Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Gesundheit'

Ausgebrannt.

Mittwoch, 6. April 2016

Es passiert schon seit Wochen. Und ich wundere mich fast, daß es „erst“ seit ein paar Wochen passiert. Es kommt in Schüben, und jeder Schub ist härter. Und länger. Und ich kann nur hilflos auf den Totalzusammenbruch warten.

Ich bin ausgebrannt. (mehr …)


Offener Brief an MONITOR: #noABA

Sonntag, 6. März 2016

In den letzten Tagen stellten QuerDenkender und weitere – auch ich – auf Twitter viele Fragen an Aktion Mensch. Sie können unter dem Hashtag #FragtWarum nachgelesen werden. Wir fragen, warum Aktion Mensch wissentlich eine „Therapie“-Form, nämlich Applied Behaviour Analysis (ABA), mit 250.000 € finanziert, obwohl bekannt ist, daß diese „Therapie“ dauerhaft schädlich für Kinder ist. Außerdem wird sie größerenteils von Menschen durchgeführt, die keine therapeutische Ausbildung haben (Eltern, Studenten).

Im Vorfeld gab es bereits ein Gespräch mit der Aktion Mensch, das jedoch katastrophal verlief, weil ABA-„Therapeuten“ eingeladen worden waren, die die anwesenden Autisten bedrängten und sogar subtil bedrohten; man sagte ihnen, sie sollten aufpassen, was sie bloggen. Letztendlich redete sich Aktion Mensch damit heraus, daß sie sich „neutral“ zu ABA stellen. Ja nee, sorry, wenn man etwas finanziert, ist man nicht mehr neutral! Wir wollten es genauer wissen. Aktion Mensch ignorierte jegliche Nachfragen und verwies immer nur auf den eigenen Blogeintrag mit ihrem Bericht über die Veranstaltung – welche die neuen Fragen überhaupt erst aufgeworfen hatte. Danach wurden wir ignoriert. (mehr …)


Jahresrückblick 2015

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Eigentlich möchte ich auf dieses Jahr gar nicht zurückschauen. In gewisser Weise war es ein schlechter Abklatsch von 2014, das auch schon ein ziemliches Horror-Jahr für mich gewesen war. Trotzdem, um es abzuschließen, ist so ein Rückblick vielleicht doch gar nicht so schlecht.

Am 2. Januar erschien ein Artikel von mir zum Thema Hartz IV in der Reihe „#Leere Versprechungen – Hartz IV und die Folgen“ auf dem Blog der Piratenpartei NRW: Zynismus in Gesetzesform. Die Nachwirkungen der dort geschilderten Ereignisse kosteten mich nochmal etwa drei Monate Erholungszeit. Ja, ich brauche da halt länger; für mich ist so ein Angriff auf meine Existenz und Menschenwürde nicht dann schon vorbei, wenn sie rein technisch erledigt ist. (mehr …)


Was ist schon normal?

Sonntag, 27. Dezember 2015

Normalität ist, auch wenn man es bei diesem Begriff so gar nicht glauben sollte, meist eine sehr individuelle Angelegenheit. Was für den einen normal ist, mag einem anderen als unnormal gelten. Manche Menschen sind „Lerchen“, sie stehen früh auf: Das ist für sie normal. Andere sind Eulen und können sich überhaupt nicht vorstellen, wie man so früh aufstehen und dann auch direkt wach und einsatzfähig sein kann.

Das Problem fängt an, wenn aus der Normalität des einen eine Normativität oder Normierung für andere bzw. alle wird. Denn dann entsteht automatisch Ungerechtigkeit. Ich rede hier nicht einmal von gesetzlichen Normen (wobei auch diese teilweise auf einer solchen Normativität aufbauen), sondern vom Normalitätsempfinden von Menschen. (mehr …)


Das Seil

Samstag, 19. Dezember 2015

Wenn man ein Seil mit mehr Zugkraft belastet, als es eigentlich aushält, dann bekommt es irgendwann dünne Stellen. Und wenn man die Last dann nicht runternimmt, reißt es. Außerdem kann es dann auch nicht mehr seine vorgesehene Zugkraft aushalten, jedenfalls nicht, bevor es repariert wurde.

Manchen Leuten sagt man nach, sie hätten „Nerven wie Drahtseile“. Je nach Situation kann das auch bei mir so sein (obwohl ich es dann nicht so empfinde). Aber wenn es um meine Stabilität, um meine soziale und Planungs-Sicherheit geht, ist das definitiv nicht der Fall. Mein Seil ist so rissig, daß ich derzeit alle Last davon wegnehmen muß. (mehr …)


Hilfe, die keine ist

Freitag, 4. Dezember 2015

Es ist eine Erfahrung, die sich mittlerweile durch alle sozialen Bereiche incl. Gesundheitswesen zieht: Hilfen werden offiziell angeboten, dann jedoch mit massenhaft Hürden versehen, und bekommt man sie schließlich doch, sind sie maximal halbherzig und man darf froh sein, wenn sie nicht so nebenbei noch zusätzlichen Schaden anrichten. Dabei entsteht der Eindruck, daß sowohl die Hürden aufgebaut als auch die Hilfen schlecht bis gar nicht ausgeführt werden, damit Menschen ja nicht auf die seltsame Idee kommen, die offiziell vorhandenen Möglichkeiten auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. (mehr …)


#WirSchweigenNicht

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Mein Beitrag zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung.

Gestern berichtete Aleksander Knauerhase („QuerDenkender“) von seinem Treffen mit „Aktion Mensch“. Der Bericht gebietet schon in einer gewissen Weise Schweigen – nämlich fassungslose Sprachlosigkeit angesichts dieses Umgangs einer angeblichen Hilfsorganisation für Behinderte mit den Menschen, die sie behauptet zu vertreten.

Aber wir dürfen nicht schweigen, ganz im Gegenteil. (mehr …)


Volkskrankheit Depression

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Alexander Schestag @AlexSchestag
Auch für @AtariFrosch: Die Depression ist zur Volkskrankheit geworden, Menschen verlieren ihr Leben durch Anpassung. m.spiegel.de/karriere/beruf…

8:50am · 22 Oct 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
@AlexSchestag Erkenntnisse, die ich längst habe. Der Autor blendet allerdings den massiv einschränkenden Faktor Geld aus.

10:49am · 22 Oct 2015

Alexander Schestag @AlexSchestag
@AtariFrosch ja, vielleicht weil er mit Karrieremenschen zu tun hat, die eh genug verdienen. Oder er geht im Buch drauf ein. Interessant ...

10:52am · 22 Oct 2015

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Autismus-Erkenntnis

Dienstag, 22. September 2015

Wie ist das eigentlich, wenn man plötzlich erfährt oder feststellt, daß man im Autismus-Spektrum ist bzw. eine sogenannte Autismus-Spektrums-Störung (ASS) hat? Vor vier Jahren ist mir klar geworden, daß das, was mich „anders“ macht, einen Namen hat. Autismus. Und was es für mich bedeutet. Zeit für einen Rückblick.

Die Erkenntnis kam ja sehr plötzlich, etwa im August 2011. Ein Tweet in meiner Timeline, mit Link zu einem Blogartikel von einer Autistin. Den gelesen, nein: verschlungen. Auf dem Blog weitergelesen. Von dort durch Verlinkungen auf weitere Blogs gekommen, auf denen mehr erklärt wird. Und binnen weniger Stunden formte sich aus dem scheinbaren Chaos, das mein Leben bisher zeigte, ein Bild. Ein sehr deutliches. DAS ist es. DAS bin ich. Ich bin auch so. (mehr …)


Aktion Mensch und ABA

Donnerstag, 20. August 2015

Wir sind Autismus!

Die Aktion Mensch gibt sich gerade alle Mühe, zu zeigen, daß sie sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen eigentlich gar nicht so sehr interessiert. Zumindest in bezug auf Autismus entwickelt sie sich eher in die Richtung: „Wir fördern das, was am lautesten schreit, und die, die die besten Rhetoriker haben.“

Auf diese Weise ist Aktion Mensch offensichtlich auf die Vertriebler einer „Autismus-Therapie“ hereingefallen, die eine Dressur, ähm, „Therapie“ im Stil der Applied Behavior Analysis oder kurz ABA anbieten. Und weil die Krankenkassen diese Therapie nicht bezahlen, graben sie halt mal Aktion Mensch an, weil Aktion Mensch Fördertöpfe für sowas hat. Das Problem dabei ist, daß Aktion Mensch offenbar nicht wirklich wissen will, was sie da fördern. (mehr …)


Wo ist die Hoffnung?

Dienstag, 18. August 2015

(Ja, das wird wieder so ein #mimimi-Artikel. Wen das nervt, einfach weglesen und weitermachen.)

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es einen Ort, an dem ich mich mit dem einbringen kann, was ich kann, statt ständig genötigt zu werden, um die Existenz zu kämpfen?

14:19 - 18. Aug. 2015

Atari-Frosch @AtariFrosch
Gibt es so einen Ort, wo nicht die Normalität, sondern die Individualität zählt? Where is the hope?

14:19 - 18. Aug. 2015

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Illinois verbietet Kerri Rivera, MMS anzubieten

Dienstag, 30. Juni 2015

NBC 5 Chicago berichtete am 24. Juni, daß die Generalstaatsanwältin von Illinois der bekannten Quacksalberin Kerri Rivera eine „assurance of voluntary compliance“, also quasi eine „freiwillige Selbstverpflichtung“, aufgedrückt hat. In dieser verpflichtet sich Kerri Rivera, im Staat Illinois MMS bzw. Chlordioxid nicht mehr als Medikament gegen Autismus zu bewerben, zu verkaufen oder in Seminaren oder auf Konferenzen sowie ihren Websites anzupreisen. Wenn sie sich nicht daran hält, wird das als Verstoß gegen das dortige Verbraucherschutzgesetz gewertet und kann entsprechend sanktioniert werden.

Nachfolgend meine Übersetzung der Selbstverpflichtung; Original (PDF, leider rein grafisch): Rivera, Fully Executed AVC. (mehr …)


#nospiritofhealth Kassel 2015 – Tag 3

Mittwoch, 29. April 2015

Wir hatten am Abend zuvor vereinbart, ein wenig später anzufangen und dafür früher, nämlich um etwa 14:00 Uhr, aufzuhören. Meine Idee war's nicht, ich hätte gern noch durchgezogen.

Für mich wurde es morgens aber sowieso ein wenig später, weil ich mein Gepäck gleich mitnahm und dann erst einmal zum Bahnhof Wilhelmshöhe fuhr, um es dort einzuschließen. Für die Rückfahrt nach Hause hatte ich mir bereits am Donnerstag direkt nach der Ankunft ein Bahnticket gezogen und eine Reservierung gleich dazu; um 19:00 Uhr sollte ein durchgehender InterCity fahren.

Da ich dann auch noch fast eine halbe Stunde auf die nächste Straßenbahn zum KongressPalais warten mußte, war ich erst gegen 11:00 Uhr dort. (mehr …)


#nospiritofhealth Kassel 2015 – Tag 2

Dienstag, 28. April 2015

Der Samstag war der anstrengendste Tag, aber wir waren auch ein paar mehr Leute am Stand, wenn auch leider immer noch zu wenige. Verstärkung bekamen wir vor allem von Sam Becker (@tageshauscaos), die offenbar im Umgang mit MMS-Jüngern schon sehr geübt ist. Ihren Bericht kann man hier nachlesen: Spirit auf bullshit in kassel. Außerdem hatte die GBS diesmal noch einen gut ausgestatteten Transporter dabei, und es gab jetzt auch zwei Klappstühle für uns zum Hinsetzen.

Für mich begann der Tag mit Kopfschmerzen, die vom überlasteten Nacken hochgezogen waren. Ich wußte ja schon, warum ich das Luftbett mitgenommen hatte … (mehr …)


#nospiritofhealth Kassel 2015 – Tag 1

Dienstag, 28. April 2015

Christian und ich fuhren morgens zusammen zum KongressPalais, wo nach und nach Leute von der Giordano-Bruno-Stiftung und vom Deutschen Konsumentenbund auftauchten. Es wurden ein Pavillon und ein paar Klapptische aufgebaut; Sitzgelegenheiten gab es keine.

In der ersten Kongreßpause kamen dann die ersten Kongreßbesucher vorbei – nein, nicht, um sich zu informieren, sondern um uns zu erklären, daß wir ja alle keine Ahnung hätten. (mehr …)