Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Jahresrückblick 2021

31. Dezember 2021 um 18:11 Uhr von Atari-Frosch

Vor einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle „In einem Wort: UFF.“ Und ich schloß mit dem Fazit: „Dieses Jahr kann in die Tonne.“

Und dann kam 2021 und zeigte mir, daß das alles noch steigerungsfähig ist. Es wurde das Jahr des #IchKannNichtMehr.

Der 1. Januar begann damit, daß sich mein vorheriger Haupt-PC hier nicht mehr einschalten ließ. Ich tippe auf's Netzteil. Ich bin das ganze Jahr durch nicht dazu gekommen, das nachzusehen.

Januar und Februar waren vor allem fürchterlich kalt gewesen. Ich bekam die Wohnung nicht mehr wirklich warm, brauchte oft den Ölradiator als Ergänzung und saß meistens einfach frierend mit Strickjacke überm Hoodie am PC, Kapuze auf, um die Ohren warmzuhalten.

Anfang Januar kaufte ich mir endlich wieder ein gutes, hohes Stativ, und kurz darauf war dann endlich auch das Wäscheständer-Drama abgeschlossen.

Immerhin war mir dann – mit reichlich in die Nacht verschobenem Tagesrhythmus – gelegentlich danach, zum Fotografieren rauszugehen, also packte ich Drecksack, Kameratasche und Stativ in den Einkaufstrolly und zog los:

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Sich etwas leisten können

26. Dezember 2021 um 12:18 Uhr von Atari-Frosch

Ich versuche seit einer Weile, mir die Phrase „sich etwas leisten können“ abzugewöhnen. Sie ist zutiefst kapitalistisch.

Ich kann etwas bezahlen oder auch nicht. Mit meiner Leistungsfähigkeit hat das nichts zu tun in einer Gesellschaft, in der Menschen nicht mehr für ihre Leistung bezahlt werden und sich Firmen mit Händen und Füßen gegen einen (höheren) Mindestlohn wehren bzw. mit allen Mitteln versuchen, ihn zu unterlaufen. (Ja, nicht alle Firmen, ich weiß.)

Geradezu höhnisch ist das für bzw. gegenüber Menschen, die gar nicht mehr in der Lage sind, eine oder genügend „Leistung“ zu erbringen im Rahmen einer Arbeit, die bezahlt wird. Oder die das zwar könnten, aber keine entsprechende Arbeitstelle finden können. Die von einem Regelsatz abhängig sind, der seit Jahren im Verhältnis zu den Preissteigerungen immer weniger wird, auch wenn er in absoluten Zahlen steigt, was auch nichts mit „Leistung“ zu tun hat. Wir werden also in Armut gezwungen und uns wird dann erzählt, daß wir uns „das halt nicht leisten“ könnten und wir uns damit abzufinden hätten. Wer braucht schon gesundes Essen, wer braucht schon Urlaub, wer braucht schon Teilhabe oder Lebensqualität, wenn man noch nicht mal was „leistet“?

Es geht bei der Frage, ob man etwas kaufen kann, nicht um Leistung. Es geht darum, ob man's bezahlen kann.

(Ich bin ja für die Abschaffung des Kapitalismus bzw. der sogenannten Marktwirtschaft AKA des Wirtschaftsfaschismus', aber das will ja wieder niemand hören, ne.)

Sooo müde …

19. Dezember 2021 um 23:15 Uhr von Atari-Frosch

Ich bin sooo müde. Die Frage, wie man das alles aushalten soll, stellt sich gar nicht mehr. Das kann niemand mehr aushalten, der sich regelmäßig aus seriösen Quellen informiert.


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Know Your Enemy

11. November 2021 um 19:35 Uhr von Atari-Frosch

Seit einem Jahr habe ich diese Probleme nun, die so aussehen wie die Symptome einer Depression. Phasenweise keine Konzentration, dauermüde, niedergeschlagen, lustlos, antriebslos. Und so ein Herr Arzt, der mich im September „begutachten“ wollte, meinte auch, es müsse eine Depression sein.

Nein. Einfach nein.

Denn es ist keine Krankheit, die mir erzählt, ich sei wertlos. weiterlesen →

Zum Thema Drachenlord und Mobbing

28. Oktober 2021 um 15:58 Uhr von Atari-Frosch

Diese Kolumne von Sascha Lobo über den #Drachenlord – Ein jahrelanges Martyrium in Deutschland – und niemand hält es auf haut bei mir grade heftig rein. Der Text erinnert mich übermäßig an meine Schulzeit. Ich war anders, ich war „falsch“, also immer feste druff, ne?

Nein, ich wurde nicht zu Hause belagert (was aber auch damit zu tun gehabt haben dürfte, daß ich ja noch bei meinen Eltern lebte). Aber ich wurde zum Amüsement der Mobber provoziert, bis ich mich – vergeblich – wehrte. Und wer war schuld? Na, ich natürlich. „Du mußt doch irgendwas gemacht haben, daß die so mit Dir umgehen!?“ habe ich oft gehört. Diese Aussage hatte sich lange bei mir festgesetzt. Wenn mir jemand Unrecht angetan hat, muß ich ja irgendwie schuld gewesen sein, ne? So züchtet man Depressionen. weiterlesen →

Drei Wahrheiten, eine Lüge

27. Oktober 2021 um 10:04 Uhr von Atari-Frosch

… ist ein „Spiel“, das derzeit auf Twitter umgeht. Und weil ich grade Abwechslung brauchen konnte, habe ich mich gestern mal daran beteiligt.

Das Spiel geht so: Man postet vier Behauptungen über sich selbst. Drei davon sind wahr, eine ist falsch. Und die Followerschaft darf raten, welche der Behauptungen die falsche, also die Lüge ist.

Meine Behauptungen waren: weiterlesen →

Der Akku

14. Oktober 2021 um 20:39 Uhr von Atari-Frosch

Ich stehe immer wieder vor der Situation, mich Menschen, die mich erst kurz kennen, erklären zu müssen. Dazu müssen sie aber eigentlich mindestens die letzten 20 Jahre meines Lebens kennen. Ich brauche also eine Fassung dieser Erklärung, die bei solchen Leuten funktioniert (oder besser: eine Chance hat, zu funktionieren). OK, eigentlich sollte ich sowas in einer Gesellschaft, die für sich in Anspruch nimmt, nicht menschenverachtend zu sein, gar nicht brauchen, aber well … here we are.

Nehmen wir also einen – mit Sicherheit hinkenden – Vergleich heran. Stellen wir uns vor, ich laufe auf einem Akku. Der hat „aus Gründen“ eine Art Memory-Effekt entwickelt: Die ersten 10 % lassen sich noch einigermaßen laden, aber danach dauert das Laden uuuunglaublich lange. Rein technisch ist die Kapazität noch da, also vielleicht nicht mehr 100 %, aber auf jeden Fall mehr als 50. Nur wird die nicht mehr erreicht, weil das eben so lange dauert und die mühsam erreichte Aufladung durch immer wieder neue Ereignisse schnell wieder weggeputzt wird. So bleibe ich eben regulär unter 10 % oder falle auch öfter mal auf Null – was Menschen mit dem Privileg eines trainierten Akkus so gar nicht verstehen können. weiterlesen →

DHL-Packstation: Bald bequem unsicher

16. September 2021 um 19:47 Uhr von Atari-Frosch

Gerade erfahren: Pakete an der Packstation mit der Post & DHL App abholen.

Kurz: Die App soll auf Abruf einen 120 Sekunden gültigen QR-Code ausspucken, mit dem man das Paket aus der Station holen kann. Die Kundenkarte wird dann nicht mehr benötigt.

Etwas länger: Leute, das könnte in die Hose gehen … weiterlesen →

Weggenommen

10. September 2021 um 18:10 Uhr von Atari-Frosch

Wenn ein Mensch mangels Alternativen gezwungen ist, einen Antrag auf Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder andere Sozialleistungen zu stellen, dann verhalten sich die Angestellten der entsprechenden Behörden oft so, als wolle man ihnen persönlich etwas wegnehmen. Aber auch die privilegierte Mehrheitsgesellschaft betont immer wieder sehr gerne, daß die Leistungsbeziehenden doch ohne Gegenleistung (!!!) etwas bekämen, der Mehrheitsgesellschaft also etwas wegnehmen würden.

Es wird Zeit, dieses falsche Narrativ ausführlich aufzudröseln. weiterlesen →

Pleite

3. August 2021 um 16:10 Uhr von Atari-Frosch

Nun ist es also soweit. Das, was ich seit Monaten fürchtete. Ich bin pleite. Jeweils rund 20 € sind noch im Geldbeutel, auf PayPal und auf meinem Bankkonto, und ich bin mit einer Monatsmiete im Rückstand.

Den Antrag auf Hartz IV habe ich am 19. Juli abends in den Hausbriefkasten des hiesigen ARGE eingeworfen. Ja, das war schon knapp, hatte aber mehrere Gründe gehabt. Der Hauptgrund war, was das ARGE von 2009 bis 2018 mit mir und meinem Leben angerichtet hatte. Das ist so ein bißchen wie … Du mußt in ein Haus gehen, in dem Du verprügelt wirst, um weiterleben zu dürfen (falls Du überlebst), aber wenn Du nicht reingehst, gehst Du auf jeden Fall drauf. Würdet Ihr immer wieder freimütig in dieses Haus gehen? weiterlesen →

Nokia 2.2 und GPS

24. Juli 2021 um 17:53 Uhr von Atari-Frosch

Ich stelle regelmäßig fest, daß das Nokia 2.2 bei der Geolokalisierung oft massiv danebenliegt. GPS ist an, muß ja, wegen der Corona-Tracing-App. Wenn ich hier am Fenster stehe und ein Foto mache und dann Koordinaten von zwischen einem Haus und einem Häuserblock weiter in der Bilddatei abgespeichert werden, kann ich das grade noch verstehen. Denn die Satelliten, die sich über dem Haus bzw. auf der anderen Seite des Hauses befinden, können ja nicht „gesehen“ werden. Damit fehlt für die Standort-Berechnung mindestens die Hälfte der notwendigen Informationen.

Für eine im Freien (!) gemessene Geolokalisierung > 120 m vom tatsächlichen Standort entfernt, wie ich bei einem Bild vom 19. Juli gerade festgestellt habe, habe ich dann allerdings überhaupt kein Verständnis mehr. So eine große Differenz ist mir selbst mit großen Glasscheiben, vielen Oberleitungen, dichtem Wald und/oder dichter Bewölkung noch bei keinem anderen (intakten) GPS-Empfänger untergekommen. weiterlesen →

Objektivitäten

11. Juni 2021 um 22:15 Uhr von Atari-Frosch

Letzten Monat gingen mir ja an einem eigentlich sehr schönen Sonntag im Mai (oder kurz vorher) gleich beide Sigma-Objektive kaputt, die ich bisher an der Canon EOS 750D verwendet hatte. Daraufhin kaufte ich mir gebraucht ein weiteres Sigma-Objektiv (28 - 300 mm aspherical IF), das mir aber überwiegend mehr oder weniger unscharfe Bilder liefert, wie ich am 23. Mai auf einem erneuten Spaziergang von Hamm S nach Landtag NRW feststellen mußte. Da jetzt drei Objektive rumzickten, verdächtigte ich die Kamera.

Dann fiel mir ein, daß ich ja noch ein Objektiv besitze: Beim Kauf der 750D war ein einfaches, leichtes Canon-Objektiv EF-S, 18 - 55 mm, Lichtstärke 1:3,5 - 5,6, mitgeliefert worden. Dieses hatte ich nie eingesetzt, weil die Sigmas halt schon ein bißchen bessere Werte haben. Das Sigma 18 - 55 mm hat eine durchgehende Lichtstärke von 1:2,8 und ist außerdem makrofähig, das Canon-Objektiv nicht. Um herauszufinden, ob die Autofokus-Probleme an dem Sigma-Objektiv oder an der Kamera liegen, kam mir dieses Objektiv aber gerade recht. weiterlesen →

IP-Jonglieren mit Vodafone

8. Juni 2021 um 17:59 Uhr von Atari-Frosch

Als ich letzten Monat, um meine Kosten zu reduzieren, einen neuen Internet-Tarif bei Vodafone buchte, hatte ich eigentlich überlegt, wieder in den Privatkundenbereich zurückzuwechseln, weil ich davon ausging, daß es dort günstiger ist als im Business-Bereich. Den Business-Tarif hatte ich ja nur, weil UnityMedia vor ihrem Verkauf an Vodafone – und als dieser noch nicht öffentlich bekannt war – die Business-Verträge angeboten hatte wie sauer Bier. Es ist zu vermuten, daß sie mit der deutlichen Erhöhung der Business-Verträge ihren Marktwert steigern wollten.

Allerdings war dieser BusinessVertrag nur in den ersten 24 Monaten günstig (rund 40,00 € im Monat), danach ging er auf über 70,00 € im Monat hoch, das war mir denn doch zu viel.

Vodafone lockte mich jedoch mit einem neuen Business-Vertrag, der zwar mehr kostet als die vorherigen 40, aber immerhin günstiger ist als die 70. Ich sollte statt der bisherigen 200 mBit/s Download und rund 20 mBit/s Upload 500 und 50 mBit/s bekommen, und außerdem eine feste IP-Adresse. Letzteres reizte mich sogar mehr als die Geschwindigkeit, denn damit kann ich zum Beispiel den Zugang zu den ssh-Ports auf den Servern auf diese Adresse festnageln und Angreifer, auch die Such-Bots, die regelmäßig die Ports abklappern, finden dann diesen Port nicht mehr. Die vorherige Geschwindigkeit hatte mir eigentlich vollkommen ausgereicht.

Nach der Tarifumstellung hatte ich dieselbe IPv4-Adresse wie vorher, in der IP-Range 84.119.0.0/16. Daher ging ich davon aus, daß sie diese letzte dynamisch zugeteilte IP einfach auf meinen Anschluß festgenagelt hatten und fand das äußerst praktisch. Ich paßte meine iptables-Regeln auf den Servern an und glaubte, daß ich daran nun nichts mehr verändern muß. Ich sollte mich irren. weiterlesen →

Es ist noch nicht vorbei

3. Juni 2021 um 13:36 Uhr von Atari-Frosch

Nein, Corona ist noch nicht vorbei. Eine Ansage in vier Tweets – ich fürchte, der Herbst wird nochmal heftig.

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JPGs mit falschen Start-Bytes

17. Mai 2021 um 13:39 Uhr von Atari-Frosch

Ich bin gerade dabei, die gestern gemachten Fotos von den Kameras zu holen und für die Verarbeitung vorzubereiten. Dabei stellte ich fest: Alle Fotos, die ich zwischen 17.04. und 03.05. mit dem Nokia 2.2 gemacht habe, werden nicht als JPG erkannt. Begründung: falsche Start-Bytes.

feh (aus mc heraus) sagt einfach gar nichts, und wenn ich im mc F3 drücke, was normalerweise die Exif-Daten eines Fotos anzeigt, bekomme ich nur Binärdaten angezeigt. Erst The GIMP sagt mir beim Versuch, so eine Datei zu öffnen, was eigentlich los ist:

GIMP Message

Opening '/data/fotos/Kameras/Nokia2.2/202104/IMG_20210417_200255.jpg' failed:

JPEG image plug-In could not open image

JPG image Message

Not a JPEG file: starts with 0x38 0x13

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