Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Archiv der Rubrik 'Soziales'

Jahresrückblick 2017

Sonntag, 31. Dezember 2017

Ja, und da war's auch schon wieder rum. Wie auch Ende des davorliegenden Jahres (OK, eigentlich schon im Januar 2017) gibt es auch diesmal wieder einen persönlichen Jahresrückblick. Der beginnt natürlich wieder mit einer Rekapitulation der Vorhaben für 2017: (mehr …)


Singletasking

Sonntag, 19. November 2017

Gestern merkte ich es mal wieder deutlich. Nicht nur, wie mich ein Problem oder eine Aufgabe vereinnahmen kann (siehe Hyperfokus), sondern auch, welche Probleme damit einhergehen. Ich meine, es war ganda, die den Begriff mal im Zusammenhang mit Autismus in meine Timeline warf und mich damit auf eine neue Spur auf der Suche nach Selbsterkenntnis brachte: Singletasking. Ja, das beschreibt es glaub ich ganz gut.

Warum kann ich nicht zwischen Aufgaben „springen“? Warum ist es so schwer, in eine Aufgabe, die ich gerade nicht weitermachen kann, später wieder „reinzukommen“? Warum vergesse ich Aufgaben so leicht, wenn ich gerade in eine Sache vertieft bin? Singletasking. Das scheint mir die Antwort zu sein. (mehr …)


Vortanzen beim ARGE

Montag, 29. Mai 2017

Da ich ja nun wieder im Hartz-IV-Bezug bin, eingestuft als „voll erwerbsfähig“, heißt das auch, daß ich mich „dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen“ soll. Für Donnerstag habe ich eine Vorladung (euphemistisch immer schön als „Einladung“ bezeichnet) erhalten, natürlich mit der üblichen Sanktionsdrohung, falls ich es wagen sollte, nicht aufzutauchen und dafür keine gnädigerweise anerkannte Entschuldigung vorweisen zu können.

Ja, und damit geht es wieder los. Wie jedesmal. (mehr …)


Flashback

Dienstag, 2. Mai 2017

Es ist wieder passiert. So wie schon oft seit 2002. Das war dieses Jahr, in dem das faschistische Repressionsamt AKA „Sozialamt“ mir für acht Monate Leistungen verweigert, meine Existenz vernichtet, mich obdachlos gemacht und für lange Zeit meine Gesundheit zerschossen hat.

Es. Dieses Gefühl, das immer wieder aufkommt, wenn ein Gläubiger aus dieser Zeit mit Pfändungen droht oder diese eben auch mal durchzieht.

Flashbacks. Das dringende Bedürfnis, die Verantwortlichen beim Repressionamt anzuschreien und ihnen ins Gesicht zu kotzen. Gleichzeitig das Gefühl, zu ersticken. Dazu Wellen von Angst und Lähmung. Kreisende Gedanken. Als wäre es wieder 2002. (mehr …)


Frauenkampftag neu denken

Mittwoch, 8. März 2017

Heute ist Frauenkampftag, und der steht dieses Jahr unter dem Motto: „Women in the Changing World of Work: Planet 50-50 by 2030“. Also: Bis 2030 sollen Frauen und Männer die Welt – mindestens aber die Arbeits-Welt – halb und halb unter sich aufgeteilt haben. Ähm, und die anderen?

(Wie, welche anderen? – höre ich schon den einen oder anderen Menschen fragen.)

Über den Kampf von Frauen für Gleichberechtigung heißt es auch, es sei ein Kampf der Geschlechter. Wenn wir aber den Kampf um Gleichberechtigung der Geschlechter nur als Kampf zwischen Männern und Frauen sehen, oder besser, als Kampf der Frauen gegen eine männerdominierte bzw. patriarchale Gesellschaft, dann greift dieser Kampf zu kurz. (mehr …)


Die Würde des Menschen

Montag, 6. Februar 2017

Svenja Eck schrieb gestern auf Twitter: Eine Bamf-Entscheiderin im Interview mit dem @neon_mag. Ich lass das Mal so stehen. #Asyl

Dazu ein Foto mit einem Textauszug:

INGA ZEMPEL: „Ich denke nicht, dass ich über das Schicksal von jemandem entscheide. Schicksal ist ein krasser Begriff. Ich entscheide über einen Asylantrag. Natürlich ist der in dem Moment entscheidend für das weitere Leben des Antragstellers. Ich bin aber nur eine Sachbearbeiterin. Asylbewerber haben das Recht, gegen meine Entscheidung vorzugehen.“

Der Widerspruch in sich scheint ihr schonmal nicht aufzufallen: Sie entscheidet angeblich nicht über das Schicksal eines Menschen, aber ihre Entscheidung ist gleichzeitig eine über das weitere Leben des Antragstellers. (mehr …)


Vorhaben für 2017

Montag, 30. Januar 2017

Na sowas: Ich war noch nicht einmal dazu gekommen, den geplanten Artikel über meine Vorhaben für 2017 zu schreiben – da ist schon fast der Januar rum. Aaaaber jetzt.

Damit verbunden ist auch ein Rückblick darauf, was aus meinen Vorhaben für 2016 geworden ist, denn daraus ergibt sich teilweise, was dieses Jahr (immer noch, wieder, weiterhin) ansteht. (mehr …)


Sprengt die Vorurteile!

Montag, 30. Januar 2017

Via Twitter wurde ich darauf aufmerksam, daß die Betreiberin von Wheelies Bloggeblubber zu einer Blogparade: Sprengt die Vorurteile! aufgerufen hat. Es heißt dort:

Was sind für euch Vorurteile? Wurdet ihr damit schon selbst konfrontiert? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Wurde ich schon mit Vorurteilen konfrontiert? You bet. Wie ich damit jeweils umgehen kann, hängt von der Situation ab. Von denjenigen, welche die Vorurteile äußern und davon, wie und in welcher Form sie geäußert werden. Und natürlich davon, ob mich das Vorhandensein bzw. die Äußerung von Vorurteilen direkt in Schwierigkeiten bringt. (mehr …)


Jahresrückblick 2016

Sonntag, 1. Januar 2017

Auf Twitter überlegten einige Leute, ob man nicht ein T-Shirt „I survived 2016“ drucken sollte (sucht mal nach „survived 2016 t-shirt“, da kommt einiges – und es gibt sogar schon Angebote). Doch, das trifft es.

2016, das war das Jahr, in welchem besonders viele Prominente starben – Muhammad Ali, Prince, Leonard Cohen, Umberto Eco, Hans-Dietrich Genscher, Götz George, Greg Lake, Peter Lustig, Elie Wiesel, Carrie Fisher – um nur einige zu nennen. Schon deshalb scheint so ein T-Shirt angemessen. Und in meinem privaten Umfeld hätte Alex Schestag dieses T-Shirt ganz besonders verdient. Buchstäblich. Und meine Situation ist ja auch immer noch prekär. Aber der Reihe nach: (mehr …)


CSU beleidigt ganz offiziell Hartz-IV-Bezieher

Mittwoch, 16. November 2016

Manchmal gibt es ja solche Nachrichten, bei denen einem (fast) nichts mehr einfällt. In meiner Twitter-Timeline fand ich das erst heute, aber bereits vorgestern verkündete der offizielle CSU-Account auf Facebook (Screenshot via @fbanaszak und weiteren):

Die Grünen wollen: Sanktionen für Hartz IV-Schmarotzer lockern!

(mehr …)


Wo ist die Grenze?

Samstag, 5. November 2016

Mein Fallmanager (also der, der dafür zuständig ist bzw. war, daß ich aus der Statistik falle) hatte mir im Januar 2015 erklärt: „Mit der Leistungsabteilung haben Sie einfach Pech gehabt. Die sind dafür da, Ihnen den Rücken freizuhalten.“

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Rechte sind nicht nur für diejenigen da, die „Glück haben“, und dürfen genauso wenig unter den Tisch fallen für diejenigen, die „Pech haben“. Glück und Pech haben bei Grund- und Menschenrechten nämlich mal einfach gar nichts zu suchen. Aber das ist gerade nicht der Punkt. (mehr …)


Ressourcen

Freitag, 4. November 2016

Der SackOhneSenf schrieb als Kommentar unter der vorletzten wöchentlichen Linksammlung:

Gerade weil die Idee nicht neu ist, habe ich mich stark gewundert. Das Zeit Argument kann ich auch nur sehr bedingt verstehen.

(Kurz: Es ging darum, warum ich eine schon länger existierende Idee für eine Software nicht umsetzen kann, obwohl ich durchaus über die dafür notwendigen Kenntnisse verfüge.)

Ja, das mit den Ressourcen. Der Zeit. Den Löffeln. Vielleicht sollte ich dazu doch mal ein paar Zeilen schreiben, warum ich immer mal wieder so ausgebrannt bin. (mehr …)


Zusammenhänge

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Beim Durchstöbern des Polizeitickers fällt auf, daß sich gefühlt etwa die Hälfte der Meldungen um Einbrüche, Aufbrüche, Diebstähle, Raub und Betrug drehen. Die Polizei führt derzeit bundesweit eine Kampagne „Riegel vor“ durch, um darüber zu informieren, wie Hausbesitzer, Wohnungs- und Ladenmieter ihre Räume besser schützen können. Außerdem fordern Innenpolitiker „natürlich“ mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum, auch gegen Diebstähle und Überfälle.

Über die Ursachen dieser Steigerungen macht sich dabei offenbar niemand Gedanken, zumindest nicht öffentlich wahrnehmbar. Denn Menschen kommen ja nicht von alleine auf die Idee, den Unterschied zwischen „mein“ und „Dein“ zu ignorieren und sich das Eigentum anderer oder deren Geld anzueignen. Oder das zumindest zu versuchen. Ich habe mir da so meine eigenen Gedanken gemacht. (mehr …)


Das Paradies auf Erden

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Nur falls jemand glaubt, die SPD habe noch irgendwas mit Sozialdemokratie zu tun: Es gibt da eine Bundestagsabgeordnete der SPD, die sogar im Sozialausschuß des Bundestages sitzt, namens Gabriele Hiller-Ohm. Und die zeigt uns gerade so richtig, wie asozial und menschenverachtend die SPD geworden ist.

Christel T., @JCaktiv, hatte Frau Hiller-Ohm nämlich erklärt, „Mit #H4 werden die Menschen richtig hilflos gemacht (noch mehr seit den #Rechtsverschärfungen)“, und @InfraRotGirl hatte ergänzt: „Ja , und wer kennt diese Hilflosigkeit und Ohnmacht besser als Du und ich...Existenzangst macht krank und kaputt ..“. Frau Hiller-Ohm meinte, daraufhin Victim Blaming betreiben zu müssen: (mehr …)


Behörden-Gläubigkeit

Samstag, 3. September 2016

Gestern habe ich es mal wieder erlebt: Die Mehrheit der Gesellschaft ist so behörden-gläubig, daß jeder, der behauptet, eine Behörde mache etwas absichtlich falsch, erstmal ausgelacht oder zumindest nicht ernst genommen wird. Auch von anderen Behörden, übrigens.

Ich muß Euch da leider enttäuschen: Es gibt Behörden, die absichtlich, willentlich und wissentlich Recht brechen. Und weder die Mitarbeiter noch die Behördenleitungen werden dafür belangt, denn Ermittlungsbehörden schauen einfach weg. Unter den Täter-Behörden sind mindestens die faschistischen Repressionsämter AKA „Sozialämter“ und die Ämter für Repression, Grundrechtsentzug und Existenzvernichtung (ARGE), offiziell „Jobcenter“ genannt. Aber auch von Jugendämtern hörte ich schon entsprechende Geschichten aus erster Hand. Mal ein paar Beispiele: (mehr …)