Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Spaß mit Brotbacken, Teil 3

17. Februar 2022 um 16:31 Uhr von Atari-Frosch

Ich hab heute wieder gebacken. Im neuen Tefal. Mit Roggenmehl. Und ich habe jetzt eine neue Theorie dazu, warum es immer wieder diese Pannenbrote gibt.

Zunächst einmal: Nach meiner versehentlichen Entsorgung des Knethakens beim neuen Automaten von Tefal hatte ich letzte Woche einen neuen Knethaken von deren Kundendienst-Partner bekommen, wie zugesagt auf „Kulanz“, also kostenlos. Also wollte ich wieder im neuen Automaten backen, auch weil der größere Brote kann als der LeCaf.

Wenn man ein Brot im Automaten ansetzt, füllt man erst das warme Wasser in die Schüssel und dann die Mehlmischung obendrauf. Heute sollte es ein Roggen-Vollkorn-Mischbrot werden, wobei sowohl Roggen- als auch Weizenmehl Vollkornmehle sind. Und weil der neue Automat ja so schön viel Platz bietet, wollte ich etwas mehr machen und mischte 500 g Roggen-Vollkorn- mit 250 g Weizen-Vollkorn-Mehl, dazu kamen je ein Päckchen Bio-Trocken-Hefe und Bio-Trocken-Sauerteig sowie natürlich die übliche Prise Salz und Zucker. Und dann füllte ich erstmal knapp 750 ml warmes Wasser in die Backform.

Und ich fürchte, das war der Fehler. weiterlesen →

Schwieriger Fall

31. Januar 2022 um 16:37 Uhr von Atari-Frosch

Ich komme gerade von einem Augenarzttermin. Ich bin ein „schwieriger Fall“, sagt der Augenarzt. Mein Problem: Mit den neuen Gläsern (seit 23. Dezember) habe ich Schwierigkeiten am Monitor (TFT, 24"). Die Augen fühlen sich oft (anfangs: ständig) überanstrengt an, und wenn ich von einem Bereich des Bildschirms in einen anderen „springe“, muß ich mich kurz dran gewöhnen, obwohl es derselbe Bildschirm ist.

Die Ursache ist laut Arzt die Kombination aus „ich guck immer nur mit einem Auge“ und den stark unterschiedlichen Werten der Augen. Die optimale Lösung wäre eine Operation, die ich allerdings selbst bezahlen müßte. Das ist wie bei den Zähnen: Das beste bekommen nur die Reichen. Fällt für mich also weg.

Ja, meine Augen sind schon etwas eigen. Vor 20 Jahren war das noch lustiger, da hatte das rechte Auge etwa +1,5 Dioptrien und das linke war bei -3 oder so. Heute bin ich mit dem rechten auch im Minus, etwa bei -2,5, und das linke ist bei ca. -6,75. Und das andere Problem: Ja, meine Augen sind im Gehirn wohl nicht so wirklich gut koordiniert. Ich kann deswegen auch keine Stereogramme bzw. die darin verborgenen 3D-Bilder sehen. Führend ist dabei ausgerechnet das schlechtere linke Auge. Ich hatte den Eindruck, wenn der Augenarzt mehr Zeit gehabt hätte, hätte er das spannend gefunden. weiterlesen →

Spaß mit Brotbacken, Teil 2

27. Januar 2022 um 14:49 Uhr von Atari-Frosch

Beim Pannenbrot im neuen Backautomaten ist mir noch 'ne Panne passiert, die mir jetzt erst aufgefallen ist.

Ich hatte danach die Mehlklumpen direkt aus der Backform in den Mülleimer entsorgt.

Vorletzte Nacht hab ich wieder gebacken, und irgendwas kam mir beim Einfüllen der Zutaten seltsam vor.

Das Brot war dann zwar teils gebacken, aber sehr klein, und bestand teilweise auch wieder aus Mehlklumpen. Und ich war echt ratlos, denn diesmal war kein Roggenmehl dabei gewesen.

Und jetzt lesen wir den zweiten Satz nochmal. weiterlesen →

Spaß mit Brotbacken

22. Januar 2022 um 8:54 Uhr von Atari-Frosch

Kürzlich gab es hier ja zweimal Pannenbrot, siehe Pannenbrot und Pannenbrot die zweite. Ich hatte im zweiten Artikel vermutet, daß der alte LeCaf-Backautomat am Ende ist. Wenige Tage danach hatte ich eine unerwartete Meldung in der DHL-App gehabt – ein Paket für mich in einer Packstation in Düsseldorf, wenn auch nicht in meiner „Stamm-Packstation“, sondern ein ganzes Stück weiter weg. Darin war ein niegelnagelneuer Backautomat, ein Tefal PF240E Pain & Délices, nicht gerade der billigste seiner Art (und der mußte in die weiter entfernte Packstation, weil in meiner Stamm-Packstation kein genügend großes Fach vorhanden ist). Wow. Was hab ich mich gefreut!

Ich stellte also den LeCaf beiseite, holte das Paket ab, baute das Gerät auf, las ein wenig im Handbuch, und buk schließlich das erste Brot darin, ein reines Dinkelbrot – das fast genauso klebte wie das letzte aus dem LeCaf (aber immerhin am Stück aus der Backform kam), also gehe ich davon aus, daß das am Dinkelmehl liegt. Vorher hatte ich zwar schon ein paarmal Dinkelmehl Type 630 verwendet, aber immer als Mischung mit einer anderen Mehlsorte, nicht ausschließlich.

Gestern Abend hatte ich ein Roggen-Mischbrot angesetzt. Ratet. weiterlesen →

Pannenbrot, die zweite – und RIP, alter LeCaf

14. Januar 2022 um 20:27 Uhr von Atari-Frosch

Acht Tage und drei Brote ist es nun her, das Pannenbrot, bei dem wie durch Zauberhand das ganze Wasser aus dem Backautomaten verschwunden war und ich an meinem Erinnerungsvermögen zweifelte – hatte ich es vielleicht doch vergessen? Einen Tag nach jenem Blogartikel versuchte ich es mit einem Kokos-Weißbrot mit Vanillezucker, das ganz normal gebacken wurde. Und vor drei Tagen hatte ich dann dieses Dinkelbrot, das zwar gut schmeckte, aber absolut nicht aus der Backform rauskommen wollte, so daß ich es nur in Brocken rauspflücken konnte.

Ja, und heute früh habe ich wieder gebacken. Ein Roggenbrot mit Haferflocken sollte es werden. Geworden ist es, wie beim „Pannenbrot“ (erster Durchgang) ein gebackener Haufen Mehlmischung. Diesmal sind noch Spuren des zugegebenen Wassers zu sehen. weiterlesen →

Spaß mit Python3 und InnoDB

13. Januar 2022 um 0:59 Uhr von Atari-Frosch

Die Blogs, die ich betreibe bzw. administriere, laufen allesamt mit MariaDB, einem Fork von MySQL. Die beiden Datenbank-Systeme kennen zwei verschiedene Engines, um Daten zu verwalten: MyISAM (die ältere) und InnoDB (die neuere). Die Blogs, die ursprünglich mit WordPress gestartet waren, legten ihre Datenbank mit MyISAM an, und auch, wenn die Blogs mittlerweile auf ClassicPress umgestellt wurden, blieb dieses Format erhalten. Was ich neu direkt mit ClassicPress installiert habe, bekam jedoch eine Datenbank mit der InnoDB-Engine, die die Daten ein wenig anders ablegt. Im laufenden Betrieb insbesondere der relativ kleinen Blogs macht das erstmal keinen Unterschied.

Anders sieht das aus, wenn ich abseits vom Blogsystem (hier: mit Python3) in diese Datenbanken reingreifen möchte. Solange ich nur lesend reingehe, ist das weiterhin kein Problem. Will ich jedoch schreibend auf diese Datenbanken zugreifen, gibt es einen kleinen, feinen Unterschied, und der hat mich eine Weile beschäftigt. weiterlesen →

Spaß mit EXIF und datetime-Objekten in Python3

7. Januar 2022 um 14:13 Uhr von Atari-Frosch

Seit Frühjahr 2009 fotografiere ich regulär mit digitalen Spiegelreflexkameras. Diese Kameras schreiben eine Menge interessante Informationen in die EXIF-Daten der Bilddateien – zum Beispiel den Zeitstempel der Aufnahme. Allerdings geht das so ein bißchen in die Hose, wenn man verpeiltermaßen vergißt, der Kamera zu erklären, wann Sommer- und wann Normalzeit ist. Dann hat man unter Umständen ein Foto, auf dem zufälligerweise eine Kirchturm- oder Bahnhofsuhr abgebildet ist mit einem Zeitstempel, der eine Stunde vorher oder danach anzeigt.

Das ist mir schon einige Male passiert, und ich habe jetzt nicht wenige Fotos, bei denen die EXIF-Zeitstempel halt nicht stimmen. Und so nebenbei dann auch die Dateinamen nicht, denn die kommen zwar als IMG_nnnn.JPG von den Kameras (wobei nnnn einfach eine laufende Nummer ist, die auf 0001 zurückspringt, wenn die 9999 erreicht wurde), aber direkt nach der Übertragung auf den PC lasse ich da bereits ein eigenes Python-Script drüberlaufen, das die Zeitstempel aus den EXIF-Daten ausliest und die Dateinamen ändert in yyyymmdd-hhmmss_nnnn.jpg. Die Aufgabe war also, zum einen die Zeitstempel direkt in den EXIF-Daten der Fotos zu korrigieren und zum anderen auch die Dateinamen anzupassen.

Hinweis: Das ist jetzt nicht so wirklich eine Anleitung, eher mal wieder so ein „Froschs Lernkurve war mal wieder sehr flach“. weiterlesen →

Pannenbrot

6. Januar 2022 um 16:30 Uhr von Atari-Frosch

Sowas ist mir auch noch nicht passiert. Seit Oktober letzten Jahres backe ich regelmäßig selbst Brot in einem alten Brotback-Automaten, und bis auf Kleinigkeiten hat das immer funktioniert. Aber was letzte Nacht passiert ist, war dann schon etwas sehr … eigen.

Ich hatte ein Brot mit diesen Zutaten angesetzt:

  • 450 g Roggenmehl, Type 997
  • 100 g Dinkelmehl, Type 630
  • 1 Handvoll Sonnenblumenkerne
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL brauner Zucker
  • 600 ml warmes Wasser

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Jahresrückblick 2021

31. Dezember 2021 um 18:11 Uhr von Atari-Frosch

Vor einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle „In einem Wort: UFF.“ Und ich schloß mit dem Fazit: „Dieses Jahr kann in die Tonne.“

Und dann kam 2021 und zeigte mir, daß das alles noch steigerungsfähig ist. Es wurde das Jahr des #IchKannNichtMehr.

Der 1. Januar begann damit, daß sich mein vorheriger Haupt-PC hier nicht mehr einschalten ließ. Ich tippe auf's Netzteil. Ich bin das ganze Jahr durch nicht dazu gekommen, das nachzusehen.

Januar und Februar waren vor allem fürchterlich kalt gewesen. Ich bekam die Wohnung nicht mehr wirklich warm, brauchte oft den Ölradiator als Ergänzung und saß meistens einfach frierend mit Strickjacke überm Hoodie am PC, Kapuze auf, um die Ohren warmzuhalten.

Anfang Januar kaufte ich mir endlich wieder ein gutes, hohes Stativ, und kurz darauf war dann endlich auch das Wäscheständer-Drama abgeschlossen.

Immerhin war mir dann – mit reichlich in die Nacht verschobenem Tagesrhythmus – gelegentlich danach, zum Fotografieren rauszugehen, also packte ich Drecksack, Kameratasche und Stativ in den Einkaufstrolly und zog los:

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Sich etwas leisten können

26. Dezember 2021 um 12:18 Uhr von Atari-Frosch

Ich versuche seit einer Weile, mir die Phrase „sich etwas leisten können“ abzugewöhnen. Sie ist zutiefst kapitalistisch.

Ich kann etwas bezahlen oder auch nicht. Mit meiner Leistungsfähigkeit hat das nichts zu tun in einer Gesellschaft, in der Menschen nicht mehr für ihre Leistung bezahlt werden und sich Firmen mit Händen und Füßen gegen einen (höheren) Mindestlohn wehren bzw. mit allen Mitteln versuchen, ihn zu unterlaufen. (Ja, nicht alle Firmen, ich weiß.)

Geradezu höhnisch ist das für bzw. gegenüber Menschen, die gar nicht mehr in der Lage sind, eine oder genügend „Leistung“ zu erbringen im Rahmen einer Arbeit, die bezahlt wird. Oder die das zwar könnten, aber keine entsprechende Arbeitstelle finden können. Die von einem Regelsatz abhängig sind, der seit Jahren im Verhältnis zu den Preissteigerungen immer weniger wird, auch wenn er in absoluten Zahlen steigt, was auch nichts mit „Leistung“ zu tun hat. Wir werden also in Armut gezwungen und uns wird dann erzählt, daß wir uns „das halt nicht leisten“ könnten und wir uns damit abzufinden hätten. Wer braucht schon gesundes Essen, wer braucht schon Urlaub, wer braucht schon Teilhabe oder Lebensqualität, wenn man noch nicht mal was „leistet“?

Es geht bei der Frage, ob man etwas kaufen kann, nicht um Leistung. Es geht darum, ob man's bezahlen kann.

(Ich bin ja für die Abschaffung des Kapitalismus bzw. der sogenannten Marktwirtschaft AKA des Wirtschaftsfaschismus', aber das will ja wieder niemand hören, ne.)

Sooo müde …

19. Dezember 2021 um 23:15 Uhr von Atari-Frosch

Ich bin sooo müde. Die Frage, wie man das alles aushalten soll, stellt sich gar nicht mehr. Das kann niemand mehr aushalten, der sich regelmäßig aus seriösen Quellen informiert.


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Know Your Enemy

11. November 2021 um 19:35 Uhr von Atari-Frosch

Seit einem Jahr habe ich diese Probleme nun, die so aussehen wie die Symptome einer Depression. Phasenweise keine Konzentration, dauermüde, niedergeschlagen, lustlos, antriebslos. Und so ein Herr Arzt, der mich im September „begutachten“ wollte, meinte auch, es müsse eine Depression sein.

Nein. Einfach nein.

Denn es ist keine Krankheit, die mir erzählt, ich sei wertlos. weiterlesen →

Zum Thema Drachenlord und Mobbing

28. Oktober 2021 um 15:58 Uhr von Atari-Frosch

Diese Kolumne von Sascha Lobo über den #Drachenlord – Ein jahrelanges Martyrium in Deutschland – und niemand hält es auf haut bei mir grade heftig rein. Der Text erinnert mich übermäßig an meine Schulzeit. Ich war anders, ich war „falsch“, also immer feste druff, ne?

Nein, ich wurde nicht zu Hause belagert (was aber auch damit zu tun gehabt haben dürfte, daß ich ja noch bei meinen Eltern lebte). Aber ich wurde zum Amüsement der Mobber provoziert, bis ich mich – vergeblich – wehrte. Und wer war schuld? Na, ich natürlich. „Du mußt doch irgendwas gemacht haben, daß die so mit Dir umgehen!?“ habe ich oft gehört. Diese Aussage hatte sich lange bei mir festgesetzt. Wenn mir jemand Unrecht angetan hat, muß ich ja irgendwie schuld gewesen sein, ne? So züchtet man Depressionen. weiterlesen →

Drei Wahrheiten, eine Lüge

27. Oktober 2021 um 10:04 Uhr von Atari-Frosch

… ist ein „Spiel“, das derzeit auf Twitter umgeht. Und weil ich grade Abwechslung brauchen konnte, habe ich mich gestern mal daran beteiligt.

Das Spiel geht so: Man postet vier Behauptungen über sich selbst. Drei davon sind wahr, eine ist falsch. Und die Followerschaft darf raten, welche der Behauptungen die falsche, also die Lüge ist.

Meine Behauptungen waren: weiterlesen →

Der Akku

14. Oktober 2021 um 20:39 Uhr von Atari-Frosch

Ich stehe immer wieder vor der Situation, mich Menschen, die mich erst kurz kennen, erklären zu müssen. Dazu müssen sie aber eigentlich mindestens die letzten 20 Jahre meines Lebens kennen. Ich brauche also eine Fassung dieser Erklärung, die bei solchen Leuten funktioniert (oder besser: eine Chance hat, zu funktionieren). OK, eigentlich sollte ich sowas in einer Gesellschaft, die für sich in Anspruch nimmt, nicht menschenverachtend zu sein, gar nicht brauchen, aber well … here we are.

Nehmen wir also einen – mit Sicherheit hinkenden – Vergleich heran. Stellen wir uns vor, ich laufe auf einem Akku. Der hat „aus Gründen“ eine Art Memory-Effekt entwickelt: Die ersten 10 % lassen sich noch einigermaßen laden, aber danach dauert das Laden uuuunglaublich lange. Rein technisch ist die Kapazität noch da, also vielleicht nicht mehr 100 %, aber auf jeden Fall mehr als 50. Nur wird die nicht mehr erreicht, weil das eben so lange dauert und die mühsam erreichte Aufladung durch immer wieder neue Ereignisse schnell wieder weggeputzt wird. So bleibe ich eben regulär unter 10 % oder falle auch öfter mal auf Null – was Menschen mit dem Privileg eines trainierten Akkus so gar nicht verstehen können. weiterlesen →