Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Politik'

Rechtswidriges Behördenhandeln

Donnerstag, 31. Mai 2018

Vorhin hat Patricia Koller auf Twitter auf ein Dokument mit dem Titel „Dokumentation / Menschen mit Behinderung / im Deutschen Bundestag“ [PDF] aufmerksam gemacht:


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Zitat des Tages: Sinn des Wirtschaftens

Dienstag, 8. Mai 2018

Eine gute Strategie in alten Versionen von SimCity war es, nach relativ kurzer Zeit die ganze Bevölkerung am Hunger verrecken zu lassen. Danach hat man kaum noch Probleme mit Slums und Unweltverschmutzung, die Schornsteine rauchen, das Geld fließt ohne Ende und irgendwann startet man eine Mondrakete nach der anderen. Manchmal glaube ich, dass viele Menschen mit Wirtschaftshintergrund daher ihre Vorstellung vom Sinn des Wirtschaftens haben. (Irgendwann war der Bug in SimCity allerdings gefixt. Der im Kopf lebt weiter.)

… schrieb Elias Schwerdtfeger auf quitter.no, und auch wenn ich den Bug nicht kannte – mir erscheint das auch so.


Fassungslos

Freitag, 23. März 2018

Es macht mich immer wieder fassungslos, wie darauf reagiert wird, wenn ich die seit vielen Jahren bekannte Tatsache beschreibe, daß bei Repressionsämtern eingereichte Unterlagen – teils systematisch – verschwunden AKA unterschlagen werden. Denn es gibt nur zwei Arten von Reaktionen:

  1. Kann gar nicht sein, die machen sowas nicht. Und wenn was verschwindet, dann bestimmt nicht absichtlich.
  2. Ja, dann mußt Du halt gegen Quittung abgeben! Faxen! Einschreiben!

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Gefährder

Montag, 19. März 2018

Laut ARGE Düsseldorf und Polizei Düsseldorf bin ich jetzt ein Gefährder. Weil, ähm, … OK, der Reihe nach.

Ich hatte letzte Woche sowohl am Mittwoch (14.03.) als auch am Donnerstag (15.03.) jeweils eine Vorladung zum ARGE bekommen. Einmal Sachbearbeiter, einmal Leistungsabteilung (interne Kommunikation können und wollen sie ja nicht, Mitwirkungspflicht einfordern ist viel praktischer). Am Mittwoch lief das sogar noch recht locker, auch wenn ich erstmal vor der Tür des eigentlich zuständigen Sachbearbeiters stand, an der ein Schild hing, daß er gar nicht da sei (ohne Begründung) und man in ein anderes Zimmer zu jemand anderem gehen sollte.

Diese Sachbearbeiterin schien mir jetzt auch nicht problematisch – OK, sie redete viel, was mir Probleme machte, meine Gedanken zusammenzuhalten. Es ging um meine berufliche Zukunft. Sie wollte meinen Lebenslauf in den PC eintippen, und obwohl ich den letztes Jahr zum eigentlich zuständigen Sachbearbeiter mitgebracht hatte, war er nun angeblich unauffindbar. (Ja, diese verschwindenden Unterlagen, ne.) Und natürlich nicht ins System erfaßt worden. Ich schrieb ihr den URL zum Lebenslauf auf meiner Website auf, weil ich es für unsinnig halte, dafür nochmal extra hinzulatschen, um etwas zu bringen, was sie schon haben.

Ich erwähnte auch, daß ich da noch eine zweite Vorladung für den Folgetag zur Leistungsabteilung habe. Sie meinte, die Dame dort sei eine „ganz Nette“. Und falls die „viiiiiel zu teure“ Wohnung zur Sprache kommen sollte, solle ich dort sagen, ich hätte Bestandsschutz, weil ich dort ja schon so lange wohne. Was man in der Leistungsabteilung wirklich wollte, wußte ich natürlich nicht, denn beide Vorladungen kamen nur mit den üblichen Textbausteinen und Sanktionsdrohungen daher, aber nicht mit einem individuellen Thema. Wäre vermutlich zu anstrengend, das da auch noch reinzuschreiben.

Am Donnerstag war ich dann also ohne große Sorge bei der Leistungsabteilung. Und kam mit einem halb abgefangenen Meltdown nach Hause. (mehr …)


Armuts-Torten

Montag, 5. Februar 2018

Von einer Neu-Antragstellerin wurde ich heute darauf aufmerksam gemacht, daß sich in der vorgesehenen Aufteilung des Hartz-IV-Regelsatzes etwas bemerkenswertes verändert hat. Man sollte ja meinen, daß die Erhöhung von 2017 auf 2018 sich gleichmäßig auf diese Verteilung auswirkt, da der Regelsatz ja immer noch nicht neu berechnet wurde. Dem ist aber nicht so.

Die Erhöhung an sich ist ja sowieso schon minimal – von 409 auf 416 Euro für einen alleinstehenden Menschen – und deckt nicht einmal die Inflationsrate ab. Da kann man nur drauf hoffen, daß es bald jemand zum Bundesverfassungsgericht schafft. Das wiederum läßt eine entsprechende Vorlage des Sozialgerichts Gotha ja schon seit Monaten einfach liegen, was wieder einmal die Vermutung fördert, daß Grundrechte für Menschen ohne eigenes Einkommen nicht mehr gelten. Aber was die Aufteilung angeht, da wird's gerade nochmal spannend: (mehr …)


Kritische Masse

Freitag, 2. Februar 2018

In diesem Fall ging es um iranische Frauen, die in aller Öffentlichkeit ihren Hijab auf einen Stock oder Ast hängen und sich damit demonstrativ auf erhöhte Positionen stellen, zum Beispiel auf Verteilerkästen. Die entsprechenden Bilder liefen in den letzten Tagen über Twitter. Das Problem ist aber grundsätzlicherer Art. (mehr …)


Jahresrückblick 2017

Sonntag, 31. Dezember 2017

Ja, und da war's auch schon wieder rum. Wie auch Ende des davorliegenden Jahres (OK, eigentlich schon im Januar 2017) gibt es auch diesmal wieder einen persönlichen Jahresrückblick. Der beginnt natürlich wieder mit einer Rekapitulation der Vorhaben für 2017: (mehr …)


Singletasking

Sonntag, 19. November 2017

Gestern merkte ich es mal wieder deutlich. Nicht nur, wie mich ein Problem oder eine Aufgabe vereinnahmen kann (siehe Hyperfokus), sondern auch, welche Probleme damit einhergehen. Ich meine, es war ganda, die den Begriff mal im Zusammenhang mit Autismus in meine Timeline warf und mich damit auf eine neue Spur auf der Suche nach Selbsterkenntnis brachte: Singletasking. Ja, das beschreibt es glaub ich ganz gut.

Warum kann ich nicht zwischen Aufgaben „springen“? Warum ist es so schwer, in eine Aufgabe, die ich gerade nicht weitermachen kann, später wieder „reinzukommen“? Warum vergesse ich Aufgaben so leicht, wenn ich gerade in eine Sache vertieft bin? Singletasking. Das scheint mir die Antwort zu sein. (mehr …)


Nine-Eleven

Montag, 11. September 2017

Schon lange wollte ich mal aufschreiben, wie ich den 11. September 2001 erlebt hatte. Nun hat mir Tomek (unwissentlich) den notwendigen Schubs gegeben:

Ja, ich erinnere mich extrem genau an diesen und den folgenden Tag. Die Ereignisse hatten (nicht nur) mich völlig in ihren Bann geschlagen. (mehr …)


Vortanzen beim ARGE

Montag, 29. Mai 2017

Da ich ja nun wieder im Hartz-IV-Bezug bin, eingestuft als „voll erwerbsfähig“, heißt das auch, daß ich mich „dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen“ soll. Für Donnerstag habe ich eine Vorladung (euphemistisch immer schön als „Einladung“ bezeichnet) erhalten, natürlich mit der üblichen Sanktionsdrohung, falls ich es wagen sollte, nicht aufzutauchen und dafür keine gnädigerweise anerkannte Entschuldigung vorweisen zu können.

Ja, und damit geht es wieder los. Wie jedesmal. (mehr …)


Bashing vs. Kritik

Montag, 8. Mai 2017

Derzeit berichten ja diverse Medien über Xavier Naidoo, weil er sich schon länger als Anhänger der „Reichsbürger“-Ideologie erwiesen hat und sich nun wohl auch mit den Texten seines neuen Albums entsprechend äußert. Dabei kamen mir immer wieder Bemerkungen in die Twitter-Timeline wie (sinngemäß) „hey, warum sagt denn keiner, daß der schon immer und generell Scheiß-Mukke macht?“

Nein. Einfach nein.

Den Mann wegen Reichsbürger-Fantasien zu kritisieren, halte ich für absolut berechtigt. Aber nicht das Bashing wegen der Musik. Denn: (mehr …)


Wähle, was Du wirklich willst!

Samstag, 6. Mai 2017

Es gibt leider eine Menge Leute, die starren auf Umfrageergebnisse vor Wahlen und gucken dann, wer „eine Chance“ hat. Bei einer Wahl geht es darum aber gerade nicht. Eine Wahl soll den Willen der Wähler ausdrücken.

Das heißt: Kipp diese ganzen Umfragen in den Gully, informiere Dich lieber, welche Partei Deine politischen Positionen und Überzeugungen am ehesten vertritt (100 % Übereinstimmung wird es wohl eher selten geben, selbst wenn Du Mitglied einer Partei bist) und gib dieser Partei Deine Stimme. Oder entsprechend dem Kandidaten, wenn es um Direktkandidaten geht. (mehr …)


Flashback

Dienstag, 2. Mai 2017

Es ist wieder passiert. So wie schon oft seit 2002. Das war dieses Jahr, in dem das faschistische Repressionsamt AKA „Sozialamt“ mir für acht Monate Leistungen verweigert, meine Existenz vernichtet, mich obdachlos gemacht und für lange Zeit meine Gesundheit zerschossen hat.

Es. Dieses Gefühl, das immer wieder aufkommt, wenn ein Gläubiger aus dieser Zeit mit Pfändungen droht oder diese eben auch mal durchzieht.

Flashbacks. Das dringende Bedürfnis, die Verantwortlichen beim Repressionamt anzuschreien und ihnen ins Gesicht zu kotzen. Gleichzeitig das Gefühl, zu ersticken. Dazu Wellen von Angst und Lähmung. Kreisende Gedanken. Als wäre es wieder 2002. (mehr …)


Warum ich Pirat bin

Montag, 20. März 2017

PIRATENPARTEI

Heute wurde ich per Twitter-DM gefragt, wieso ich immer noch Mitglied der Piratenpartei bin, weil aus diesem Umfeld immer wieder öffentlich Bemerkungen gemacht werden, die man doch eher als „unpiratig“ einstufen sollte. Es ging um eine Bemerkung, die ein Pirat auf Twitter gemacht hatte und die – zumindest scheinbar – nicht zu den Grundeinstellungen der Piratenpartei paßt. Ob dem auch wirklich so war, lasse ich mal offen, denn so sicher bin ich mir da nicht; könnte auch ein Mißverständnis gewesen sein. Aber darauf kommt's nicht mal an, denn es gibt ja tatsächlich leider immer mal wieder Piraten, die sich öffentlich auch ganz eindeutig entgegen des Parteiprogramms äußern oder verhalten.

Meine Antwort lautet: (mehr …)


Frauenkampftag neu denken

Mittwoch, 8. März 2017

Heute ist Frauenkampftag, und der steht dieses Jahr unter dem Motto: „Women in the Changing World of Work: Planet 50-50 by 2030“. Also: Bis 2030 sollen Frauen und Männer die Welt – mindestens aber die Arbeits-Welt – halb und halb unter sich aufgeteilt haben. Ähm, und die anderen?

(Wie, welche anderen? – höre ich schon den einen oder anderen Menschen fragen.)

Über den Kampf von Frauen für Gleichberechtigung heißt es auch, es sei ein Kampf der Geschlechter. Wenn wir aber den Kampf um Gleichberechtigung der Geschlechter nur als Kampf zwischen Männern und Frauen sehen, oder besser, als Kampf der Frauen gegen eine männerdominierte bzw. patriarchale Gesellschaft, dann greift dieser Kampf zu kurz. (mehr …)