gerate leicht außer Atem. Wenn ich die fünf Stockwerke zu meiner Wohnung hochsteigen muß, nehme ich die Maske tatsächlich meistens ab. Meistens – außer wenn andere Menschen im Hausgang sind. Dann brauche ich halt deutlich länger, weil ich mehr Pausen machen muß.

Was die Maske für mich nicht einschränkt: Die Kommunikation. Gesichter bei Fremden kann ich kaum, Augen konnte ich noch gar nie lesen. Willkommen in meiner autistischen Wahrnehmung.

Was mich aber noch viel mehr einschränken würde als die Maske: Eine Corona-Infektion. Dann könnt Ihr mich nämlich höchstwahrscheinlich bald beerdigen. Dann trage ich doch lieber die Maske.

BTW, in Jena hat man was Interessantes herausgefunden: Coronavirus: Studie bestätigt Schutzwirkung von Masken. Und auch bei der WHO ist man mittlerweile auf dem Standpunkt, daß Masken die Verbreitung des Virus' verhindern können: Coronavirus disease (COVID-19) advice for the public: When and how to use masks, darunter die Korrektur unter der Überschrift „Advice on the use of masks in the context of COVID-19“.

Bitte tragt Masken, wenn es Euch gesundheitlich möglich ist, und das ist es für die große Mehrheit.


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5 Kommentare zu “Maskenpflicht”

  1. Olli quakte:

    Also ich trage die Maske nicht so hoch, dass die ins Sichtfeld gerät. Also weder meine Stoff-Masken, noch meine Einmal-Masken (die ich so lange trage bis die kaputtgehen) haben diese Eigenschaft. Vielleicht wäre ein Masken-Wechsel hier mal angebracht.
    Dass Du an einer Corona-Infektion sterben würdest halte ich für nahezu ausgeschlossen bzw., da hast Du wohl eine unrealistische Gefahren-Wahrnehmung. Dazu hast Du nicht das entsprechende Alter, noch die mindestens zwei Grunderkrankungen die dem Vorschub leisten. Das würde ich nichtmal für mich mit Diabetes und Bluthochdruck im Alter von 48 annehmen.


  2. Olli quakte:

    Ich hab nen Tipp: beim EDEKA gibt es 5er Packs Stoff-Masken von „Van Laak“. Die sind doppellagig und sollen 30 Waschungen aushalten. Kostet 10€ für das 5er-Pack. Kann dir eine ungetragene zum Selbstkostenpreis abgeben wenn Du die haben willst. Sitzt wirklich sehr gut.


  3. Atari-Frosch quakte:

    Äh, ja, schön für Edeka. Ich hab Masken.


  4. Olli quakte:

    Aber wie Du sagtest eben welche die schlecht sitzen.


  5. Atari-Frosch quakte:

    Das habe ich nicht behauptet bzw. mich vielleicht ungenau ausgedrückt. Da ist was auf meiner Nase, was da üblicherweise nicht ist, nämlich der obere Teil der Maske. Das soll ja auch so, die Nase soll mit unter die Maske. Zum einen kann ich dann natürlich nicht mehr so weit (ohne den Kopf zu senken) nach unten gucken, zum anderen nehmen die Augen das als Störfaktor wahr, es lenkt ab. Sie (bzw. das Gehirn) „wollen“ da quasi ständig hingucken, weil da was ist, was normalerweise nicht dahin gehört. Um das zu ignorieren zu lernen, würde heißen, daß ich die Maske ständig tragen müßte. Damit schafft das Gehirn die Zusammenführung der Bilder jetzt gar nicht mehr.

    Mit einem neuen Brillengestell geht es mir meistens ähnlich. Die Ränder sind woanders als bisher, das Gehirn muß sich umstellen. Nur: Die Brille trage ich ständig, wenn ich nicht grade im Bett liege. Und BTW auch schon sehr lange, nämlich etwa seit meinem vierten Lebensjahr.

    Ja, das klingt für die meisten Menschen ziemlich schräg. Aber ich leb seit bald 50 Jahren damit, daß sich meine Augen nicht „normal“ verhalten, Du darfst mir also schon glauben, daß das so ist, wie ich es sage 🙂


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