Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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OpenVPN Server auf Port 443 für Android-Client

10. März 2020 um 19:27 Uhr von Atari-Frosch

Ich bekam vorgestern aus meinem Umfeld die Bitte, einen OpenVPN-Zugang auf Port 443 für ein Android-Smartphone zur Verfügung zu stellen. 443 ist ja eigentlich der Port, der für https vorgesehen ist, der verschlüsselten Übertragung von Webseiten; für OpenVPN ist Port 1194 üblich. Das ist, wie in diesem Fall, sinnvoll, wenn man nur einen stark eingeschränkten Internet-Zugang zur Verfügung hat, bei dem nur die Standard-Ports für WWW und E-Mail zugänglich und alle anderen gesperrt sind. Außerdem sind wohl auch bestimmte IP-Ranges gesperrt. Nein, nicht Iran oder China. Ein Patienten-WLAN in einem deutschen Krankenhaus.

Auf meinem Hauptserver habe ich zwar einen OpenVPN-Server laufen, aber natürlich auf einem anderen Port, denn 443 ist hier für den Webserver reserviert. Allerdings habe ich ja vor gut zwei Monaten für ein Projekt zusätzlich einen kleinen V-Server angemietet, und auf dem läuft kein Webserver. Also habe ich da vorgestern mal ein neues OpenVPN draufgebaut, dem Nutzer die nötigen Dateien incl. Client-Konfiguration gemailt und – es funktionierte nicht. „TLS handshake failed“, sagte der Client. weiterlesen →

gitweb und die robots.txt

5. März 2020 um 0:02 Uhr von Atari-Frosch

In den letzten paar Monaten fiel mir auf, daß unterschiedlichste Hosts ziemlich fleißig meine Gitweb-Site crawlten, und zwar allesamt mit der Crawler-Kennung „MJ12Bot“. Dieser Crawler wird tatsächlich dezentral betrieben, das heißt, wer mag, kann sich das Ding auf seinem Host installieren und ihn dann fleißig laufen lassen. Gemeldet werden die Daten dann wohl an eine zentrale Datenbank.

Weil ich das nicht wollte, hatte ich den MJ12Bot in die robots.txt für die Gitweb-Site eingetragen. Den MJ12Bot schien das nicht weiter zu stören. Ich nahm ihn dann vor einiger Zeit in den badbots-Filter von fail2ban auf, weil ich ihn offenbar nicht anders loswerden konnte.

Heute stellte ich dann „endlich“ fest, daß ich hier mal wieder ein PEBCAK produziert hatte … weiterlesen →

Spaß mit Kühlschränken

18. Februar 2020 um 13:29 Uhr von Atari-Frosch

Letzte Woche irgendwann zwischen Montag und Dienstag ging meine Kühl-/Gefrierkombination in Rente. Das Licht ging noch an, aber er kühlte halt nicht mehr. Weil das Gerät schon mindestens 20 Jahre alt ist und ein neues daher mit Sicherheit deutlich weniger Strom verbraucht, habe ich nicht lange gezögert und am Mittwoch, nachdem ich den Defekt bemerkt hatte, ein neues Gerät bestellt. Wieder eine Kombination, und mit Energie-Effizienz-Klasse A++, bei MediaMarkt.

Meine zu kühlenden Lebensmittel habe ich derweil auf den Tisch ans offene Küchenfenster gelegt; wenn der Kühlschrank nicht mehr will, muß halt die ganze Küche als Kühlschrank herhalten. Im Tiefkühl-Teil hatte ich zum Glück gerade nicht viel; eine Packung TK-Kartoffelpuffer mußte ich wegwerfen, weil sie schon ganz aufgetaut und matschig waren und ich sie nicht sofort verbrauchen konnte, und der Inhalt einer angefangenen Tüte TK-Broccoli wanderte direkt in die Pfanne.

Heute kam das neue Gerät. Und das wurde dann etwas … lustig. weiterlesen →

#TwitterSperrt

4. Februar 2020 um 16:42 Uhr von Atari-Frosch

Twitter sperrt offenbar immer mal wieder Accounts von Menschen, die sich gegen Rassismus, Sexismus, Ableismus und andere -ismen wehren. Allerdings ist nicht so ganz klar, nach welchen Kriterien; ich habe mehrfach beobachtet, daß nach solchen Sperrungen andere aus Solidarität denselben Wortlaut twitterten und nicht gesperrt wurden.

Daher wollte ich das jetzt mal selbst ausprobieren. Gesperrt wurde @nhile_de wegen folgendem Tweet:

Alle, die Witze über Asiat*innen und Coronavirus machen, bekommen eine Schelle. Don't even try to wrap your racism into a joke.

Daraufhin bekam Nhi eine 12stündige Sperre mit der Begründung: „Du darfst Dich nicht an der zielgerichteten Belästigung von Nutzern beteiligen oder andere dazu ermutigen. Darunter fällt auch, jemandem anderen körperlichen Schaden zu wünschen oder Hoffnungen in dieser Richtung zu äußern.“

[03.02.2020] Bereits in den Vormittagsstunden des 3. Februar bekam ich mit, daß auf verschiedenen Accounts die Aussage von Nhi aus Solidarität wortwörtlich wiederholt wurde.

Und jetzt wollte ich es wissen: Ich habe den Tweet von Nhi wortwörtlich wiederholt und nur den Hashtag #UnbanNhi angehängt: weiterlesen →

Verleser 2019

7. Januar 2020 um 15:01 Uhr von Atari-Frosch

Im gerade vergangenen Jahr habe ich wieder einen Teil meiner Verleser gesammelt. Have fun 🙂

08.04.2019 Kreisstraße bei Penismehl Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 29 bei Pennigsehl Polizeiticker
08.04.2019 Flugscheibe eingeschlagen POL-PB: Fahrzeugscheibe eingeschlagen und Handtasche geklaut Polizeiticker
11.04.2019 an der rotz-eigenen Ampel an der rotzeigenden Ampel Polizeiticker
27.04.2019 Farbschmierereien in der Hölle POL-HI: Farbschmierereien in Holle Polizeiticker weiterlesen →

Jahresrückblick 2019

1. Januar 2020 um 18:09 Uhr von Atari-Frosch

Dieses Jahr war ein Jahr des Stillstands, denn in meinen Zukunftsplänen bin ich um keinen Schritt weitergekommen. 🙁

In den Vorhaben für 2019 hatte ich mir einiges vorgenommen. Zum Beispiel wollte ich mir einen Flachbett-Scanner mit Durchlicht-Einheit zulegen, den Canon CanoScan 9000F Mark II. Den habe ich dann im Januar auch tatsächlich gekauft, und zwar hatte ich das Glück, ein gebrauchtes, aber nicht viel genutztes Exemplar etwa zum halben Neupreis erstehen zu können. Als erstes scannte ich damit einen Teil der Fotos von der Pocket-Kamera (1982 bis 1985), deren Negative zum Teil bereits in einem ziemlich üblen Zustand sind, nochmal ein und lud sie neu auf meine Piwigo-Installation hoch. Piwigo bietet praktischerweise mit einem Plugin die Möglichkeit, Fotos auszutauschen, ohne daß die schon eingegebenen Beschreibungen, Geo-Koordinaten usw. verloren gehen bzw. nochmal eingegeben werden müßten, das habe ich dabei ausführlich ausgenutzt. weiterlesen →

Python: (Fast) alles ist eine Liste

16. November 2019 um 23:11 Uhr von Atari-Frosch

„In Python ist alles eine Liste“, erklärte mir zu Beginn Bison aus dem Chaosdorf, als ich gerade anfing, Python zu lernen. An die Denkweise konnte ich mich gut gewöhnen. In den letzten Monaten ist sie mir allerdings in einem, ähm, speziellen Fall so richtig auf die Füße gefallen, und zwar im Zusammenhang mit Feldabfragen in MySQL. Heute habe ich endlich die Lösung gefunden.

Seit einiger Zeit bauen mir die Scripte aus meinem Projekt htmlglue meine statische Website zusammen. Dabei bekommt die Startseite jedes Mal ein anderes Zufallsfoto, dessen Daten aus der Datenbank meiner Media-Website gezogen werden; die Bilder selbst stehen natürlich nicht in der Datenbank, aber die Datenbank kennt den jeweiligen Pfad im Filesystem. Die Media-Website läuft unter Piwigo, und dessen Datenbank ist, wie üblich, in MySQL angelegt (ich verwende allerdings MariaDB). Und mit den zusätzlichen Informationen zu den Bildern hatte ich gelegentlich so ein kleines, größeres Problem. weiterlesen →

Die Telekom und die IT-Sicherheit

2. November 2019 um 18:07 Uhr von Atari-Frosch

Eigentlich wollte ich nur mal eben mein älteres Smartphone bzw. die darin befindliche SIM auf der Website der Telekom registrieren in der Hoffnung, dort vielleicht einstellen zu können, ob und wann meine ausgehende Nummer beim Empfänger eines Anrufs angezeigt werden soll. Derzeit wird sie nämlich nicht angezeigt, weil ich das vor vielen Jahren in einem Telekom-Laden in Mannheim mal so angegeben hatte. Am Gerät selbst kann ich das nicht einstellen, warum auch immer.

Also ging ich auf die Website und wollte mich registrieren. Als erstes sollte ich bei der Anrede zwingend zwischen „Frau“ und „Herr“ wählen. Fuck you, Telekom, nonbinary Menschen existieren. Dann kam die Wahl eines Paßworts, und ich fühlte mich ins Jahr 1998 oder so zurückversetzt: weiterlesen →

Wordfence to fail2ban

1. November 2019 um 18:50 Uhr von Atari-Frosch

Das WordPress-Plugin Wordfence ist ein weit verbreitetes Sicherheits-Plugin, um WordPress und auch dessen Clone ClassicPress vor unerwünschten Zugriffen zu schützen. Leider hat es einen Nachteil: Es kann Zugriffe nur auf Webserver-Ebene blockieren. Das heißt, auch intensive Einbruchsversuche, aggressives Crawling, oder sogar Versuche, angreifbare Plugins oder Themes etc. zu finden, hämmern trotzdem unter Umständen stunden- bis tagelang auf den Webserver ein. Und diese Angreifer können wirklich sehr aggressiv und ausdauernd sein.

Man könnte nun nach einer Mail von Wordfence, daß da mal wieder ein Host keine Ruhe gibt, diesen Host in die Firewall eintackern. Diese Einträge müßte man dann aber ständig nachhalten, denn irgendwann hören die Angriffe von einem bestimmten Host ja auch mal wieder auf, und die Firewall-Einträge möchte man ja eher knapp halten, damit die Überprüfung bei jedem Zugriff von außen nicht zu lange dauert. weiterlesen →

Öffentlicher Dienst und IT

29. Oktober 2019 um 20:52 Uhr von Atari-Frosch

Ich hab jetzt länger nix von mir hören, also, ähm, lesen lassen, weil's mir echt nicht gut ging. Aber grad hab ich was gelesen, da muß ich doch mal ein bißchen was drüber loswerden. Und zwar schreibt der Tagesspiegel: Experten warnten schon 2017: IT-Katastrophe am Berliner Kammergericht kam mit Ansage. Aua. Aua. AUA! Auhauerha!

Also erstmal: Die Software war gnadenlos veraltet. Ich meine, Windows 95!? Echt jetzt?

Mir scheint es außerdem, daß es (was mich aus meiner eigenen Erfahrung im öffentlichen Dienst jetzt so gar nicht wundern würde) keinerlei Schulungen des Personals zum Thema Datenschutz gab. Bei einem Gericht müßte da eigentlich jede Person, vom Richter bis zur Tippse, immer auf dem aktuellen Stand sein. Auch was IT-Sicherheit angeht, von Paßwörtern bis zum Transport von Daten; gerade, wenn auch zu Hause gearbeitet wird. weiterlesen →

Trojaner-Versand nach geknacktem Account

16. September 2019 um 17:48 Uhr von Atari-Frosch

Richtig gelesen: „nach“, nicht „mit“.

Ich bekam heute Vormittag eine E-Mail, die scheinbar von einer Firma kam, mit der ich bis vor ein paar Monaten gelegentlich in Kontakt stand. Scheinbar, weil die Absender-Adresse nicht dazu paßte. Die Firma hat eine eigene Domain mitsamt MX, verschickt also normalerweise auch E-Mails unter dieser eigenen Domain. Aber die Absender-Adresse dieser E-Mail war eine völlig andere.

In dieser E-Mail wurde eine E-Mail von mir an die Firma zitiert, ein typischer Vollquote, darüber stand ohne Anrede „wie besprochen, in der Anlage die angeforderte [sic!] Informationen.“ Allerdings hatte ich diese E-Mail bereits Mitte Januar geschrieben gehabt; es war die letzte Mail, die ich dorthin geschickt hatte (und die war damals auch beantwortet worden). weiterlesen →

Von Debian nach Devuan

31. August 2019 um 18:48 Uhr von Atari-Frosch

Lange geplant, endlich in Angriff genommen: Mein Wechsel von Debian zu Devuan. Versuchsweise habe ich natürlich erstmal mein Notebook, das Thinkpad R61, migriert, um zu sehen, wo ich auf Schwierigkeiten stoßen könnte, wenn ich den Desktop migriere. Und ein V-Server eines Vereins steht auch noch an. Alle drei Rechner gehen von Debian Jessie aus.

Zunächst habe ich die vorhandene Installation auf dem Thinkpad nochmal aus Debian heraus aktualisiert, weil ich da schon länger nichts mehr dran gemacht hatte. Also, „schon länger“ wie in „mehrere Monate“. Dann ging es richtig los. Um keinen zu großen Versionssprung zu machen, habe ich zunächst die Paketquellen von Devuan Jessie gewählt, das ist sozusagen deren Null-Version oder auch oldstable. Ich ging nach dieser Anleitung vor: Migrate to Devuan Jessie. Erst später stellte ich fest, daß ich auch direkt zu Devuan ASCII hätte migrieren können, aber ich glaube, mit dem Umweg über die Jessie-Version von Devuan war es sicherer. weiterlesen →

Anrede für nicht-binäre Menschen

25. August 2019 um 14:58 Uhr von Atari-Frosch

Seit ich vor etwa einem Jahr ein Gespräch mit einer durchaus gender-sensitiven Person hatte, geht mir eins nicht mehr aus dem Kopf: Wie spricht man nicht-binäre Menschen eigentlich an? „Herr/Frau“ paßt ja gerade zumindest in den meisten Fällen nicht. Und ich fühle mich mittlerweile sehr unwohl damit, mit „Frau“ angesprochen zu werden. Es ist halt nun mal falsch.

Die anfangs genannte Person fragte nämlich vor Beginn des eigentlichen Gesprächs tatsächlich nach, wie sie mich richtig ansprechen sollte, wenn die klassischen Anredeformen offensichtlich nicht zutreffen. Damals antwortete ich, tja, was das angeht, ist unsere Sprache leider ziemlich kaputt bzw. berücksichtigt nicht-binäre Menschen einfach gar nicht.

Wenn also auch der (gewählte) Vorname plus Sie-Form nicht in Frage kommen, was bleibt?

Heute morgen fiel mir eine für mich passende Form ein. Da ich frei bin von klassischen Geschlechtsrollen und das auch gleich mit der Anrede deutlich machen will, habe ich die Anrede „Freimensch“ gewählt. CC0, bedient Euch, wenn's Euch gefällt 🙂

Ich bin Freimensch Aurin Becker. (Der Nachname stört mich auch noch, aber mal sehen …)

Star Trek DS9: Melora

22. August 2019 um 22:11 Uhr von Atari-Frosch

[Spoilerwarnung] In diesem Artikel gehe ich ausführlich auf den Inhalt der Serienfolge 2.06 der Fernsehserie „Star Trek: Deep Space 9“ ein. Wer sie noch nicht gesehen hat und sich nicht spoilern lassen will, sollte diesen Artikel besser noch nicht lesen. [/Spoilerwarnung]

Vor einiger Zeit hatte ich mir die vollständige Serie „Star Trek: Deep Space 9“ auf DVD gekauft, und seit kurzem bin ich am „binge-watchen“, wie das heute heißt, wenn man versucht, eine Serie quasi am Stück durchzuschauen. Letzte Woche habe ich mit der zweiten Staffel angefangen, und da hat mich die Folge mit dem Titel „Melora“ besonders beeindruckt, obwohl sie einen durchgehenden logischen Fehler hat. Es geht in dieser Folge um den Umgang mit einer Behinderung, und zwar sowohl durch die behinderte Person als auch durch ihr Umfeld. Gedreht wurde die Folge im Jahr 1993, also vor etwa 26 Jahren. Ich habe mir die Folge wie bei mir üblich im englischen Original angesehen. weiterlesen →

Scharfe Video-Aufnahmen

13. August 2019 um 17:56 Uhr von Atari-Frosch

– nicht was Ihr wieder denkt 😉

Ich dachte gestern, für Videos von beweglichem Zeug wie fahrenden Modelleisenbahnen sollte ich zukünftig wohl doch eher die Sumikon ActionCam nehmen. Die Videoaufnahmen der Canon EOS 750D haben scheinbar keine gute Tiefenschärfe. Die Kamera verstellt deshalb dauernd das Objektiv, um die Schärfe des Hauptmotivs zu halten – und schafft's dann doch nicht immer.

Das war jedenfalls mein vorläufiges Fazit nach der Bearbeitung der ersten paar Videos, die ich an diesem Wochenende auf der FrOSCon in St. Augustin gemacht habe. Mein Motiv waren die Modelleisenbahnen des Projekts Free Your Model Train oder kurz FYMT des Vereins Freie Software Freunde, bei dem ich Mitglied bin und für den ich zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern den Stand betreut habe. weiterlesen →