Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

Zur Website | Impressum

Archiv der Rubrik 'Autismus'

Rant: Autismus-Diagnose

Dienstag, 27. Februar 2018

Ich schrieb es zwar schon einmal auf, so vor knapp drei Jahren, also das mit der Diagnose, aber offenbar gibt es da keine Ruhe. Denn auf Twitter geht mal wieder die Behauptung herum, wer als Autist keine offizielle Diagnose habe, dürfe sich maximal Verdachtsautist nennen, weil:


(mehr …)


Jahresrückblick 2017

Sonntag, 31. Dezember 2017

Ja, und da war's auch schon wieder rum. Wie auch Ende des davorliegenden Jahres (OK, eigentlich schon im Januar 2017) gibt es auch diesmal wieder einen persönlichen Jahresrückblick. Der beginnt natürlich wieder mit einer Rekapitulation der Vorhaben für 2017: (mehr …)


Singletasking

Sonntag, 19. November 2017

Gestern merkte ich es mal wieder deutlich. Nicht nur, wie mich ein Problem oder eine Aufgabe vereinnahmen kann (siehe Hyperfokus), sondern auch, welche Probleme damit einhergehen. Ich meine, es war ganda, die den Begriff mal im Zusammenhang mit Autismus in meine Timeline warf und mich damit auf eine neue Spur auf der Suche nach Selbsterkenntnis brachte: Singletasking. Ja, das beschreibt es glaub ich ganz gut.

Warum kann ich nicht zwischen Aufgaben „springen“? Warum ist es so schwer, in eine Aufgabe, die ich gerade nicht weitermachen kann, später wieder „reinzukommen“? Warum vergesse ich Aufgaben so leicht, wenn ich gerade in eine Sache vertieft bin? Singletasking. Das scheint mir die Antwort zu sein. (mehr …)


Vortanzen beim ARGE

Montag, 29. Mai 2017

Da ich ja nun wieder im Hartz-IV-Bezug bin, eingestuft als „voll erwerbsfähig“, heißt das auch, daß ich mich „dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen“ soll. Für Donnerstag habe ich eine Vorladung (euphemistisch immer schön als „Einladung“ bezeichnet) erhalten, natürlich mit der üblichen Sanktionsdrohung, falls ich es wagen sollte, nicht aufzutauchen und dafür keine gnädigerweise anerkannte Entschuldigung vorweisen zu können.

Ja, und damit geht es wieder los. Wie jedesmal. (mehr …)


Flashback

Dienstag, 2. Mai 2017

Es ist wieder passiert. So wie schon oft seit 2002. Das war dieses Jahr, in dem das faschistische Repressionsamt AKA „Sozialamt“ mir für acht Monate Leistungen verweigert, meine Existenz vernichtet, mich obdachlos gemacht und für lange Zeit meine Gesundheit zerschossen hat.

Es. Dieses Gefühl, das immer wieder aufkommt, wenn ein Gläubiger aus dieser Zeit mit Pfändungen droht oder diese eben auch mal durchzieht.

Flashbacks. Das dringende Bedürfnis, die Verantwortlichen beim Repressionamt anzuschreien und ihnen ins Gesicht zu kotzen. Gleichzeitig das Gefühl, zu ersticken. Dazu Wellen von Angst und Lähmung. Kreisende Gedanken. Als wäre es wieder 2002. (mehr …)


Piraten: Klausur vs. Klassentreffen

Sonntag, 26. März 2017

Piraten, wir müssen reden. Über Barrierefreiheit bei Parteitagen.

Parteitags-Armbändchen vom #bpt171

Schon beim Bundesparteitag in Lampertheim haben sich viele über die Versammlungsleitung aufgeregt, weil die ständig gemahnt hat, daß nicht so viel nebenbei geredet werden soll. In Wolfenbüttel war es dann noch schlimmer. Und nun, in Düsseldorf, ist es so schlimm geworden, daß ich auf den zweiten Tag verzichten mußte. Und ich meine nicht die ständigen Beschwerden der Versammlungsleitung! (mehr …)


Sprengt die Vorurteile!

Montag, 30. Januar 2017

Via Twitter wurde ich darauf aufmerksam, daß die Betreiberin von Wheelies Bloggeblubber zu einer Blogparade: Sprengt die Vorurteile! aufgerufen hat. Es heißt dort:

Was sind für euch Vorurteile? Wurdet ihr damit schon selbst konfrontiert? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Wurde ich schon mit Vorurteilen konfrontiert? You bet. Wie ich damit jeweils umgehen kann, hängt von der Situation ab. Von denjenigen, welche die Vorurteile äußern und davon, wie und in welcher Form sie geäußert werden. Und natürlich davon, ob mich das Vorhandensein bzw. die Äußerung von Vorurteilen direkt in Schwierigkeiten bringt. (mehr …)


Jahresrückblick 2016

Sonntag, 1. Januar 2017

Auf Twitter überlegten einige Leute, ob man nicht ein T-Shirt „I survived 2016“ drucken sollte (sucht mal nach „survived 2016 t-shirt“, da kommt einiges – und es gibt sogar schon Angebote). Doch, das trifft es.

2016, das war das Jahr, in welchem besonders viele Prominente starben – Muhammad Ali, Prince, Leonard Cohen, Umberto Eco, Hans-Dietrich Genscher, Götz George, Greg Lake, Peter Lustig, Elie Wiesel, Carrie Fisher – um nur einige zu nennen. Schon deshalb scheint so ein T-Shirt angemessen. Und in meinem privaten Umfeld hätte Alex Schestag dieses T-Shirt ganz besonders verdient. Buchstäblich. Und meine Situation ist ja auch immer noch prekär. Aber der Reihe nach: (mehr …)


Ressourcen

Freitag, 4. November 2016

Der SackOhneSenf schrieb als Kommentar unter der vorletzten wöchentlichen Linksammlung:

Gerade weil die Idee nicht neu ist, habe ich mich stark gewundert. Das Zeit Argument kann ich auch nur sehr bedingt verstehen.

(Kurz: Es ging darum, warum ich eine schon länger existierende Idee für eine Software nicht umsetzen kann, obwohl ich durchaus über die dafür notwendigen Kenntnisse verfüge.)

Ja, das mit den Ressourcen. Der Zeit. Den Löffeln. Vielleicht sollte ich dazu doch mal ein paar Zeilen schreiben, warum ich immer mal wieder so ausgebrannt bin. (mehr …)


Überforderung #wasihrnichtseht

Freitag, 16. September 2016

Es ist wieder passiert. Ermutigt dadurch, daß ich nach meiner Teilnahme am Bundesparteitag 16.2 in Wolfenbüttel keinerlei Nachwirkungen hatte, mir nicht einmal der aktuelle Flow (eBay-Verkäufe) abhanden gekommen war, war ich letztes Wochenende nach Berlin gefahren, um beim Wahlkampf der dortigen Piraten auszuhelfen. Und dann war das doch zu viel gewesen. Viel zu viel.

Dabei hätte ich es vorhersehen können: (mehr …)


Geschenke und Entscheidungen

Freitag, 10. Juni 2016

Auch wenn die Zahlen nicht mit meinem gefühlten Alter übereinstimmen: Ich bin jetzt 48 Jahre alt. Es fühlt sich wirklich nicht so an. Ich habe eher das Gefühl, immer noch so etwa 32 zu sein, wie ich war, als ich Ende 2000 nach Düsseldorf kam. Das liegt wohl auch daran, daß ich viele Erfahrungen und Erlebnisse, die andere in diesem Zeitraum machen oder die man einfach erwarten kann, einfach nicht machen konnte – weil mich Depressionen, Armut und Repressionsämter im Griff hatten und haben, während das Leben an mir vorbeizieht und ich es nicht leben kann.

Drei Bücher von Jean M. Auel

Die letzten paar Geburtstage habe ich mehr oder weniger ignoriert. Diesmal habe ich Anfang des Monats mal einfach auf meine Wunschliste hingewiesen. Prompt gab es diesmal richtig viele Geschenke, dazu noch Dinge, die gar nicht auf der Liste standen. Aber es gab auch zwei Entscheidungen. (mehr …)


Das mit der Diagnose

Freitag, 15. April 2016

Diesen Artikel hatte ich vor über zwei Monaten angelegt, hatte aber nicht die Kapazitäten, ihn dann auch tatsächlich mit Inhalt zu füllen. Das lag auch daran, daß mich das Thema ziemlich verletzt hat. Ich fühlte mich auf einmal aus einer Community heraus angegriffen, für die ich mich einsetzte und von der ich glaubte, ein Teil zu sein.

Nun kommt das Thema in einem eigentlich ganz anderen Twitter-Thread wieder auf, und – ja, dann versuche ich das mal.

Also, das mit der Diagnose. (mehr …)


Offener Brief an MONITOR: #noABA

Sonntag, 6. März 2016

In den letzten Tagen stellten QuerDenkender und weitere – auch ich – auf Twitter viele Fragen an Aktion Mensch. Sie können unter dem Hashtag #FragtWarum nachgelesen werden. Wir fragen, warum Aktion Mensch wissentlich eine „Therapie“-Form, nämlich Applied Behaviour Analysis (ABA), mit 250.000 € finanziert, obwohl bekannt ist, daß diese „Therapie“ dauerhaft schädlich für Kinder ist. Außerdem wird sie größerenteils von Menschen durchgeführt, die keine therapeutische Ausbildung haben (Eltern, Studenten).

Im Vorfeld gab es bereits ein Gespräch mit der Aktion Mensch, das jedoch katastrophal verlief, weil ABA-„Therapeuten“ eingeladen worden waren, die die anwesenden Autisten bedrängten und sogar subtil bedrohten; man sagte ihnen, sie sollten aufpassen, was sie bloggen. Letztendlich redete sich Aktion Mensch damit heraus, daß sie sich „neutral“ zu ABA stellen. Ja nee, sorry, wenn man etwas finanziert, ist man nicht mehr neutral! Wir wollten es genauer wissen. Aktion Mensch ignorierte jegliche Nachfragen und verwies immer nur auf den eigenen Blogeintrag mit ihrem Bericht über die Veranstaltung – welche die neuen Fragen überhaupt erst aufgeworfen hatte. Danach wurden wir ignoriert. (mehr …)


Vorhaben für 2016

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Vorsätze würde ich es jetzt mal nicht nennen, ich sag lieber Vorhaben. – Es ist gar nicht so einfach, sich etwas vorzunehmen, wenn man eigentlich so gar keine Kontrolle mehr über seine Lebensplanung hat. Klar habe ich Wünsche und auch Ansprüche an mich, aber die scheitern sowieso schon größtenteils am Geld und/oder den fehlenden Kapazitäten.

Trotzdem gibt es da ein paar Dinge, auch wenn sie davon abhängig sind, ob mir die Düsseldorfer Repressionsbehörden im neuen Jahr mal wieder ein wenig Stabilität gönnen: (mehr …)


Jahresrückblick 2015

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Eigentlich möchte ich auf dieses Jahr gar nicht zurückschauen. In gewisser Weise war es ein schlechter Abklatsch von 2014, das auch schon ein ziemliches Horror-Jahr für mich gewesen war. Trotzdem, um es abzuschließen, ist so ein Rückblick vielleicht doch gar nicht so schlecht.

Am 2. Januar erschien ein Artikel von mir zum Thema Hartz IV in der Reihe „#Leere Versprechungen – Hartz IV und die Folgen“ auf dem Blog der Piratenpartei NRW: Zynismus in Gesetzesform. Die Nachwirkungen der dort geschilderten Ereignisse kosteten mich nochmal etwa drei Monate Erholungszeit. Ja, ich brauche da halt länger; für mich ist so ein Angriff auf meine Existenz und Menschenwürde nicht dann schon vorbei, wenn sie rein technisch erledigt ist. (mehr …)