Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Politik'

Spritpreise

Mittwoch, 9. März 2022

Um Rußland für den kriegerischen Überfall der Ukraine zu sanktionieren, wird gerade darüber nachgedacht, die Lieferungen von Öl, Gas und Kohle von dort einzustellen. Noch ist hier in Deutschland nichts dergleichen passiert; die bisher beschlossenen Sanktionen nehmen den Energie-Sektor explizit aus. Trotzdem steigen bereits die Kosten für Benzin und Diesel, und die Autofahrenden heulen und jammern.

Leute, echt mal jetzt.

Ich hab mal meine alten Fahrscheine ausgegraben. Nur für hier in Düsseldorf, also Rheinbahn bzw. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Ihr werdet Augen machen. (mehr …)


Pandora’s Clock

Donnerstag, 24. Februar 2022

Derzeit schaue ich ja mal wieder MacGyver (von DVD). Und dann las ich heute, daß Rußland die Ukraine überfallen hat. Hat natürlich nichts miteinander zu tun, aber mein Gehirn mixt manchmal Informationen auf, sagen wir, interessante Weise: Die Hauptrolle in MacGyver spielt Richard Dean Anderson. Der spielt ebenfalls die Hauptrolle in der Verfilmung AKA „Mini-Serie“ Pandora's Clock. Und die hat an einer Stelle auch die Ukraine zum (Neben-)Thema.

Zeit, Buch und die zweiteilige Verfilmung mal wieder auszugraben. (mehr …)


Jahresrückblick 2021

Freitag, 31. Dezember 2021

Vor einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle „In einem Wort: UFF.“ Und ich schloß mit dem Fazit: „Dieses Jahr kann in die Tonne.“

Und dann kam 2021 und zeigte mir, daß das alles noch steigerungsfähig ist. Es wurde das Jahr des #IchKannNichtMehr.

Der 1. Januar begann damit, daß sich mein vorheriger Haupt-PC hier nicht mehr einschalten ließ. Ich tippe auf's Netzteil. Ich bin das ganze Jahr durch nicht dazu gekommen, das nachzusehen.

Januar und Februar waren vor allem fürchterlich kalt gewesen. Ich bekam die Wohnung nicht mehr wirklich warm, brauchte oft den Ölradiator als Ergänzung und saß meistens einfach frierend mit Strickjacke überm Hoodie am PC, Kapuze auf, um die Ohren warmzuhalten.

Anfang Januar kaufte ich mir endlich wieder ein gutes, hohes Stativ, und kurz darauf war dann endlich auch das Wäscheständer-Drama abgeschlossen.

Immerhin war mir dann – mit reichlich in die Nacht verschobenem Tagesrhythmus – gelegentlich danach, zum Fotografieren rauszugehen, also packte ich Drecksack, Kameratasche und Stativ in den Einkaufstrolly und zog los:

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Sich etwas leisten können

Sonntag, 26. Dezember 2021

Ich versuche seit einer Weile, mir die Phrase „sich etwas leisten können“ abzugewöhnen. Sie ist zutiefst kapitalistisch.

Ich kann etwas bezahlen oder auch nicht. Mit meiner Leistungsfähigkeit hat das nichts zu tun in einer Gesellschaft, in der Menschen nicht mehr für ihre Leistung bezahlt werden und sich Firmen mit Händen und Füßen gegen einen (höheren) Mindestlohn wehren bzw. mit allen Mitteln versuchen, ihn zu unterlaufen. (Ja, nicht alle Firmen, ich weiß.)

Geradezu höhnisch ist das für bzw. gegenüber Menschen, die gar nicht mehr in der Lage sind, eine oder genügend „Leistung“ zu erbringen im Rahmen einer Arbeit, die bezahlt wird. Oder die das zwar könnten, aber keine entsprechende Arbeitstelle finden können. Die von einem Regelsatz abhängig sind, der seit Jahren im Verhältnis zu den Preissteigerungen immer weniger wird, auch wenn er in absoluten Zahlen steigt, was auch nichts mit „Leistung“ zu tun hat. Wir werden also in Armut gezwungen und uns wird dann erzählt, daß wir uns „das halt nicht leisten“ könnten und wir uns damit abzufinden hätten. Wer braucht schon gesundes Essen, wer braucht schon Urlaub, wer braucht schon Teilhabe oder Lebensqualität, wenn man noch nicht mal was „leistet“?

Es geht bei der Frage, ob man etwas kaufen kann, nicht um Leistung. Es geht darum, ob man's bezahlen kann.

(Ich bin ja für die Abschaffung des Kapitalismus bzw. der sogenannten Marktwirtschaft AKA des Wirtschaftsfaschismus', aber das will ja wieder niemand hören, ne.)


Sooo müde …

Sonntag, 19. Dezember 2021

Ich bin sooo müde. Die Frage, wie man das alles aushalten soll, stellt sich gar nicht mehr. Das kann niemand mehr aushalten, der sich regelmäßig aus seriösen Quellen informiert.


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Know Your Enemy

Donnerstag, 11. November 2021

Seit einem Jahr habe ich diese Probleme nun, die so aussehen wie die Symptome einer Depression. Phasenweise keine Konzentration, dauermüde, niedergeschlagen, lustlos, antriebslos. Und so ein Herr Arzt, der mich im September „begutachten“ wollte, meinte auch, es müsse eine Depression sein.

Nein. Einfach nein.

Denn es ist keine Krankheit, die mir erzählt, ich sei wertlos. (mehr …)


Der Akku

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Ich stehe immer wieder vor der Situation, mich Menschen, die mich erst kurz kennen, erklären zu müssen. Dazu müssen sie aber eigentlich mindestens die letzten 20 Jahre meines Lebens kennen. Ich brauche also eine Fassung dieser Erklärung, die bei solchen Leuten funktioniert (oder besser: eine Chance hat, zu funktionieren). OK, eigentlich sollte ich sowas in einer Gesellschaft, die für sich in Anspruch nimmt, nicht menschenverachtend zu sein, gar nicht brauchen, aber well … here we are.

Nehmen wir also einen – mit Sicherheit hinkenden – Vergleich heran. Stellen wir uns vor, ich laufe auf einem Akku. Der hat „aus Gründen“ eine Art Memory-Effekt entwickelt: Die ersten 10 % lassen sich noch einigermaßen laden, aber danach dauert das Laden uuuunglaublich lange. Rein technisch ist die Kapazität noch da, also vielleicht nicht mehr 100 %, aber auf jeden Fall mehr als 50. Nur wird die nicht mehr erreicht, weil das eben so lange dauert und die mühsam erreichte Aufladung durch immer wieder neue Ereignisse schnell wieder weggeputzt wird. So bleibe ich eben regulär unter 10 % oder falle auch öfter mal auf Null – was Menschen mit dem Privileg eines trainierten Akkus so gar nicht verstehen können. (mehr …)


Weggenommen

Freitag, 10. September 2021

Wenn ein Mensch mangels Alternativen gezwungen ist, einen Antrag auf Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder andere Sozialleistungen zu stellen, dann verhalten sich die Angestellten der entsprechenden Behörden oft so, als wolle man ihnen persönlich etwas wegnehmen. Aber auch die privilegierte Mehrheitsgesellschaft betont immer wieder sehr gerne, daß die Leistungsbeziehenden doch ohne Gegenleistung (!!!) etwas bekämen, der Mehrheitsgesellschaft also etwas wegnehmen würden.

Es wird Zeit, dieses falsche Narrativ ausführlich aufzudröseln. (mehr …)


Pleite

Dienstag, 3. August 2021

Nun ist es also soweit. Das, was ich seit Monaten fürchtete. Ich bin pleite. Jeweils rund 20 € sind noch im Geldbeutel, auf PayPal und auf meinem Bankkonto, und ich bin mit einer Monatsmiete im Rückstand.

Den Antrag auf Hartz IV habe ich am 19. Juli abends in den Hausbriefkasten des hiesigen ARGE eingeworfen. Ja, das war schon knapp, hatte aber mehrere Gründe gehabt. Der Hauptgrund war, was das ARGE von 2009 bis 2018 mit mir und meinem Leben angerichtet hatte. Das ist so ein bißchen wie … Du mußt in ein Haus gehen, in dem Du verprügelt wirst, um weiterleben zu dürfen (falls Du überlebst), aber wenn Du nicht reingehst, gehst Du auf jeden Fall drauf. Würdet Ihr immer wieder freimütig in dieses Haus gehen? (mehr …)


Parteitag mal anders

Montag, 10. Mai 2021

An diesem Wochenende fand der erste Teil des ersten hybriden Bundesparteitags der Piratenpartei Deutschland statt. Eine gute Gelegenheit für mich, endlich mal wieder an einem Bundesparteitag teilzunehmen, ohne mit Reisekosten und -organisation belastet zu sein. Und ohne das Risiko, dann in einem Plenum zu sitzen, in dem um mich herum ständig geredet wird, so daß ich den zweiten Tag verliere, weil ich in der Nacht nach dem ersten zusammenbreche.

Dafür, daß es der erste so veranstaltete Bundesparteitag seiner Art ist, sieht das alles schon sehr gut aus. Natürlich lief noch nicht alles glatt. Zum Beispiel war da das ungültige Zertifikat des Mumble, in welches man anfangs reinmußte, um sich zu akkreditieren. Oder die eingeschränkten Netzkapazitäten vor Ort, die dem Jitsi (für öffentliche Wortmeldungen, Fragen, Reden, Vorstellungen etc.) offenbar gelegentlich Probleme bereiteten. (mehr …)


Ich kann nicht mehr.

Dienstag, 23. März 2021

Die Konferenz der korrupten DAX-Freunde, äh, Ministerpräsidenten hat – wie leider zu erwarten – sich drauf geeinigt, daß es noch mehr tote und langzeit-beeinträchtigte Menschen geben soll. In den Beschlüssen des „Corona-Gipfels“ gibt es kein Wort über konsequente Schließungen von Schulen und Kindergärten. Was als „Lockdown“ bezeichnet wird, ist weiterhin keiner. Eine „Notbremse“ soll erst bei der viel zu hohen Inzidenz von 100 greifen.

Das gilt laut aktuellem Beschluss auch für die Osterzeit vom 1. bis zum 5. April. Die weiterhin geltende Notbremse wird in diesem Abschnitt nicht erwähnt. Diese sieht für Regionen oder Länder mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 vor: Es dürfen sich nur ein Haushalt und eine weitere Person treffen, Kinder bis 14 Jahre sind wieder ausgenommen.

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Einschläge

Sonntag, 18. Oktober 2020

<Auskotz-Modus>

Die Einschläge kommen (wieder) näher. Also, bei mir.

Das Erbgeld schmilzt jeden Monat um mindestens 1.000 €. Das sind meine Grundkosten (Miete, Strom, Gas, Krankenkasse, Internet, Server, Lebensmittel). Aber ich hatte auch noch weitere Kosten: Nachholbedarf, kaputte Geräte, und die letzten zwei Monate einen Angestellten, um die Wohnung wenigstens soweit in Schuß zu bringen, damit ich an einen Umzug überhaupt denken kann.

Nun stelle ich fest, daß die Mieten an meinem Zielort (Greifswald und Umgebung) doch nicht so günstig sind, wie ich dachte. Oder sie sind in den letzten zwei Jahren gestiegen und der Miet-Regelsatz wurde dem nicht angepaßt. Sollte ich dorthin umziehen und mir dann das Geld ausgehen, stehe ich wieder vor dem gleichen Problem wie hier bis vor zwei Jahren, nämlich daß das ARGE mich mit allen Mitteln und Tricks obdachlos kriegen will.

Das ist aber nicht das einzige Umzugs-Hindernis: (mehr …)


E-Mail an den Bundespräsidenten: IPReG nicht unterschreiben!

Donnerstag, 2. Juli 2020

Ich habe soeben eine E-Mail an den Bundespräsidenten abgeschickt (Kontaktdaten). Grund ist die Verabschiedung des seit Monaten diskutierten IPReG, entgegen aller Proteste durch Betroffene, entgegen verfassungsgemäßer Rechte, entgegen der UN-Behindertenrechts-Konvention.

Und ich bitte Euch, das ebenfalls zu tun, möglichst in eigenen Worten, aber Ihr dürft auch gern meine Version kopieren. Wer es mehr mit akustischer Sprache hat: Ruft bitte an, laßt die Telefone und Ohren im Bundespräsidialamt glühen! Das IPReG darf keine Gültigkeit erlangen. (mehr …)


Neue Selbständigkeit oder wieder Hartz IV?

Mittwoch, 25. März 2020

Ich überlegte gerade, ob ich derzeit – als Überbrückung wegen der Corona-Krise – besser einen neuen Antrag auf Hartz IV stellen oder mir, wie schon länger geplant, einen Gewerbeschein holen soll (ja, das geht erstaunlicherweise auch online). Die Website für die geplante Selbständigkeit ist ja schon seit bald einem Jahr online. Die „Jobcenter“ sollen derzeit laut BMAS keine Wohnungsgrößen etc. überprüfen. Es würde mir – falls der Antrag denn angenommen würde – nicht nur erstmal den Unterhalt sichern, sondern mich auch vom monatlichen „freiwilligen“ Krankenkassenbeitrag befreien, der mit gut 190 € im Monat schon kräftig reinhaut.

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Star Trek DS9: Melora

Donnerstag, 22. August 2019

[Spoilerwarnung] In diesem Artikel gehe ich ausführlich auf den Inhalt der Serienfolge 2.06 der Fernsehserie „Star Trek: Deep Space 9“ ein. Wer sie noch nicht gesehen hat und sich nicht spoilern lassen will, sollte diesen Artikel besser noch nicht lesen. [/Spoilerwarnung]

Vor einiger Zeit hatte ich mir die vollständige Serie „Star Trek: Deep Space 9“ auf DVD gekauft, und seit kurzem bin ich am „binge-watchen“, wie das heute heißt, wenn man versucht, eine Serie quasi am Stück durchzuschauen. Letzte Woche habe ich mit der zweiten Staffel angefangen, und da hat mich die Folge mit dem Titel „Melora“ besonders beeindruckt, obwohl sie einen durchgehenden logischen Fehler hat. Es geht in dieser Folge um den Umgang mit einer Behinderung, und zwar sowohl durch die behinderte Person als auch durch ihr Umfeld. Gedreht wurde die Folge im Jahr 1993, also vor etwa 26 Jahren. Ich habe mir die Folge wie bei mir üblich im englischen Original angesehen. (mehr …)