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Spaß mit Brotbacken, Teil 3

17. Februar 2022 um 16:31 Uhr von Atari-Frosch

Ich hab heute wieder gebacken. Im neuen Tefal. Mit Roggenmehl. Und ich habe jetzt eine neue Theorie dazu, warum es immer wieder diese Pannenbrote gibt.

Zunächst einmal: Nach meiner versehentlichen Entsorgung des Knethakens beim neuen Automaten von Tefal hatte ich letzte Woche einen neuen Knethaken von deren Kundendienst-Partner bekommen, wie zugesagt auf „Kulanz“, also kostenlos. Also wollte ich wieder im neuen Automaten backen, auch weil der größere Brote kann als der LeCaf.

Wenn man ein Brot im Automaten ansetzt, füllt man erst das warme Wasser in die Schüssel und dann die Mehlmischung obendrauf. Heute sollte es ein Roggen-Vollkorn-Mischbrot werden, wobei sowohl Roggen- als auch Weizenmehl Vollkornmehle sind. Und weil der neue Automat ja so schön viel Platz bietet, wollte ich etwas mehr machen und mischte 500 g Roggen-Vollkorn- mit 250 g Weizen-Vollkorn-Mehl, dazu kamen je ein Päckchen Bio-Trocken-Hefe und Bio-Trocken-Sauerteig sowie natürlich die übliche Prise Salz und Zucker. Und dann füllte ich erstmal knapp 750 ml warmes Wasser in die Backform.

Und ich fürchte, das war der Fehler.

Ich hatte das Programm „Vollkorn“ gewählt, Gesamtzeit: 2:45 h.

Nach einer halben Stunde guckte ich sicherheitshalber nach und stellte fest, daß da noch ganz viel Mehl ist, obwohl das Programm schon beim „Ruhen“ war. Ich piekte mit einem Kochlöffel rein – da war noch gar kein Teig. Alles Mehl. Und unten das Wasser.

Nun vermute ich, daß der Automat ein Problem hat, den Teig anzurühren, wenn da zu viel Wasser drinsteht. Dann kommt kein Teig zustande, und wenn er dann bäckt, verdampft das Wasser natürlich größtenteils, und heraus kommt das, was ich zweimal als Pannen-Brot hatte: gebackene Mehlmischung auf etwas nasser Pampe. Da das immer nur mit Roggenmehl passiert, gehe ich davon aus, daß ich bei Roggenbroten und Roggen-Mischbroten weniger Wasser nehmen müßte. Dafür spricht auch, was ich auf der Sauerteig-Packung fand:

Da steht nämlich in der Anleitung, daß man auf 350 g Roggen- und 150 g Weizenmehl etwa 375 ml Wasser nehmen soll. Das ist denn doch auffällig weniger, als ich üblicherweise verwende; bei meinen heute verwendeten Mengen wären also 500 ml Wasser ausreichend gewesen. Nun könnte ich mir vorstellen, daß es der Automat (egal welcher) es dann nicht schafft, durch die Rührbewegungen mit dem Knethaken das Roggenmehl ins Wasser runterzuziehen. Der pflügt dann also vermutlich nur durch das Wasser, und die Mehlmischung bleibt oben.

Zwar waren mir vorher ja schon Roggenbrote gelungen, aber das waren jeweils helle Typen-Mehle gewesen, kein dunkles Typenmehl und auch kein Vollkornmehl. Somit lautet die Theorie: Bei dunkleren bzw. kräftigeren (Roggen-)Mehlen funktioniert die Formel „n Gramm Mehl und n Milliliter Wasser“ nicht mehr; sie müßte vielmehr korrigiert werden auf „n Gramm Mehl und 2/3 n Milliliter Wasser“.

Ich habe das für heute erstmal so gelöst, daß ich den Automaten stoppte und nochmal von vorn anfangen ließ, anfangs aber mit dem Kochlöffel das Mehl runter ins Wasser „stupste“, damit sich das vermischt. Außerdem gab ich noch etwa 100 ml warmes Wasser von oben her dazu, weil das Mehl im oberen Bereich weiterhin nicht mitverarbeitet wurde. Damit ging es dann einigermaßen.

Das Brot, das dabei rauskam, ist richtig lecker, war aber über die Schüssel gegangen und klebt ein wenig (auch ein Zeichen von zu viel Wasser). Trotzdem kam es recht gut aus der Schüssel raus, ich mußte es also nicht in Brocken rausrupfen, wie es mir mal mit einem reinen Dinkelbrot gegangen war.

Beim nächsten Mal versuche ich es also mit weniger Wasser, mal sehen, ob der Automat das dann ohne „Nachhilfe“ gebacken kriegt (pun intended).

Und wenn der Automat später ausgekühlt ist, muß ich überlegen, wie ich die angebackenen Teig- und Mehlreste da unten rausbekomme – es ist nämlich nicht vorgesehen, da mit mehr als maximal einem feuchten Tuch reinzugehen. Keine Spülmittel, keinen Schwamm zum Schrubben, nix. Bei der Schüssel ist es übrigens ähnlich. Da ist es auch klar, die hat nämlich eine Anti-Haft-Beschichtung, da darf kein Spülmittel drauf. Der Anleitung nach darf man sie aber nicht mal in klares Wasser tauchen, um solche Reste einzuweichen.

Beim LeCaf untendrin sieht es entsprechend fürchterlich aus, da sehe ich keine Chance, den nochmal richtig sauber zu bekommen. Ich hatte ja gehofft, daß mir sowas beim Tefal nicht passiert. Nun ja.


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