Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Datenschutz'

Name Souvereignty Day

Donnerstag, 4. August 2011

i am more than the name in my passport or id. i am a responsible human being with the right to freely choose the name for my online identity. i am autonymous. august 8th 2011 is global name souvereignty day. to show your support simply use an avatar in one color of your individual choice.

Ich bin mehr als der Name in meinem Paß oder Personalausweis. Ich bin ein mündiges menschliches Wesen mit dem Recht, den Namen für meine Online-Identität frei zu wählen.

Ich bin namensautonom.

Am 8. August 2011 ist der globale Tag der Namenssouveränität. Um Deine Unterstützung zu zeigen, benutze einfach einen Avatar in einer einzelnen Farbe Deiner individuellen Wahl.

Das Bild stammt von der @forschungstorte und darf und soll frei verbreitet werden.


Psychotests für Arbeitslose

Montag, 25. Juli 2011

Da hatte wohl mal wieder einer Langeweile. Und zu viel Geld für einen „Consultant”. Die neueste Idee der Bundesagentur für Arbeit lautet, Arbeitslose sogenannte Psychotests machen zu lassen. Spiegel Online verrät uns, was dahintersteckt:

  • Arbeitslose sollen Fragebögen ausfüllen und ihre Talente und Schwächen auf einer Skala von eins bis fünf bewerten. Abgefragt werden auch sogenannte soft skills wie Kommunikations- und Konfliktverhalten oder Teamfähigkeit.
  • Die Ergebnisse werden mit einem Arbeitsvermittler besprochen.
  • Möglich ist auch ein Interview mit einem Psychologen der BA.
  • Wer will, kann obendrein ein Assessment-Center besuchen.

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Späte Erkenntnis bei Telefonwerbung

Donnerstag, 21. Juli 2011

Der Bundesrat hat feststellt, daß die bisherigen gesetzlichen Regelungen und ihre Verschärfungen nicht dazu beigetragen haben, unerlaubte Telefonwerbung einzudämmen. ACH! Das merken die auch schon?

Nur mal zur Erinnerung: Es war der Bundesrat selbst, der diesen Pseudo-Verbraucherschutz vor gut zwei Jahren durchgewunken hat, genauso wie vorher schon der Bundestag, damals noch mit Justizministerin „was ist nochmal ein Browser” Zypries. Und bereits damals hatte nicht nur ich gesagt, daß das nichts bringen wird. (mehr …)


Wie ich zu Google+ kam

Freitag, 15. Juli 2011

Seit gestern Abend habe ich einen Google+-Account. Und wie der zustande kam, war schon recht eigenartig. Datenschützern könnte dabei schwindlig werden.

Eigentlich wollte mich Holger Koepke einladen. Ich hatte ihm nämlich in einem Kommentar geschrieben, er möge mich von Google+ überzeugen. Gut, das kann man natürlich nur, wenn ich da auch mal reingucken kann. Ich folgte also gestern Nachmittag diesem Einladungslink. Daraufhin wollte Google erst einmal, daß ich einen Google-Account anlege — etwas, worauf ich bisher bewußt verzichtet hatte. Na gut.

Ich klickte da also rein und gab als Kontaktadresse <frosch@bilkinfo.de> an, also die Adresse, die hier im Impressum steht und die ich auch sonst öffentlich sowie im Usenet nutze, weil der Mailprovider ein Greylisting laufen hat, das mir den meisten Werbemüll vom Hals hält. Sagt mir Google doch tatsächlich: Dafür gibt es bereits einen Account. — Wie bitte? (mehr …)


VDS als eierlegende Wollmilchsau?

Samstag, 2. Juli 2011

Der @scanlines machte auf folgenden Kommentar in einem BDK-Forum aufmerksam:

Bitte eine Erklärung, Frau Bundesjustizministerin!

Die Ermittlungen nach dem Mörder der 7-jährigen Mary-Jane laufen nun auf Hochtouren. Die Leiche wurde rein zufällig schon einen Tag nach dem Verschwinden von Spaziergängern entdeckt. Die Hoffnungen der Angehörigen, dass der Fall schnell aufgeklärt wird, wiegen schwer auf die eingesetzten Spezialisten der Schutz- und Kriminalpolizei.

Kriminalisten hoffen in diesen schweren Stunden, dass ihnen ein wichtiges Ermittlungsinstrument zur Verfügung steht. Haben alle Provider die zurückliegenden Telekommunikations- und Netzdaten aus diesem Gebiet umfangreich gespeichert? Eine Verpflichtung dazu existiert nicht mehr. Ein wichtiger Baustein der Beweisführung ist dem Zufall überlassen.

Welche Erklärung könnte Frau Leutheusser-Schnarrenberger gegenüber den Angehörigen nun Auge in Auge abgeben? Ihr vorgeschlagenes Quick-Freese hätte in diesem Fall noch gereicht - doch nur zufällig!

Ralf Jörz - Ortsvorsitzender des BDK im HLKA

(Komplett-Zitat, nur falls das an der Quelle verschwinden sollte). (mehr …)


LinkedIn spammt

Montag, 27. Juni 2011

Jemand schickte mir am 22. Juni eine Einladung zu LinkedIn. Diese löschte ich, denn zum einen kenne ich den Absender nicht, und zum anderen habe ich kein Interesse daran, mich in einem weiteren sozialen Netzwerk einzutragen. Für mich war das damit dann auch erledigt, nach dem Motto, wenn ich nicht reagiere, bekomme ich nichts mehr.

Aber LinkedIn gibt nicht so leicht auf. Heute erhielt ich eine „Erinnerungsmail” (Realname und Mailadresse durch XXX ersetzt, Links verkürzt): (mehr …)


Datensammler auch im Kleinen

Dienstag, 24. Mai 2011

Unsere Politiker sammeln gern persönliche Daten über andere. Man weiß ja nie, könnte man doch irgendwann mal gebrauchen! Das gilt aber nicht nur für Vorratsdatenspeicherung & Co., sondern bereits für Anfragen bei Abgeordneten. Beim Michael Frieser zum Beispiel. Der meint, er möchte eine Frage erst beantworten, wenn er die persönlichen Daten der Fragestellerin hat. Diese Taktik wenden auch andere Abgeordnete auf abgeordnetenwatch.de gerne an.

Warum eigentlich? Sind sie der Meinung, daß sie automatisch beleidigt werden, wenn das Gegenüber seine Identität nicht preisgibt? Nein, der Punkt ist ein ganz anderer. (mehr …)


Sparkasse: Sicherheit kostet extra

Montag, 23. Mai 2011

Schon seit Monaten drängt die Sparkasse mich beim Online-Banking darauf, vom bisherigen TAN-Verfahren auf ein neues Verfahren zu wechseln, das viel sicherer sein soll. Dafür werden zwei Methoden angeboten: Man bekommt für jede Überweisung eine TAN per SMS aufs Handy geschickt, oder man kauft sich ein kleines Gerät namens TAN-Generator und erzeugt sich die benötigten TANs jedesmal selbst. Das alte TAN-Verfahren soll dann bald abgeschaltet werden.

Um den Kunden den Umstieg schmackhafter zu machen, wird man jedesmal beim Ausloggen mit einem Preisausschreiben gelockt: (mehr …)


Datenschutz-Skandal in Wiesbaden

Dienstag, 17. Mai 2011

Es zeigt sich wieder einmal, daß die Beschaffung von persönlichen Daten von Zwangsverarmten für „Sozial”-Behörden ohne Rücksicht auf den Datenschutz nicht nur mir passiert.

Ich dokumentiere nachstehend eine Pressemitteilung der Hartz4-Plattform von heute. Auffällig ist hier auch, daß die lasche Verfolgung von Straftaten durch Amtsmitarbeiter mit angeprangert wird — eine Tatsache, mit der ich ja auch bereits konfrontiert wurde. (mehr …)


Vodafone bestätigt: Telefonspam ist OK

Montag, 9. Mai 2011

Mal wieder das leidige Thema Telefonspam bzw. Cold-Call. Vorhin rief mich eine Frau an für eine Firma Telefonservice Berlin-Brandenburg (oder ähnlich). Sie wollte mir ganz doll günstige Vodafone-Tarife verkaufen. Meine Nachfrage nach meiner schriftlichen Einverständniserklärung für den Werbeanruf konnte sie natürlich nicht beantworten, und natürlich wollte sie mir auch nicht sagen, woher sie die Daten hat. Leider habe ich bei einem Suchmaschinenlauf keinen passenden Eintrag gefunden.

Daraufhin rief ich bei Vodafone direkt hier in Düsseldorf an. Ich dachte, es könne ja nicht im Sinne von Vodafone sein, wenn ihre Vermittler sich illegaler Methoden bedienen. Ich sollte mich geirrt haben. (mehr …)


LVR, Graf-Recke-Stiftung und das Recht

Samstag, 9. April 2011

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist nach eigener Beschreibung „der Verband der rheinischen Städte, der Kreise und der StädteRegion Aachen im Rheinland“. In seinem Selbstlob behauptet er:

Der Anspruch an die Arbeit aller LVR-Einrichtungen ist hoch: Jede Leistung, hinter der der LVR steckt, hat eine besonders hohe fachliche und zugleich menschliche Qualität. Das wollen wir mit unserem Slogan ausdrücken: Qualität für Menschen.

Der Landschaftsverband ist der „Partner der Bürgerinnen und Bürger“. Wir wollen Ihnen zeigen, dass Politik und Verwaltung diesen Leitsatz ernst nehmen.

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Telefonspammer Energieservice Deutschland AG

Montag, 28. Februar 2011

Vor zwei Wochen erhielt ich einen Werbeanruf von einer Dame, die behauptete, für eine Firma „Energieservice Deutschland AG” zu telefonieren. Sie wollte mir einen günstigen Stromtarif „ausrechnen”. Ich schrieb also eine Mail an die Kontaktadresse dieser Firma, die auf deren Website zu finden ist (kein Link für Spammer):
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Hartz IV und Grundrechte

Samstag, 19. Februar 2011

Gerade gestern schrieb ich im Artikel Frau Merkel, Sie kotzen mich an! über Grundrechtseinschränkungen, die man mit Hartz IV so quasi automatisch mitgeliefert bekommt. Heute habe ich das in einem Kommentar im Forum von Telepolis Online zum Artikel „Ab ins Obdachlosenwohnheim - denn das hält die Politik für 'zumutbar'” nochmal genauer ausgeführt (kompletter Kommentar: Re: Ist es nicht spannend): (mehr …)


Anonymes Kommentieren

Donnerstag, 20. Januar 2011

Das ist jetzt nur mal was internes hier. Alex stellte auf seinem Datenschutzblog die Frage: Ist die Angabe des Namens und der E-Mailadresse für das Kommentieren in Blogs wirklich notwendig? Tatsächlich notwendig ist es natürlich nicht, und ich hatte in meinem Kommentar dort ja auch angemerkt, daß ich es eher für eine Sache der Höflichkeit halte. Anonym kommentieren kann man natürlich trotzdem:

Anonym bleiben kann ich, wenn ich es für richtig halte, immer noch: Kommentar über TOR oder einen anderen Proxy absetzen, Fake-Mailadresse oder wirklich anonymisierte Mailadresse verwenden (mailinator z.B.). Es wird mir durch die „Pflicht” weder unmöglich gemacht noch verboten.

Den Realnamen kann man im Ernstfall sowieso nicht überprüfen. Wenn mir da jemand eine weit verbreitete Kombination aus Vor- und Nachname reinschreibt, dann weiß ich ja nicht, ob der wirklich so heißt. Ich kann schlecht in den Personalausweis gucken. 😉

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Netzkongreß der CSU

Freitag, 14. Januar 2011

Die CSU veranstaltet am 31. Januar einen Netzkongreß, weil das Thema Internet ja von gar keiner Partei sonst irgendwie bearbeitet wird und die CSU deshalb „die Internet-Partei” ist.

Nochmal: Die CSU veranstaltet einen Netzkongreß und will — auch noch die einzigeInternet-Partei sein.

Sind sie nicht süß? 😉

Statt ihr Papier im Netz diskutieren zu lassen, stellen sie es fix und fertig auf einer Pressekonferenz vor und lassen danach noch ein bißchen „Diskussion” zu. Unter einem Kongreß stelle ich mir wahrlich etwas anderes vor. Wo sind die Vorträge, die Arbeitsgruppen, die Workshops? Bei der CSU Fehlanzeige. (mehr …)