Froschs Blog

Computer und was das Leben sonst noch so zu bieten hat

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Im Netz aufgefischt #36

Sonntag, 27. November 2011

Hartz IV & Co.

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Hamburg rennt, NRW pennt

Montag, 7. Februar 2011

Heute gibt es bei Heise einen Artikel, über den ich mich mal wirklich freue. In Hamburg hat das LKA zwei mutmaßliche Abofallen-Betreiber festgenommen. Offenbar hat man in Hamburg erkannt, daß Abofallen im Internet eine Form von (häufig organisierter) Kriminalität sind.

Eigentlich sollte das deutsche Recht, und das gilt auch für das Strafrecht, in Deutschland überall gleich sein. Ich darf aber dran erinnern, daß die Polizei NRW vor drei Jahren der Meinung war, Abzockfallen seien nur Beschiß, und sie müßten deshalb nicht aktiv werden.

Ob ein Betrug nach deutschem Strafrecht wirklich ein Betrug ist, hängt also offenbar vom Bundesland ab — oder davon, wie faul die Polizei im jeweiligen Bundesland ist. Na, dann wissen Abofallen-Betrüger ja spätestens jetzt, wo sie sich in Ruhe niederlassen können.


Abzocke geht weiter

Mittwoch, 5. Januar 2011

Während Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) gerade versucht, uns DRM unter neuem Label als wieder löschbare Web-Inhalte zu verkaufen, geht völlig von ihr unbeachtet die Abzocke weiter. Diesmal hat es unter anderem eine alte Dame in Frankfurt „erwischt”, und das Interesse der Behörden, der Abzockfirma den Garaus zu machen, scheint irgendwie sehr ... gering zu sein.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Ermittlungsbehörden wie auch Kommunen überhaupt kein Interesse daran haben, dagegen vorzugehen, schließlich zahlen auch Abzocker Gewerbesteuer. Ich darf daran erinnern, daß es die Düsseldorfer Ermittlungsbehörden beim Spammerladen IP69 genauso gehalten haben: Der massenweise Betrug wurde einfach als „so ein bißchen Beschiß” bezeichnet. Komisch, ich nenne sowas Organisierte Kriminalität, und stehe damit sicher nicht alleine da.

Liebe Frau Aigner, was soll das? Finden Sie die Gewerbesteuer durch illegale Aktivitäten so viel wichtiger als den Schutz vor Abzocke? Dürfen die Abzocker deshalb immer weitermachen? Und lenken Sie deshalb mit Schwachsinns-Forderungen wie dem Internet-Radiergummi von der echten Kriminalität im Internet ab? Dafür werden Sie nicht bezahlt!


Warnschilder vor Kostenfallen

Donnerstag, 8. Juli 2010

Das wird jetzt wohl erst richtig modern, Verkehrsschilder im Internet aufstellen zu wollen, oder was? Nachdem Zensursula mit ihren Stopschildern grandios gescheitert ist, versucht es ausgerechnet Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nun mit Warnschildern vor Abo- und Kostenfallen.

Jaaa, wir haben Sommerloch. Aber Frau Leutheusser-Schnarrenberger muß sich nicht auf Teufel komm' raus wie so ein Polit-Hinterbänkler mit so einem Quatsch ins selbige fallen lassen, will sie den Internet-Profis gegenüber glaubwürdig bleiben. Denn: Seriöse Anbieter geben natürlich alle Kosten an, und die unseriösen werden sich wohl kaum freiwillig ein Schild vor das Bestellformular pappen. Das ist wieder mal so eine Maßnahme in dem Sinne „Einbrechern soll es verboten werden, Handschuhe zu tragen”.

Also, wie soll das dann gehen? Mal wieder per DNS-Manipulation durch die Zugangsprovider? Danke, hatten wir schon. Der nächste, bitte.